Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten frisch und ausgeruht in eine neue Handelswoche. Lassen Sie uns zunächst etwas Zeit den am vergangenen Freitag veröffentlichten Wirtschaftszahlen widmen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.
Für den deutschen Großhandelsumsatz ist im Dezember im Vergleich zum
Vorjahresmonat ein nominaler Anstieg um 1,4 Prozent und ein realer
Anstieg um 6,0 Prozent nach zuvor -5,6 Prozent bzw. -4,5 Prozent
gemeldet worden. Zieht man den kalender- und saisonbereinigten
Vergleich zum Monat zuvor hinzu, so fiel der Umsatz des Großhandels
nominal um 1,7 Prozent, real hat er 0,2 Prozent eingebüsst (nach -3,4
Prozent bzw. -0,8 Prozent im Monat zuvor).
Die Bekanntgabe der vierteljährlichen Sektorkonten der EU für das
dritte Quartal 2008 ergab, dass die Sparraten der privaten Haushalte im
dritten Quartal 2008 auf 14,4 Prozent geklettert sind. Nota bene: im
Vorquartal hatte das Wachstum bei 14,0 Prozent notiert. Im gesamten
EU-Bereich wurde die Sparrate mit 10,7 Prozent nach 10,6 Prozent im
Vorquartal gemessen.
Bei der Arbeitslosenquote in der Euro-Zone wurde im Dezember ein
Anstieg auf 8,0 Prozent festgehalten. Im Vormonat lag sie bei 7,9
Prozent, im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei 7,2 Prozent.
Zu der Arbeitslosenquote im Bereich der 27 EU-Mitglieder: hier wurde im
Berichtsmonat ein Anstieg auf 7,4 Prozent gemeldet, nachdem sie im
Vorjahresvergleichsmonat noch bei 6,8 Prozent notiert hatte.
Zu der offiziellen Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone:
hier wurde für den vergangenen Monat eine Jahresteuerung von 1,1
Prozent bekannt gegeben. Nota bene: im Vormonat lag die Jahresteuerung
bei 1,6 Prozent.
Für das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt wurde nach erster
offizieller Schätzung im vierten Quartal ein Nachgeben um 3,8 Prozent
registriert. Im Vorfeld wurde ein Rückgang im Bereich von 5,2 Prozent
erwartet, nachdem im Quartal zuvor das Wachstum bei -0,5 Prozent
notiert hatte. Nota bene: es handelt sich um den stärksten Rückgang
seit dem 1. Quartal 1982. Die US-Rezession verschärft sich somit weiter.
Zu den persönlichen Ausgaben für den Konsum (PCE): diese sind laut
erster öffentlicher Schätzung in der Jahresrate um 3,5 Prozent nach
-3,8 Prozent im Vorquartal gefallen.
Der Chain Deflator sank um 0,1 Prozent. Hier war im Vorfeld mit einem
Plus im Bereich von 0,5 Prozent nach zuvor noch 3,9 Prozent gerechnet
worden.
Der US-amerikanische Arbeitskostenindex stieg im vierten Quartal um
0,5 Prozent nach zuvor 0,7 Prozent. Erwartet wurde eine Zunahme von 0,7
Prozent.
Für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde im Januar ein Stand von
33,3 veröffentlicht. Im Vorfeld wurde dieser im Bereich von 34,2
erwartet, nachdem er im Monat zuvor noch bei 35,1 notiert hatte.
Bei dem endgültigen Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan wurde
im Januar ein Ergebnis von 61,2 nach 61,9 in der vorläufigen Fassung
bekannt gegeben. Im Vorfeld wurde erwartet, dass die vorläufige
Offenlegung nicht wertberichtigt werden würde. Nota bene: im Vormonat
lag der Index bei 60,1.
Die deutschen Aktienmärkte haben die Handelswoche
uneinheitlich beendet. Der deutsche Leitindex büsste 2,03 Prozent auf
4.338,35 Zähler ein. Für den MDAX mittelgroßer Werte ging es um 0,64
Prozent auf 5.098,09 Zähler nach oben. Auch der TecDAX konnte um 0,73
Prozent auf 485,04 Zähler steigen.
Die Anteilsscheine von Hypo Real Estate büssten 12,93 Prozent auf 1,28
Euro ein und trugen somit die rote Laterne im deutschen Aktienindex.
Die Notierungen von Commerzbank zogen um 0,85 Prozent auf 3,555 Euro an.
Die EUREX/Renten-Futures konnten leicht anziehen. Der auf den
Verfallsmonat März lautende Bundfuture ging zwar unverändert bei 122,32
Prozent aus dem Handel. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne
zwischen 122,14 Prozent und 122,95 Prozent rund 186.572 Kontrakte
gehandelt. Der März-BOBL Prozent konnte dagegen um 26 Ticks auf 115,59
Prozent anziehen.
Die US-amerikanischen Aktienmärkten haben leichter
geschlossen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average büsste 1,82
Prozent auf 8.000,86 Punkte ein. Der S&P-500 verlor 2,28 Prozent
auf 825,88 Zähler. An der NASDAQ gab der Composite-Index um 2,08
Prozent auf 1.476,42 Punkte nach. Der NASDAQ 100 ging um 1,96 Prozent
leichter auf 1.180,25 Punkten aus dem Handelstag.
Die Aktien von Citigroup schlossen um 8,97 Prozent schwächer auf 3,55
US-Dollar. Die Wertpapiere von Honeywell International verteuerten sich
um 0,43 Prozent auf 32,81 US-Dollar.
Der US-amerikanische Anleihenmarkt hat sich im späten New Yorker Handel
fester präsentiert. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,750
Prozent kletterten um 12/32 auf 107-30/32, ihre Rendite lag bei 2,81
Prozent. Für den mit 4,500 Prozent verzinsten Longbond ging es um 28/32
auf 116-31/32 nach oben, er rentierte mit 3,56 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte sind sehr schwach aus
dem Freitager Handelstag gegangen. Der japanische Leitindex Nikkei-225
verlor 3,12 Prozent auf 7.994,05 Punkte. Der marktbreite TOPIX büsste
2,99 Prozent auf 794,03 Zähler ein. Heute haben die Aktienmärkte
Nippons erneut schwächer geschlossen. Für den Nikkei-225 ging es um
120.07 Zähler auf 7,873.98 Punkte nach unten. TOPIC verlor 16.18 Zähler
auf 777.85 Punkte.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.