|
|
|
|
| Handel 2009 - Ausblick vom 29.12.2008 |
Rezession, Depression und Metalle ? historische Parallelen:
Die Finanzkrise zieht unaufhaltsam ihre Kreise und unserer Meinung nach scheint sich die Lage an den Finanzmärkten noch zu verschlimmern. Einige Aktienmärkte haben sich in jüngster Zeit bereits stabilisieren können, jedoch ist von einer Umkehr bisher noch keine Rede, da die charttechnische Lage nach wie vor einen Abwärtstrend impliziert. Des Weiteren konnte sich der Ölpreis trotz einer weiteren angekündigten Förderkürzung der OPEC nicht stabilisieren und fällt zur Stunde deutlich unter die Marke von 40 US-Dollar pro Barrel. Dieses Zeichen ist für die Gesamtwirtschaft sehr bärisch, da offensichtlich eine fallende Nachfrage und wahrscheinlich eine stärker als zuvor erwartete wirtschaftliche Abschwächung angenommen wird.
Einige Marktbeobachter vergleichen die aktuelle wirtschaftliche Lage sehr gerne mit der Depression von 1929 bis 1933. In der Tat gibt es einige Anzeichen die hierfür sprechen, wie beispielsweise das massiv gefallene Verbrauchervertrauen, die starke Korrektur in den Aktienmärkten, die massiven Zinspreise für relativ gute Unternehmensanleihen und einige weitere Faktoren. Was jedoch fest stehen dürfte ist, dass die aktuelle Krise viel schneller von statten gehen wird als damals, da sich die Märkte und Akteure an den Märkten generell schneller bewegen. Die massive Inflationierung der weltweiten Notenbanken könnte den Abschwung abbremsen, wird jedoch auf Sicht von wenigen Jahren zu einer starken Inflationswelle führen.
Konkret bedeutet dies, dass sich die Geschichte wiederholen und eine neue Blase entstehen wird. Die Gelder die aktuell in den Markt fließen und größtenteils noch gehortet werden, müssen über kurz oder lang (eher kurz) wieder in den Markt reinvestiert werden, da das Parken dieses Geldes in sicheren Staatsanleihen keinerlei Rendite bringt. Ein aktuelles Beispiel ist, dass sich die amerikanische Regierung momentan für knapp 2,7 Prozent pro Jahr Gelder für 30-Jahre leihen kann. Dies ist ein äußerst geringer Zinssatz der sicherlich nicht nachhaltig sein kann und auch bald keine Investoren mehr anziehen wird.
|
|
|
|
|
|
|
|
| Datum: |
|
29.12.2008 |
| Autor: |
|
Peter Müller |
| Aufrufe: |
|
4247 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|