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US-amerikanische Arbeitsproduktivität steigt kräftig
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wie gewohnt wird etwas Aufmerksamkeit dem Studium der gestrigen Wirtschaftsmeldungen gewidmet bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Für den Einzelhandelsumsatz in der Eurozone wurde im Monat September im Vergleich  zum Monat zuvor gemäß der ersten offiziellen Schätzung ein Nachgeben um 0,7 Prozent verbucht. Auf Jahressicht hat der Umsatz des Einzelhandels im Berichtsmonat um 3,6 Prozent eingebüsst.
Im Bereich der gesamten EU sank der Einzelhandelsumsatz im Monatsvergleich um 0,4 Prozent, auf Jahresbasis wurde ein Fallen des Einzelhandelsumsatz um 2,5 Prozent registriert.

Der Leitzins wurde von Seiten der Bank of England unverändert bei 0,5 Prozent belassen.

Die Europäische Zentralbank hat keinen weiteren Zinsschritt ausgeführt, der Leitzins liegt weiterhin unverändert bei 1,0 Prozent.

Bezüglich der US-amerikanischen Arbeitsproduktivität im Nonfarm Business konnte im dritten Quartal ein saisonbereinigter und anualisierter Anstieg um 9,5 Prozent verzeichnet werden. Im Vorfeld hatten die Marktteilnehmer auf einen Anstieg im Bereich von 6,4 bis 6,5 Prozent nach 6,6 Prozent im Quartal zuvor gesetzt. Das Ergebnis ist als sehr positiv zu werten und sorgte gestern für einen kräftigen Schub an den Aktienmärkten.

Ein Absinken ergab sich bei den Lohnstückkosten im Nonfarm Business im dritten Quartal in den USA, saisonbereinigt schlugen hier im Vergleich zum Vorquartal minus 5 Prozent zu Buche. Auf Jahresbasis haben die Lohnstückosten in den Vereinigten Staaten um 7,5 Prozent nachgegeben.

Bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Absinken auf 512.000 festgehalten. Im Vorfeld waren 520.000 bis 525.000 neue Anträge nach zuvor 532.000 erwartet worden, wobei hier von 530.000 wertberichtigt worden war.

In der letzten Woche konnte ein Klettern der US-amerikanischen Erdgasvorräte um 29 Bcf auf 3.788 Bcf verbucht werden. Bereits in der vorangegangenen Woche wurde eine Zunahme der Bestände um 25 Bcf registriert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese bei 3.409 Bcf notiert.


Die deutschen Aktienmärkte haben mit Gewinnen auf die gestrigen Wirtschaftsmeldungen reagiert. Der Leitindex Dax zog um 0,67 Prozent auf 5.480,92 Punkte an. Der MDax kletterte um 0,96 Prozent auf 7.017,46 Zähler. Der TecDax verteuerte sich um 1,99 Prozent auf 750,02 Stellen.
Schlechter als erwartet ausgefallene Zahlen drückten Munich Re um 1,10 Prozent auf 106,20 Euro nach unten.
Die Anteilsscheine der Telekom konnten um 2,32 Prozent auf 9,50 Euro anziehen. 
Die EUREX/Renten-Futures haben unter grossem Volumen nur sehr leicht nachgegeben. Der Dezember-Bund-Kontrakt sank um 3 Ticks auf 121,07 Prozent. Dabei wurde in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,66 Prozent und 121,45 Prozent ein Volumen in Höhe von 993.456 Kontrakten umgesetzt. Der Bobl verlor 3 Ticks auf 115,36 Prozent.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben sich mit Zugewinnen aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average schloss um 2,08 Prozent fester auf 10.005,96 Punkten. Der S&P-500 wertete um 1,92 Prozent auf 1.066,63 Zähler auf. An der Nasdaq zog der Composite-Index um 2,42 Prozent auf 2.105,32 Stellen an. Der Nasdaq 100 stieg um 2,40 Prozent auf 1.721,09 Punkte.
Die Papiere von DuPont verteuerten sich um 3,70 Prozent auf 33,38 US-Dollar.
Für RIM ging es um 0,31 Prozent auf 57,79 US-Dollar nach oben.
Die US-amerikanischen Anleihenmärkte haben etwas fester geschlossen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent kletterten um 4/32 auf 100-24/32, ihre Rendite wurde mit 3,53 Prozent festgehalten. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond zog um 17/32 auf 101-17/32 an, er rentierte mit 4,41 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte haben uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex Nikkei-225 gewann 0,74 Prozent auf 9.789,35 Punkte hinzu. Der marktbreite TOPIX büsste 0,11 Prozent auf 874,01 Zähler ein.



US-amerikanische Arbeitsproduktivität steigt kräftig
Datum:   06.11.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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