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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir werfen einen gemeinsamen Blick auf die gestern gemachten Wirtschaftsmeldungen bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen:
für die Industrieproduktion in der Euro-Zone wurde im saisonbereinigten Monatsvergleich im Monat September ein Klettern um 0,3 Prozent verbucht. Nota bene: im Monat zuvor hatte die Industrieproduktion um 1,2 Prozent angezogen, wobei hier von +0,9 Prozent wertberichtigt worden war. Auf Jahresbasis wurde ein Einbruch um 12,9 Prozent nach zuvor -15,1 Prozent gemessen.
Die Industrieproduktion im gesamten EU-Bereich konnte im saisonbereinigten Monatsvergleich um 0,2 Prozent nach zuvor gemessen 0,8 Prozent (revidiert von 0,6 Prozent) klettern. Auf Jahresbasis hat die Produktion 12,1 Prozent nach zuletzt -13,6 Prozent (wertberichtigt von -13,5 Prozent) eingebüsst.
Bezüglich der Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Rückgang auf 502.000 aufgenommen. Im Vorfeld waren 510.000 bis 525.000 neue Anträge erwartet worden, nachdem zuvor 514.000 (wertberichtigt von 512.000) publik gemacht worden waren.
Schlechte Nachrichten gab es für den US-Haushalt im Oktober, es wurden den 13. Monat in Folge Defizite in die Bücher aufgenommen. Das Haushaltsdefizit notiert nun bei 176,36 Mrd. USD, was für den Monat Oktober, der den ersten Monat des Fiskaljahres darstellt, einen Rekordbetrag dastehen lässt. Im Vorfeld waren 165,90 Mrd. USD anvisiert worden. Für die Einnahmen wurde ein Aufsummierung auf 135,33 Mrd. USD berechnet, was ein Minus in Höhe von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr liefert, die Ausgaben summierten sich auf 311,69 Mrd. USD, was eine Zunahme in Höhe von 3 Prozent darlegt. Zur Ihrer Orientierung: im vergangenen Fiskaljahr musste ein Rekorddefizit von 1,4 Bill USD in die Bücher aufgenommen werden, das ist eine Defizitquote in Höhe von 9,9 Prozent des BIP.
Für die deutschen Aktienmärkte wurden uneinheitliche Tendenzen in die Bücher aufgenommen. Der Leitindex Dax verlor 0,08 Prozent auf 5.663,96 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte konnte sich um 0,21 Prozent auf 7.297,53 Zähler verteuern. Der TecDax kletterte um 0,28 Prozent auf 762,56 Stellen. Die Notierungen von RWE haben um leichte 0,21 Prozent höher auf 61,53 Euro geschlossen. Die Anteilsscheine von K+S konnten sich um 1,72 Prozent auf 38,50 Euro verbessern. Die EUREX/Renten-Futures haben sich uneinheitlich präsentiert. Der Dezember-Bund-Kontrakt büsste 10 Ticks auf 121,47 Prozent ein. Dabei wurde in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,20 Prozent und 121,96 Prozent ein Volumen in Höhe von 811.000 Kontrakten umgesetzt. Der Bobl konnte dagegen um 3 Ticks auf 115,78 Prozent klettern.
Der Verlauf an den US-amerikanischen Aktienmärkten war von Verlusten geprägt. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor 0,91 Prozent auf 10.197,47 Punkte. Der S&P-500 schloss um 1,03 Prozent leichter auf 1.087,24 Zählern. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,83 Prozent auf 2.149,02 Stellen nach unten. Der Nasdaq 100 rutschte um 0,55 Prozent auf 1.773,14 Punkte in die Tiefe. Cisco verloren 2,01 Prozent auf einen Schlusskurs von 23,44 USD. Für Wal-Mart ging es um 0,51 Prozent auf 53,24 USD nach oben. Der US-amerikanische Anleihenmarkt ist fester aus dem gestrigen Handel gegangen. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent konnten um 12/32 auf 99-14/32 anziehen, ihre Rendite wurde mit 3,44 Prozent festgehalten. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond stieg um 10/32 auf 101-24/32, er rentierte mit 4,39 Prozent. Die japanischen Aktienmärkte zeigen sich heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt leicht schwächer unterhalb der Marke von 9,800.00 Punkten.
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