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Zehnjährige Anleihen rentieren auf dem Drei-Monats-Tief, die Umsätze bleiben dünn, das Rezept der Wahl lautet momentan: Ruhe bewahren und abwarten

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wir widmen zunächst ein wenig Zeit den gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.

Für den US-amerikanischen Chicago Fed National Activity Index wurde für den vergangenen Monat ein Ergebnis bei -0,67 veröffentlicht. Zur Ihrer Orientierung: Im Vormonat hatte der Index bei -0,59 notiert. Bitte beachten Sie, dass damit der Vormonatswert von -0,60 nach oben wertberichtigt worden ist.

Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im vergangenen Monat auf 5 Mio. geklettert, ein Ergebnis, mit dem die meisten Marktteilnehmer bereits im Vorfeld spekuliert hatten, nachdem im Monat zuvor 4,85 Mio. Häuser verkauft worden sind. Bitte beachten Sie an dieser Stelle, dass damit der Vormonatswert von 4,86 Mio. nach oben revidiert worden ist.


Die US-Equity-Märkte haben sich sehr schwach aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab 2,08 Prozent auf 11.386,25 Punkte ab.
Der marktbreite S&P-500-Index schloss um 1,96 Prozent schwächer auf 1.266,85 Punkten.
An der technologielastigen NASDAQ verlor der Composite-Index 2,03 Prozent auf 2.365,59 Punkte. Der NASDAQ 100 notierte zum Börsenschluss um 2,16 Prozent schwächer auf 1.889,72 Punkten.
Die Papiere der American International Group verloren u.a. nach einer Warnung von Seiten der Ratingagentur Fitch 5,49 Prozent auf 18,78 Dollar.
Für die Papiere von Lehman Brothers Holdings ging es um 6,66 Prozent auf 13,45 Dollar nach unten.
Die Aktien von Freddie Mac konnten um 17,08 Prozent auf 3,29 Dollar zulegen.
Indessen melden sich renommierte Finanzwissenschaftler, wie der Ökonomie-Professor Hyun Song Shinan der Princeton Universität zu Wort und postulieren, dass die zweite Hälfte der Finanzkrise noch folgen wird.
Die US-Anleihen haben sich im späten Geschäft fester gezeigt.
Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,00 Prozent kletterten um 23/32 auf 101-25/32, ihre Rendite lag bei 3,78 Prozent und somit auf einem Drei-Monats-Tief.
Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond konnte um 1-6/32 auf 101-23/32 zulegen, er rentierte mit 4,39 Prozent.

Die deutschen Aktienmärkte haben sich zum Wochenauftakt schwach präsentiert. Der DAX büsste 0,72 Prozent auf 6.296,95 Zähler ein. Dabei wechselten in DAX-Titeln auf Xetra nur 60,6 Mio. Aktien im Volumen von 2,06 Mrd. Euro die Hände.
Der MDAX mittelgroßer Werte verlor 0,83 Prozent auf 8.342,28 Punkte.
Der TecDAX gab um 0,58 Prozent auf 809,15 Zähler nach.
Die Übernahmegerüchte drückten die Titel der Commerzbank um 1,71 Prozent auf 20,16 Euro nach unten.
Die deutschen Renten-Futures haben sich fester präsentiert.
Der September-Kontrakt des Bund-Futures kletterte um 78 Ticks auf 114,62 Prozent. In einer Tageshandelsspanne zwischen 113,92 Prozent und 114,74 Prozent wurden jedoch lediglich 358.473 Kontrakte gehandelt.
Der BOBL-Futures konnte um 60 Ticks auf 108,69 Prozent zulegen.

Der Handel an Nippons Aktienbörsen war gestern von sehr dünnen Umsätzen geprägt. Der Leitindex Nikkei-225 konnte 1,7 Prozent bzw. 213 Punkte auf 12.879 Punkte zulegen. Der marktbreite TOPIX stieg um 1,9 Prozent bzw. 23 Zähler auf 1.239 Punkte.
Japans Aktien sich zum Beobachtungszeitpunkt heute morgen schwächer. Nikkei 225 ist mit 0,6 Prozent im Minus.


Der Oktober-Kontrakt im Crude Oil konnte pro Barrell 0,5 Prozent auf $115.11 zulegen.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Bekanntgaben wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgen:

08:00 Uhr MEZ: Die Publikmachungen

- der detaillierten Ergebnisse zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2008
- und der Zahlen zur deutschen Maastricht-Defizit-Quote für das erste Halbjahr 2008

stehen um 08:00 Uhr an.

08:10 Uhr: Die Veröffentlichung der Zahlen zur GfK-Konsumklimastudie für September 2008 ist zehn Minuten später angesetzt. Dabei wird von den Marktteilnehmern im Vorfeld auf den für September vorausberechneten Index auf 2,0 nach noch aktuellen 2,1 gesetzt.

10:00 Uhr: Die Offenlegung der Zahlen zum deutschen ifo-Geschäftsklimaindex für August 2008 ist um 10:00 Uhr terminiert.

Zur Ihrer Orientierung: Die Marktteilnehmer erwarten den deutschen ifo-Geschäftsklimaindex für August bei 97,2 nach zuvor veröffentlichten 97,5. Für den Index zur aktuellen Lage wird im Vorfeld auf 104,8 nach 105,7 im Vormonat spekuliert. Der Geschäftserwartungsindex mit 90,3 nach zuvor 90,0 erwartet.
 
16:00 Uhr: Die Offenlegungen der Zahlen zum Verbrauchervertrauen (Consumer Confidence) des Conference Boards für den Monat August 2008 und der Zahlen zu den US-amerikanischen Verkäufen neuer Häuser (New Home Sales) für Juli 2008 sind auf 16:00 Uhr terminiert.

20:00 Uhr: Die Bekanntgabe des Sitzungsprotokolls zur letzten Sitzung des Federal Open Market Committees (FOMC Minutes) rundet den Wirtschaftstag ab.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Zehnjährige Anleihen rentieren auf dem Drei-Monats-Tief, die Umsätze bleiben dünn, das Rezept der Wahl lautet momentan: Ruhe bewahren und abwarten
Datum:   26.08.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
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