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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir werfen einen gemeinsamen Blick auf die gestern gemachten Wirtschaftsmeldungen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.
Für die Handelsbilanz der Euro-Zone wurde in der ersten Schätzung für den Monat September ein Überschuss in Höhe von 3,7 Mrd. Euro in die Bücher aufgenommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war ein Defizit von 6,0 Mrd. Euro aufgelaufen. Nota bene: das Vormonatsminus wurde auf 2,3 Mrd. Euro von zuvor offen gelegten 1,0 Mrd. Euro wertberichtigt. Die Ausfuhren konnten im Berichtsmonat im Vormonatsvergleich um saisonbereinigte 5,5 Prozent gesteigert werden, die Einfuhren nahmen um 1,1 Prozent zu. Die erste Schätzung für den gesamten EU-Bereich liefert für die Handelsbilanz ein Defizit in Höhe von 11,2 Mrd. Euro nach -24,5 Mrd. Euro im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das Vormonatsminus wurde auf -12,0 Mrd. Euro von zuvor bekannt gegebenen -12,1 Mrd. revidiert. Die Ausfuhren kletterten im Berichtsmonat im Vormonatsvergleich um saisonbereinigte 3,4 Prozent, die Einfuhren zogen um 2,2 Prozent an.
Bezüglich der US-amerikanischen Erzeugerpreise ist im Oktober ein Klettern um 0,3 Prozent gemessen worden. Im Vorfeld wurde ein Anstieg im Bereich von 0,5 bis 0,7 Prozent erwartet, nachdem im Vormonat die Preise der Erzeuger um -0,6 Prozent nachgegeben haben. Im gleichen Zeitraum ist die Kernrate der US-Produzentenpreise um 0,6 Prozent zurückgegangen. Im Vorfeld ist hier ein Bereich in Höhe von 0,1 bis 0,2 Prozent nach zuletzt noch -0,1 Prozent erwartet worden.
Bei der US-amerikanischen Industrieproduktion ist im Monat Oktober ein Anstieg um 0,1 Prozent in die Bücher aufgenommen worden. Im Vorfeld wurde ein Anziehen im Bereich von 0,2 bis 0,4 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Industrieproduktion in den USA um 0,6 Prozent angezogen hatte, womit der im Vormonat offen gelegte Wert von 0,7 Prozent nach unten wertberichtigt worden war.
Ein Wert von 70,7 Prozent ist für die US-amerikanische Kapazitätsauslastung im Oktober gemessen worden. Diese hatte im Vormonat noch bei 70,5 Prozent gestanden (von 70,5 Prozent nach oben wertberichtigt).
Der Housing Market Index ist im aktuellen Monat bei 17 offen gelegt worden. Dieser hatte im Monat zuvor ebenfalls bei 17 notiert. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld auf ein Ergebnis im Bereich von 19 spekuliert.
Einheitlich schwächer haben gestern die deutschen Aktienmärkte den Handel verlassen. Der Leitindex Dax sank um 0,45 Prozent auf 5.778,43 Punkte. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 1,06 Prozent auf 7.360,68 Zähler nach unten. Der TecDax gab um 0,31 Prozent auf 779,52 Stellen nach. Die Anteilsscheine von K+S konnten um satte 4,50 Prozent auf 40,14 Euro anziehen. Die Papiere von Merck verloren 1,83 Prozent auf 65,56 Euro. Die EUREX/Renten-Futures haben sich fester präsentiert. Der Dezember-Bund-Kontrakt zog um 16 Ticks auf 122,22 Prozent an. Dabei wurde in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,82 Prozent und 122,34 Prozent ein Volumen in Höhe von 720.793 Kontrakten umgesetzt. Der Bobl stagnierte auf 116,12 Prozent.
Für die US-amerikanischen Aktienmärkte konnten dünne Gewinne in die Bücher aufgenommen werden. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average rückte um 0,29 Prozent auf 10.437,42 Punkte vor. Der marktbreite S&P-500 zog um 0,09 Prozent auf 1.110,31 Zähler an. An der Nasdaq gewann der Composite-Index 0,27 Prozent auf 2.203,78 Stellen hinzu. Der Nasdaq 100 kletterte um 0,26 Prozent auf 1.812,21 Punkte. Die Aktien von Microsoft verteuerten sich um 2,01 Prozent auf 30,00 US-Dollar. Home Depot verbilligten sich bis zum Handelsende um 2,39 Prozent auf 26,99 US-Dollar. Der US-amerikanische Anleihenmarkt hat im gestrigen Handelsverlauf leicht angezogen. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent kletterten um 2/32 auf 100-13/32, ihre Rendite lag bei 3,32 Prozent. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond stieg um 10/32 auf glatt 102, er rentierte mit 4,25 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte haben schwächer tendiert. Der Leitindex-225 gab um 0,55 Prozent auf 9.676,80 Punkte nach. Der marktbreite TOPIX büsste 0,81 Prozent auf 850,06 Zähler ein.
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