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Verarbeitendes Gewerbe in der Bundesrepublik mit besorgniserregendem Umsatz
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns wie gewohnt einen kurzen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir wie üblich mit der Betrachtung von internationalen Kapitalmärkten fortfahren.

Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe in der Bundesrepublik ist im Februar im Sturzflug gefallen. Real bereinigt wurde ein Absinken um 23,3 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres und somit der stärkste Rückgang seit 1991 gemessen.

Für die US-amerikanischen Lagerbestände ist im Februar ein Rückgang um 1,3 Prozent gemessen worden. Die Volkswirte hatten im Vorfeld ein Rückgang um 1,2 Prozent nach zuvor -1,3 Prozent erwartet. Nota bene: hier wurde von 1,1 Prozent wertberichtigt. Gleichzeitig sind die Umsätze um 0,2 Prozent geklettert. Dabei notiere das Verhältnis Lagerhaltung zum Umsatz, das Inventories/Sales Ratio) in den Vereinigten Staaten bei 1,43.

Zu dem US-amerikanischen Umsatz im Einzelhandel: dieser hat im März um 1,1 Prozent nachgegeben. Im Vorfeld war jedoch ein Umsatzanstieg in Höhe von 0,3 Prozent erwartet worden, nachdem im Monat zuvor der Umsatz des Einzelhandels noch um 0,3 Prozent geklettert war, wobei hier von -0,1 Prozent wertberichtigt worden ist.

Bei den US-amerikanischen Erzeugerpreisen ist im März ein Absinken um 1,2 Prozent notiert worden. Im Vorfeld wurde ein Konstantbleiben erwartet, nachdem im Vormonat die Preise der Erzeuger um 0,1 Prozent klettern konnten. Die Kernrate für den Berichtsmonat ist mit 0,0 Prozent unverändert geblieben. Erwartet wurde ein leichter Anstieg.


Die deutschen Aktienmärkte haben sich gestern fester aus dem Handelstag verabschiedet. Der DAX kletterte um 1,47 Prozent auf 4.557,01 Punkte. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 2,41 Prozent auf 5.129,33 Stellen aufwärts. Der TecDAX legte um 0,70 Prozent auf 537,91 Zähler zu.
Genannt sei die Verteuerung der Anteilsscheine der Commerzbank, die sich gestern im Windschatten der Goldman-Zahlen mit einer Wertsteigerung um 12,95 Prozent auf 5,015 Euro als der Primus unter den deutschen Bankwerten erwiesen haben.
Stützend haben auch die Stahlwerte gewirkt. Für ThyssenKrupp ging es um 6,74 Prozent auf 16,95 Euro aufwärts.
Die deutschen Renten-Futures haben gestern fester tendiert. Der Juni-Kontrakt  auf den Bund konnte um 44 Ticks auf 122,48 Prozent zulegen. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,13 Prozent und 122,58 Prozent rund 434.722 Kontrakte die Hände gewechselt.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte sind gestern deutlich schwächer aus dem Handelstag gegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average büsste 1,71 Prozent auf 7.920,18 Punkte ein. Auch für den S&P-500 ging es deutlich nach unten, hier stand zum Börsenende ein Minus in Höhe von 2,01 Prozent auf 841,51 Stellen auf den Anzeigetafeln. An der NASDAQ gab der Composite-Index um 1,67 Prozent auf 1.625,72 Punkte nach. Der NASDAQ 100 sank um 1,07 Prozent auf 1.322,31 Zähler.
Ernüchterung bei Goldman: die Aktien brachen gestern um 11,56 Prozent auf 115,11 US-Dollar ein. Für Bank of America ging es mit minus 8,44 Prozent auf 10,09 US-Dollar ebenfalls deutlich nach unten.
Die US-amerikanischen Staatsanleihen konnten gestern erneut deutlich zulegen. Die zweijährigen kletterten um 2/32 Stellen auf 100 2/32 Punkte, sie rentierten mit 0,843 Prozent. Fünfjährige Anleihen standen zum Handelsschluss um 12/32 Zähler höher auf 100 4/32 Zählern, ihre Rendite wurde mit 1,719 Prozent angegeben. Zehnjährige Anleihen schlossen um 20/32 Stellen höher auf 99 21/32 Punkten, sie rentierten mit 2,790 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 28/32 Stellen auf 97 1/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 3,662 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte haben schwächer geschlossen. Nikkei-225 büsste 99.72 Punkte oder 1.1 Prozent auf 8,742.96 Zähler ein. Für den marktbreiten Topix ging es um 8.17 Stellen oder 1 Prozent auf 835.25 Zähler nach unten.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Verarbeitendes Gewerbe in der Bundesrepublik mit besorgniserregendem Umsatz
Datum:   15.04.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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