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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
lassen Sie uns zunächst gemeinsam etwas Zeit dem Studium der gestern gemachten Wirtschaftsmeldungen widmen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.
Bezüglich der saisonbereinigten Leistungsbilanz für die Eurozone ist im September ein Defizit von 5,4 Mrd. Euro nach plus 0,6 Mrd. Euro im Monat zuvor ausgewiesen worden. Hier wurde von 1,3 Mrd. Euro wertberichtigt. Der Berichtsmonat lieferte ohne Bereinigung ein Minus von 5,0 Mrd. Euro. Die Handelsbilanz wurde mit plus 4,0 Mrd. Euro verbucht, die Dienstleistungsbilanz notiert ebenfalls im Plus bei 1,3 Mrd. Euro. Die Einkommensbilanz ist mit 4,1 Mrd. Euro im Minus, die Transferbilanz weist ein Minus in Höhe von 6,5 Mrd. Euro aus.
Für die Produktion im Baugewerbe wurde in der Eurozone im Monat September ein Absinken um 1,1 Prozent in die Bücher aufgenommen. Gleichzeitig wurde die Produktion des Vormonats von -0,3 Prozent auf nun +0,1 Prozent nach oben wertberichtigt. Auf Jahresbasis hat die Bauproduktion um 8,0 Prozent nach zuletzt 10,8 Prozent nachgegeben. Im Bereich aller EU-Mitglieder wurden im Berichtsmonat minus 1,1 Prozent nach zuletzt -0,1 Prozent gemessen, womit der Vormonatsrückgang von -0,8 Prozent nach oben wertberichtigt worden ist. Auf Jahresbasis hat die Produktion um 9,4 Prozent nach zuvor -10,0 Prozent nachgegeben.
Bei der Zahl der Wohnbaubeginne ist in den Vereinigten Staaten im Oktober ein Wert von 529.000 offen gelegt worden, was einen Rückgang in Höhe von 63.000 impliziert. Im Vorfeld wurden 585.000 bis 600.000 nach noch 592.000 im Monat zuvor erwartet. Nota bene: der Vormonatswert wurde von zuvor offen gelegten 590.000 nach oben wertberichtigt.
Die Anzahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen notiert im Oktober bei 552.000. Im Vorfeld waren 580.000 bis 585.000 erwartet worden, nachdem im Vormonat 575.000 registriert worden waren (von 573.000 nach oben wertberichtigt).
Ein überraschender Anstieg um 0,3 Prozent wurde für die US-amerikanischen Verbraucherpreise im Oktober verzeichnet. Die Volkswirte hatten im Vorfeld mit einem Klettern in Höhe von 0,2 Prozent gerechnet. Die Kernrate legte um 0,2 Prozent zu, 0,0 bis 0,1 Prozent waren dagegen erwartet worden. Im Monat zuvor wurde ein Anstieg der Kernrate um 0,2 Prozent gemessen.
Gestern wurde der Handel an der Eurex durch technische Probleme für fast zwei Stunden unterbrochen.
Recht dünne Zugewinne wurden für die deutschen Aktienmärkte zum Handelsende auf den Anzeigetafeln abgelesen. Der Leitindex Dax wertete um 0,16 Prozent auf 5.787,61 Punkte auf. Der MDax schloss um 0,29 Prozent fester auf 7.381,67 Zählern. Der TecDax kletterte immerhin um 0,46 Prozent auf 783,12 Stellen. Für die Anteilsscheine von Eon ging es um 1,52 Prozent auf 27,31 Euro nach oben. Die Papiere von K+S stiegen um 1,12 Prozent auf 40,59 Euro. Die EUREX/Rentenfutures haben leicht an Boden verloren. Der Dezember-Bund-Kontrakt verlor 6 Ticks auf 122,16 Prozent. Dabei wurde in einer engen Tageshandelsspanne zwischen 121,92 Prozent und 122,34 Prozent ein Volumen in Höhe von 619.007 Kontrakten umgesetzt. Der Bobl sank um 3 Ticks auf 116,09 Prozent.
Die US-amerikanischen Aktienmärkte waren trotz schlechter Wirtschaftsdaten nur leichten Verkaufswellen ausgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average gab um 0,11 Prozent auf 10.426,31 Punkte nach. Der S&P 500 ging kaum verändert um 0,05 Prozent schwächer auf 1.109,80 Zählern aus dem gestrigen Handel. An der Nasdaq büsste der Composite-Index 0,48 Prozent auf 2.193,14 Stellen ein. Der Nasdaq 100 verlor mit 0,58 Prozent auf 1.801,74 Punkte am deutlichsten. Die Wertpapiere von Autodesk sind um 10,37 Prozent auf 24,20 US-Dollar eingebrochen, hier straften die Händler den schwachen Quartalsausblick ab. Die Aktien von Ambac Financial haussierten mit 44,29 Prozent auf 1,01 US-Dollar, nachdem bekannt wurde, dass Ambac Assurance Corp das Kapitalausstattungsminimum erreicht habe. Eine uneinheitliche Tendenz wurde für den US-amerikanischen Anleihenmarkt ins Buch aufgenommen. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent reduzierten sich um 12/32 auf 100-2/32, ihre Rendite lag bei 3,37 Prozent. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond verlor 26/32 auf 101-9/32, er rentierte mit 4,30 Prozent. Die Notierungen der Zweijährigen kletterten um 1/32 auf 100-15/32, die Rendite lag bei 0,75 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte haben sich mit breiten Verlusten aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex-225 sank um 1,32 Prozent auf 9.549,47 Punkte. Bitte beachten Sie, dass hier ein Vier-Monats-Tief vorliegt. Der marktbreite TOPIX verlor 1,45 Prozent auf 837,71 Stellen.
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