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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten frisch und erholt in den letzten Handelstag dieser Woche. Lassen Sie uns gemeinsam mit den gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen beschäftigen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.
Die Schwedische Reichsbank hat gestern in ihrer Sitzung den Leitzins um 0,25 Basispunkte auf 0,25 Prozent gesenkt.
Die Industrie-Erzeugerpreise der Euro-Zone haben im Mai im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent nach zuvor -0,9 Prozent nachgegeben, wobei hier von -1,0 Prozent wert berichtigt worden ist. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so haben die Preise der Industrie-Erzeuger um 5,8 Prozent nach zuvor -4,6 Prozent nachgelassen. In der gesamten EU fielen die Erzeugerpreise der Industrie auf Monatssicht um 0,4 Prozent nach zuvor verbuchten -1,0 Prozent. Auf Jahresbasis wurde ein Absinken der Industrie-Erzeugerpreise um 5,7 Prozent nach zuvor -3,9 Prozent gemessen.
Ein 10-Jahres-Rekordhoch der Arbeitslosenquote ist in der Euro-Zone festgehalten worden. Diese erreichte im Monat Mai 9,5 Prozent nach im Vormonat festgehaltenen 9,3 Prozent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden noch 7,4 Prozent angegeben. Im Bereich der gesamten EU kletterte die Quote im Berichtsmonat auf 8,9 Prozent, hier waren noch im Vergleichsmonat des Jahres zuvor 6,8 Prozent angegeben worden.
Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen erwartungskonform bei 1,0 Prozent belassen.
Bei der US-amerikanischen Arbeitslosenquote sind im Juni 9,5 Prozent verbucht worden, erwartet wurde diese mit 9,6 Prozent nach 9,4 Prozent im Monat zuvor. Nota bene: es handelt sich um die höchste Quote seit August 1983.
Für die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) wurde in den Vereinigten Staaten im Juni eine Abnahme um 467.000 angegeben. Im Vorfeld wurde ein Rückgang um -363.000 bis -400.000 erwartet. Auch wurde das Absinken des Monats zuvor von -345.000 auf - 322.000 wert berichtigt.
Bezüglich der durchschnittlichen Stundenlöhne ist in den USA im Monat Juni keine Veränderung festgestellt worden. Im Vorfeld hatten die Marktteilnehmer auf ein Anstieg im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozent spekuliert, nachdem im Monat zuvor die Stundenlöhne um 0,1 Prozent gesteigert worden sind .
Für die Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden wurde in den USA im Monat Juni ein Ergebnis von 33,0 angegeben, erwartet wurden 33,1 Stunden/Arbeitswoche.
Bei der Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den USA ein Rückgang auf 614.000 ins Buch aufgenommen.
Die US-Industrieaufträge konnten im Mai um 1,2 Prozent gesteigert werden. Nota bene: erwartet wurden plus 0,2 bis 0,8 Prozent, nachdem im Monat zuvor die Industrieaufträge um 0,5 Prozent geklettert worden waren. Hier wurde von 0,7 Prozent nach unten wert berichtigt.
Zuletzt die US-amerikanischen Erdgasvorräte: diese kletterten in der Vorwoche um 70 Bcf auf 2.721 Bcf. Zur Ihrer Orientierung: in der Woche zuvor wurde ein Anstieg der Bestände um 94 Bcf verbucht, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sie bei 2.106 Bcf notiert.
Die deutschen Aktienmärkte mussten ordentlich Federn lassen. Der Leitindex DAX gab um 3,81 Prozent auf 4.718,49 Punkte nach. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 1,98 Prozent auf 5.762,11 Zähler. Der TecDAX schloss um 1,80 Prozent leichter auf 623,06 Stellen. Erneut horrende Verluste bei den deutschen Automobilwerten: auf Volkswagen mit minus 7,80 Prozent auf 228,85 Euro und Daimler mit minus 5,54 Prozent auf 24,98 Euro sei insbesondere hingewiesen. Die deutschen Rentenmärkten haben fest geschlossen. Der September-Bund-Kontrakt konnte um 65 Ticks auf 121,60 Prozent klettern. Dabei hatten in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,88 Prozent und 121,74 Prozent rund 783.192 Kontrakte die Hände gewechselt. Der September-BOBL stieg um 52 Ticks auf 115,97 Prozent. Starke Verluste mussten an den US-amerikanischen Aktienmärkten verbucht werden. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average gab um 2,63 Prozent auf 8.280,74 Punkte nach. Der S&P-500 Index ging um 2,91 Prozent leichter auf 896,42 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq Composite verlor 2,62 Prozent auf 1.797,44 Stellen. Erneut starke Verkäufe prägten das Verhalten bei Alcoa, hier sanken die Notierungen um 4,73 Prozent auf 9,86 US-Dollar, was den Wert als den mit dem schwächsten Handelsverlauf im Dow Jones abstempelte. Die Anteilsscheine von Boeing büssten 3,32 Prozent auf 40,83 US-Dollar ein. Die schlechten US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten drückten die Staatsanleihenmärkten nach oben. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent konnten um 10/32 auf 96-28/32 zulegen, ihnen wurde ein Rendite in Höhe von 3,50 Prozent zugewiesen. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond kletterte um 5/32 auf 98-27/32, seine Rendite lag bei 4,32 Prozent. Nota bene: heute wird an den Aktien- und dem Anleihemarkt in den Vereinigten Staaten aufgrund des Unabhängigkeitstages morgen nicht gefeiert.
Wenig Begeisterung liegt heute morgen auch an den japanischen Aktienmärkten vor. Der Leitindex Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt nicht weit entfernt von der 9.800,00-Marke. Besonders lädiert wirken dabei die Werte aus dem Schiffahrts- und Energiesektor.
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