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VW-Porsche-Problematik vom Tisch, DAX markiert Jahreshoch
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten in den letzten Handelstag dieser Woche. Lassen Sie uns einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir uns gemeinsam mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen.


Bei der saisonbereinigten Leistungsbilanz der Eurozone wurde für Mai ein Defizit von 1,2 Mrd. Euro (nach minus 6,1 Mrd. Euro im Monat zuvor) ins Buch aufgenommen. Die Berechnung ohne Bereinigung liefert für den Berichtsmonat ein Minus von 13,0 Mrd. Euro.
Für die Handelsbilanz wurde ein Überschuss von 2,9 Mrd. Euro gemessen, die Dienstleistungsbilanz notiert im Plus bei 2,2 Mrd. Euro, die Einkommensbilanz im Plus von 1,8 Mrd. Euro, während die Transferbilanz mit 7,9 Mrd. Euro im Defizit verbleibe.

Bezüglich der Leistungsbilanz der gesamten EU wurde in der zweiten Bekanntgabe für das erste Quartal dieses Jahres ein Minus von 58,2 Mrd. Euro festgehalten. Zur Ihrer Orientierung: bereits in der ersten Offenlegung war ein Ergebnis von minus 50,8 Mrd. Euro verbucht worden, nachdem im Quartal zuvor ein Defizit in Höhe von 68,3 Mrd. Euro gemessen worden ist. Hier wurde von 57,3 Mrd. Euro wertberichtigt. Im Vergleichsquartal des Jahres zuvor wurden 46,2 Mrd. Euro ausgewiesen.
Für die Dienstleistungsbilanz der EU ist im ersten Quartal in der zweiten Offenlegung ein Überschuss von 12 Mrd. Euro ausgewiesen worden, nach 20 Mrd. Euro im Vorquartal (wertberichtigt von 17,1 Mrd. Euro). Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte das Plus bei 18,5 Mrd. Euro notiert.

Zu der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe: diese kletterte in den Vereinigten Staaten auf 554.000. Im Vorfeld waren 558.000 neue Anträge nach 524.000 (von 522.000 wertberichtigt) erwartet worden.

Ein erwartungsgemässes Steigen des belgischen Geschäftsklimaindex im Juli auf -22,8 von -23,6 im Vormonat wurde in das Buch aufgenommen.

Für die Anzahl der US-amerikanischen Hausverkäufe wurde im Juni ein Klettern auf 4,89 Mio. festgehalten. Nota bene: die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld mit 4,8 Mio. gerechnet, nachdem im Vormonat 4,72 Mio. Häuser verkauft worden waren (von 4,77 Mio. wertberichtigt).

Eine Ausweitung der US-amerikanischen Erdgasvorräte, der Nat Gas Inventories wurde für die letzte Woche um 66 Bcf auf 2.952 Bcf verbucht. Bereits in der Vorwoche wurde ein Klettern der Bestände in den Vereinigten Staaten um 90 Bcf gemessen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese noch bei 2.384 Bcf gestanden.

Der Gewinn von American Express ist im zweiten Quartal um 84 Prozent
auf 102 Millionen US-Dollar eingebrochen. Rund 1,6 Milliarden US-Dollar werden für drohende Ausfälle von Amex zurückgestellt.


Die deutschen Aktienmärkte sind mit Gewinnen aus dem gestrigen Handelstag gegangen. Der Leitindex DAX konnte um 2,45 Prozent auf 5.247,28 Punkte anziehen, es wurde ein neues Jahreshoch angelaufen. Die VW-Porsche-Thematik ist entschieden. Demnach werden der Porsche-Manager Wiedeking und Holger Härter, sein Finanzvorstand mit sofortiger Wirkung den Stuttgarter Sportwagenhersteller verlassen. Die von Porsche angehäuften Milliardenschulden werden durch eine 5-Milliarden-Euro-Kapitalerhöhung sowie die Beteiligung des Golfemirats Katar aus der Welt geschaffen werden. Das Endziel der Bemühungen ist das Verschmelzen der Porsche Holding mit der Wolfsburger AG.
Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 1,25 Prozent auf 6.116,28 Zähler nach oben. Der TecDAX konnte um 0,85 Prozent auf 669,69 Stellen klettern.
Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp stiegen um 6,92 Prozent auf 19,78 Euro.
Die deutschen Rentenmärkte haben sich erneut schwächer präsentiert. Der September-Bund-Kontrakt büsste 76 Ticks auf 120,40 Prozent ein. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,40 Prozent und 121,33 Prozent rund 833.322 Kontrakte umgesetzt. Der Bobl mit der gleichen Laufzeit verlor 38 Ticks auf 115,36 Prozent.

Feste Schlussstände wurden auch an den US-amerikanischen Aktienmärkten festgehalten. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average kletterte um 2,12 Prozent auf 9.069,29 Punkte. Der S&P-500 zog um 2,33 Prozent auf 976,29 Zähler an. An der NASDAQ verteuerte sich der Composite-Index um
2,45 Prozent auf 1.973,60 Stellen. Der NASDAQ 100 kletterte um 2,33 Prozent auf 1.601,52 Punkte. Lassen wir den Leuten noch ihre kleine Party. Das Geld, was nicht für Champagner ausgegeben wird, gehört den Bären. Der Kollaps kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.
Die Titel von eBay zogen um 10,64 Prozent auf 21,52 US-Dollar an.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben sich schwach präsentiert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent büssten 21/32 auf 95-28/32 ein, ihre Rendite lag bei 3,63 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond sank um 30/32 auf 95-27/32, er rentierte mit 4,50 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte haben höher geschlossen. Der Leitindex Nikkei-225 kletterte um 1,55 Prozent auf 9.944,55 Punkte. Der marktbreite TOPIX zog um 1,3 Prozent auf einen Schlussstand von 920,48 an.


Es folgen nun die Devisenhandelsstrategien, die mit grosser Sorgfalt für Sie erstellt werden. Das Forexone-Team wünscht Ihnen einen angenehmen Handelstag und ein erholsames Wochenende.


VW-Porsche-Problematik vom Tisch, DAX markiert Jahreshoch
Datum:   24.07.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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