Artikel » Kolumnen
China und sein Dollarproblem!
Weltweit befinden sich derzeit 6,5 Billionen US-Dollar in den Tresoren von Zentralbanken und Regierungen, die in Form von Währungsreserven gehalten werden. 4,3 Billionen dieser enormen Summe wird direkt in US-Dollar aufbewahrt, der Rest in anderen Währungen vorwiegend dem Euro, Britischen Pfund oder Schweizer Franken. Von diesen 4,3 Billionen US-Dollar besitzt China allein 34 Prozent oder 1,43 Billionen. Dies zeigt, dass das Reich der Mitte auf einem enormen Berg an US-Dollar sitzt und langsam aber sicher das Interesse an dieser Währung verliert. Beispielsweise hat China unter Unterstützung von Brasilien, Russland und sogar Frankreich angekündigt, dass man den US-Dollar als Weltleitwährung abschaffen solle und durch die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds ersetzen könnte. Dieser Plan scheint bisher noch nicht umsetzbar jedoch zeigt sich hieraus bereits woher der Wind weht.

Chinas Taktik!

China versucht derzeit systematisch den US-Dollar im verborgenen weniger bedeutend zu machen, indem mit Ländern wie Brasilien, Argentinien oder Russland Abkommen geschlossen wurden, die die Handelsgeschäfte nur noch in chinesischen Renmimbi abwickeln sollen. 30 bis 40 Prozent des chinesischen Handelsaufkommens soll in den kommenden Jahren in Renmimbi abgewickelt werden. Dies würde einem Volumen von ein bis zwei Billionen US-Dollar entsprechen. Eine Studie zeigt, dass der US-Dollar schwächer wird, je mehr Handelsgeschäfte auf globaler Ebene in anderen Währungen abgeschlossen werden. Dadurch nimmt die Bedeutung des US-Dollar ab und es ist damit zu rechnen, dass andere Währungen daher tendenziell weiter zulegen werden.

www.cfd-brief.de



China und sein Dollarproblem!
Datum:   04.08.2009
Autor:   Peter Müller
Aufrufe:   1236
Druckansicht   druckbare Version anzeigen
weiterempfehlen   Artikel empfehlen
1 Kommentar(e)   Kommentar schreiben
 
Verwandte Artikel
Kommt die Inflationswelle hierher?
Muss England in den Schuldenturm?
Lassen Sie sich nicht ausnehmen!