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ZEW Konjunkturindex fällt geringfügig schlechter aus, S&P-500 auf dem 11-Monats-Hoch
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst zu den gestern bekannt gegebenen Wirtschaftsmeldungen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird:


für den Arbeitskostenindex der Eurozone wurde im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 4,0 Prozent gemessen, was eine überraschende Beschleunigung des Kletterns darstellt. Nota bene: im Vorquartal hatte der Arbeitskostenindex um 3,6 Prozent (wertberichtigt von +3,7 Prozent) zugelegt.
Für die gesamte EU stieg der Arbeitskostenindex im zweiten Quartal um 3,7 Prozent, nachdem im Quartal zuvor ein Anstieg um 1,3 Prozent verbucht worden ist. Demnach ist die zuvor offen gelegte Zunahme um 1,5 Prozent nach unten wertberichtigt worden.  

Bei dem ZEW Konjunkturindex für die Bundesrepublik ist im September ein Stand bei 57,7 ermittelt worden, der Index wurde mit 62 erwartet. Zur Ihrer Orientierung: im Vormonat hatte dieser bei 56,1 notiert, somit ist das aktuelle Ergebnis geringfügig schlechter ausgefallen. Der historische Mittelwert wird mit 26,2 Punkten angegeben.
Die konjunkturelle Lage der Bundesrepublik konnte sich dagegen um 3,2 Punkte auf -74,0 Stellen verbessern.
Bezüglich der Eurozone wurde im Vergleich zum Monat zuvor eine Aufhellung um 4,7 Punkte auf nun 59,6 Zählern verbucht.
Im Euroraum wurde eine Verbesserung um 4,2 Einheiten auf nun -77,9 Punkte festgehalten.

Eine Zunahme wurde für den US-amerikanischen Umsatz im Einzelhandel im Monat August festgestellt, hier fielen +2,3 Prozent. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld einen leichteren Umsatzanstieg im Bereich von 1,9 bis 2,1 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor der Einzelhandelsumsatz um 0,1 Prozent nachgegeben hatte.
Die Berechnung ohne die Autoverkäufe ergab für den Einzelhandelsumsatz in den Vereinigten Staaten eine Zunahme um 1,1 Prozent, im Vorfeld wurde ein Ergebnis im Bereich von 0,1 bis 0,4 Prozent gemessen.
Eines ist hier offenkundig: das gute Ergebnis ist den Autoverkäufen zu verdanken, Stichwort: US-amerikanische Variante der Abwrackprämie.

Ein Klettern wurde ebenfalls für die US-amerikanischen Erzeugerpreise festgestellt, rund 1,7 Prozent wurden in die Bücher aufgenommen. Im Vorfeld wurde eine Zunahme im Bereich von 0,8 bis 1,0 Prozent erwartet, nachdem im Vormonat die Erzeugerpreise um 0,9 Prozent gesunken waren.
Auch die Kernrate erhöhte sich um 0,2 Prozent. Erwartet wurden 0,0 bis +0,1 Prozent nach zuletzt -0,1 Prozent.

Der New York Empire State Index notiert im September bei 18,88, nachdem im Monat zuvor 12,08 gemessen worden waren. Die Volkswirte hatten hier im Vorfeld ein Ergebnis im Bereich von 13,00 bis 15,00 prognostiziert.
Ein Rückgang der US-amerikanischen Lagerbestände um 1,0 Prozent ist im Juli festgehalten worden. Im Vorfeld wurde ein Nachgeben um -0,8 bis -1,2 Prozent erwartet.


Die deutschen Aktienmärkte haben sich freundlich entwickelt. Der Leitindex Dax konnte um 0,16 Prozent auf 5.628,98 Punkte zulegen. Der MDax der mittelgrossen Werte verteuerte sich um 1,06 Prozent auf 7.205,99 Zähler. Der TecDax kletterte um 2,46 Prozent auf 753,92 Stellen.
Für die Stammaktien von Volkswagen ging es um 2,24 Prozent auf 122,40 Euro nach unten.
Die Anteilsscheine von MAN verliessen den gestrigen Handelstag um 1,58 Prozent teuerer auf 58,42 Euro.
Die Notierungen der Commerzbank schossen um 4,11 Prozent auf 8,485 Euro in die Höhe.
Die EUREX/Renten-Futures haben sich etwas schwächer entwickelt. Der Dezember-Bund-Kontrakt rutschte um 25 Ticks auf 121,07 Prozent nach unten. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,78 Prozent und 121,38 Prozent rund 821.552 Kontrakte umgesetzt. Der Dezember-Bobl gab um 11 Ticks auf 115,24 Prozent nach.

Die US-amerikanischen Aktienmärkten haben sich am Jahrestag der Lehman-Pleite von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average konnte um 0,59 Prozent auf 9.683,41 Punkte steigen. Der marktbreite S&P-500 ging sogar auf einem 11-Monats-Hoch um 0,31 Prozent höher auf 1.052,63 Zählern aus dem Handel. An der Nasdaq kletterte der Composite-Index um 0,52 Prozent auf 2.102,64 Stellen. Der Nasdaq 100 zog um 0,34 Prozent auf 1.699,53 Punkte hoch.
Die Titel von Alcoa haussierten mit 8,11 Prozent auf 13,99 US-Dollar.
Best Buy gaben um 5,17 Prozent auf 38,32 US-Dollar nach.  
Die US-Kreditmärkte haben erneut an Boden eingebüsst. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent verloren 7/32 auf 101-15/32, ihre Rendite wurde mit 3,45 Prozent angegeben. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond gab um 18/32 auf 104-1/32 nach, er rentierte mit 4,26 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte tendieren heute morgen etwas fester. Die 10.300,00-Punkte-Marke bleibt für den japanische Leitindex immer noch ein Thema, unterhalb dieser er zum Beobachtungszeitpunkt notiert.


ZEW Konjunkturindex fällt geringfügig schlechter aus, S&P-500 auf dem 11-Monats-Hoch
Datum:   16.09.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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