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ZEW-Konjunkturerwartungsindex für Deutschland erneut erholt

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio



 Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns zunächst gemeinsam einen kurzen Blick auf die gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen werfen bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten widmen.

Für den Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe wurde in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat im Oktober ein Absinken um 3,3 Prozent bekannt gegebenen. Zur Ihrer Orientierung: im Monat zuvor lag das Minus bei 2,4 Prozent, wobei hier von 2,0 Prozent wertberichtigt worden ist. Im Monat August wurde ein Anstieg um 2,6 Prozent verbucht. Der Inlandsumsatz ist im Jahresvergleich zum Oktober um 2,2 Prozent gesunken, für den Auslandsumsatz wurde ein Fallen um 4,5 Prozent verbucht.

Zieht man sich den saison- und arbeitstäglich bereinigten Vergleich zum Vormonat zu Mute, so gab der Volumenindex des Umsatzes im Oktober um 0,1 Prozent nach -4,2 Prozent im Monat zuvor und +4,4 Prozent zwei Monate zurück nach. Im Inlandsgeschäft verlor der Index 0,1 Prozent, im Auslandsgeschäft ergab sich keine Veränderung.

Bei der deutschen Handelsbilanz wurde für Oktober ein Überschuss in Höhe von 16,4 Mrd. Euro nach 15,0 Mrd. Euro im Monat zuvor und 18,9 Mrd. Euro ein Jahr zuvor bekannt gegebenen. Demnach sind im aktuellen Jahr bereits 159,2 Mrd. Euro, verglichen mit 165,5 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum im Vorjahr angelaufen.

Die Leistungsbilanz in der Bundesrepublik Deutschland weist im Oktober ein Plus in Höhe von 15,0 Mrd. Euro aus. Zur Erinnerung, geehrte Leserinnen und Leser: im Vormonat notierte der Überschuss bei 15,4 Mrd. Euro, hier wurde von 15 Mrd. Euro wertberichtigt, im Vorjahr etwas höher bei 15,2 Mrd. Euro. Für die ersten zehn Monate des Jahres 2008 wurde für den Überschuss ein Ergebnis von 140,2 Mrd. Euro verbucht, im Vorjahr zur gleichen Zeit lag das Plus bei 142,9 Mrd. Euro.

Für die Ausfuhren wurde im Oktober im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 1,4 Prozent auf 89,7 Mrd. Euro verbucht. Die Einfuhren in die Bundesrepublik wurden gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 5,4 Prozent auf 73,4 Mrd. Euro ausgeweitet.

Der ZEW Konjunkturindex für Deutschland weist für den aktuellen Monat ein Stand von -45,2 aus. Die Marktteilnehmer hatten diesen im Vorfeld bei -57,5 erwartet. Im Vormonat hatte der Index noch bei -53,5 gelegen. Demnach hätte sich die aktuelle konjunkturelle Lage Deutschlands nach Angaben des ZEW auf -64,5 Zähler von noch -50,4 im Vormonat erhöht.

Die Bank of Canada hat gestern ihre Zinsen um 75 Basispunkte auf nunmehr 1,50 Prozent von zuvor 2,25 Prozent gesenkt.

Für den US-amerikanischen Index zu den anstehenden Hausverkäufen wurde im Oktober ein Fallen um 0,7 Prozent auf 88,9 verbucht. Im Vorfeld war jedoch ein Rückgang um sogar -2,3 Prozent erwartet worden. Zur Ihrer Orientierung: im Monat zuvor lag der Index wertberichtigt bei 89,5 Zählern.


Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben sich mit Verlusten aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor 2,72 Prozent auf 8.691,33 Zähler. Für den marktbreiten S&P-500 ging es um 2,31 Prozent auf 888,67 Punkte runter. An der Technologiebörse NASDAQ büsste der Composite-Index 1,55 Prozent auf 1.547,34 Zähler ein. Der NASDAQ 100 notierte beim Ertönen der Schlussglocke um 1,03 Prozent schwächer auf 1.212,45 Punkten.
Die Papiere von Texas Instruments konnten trotz enttäuschender Senkung ihrer Gewinnerwartung um 4,93 Prozent auf 15,55 US-Dollar klettern.
Der übliche Blick auf die Automobilwerte: die Anteilsscheine von GM verloren 4,67 Prozent auf 4,70 US-Dollar, die Notierungen von Ford standen beim Handelsende um 4,44 Prozent tiefer auf 3,23 US-Dollar.
Die Titel von JPMorgan trugen mit einem Minus von 6,93 Prozent auf 33,96 US-Dollar die rote Laterne im Dow.
Die US-amerikanischen Anleihenmärkte haben sich im späten New Yorker Geschäft fester präsentiert. Dabei konnten die zehnjährigen Papiere mit einem Kupon von 3,750 Prozent um 27-32 auf 109-19/32 klettern, ihre Rendite betrug 2,64 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond stieg um 2-7/32 auf 127-31/32, er rentierte mit 3,05 Prozent.

Die deutschen Aktienmärkte haben gestern uneinheitlich geschlossen. Der deutsche Leitindex stieg um 1,34 Prozent auf 4.779,11 Punkte. Dabei wechselten in Dax-Titeln auf Xetra rund 172,2 Mio. Aktien im Wert von rund 3,95 Mrd. Euro die Hände. Der MDAX mittelgroßer Werte konnte um 1,17 Prozent auf 5.317,07 Zähler klettern. Der TecDAX verlor 2,01 Prozent auf 482,37 Punkte.
Die Aktien von BMW konnten um 5,59 Prozent auf 22,11 Euro zulegen.  
Die Papiere von Infineon schlossen um 10,80 Prozent schwächer auf 0,785 Euro.
Die Eurex/Renten-Futures haben sich leichter aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der März-Kontrakt auf den Bund verlor 37 Ticks auf 122,59 Prozent. Dabei wechselten in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,96 Prozent und 123,45 Prozent rund 596.107 Kontrakte die Hände. Der BOBL-Future büsste 22 Ticks auf 114,16 Prozent ein.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 notiert heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt in der Nähe der 8620.00-Marke.  


Der Januar-Kontrakt auf das Crude Oil hat gestern $1.64 oder 3.8 Prozent auf $42.07 eingebüsst.
 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Veröffentlichungstermine wichtiger Wirtschaftsdaten heute können Sie hier entnehmen:  http://www.forexone.ch/Aktuelle-Termine.1029.0.html


Das
Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


ZEW-Konjunkturerwartungsindex für Deutschland erneut erholt
Datum:   10.12.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
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