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Verluste an den Aktienmärkten, VW brechen ein
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst zu den gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen.


Für die Handelsbilanz der Euro-Zone ist in der ersten Schätzung für den Monat Juni ein Überschuss in Höhe von 4,6 Mrd. Euro gemessen worden. Hierbei wurde das Plus des Monats zuvor von +1,9 Mrd. Euro auf nun 2,1 Mrd. Euro wertberichtigt. Die Exporte gaben im Vormonatsvergleich um saisonbereinigte 0,1 Prozent nach, die Importe blieben konstant.
Im gesamten EU-Raum ist in der ersten Schätzung ein Handelsbilanzdefizit in Höhe von 4,3 Mrd. Euro verglichen mit -19,3 Mrd. Euro im Vergleichsmonat des Vorjahres angefallen. Hierbei wurde das Vormonatsdefizit von -6,8 Mrd. auf nun -7,2 Mrd. Euro nach unten wertberichtigt. Die Exporte haben im Berichtsmonat im Vergleich zum Monat zuvor um saisonbereinigte 0,3 Prozent nachgegeben, im selben Zeitraum sanken die Importe um 1,4 Prozent.

Bei dem New York Empire State Index ist im aktuellen Monat ein Stand von 12,08 gemessen worden. Nota bene: im Monat zuvor hatte dieser noch bei -0,55 notiert, er wurde im Vorfeld im Bereich von +2,2 bis 5 erwartet.

Bezüglich des US-amerikanischen Housing Market Index ist im August ein Stand von 18 publik gemacht worden. Zur Ihrer Orientierung: im Monat zuvor waren noch 17 zu Buche geschlagen.


Starke Verluste sind an den deutschen Aktienmärkten im gestrigen Handel angefallen. Der Leitindex DAX verlor 2,02 Prozent auf 5.201,61 Punkte. Der MDAX büsste 2,39 Prozent auf 6.374,06 Stellen ein. Der TecDax verliess den Handelstag um 2,45 Prozent schwächer auf 684,47 Zählern.
Für die Anteilsscheine von Metro läutete das Handelsende ein noch recht überschaubares Minus in Höhe von 1,56 Prozent auf 37,24 Euro ein.
Die Stammaktien von Volkswagen brachen um 9,90 Prozent auf 171,82 Euro ein.
Die EUREX/Renten-Futures haben sich erneut vorwiegend mit Aufschlägen präsentiert. Der September-Bund-Kontrakt zog um 28 Ticks auf 122,14 Prozent an. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,92 Prozent und 122,34 Prozent rund 542.933 Kontrakte die Hände gewechselt. Der September-BOBL-Future fiel um kaum nennenswerte 3 Ticks auf 115,82 Prozent.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben mit Verlusten auf das gestrige Umfeld reagiert. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average sackte um 2,00 Prozent auf 9135,34 Punkte nach unten. Der marktbreite S&P-500 gab um 2,43 Prozent auf 979,73 Zähler nach. An der Nasdaq verlor der Composite-Index 2,75 Prozent auf 1930,84 Stellen. Der Nasdaq 100 schloss um 2,90 Prozent leichter auf 1564,89 Punkten.
Man kann durchaus sagen, dass es ein schwarzer Tag für die Finanzwerte war, die auf breiter Front eingebrochen sind. Wir haben JPMorgan mit einem Minus in Höhe von 4,05 Prozent auf 40,73 US-Dollar, American Express mit minus 4,19 Prozent auf 30,39 US-Dollar und Bank of America mit minus 4,77 Prozent auf 16,56 US-Dollar.
Die Notierungen von Apple schlossen um 4,26 Prozent leichter auf 159,67 US-Dollar.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben sich erneut freundlich präsentiert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent kletterten um 27/32 auf 101-10/32, ihre Rendite betrug 3,47 Prozent. Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond konnte um 1-25/32 anziehen, er rentierte mit 4,32 Prozent.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 steht heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt in der Nähe der 10,280,00-Zähler-Marke.



Verluste an den Aktienmärkten, VW brechen ein
Datum:   18.08.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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