Zürich/Frankfurt/New York/Tokio Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns an dieser Stelle wie gewohnt etwas Studium den
gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen widmen bevor wir uns im Anschluss mit den Entwicklungen auf den Kapitalmärkten beschäftigen.
Für die deutschen Einfuhrpreise wurde im Oktober im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 2,9 Prozent nach zuletzt +7,6 Prozent gemeldet. Zieht man den Monatsvergleich hinzu, so wurde ein Fallen der Preise auf der Importseite um 3,6 Prozent nach zuvor -1,0 Prozent veröffentlicht. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse wurde für den Index der deutschen Einfuhrpreise auf Jahresbasis ein Anstieg um 4,1 Prozent registriert. Gegenüber dem Vormonat gab der Index um 0,2 Prozent nach.
Bei den Ausfuhrpreise wurde in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Klettern um 2,0 Prozent nach zuletzt +2,8 Prozent veröffentlicht. Zieht man die Betrachtung des Monatsvergleiches hinzu, so haben die deutschen Exportpreise um -0,7 Prozent nach -0,1 Prozent im Vormonat nachgegeben.
Für die persönlichen Auslagen wurde in den Vereinigten Staaten im Oktober ein Klettern um 1,0 Prozent registriert. Im Vorfeld wurde jedoch ein Rückgang im Bereich von 0,6 bis 0,7 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die persönlichen Auslagen um -0,3 Prozent gesunken sind.
Bei den persönlichen Einkommen wurde in den USA im Oktober ein Klettern um 0,3 Prozent bekannt gegeben. Erwartet wurden 0,1 bis 0,2 Prozent, nachdem im Monat zuvor die Einkommen um 0,1 Prozent gestiegen waren.
Zu den US-amerikanischen Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter: diese sind im Oktober um 6,2 Prozent gesunken. Es wurde jedoch ein Minus im Bereich von 2,2 bis 2,5 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern um -0,2 Prozent gesunken waren. Bitte beachten Sie, dass damit der Vormonatswert von zuvor publik gemachten 0,8 Prozent ins Minus wertberichtigt worden ist. Zu dem Ergebnis: Das ist grottenschlecht, ohne Wenn und Aber und bestätigt die Rezession.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den Vereinigten Staaten auf 529.000 gesunken. Von Seiten der Marktteilnehmer wurden 537.000 neue Anträge nach zuvor 543.000 erwartet (wertberichtigt von 542.000).
Für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde im aktuellen Monat ein Stand von 33,8 gemeldet. Erwartet wurde dieser im Bereich von 38,5 bis 39,5, nachdem der Index im Monat zuvor noch bei 37,8 notiert hatte. Die offiziellen Stellen sprachen von einem überraschenden Ergebnis.
Die Anzahl der Hausverkäufe ist in den Vereinigten Staaten im Oktober auf 433.000 gesunken. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld 450.000 Hausverkäufe erwartet, nachdem im Vormonat 457.000 Hausverkäufe registriert worden sind. Bitte beachten Sie, dass damit die zuvor veröffentlichte Zahl von 464.000 nach unten wertberichtigt worden ist. Es handelt sich um das 17-Jahrestief.
Für den endgültigen Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan wurde im November ein Stand von 55,3 nach 57,9 in der vorläufigen Fassung registriert. Eines ist klare Sache: Die Verbraucherstimmung zeigt einen deutlichen Trend auf nämlich eine weitere Eintrübung der Stimmung unter den US-Verbrauchern.
Die Bekanntgabe des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration bezüglich der US-amerikanischen Lagerhaltung ergab, dass die US-amerikanischen Rohölvorräte, die Crude Oil Inventories in der vorangegangenen Woche um 7,3 Mio. Barrel nach zuvor +1,6 Mio. Barrel geklettert sind.
Die Benzinvorräte, die Gasoline Inventories wurden im Wochenvergleich um 1,9 Mio. Barrel ausgeweitet. Zuletzt wurde noch ein Plus in Höhe von 500.000 Barrel registriert.
Für die Vorräte an Destillaten, die Distillate Inventories, die auch das Heizöl beinhalten, wurde gegenüber der Vorwoche ein Fallen um - 0,2 Mio. Barrel nach zuvor -1,5 Mio. Barrel registriert.
Die
US-amerikanischen Aktienmärkte wurden gestern von den Bullen dominiert.
Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verteuerte sich um 2,91 Prozent auf 8.726,61 Punkte.
Der marktbreite S&P-500 stieg bis zum Ertönen der Schlussglocke um 3,53 Prozent auf 887,68 Punkte.
An der Technologiebörse NASDAQ konnte der Composite-Index gar um 4,60 Prozent auf 1.532,10 Zähler klettern.
Der NASDAQ 100 schoss um 4,42 Prozent auf 1.193,09 Zähler nach oben.
Sehr gefragt waren die Automobilwerte. So verteuerten sich die Titel von GM um 35,11 Prozent auf 4,81 US-Dollar. Für die Papiere von Ford Motor wurden Gewinne in Höhe 29,52 Prozent auf 2,15 US-Dollar verbucht.
Die Notierungen der Bank of America standen zum Handelsende um 4,26 Prozent fester auf 15,43 US-Dollar, da einer Übernahme von Merrill Lynch nichts mehr im Wege steht.
Chevron Corp. Zogen um 4,44 Prozent auf 79,93 US-Dollar an.
An den US-Anleihenmärkten wurde im späten New Yorker Handel erneut fleißig hoch gekauft. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,750 Prozent kletterten um 1-4/32 auf 106-19/32, ihnen wurde eine Rendite von 2,98 Prozent zugewiesen, was einem Allzeittief entspricht. Es ist offensichtlich, dass die Händler vor dem Thanksgiving für klare Verhältnisse sorgen wollten. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond stieg um 1-30/32 auf 117-26/32, er rentierte mit 3,52 Prozent. Die Zinskurve am langen Ende verflacht somit weiter.
Bitte beachten Sie, dass aufgrund von Thanksgiving die Finanzmärkte in den Vereinigten Staaten heute geschlossen bleiben.
Die
deutschen Aktienmärkte haben sich uneinheitlich aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der deutsche Leitindex stand zum Handelsende um 0,08 Zähler fester auf 4.560,50 Punkten.
Dabei wechselte in DAX-Titeln auf Xetra ein Volumen in Höhe von rund 136,4 Mio. Aktien im Wert von rund 3,28 Mrd. Euro die Hände.
Der MDAX mittelgroßer Werte verlor 0,01 Prozent auf 5.174,75 Zähler.
Der TecDAX sank um 0,67 Prozent auf 478,00 Punkte.
Die Papiere von Infineon brachen um 3,1 Prozent auf 2,01 Euro ein.
Die Notierungen von VW zogen um 15,3 Prozent auf 294,10 Euro an.
Die Titel von E.ON gaben um 2,5 Prozent auf 26,64 Euro nach. Soviel zu den Versorgerwerten.
Die Eurex/Renten-Futures haben sich freundlich gezeigt. Der Dezember-Future auf den Bund konnte um 59 Ticks auf 121,40 Prozent klettern. Rund 679.791 Kontrakte wurden umgesetzt. Der BOBL-Future stieg um 39 Ticks auf
114,67 Prozent.
Der
japanische Leitindex notiert heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt in der Nähe der 8.370,00-Marke.
Der Januar-Kontrakt auf das
Crude Oil konnte gestern um $3.67 oder 7.2 Prozent auf $54.44 klettern.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Veröffentlichungstermine wichtiger Wirtschaftsdaten heute können Sie hier entnehmen: http://www.forexone.ch/Aktuelle-Termine.1029.0.html Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.