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US-Dollar - Was sagen die Fakten?
Der US-Dollar zeigte sich während der letzten Wochen sehr schwach und verlor bis auf 1,5000 US-Dollar für einen Euro. Ausschlaggebend hierfür sind laut einigen Analysten die Umschichtungen größerer Fonds, die während der Finanzkrise in den US-Dollar geflohen sind und nun wieder in andere, deutlich spekulativere Anlagen gehen.
Oftmals liegen diese Anlagen in den Emerging Markets und treiben die dortigen Anlagenpreise in die Höhe. Obwohl diese Theorie sicherlich ein Grund ist, weswegen der US-Dollar abwertet, sehen wir hierin nicht den Hauptgrund für die aktuelle Bewegung. Man muss nur einmal einen Blick auf die globalen Zinsen werfen. Diese liegen bei 0,27 Prozent in den USA, 0,33 Prozent in Japan, 0,69 in der EU und 3,90 Prozent in Australien sowie 3,10 Prozent in Neuseeland. Man kann hier schnell erkennen, dass man in den letzteren beiden Ländern deutlich mehr für sein Geld bekommt als in den ersten.
Während Japan sehr lange von Hedge Fonds und Banken dazu genutzt wurde, billiges Geld zu leihen um dieses anschließend wieder in höherverzinsliche Anlagen zu investieren, hat sich das Blatt nun gewendet. Der japanische Yen ist aufgrund seiner hohen Schwankungen eher instabil und damit zu gefährlich um den sogenannten „Carry Trade“ durchzuführen. Daher haben sich viele große Investoren dazu entschlossen, sich Geld in den USA zu leihen und anschließen in höher verzinste Währungen wie den neuseeländischen Dollar oder auch australischen Dollar zu investieren. Aber auch in Europa wird gerne in den Aktienmarkt investiert mit Schwerpunkt auf Deutschland. Die deutschen Investoren haben die Rallye im DAX größtenteils verschlafen. Vorwiegend ausländische Hedge Fonds haben hier investiert, während die deutschen Versicherer immer noch nicht im Markt sind. Schätzungs-weise 1 bis 2 Prozent ihres Geldes haben die Versicherungen erst angelegt, der Rest ist in Anleihen oder Cash geparkt. Aufgrund der zurückhaltenden Einstellung der amerikanischen Notenbank gegenüber Zinserhöhungen, gehen wir davon aus, dass der Dollar noch weiter abwerten wird. Die Marke von 1,60 US-Dollar könnte binnen sechs Monaten fallen.

Quelle: www.cfd-brief.de



US-Dollar - Was sagen die Fakten?
Datum:   22.10.2009
Autor:   Peter Müller
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