THEMA: Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 06 Dez 2016 15:22 #27643

Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 01 Dez 2016 19:02 #27626

www.automatedtrader.net/news/at/156691/f...-tax-talks-postponed

An EC spokesperson said a lot of 'technical work' is still outstanding, causing a final decision on the imposition of a Financial Transaction Tax (FTT) to be postponed until January 2017.

The meeting of the ten countries was originally scheduled for December.

Estonia left the original group of eleven countries last year, and now Belgium, Slovenia, and Slovakia look increasingly unlikely to commit. The FTT requires the support of at least nine countries, and it might no longer go ahead after all.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 24 Okt 2016 22:07 #27383

Es häufen sich im Internet immer mehr Stimmungen für die FTS und gleichzeitig massiv gegen so "böse Zocker" wie wir. Meist handelt es sich um Autoren, die wirklich keine Ahnung vom Thema haben. Auch gerade wieder, man googelt Finanztransaktionssteuer und erhält unter News einen Artikel von einem angeblichen Ökonom, der sich wie viele andere auch um die "Bevorteilung" der Derivatezocker mit dem geplanten Steuersatz von 0,01% echauffiert. Selbst solche Leute machen sich nicht die Mühe nachzurechnen, wieviel 0,01% auf den Nominalwert bedeutet... Es geht einfach nur noch darum, massiv über uns herzuziehen mit dem Deckmantel, die Banken müssten belastet werden...
Es ist beschämend und wir, die Trader sowie auch die Finanzindustrie, wartet diesbezüglich einfach nichtstuend ab (abgesehen von den Überlegungen, bloß rauszukommen aus diesem EU-Wahnsinn), bis das Fallbeil fällt.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 24 Okt 2016 21:30 #27382

sptrader schrieb:
Roti schrieb:
nun auch Day-trading-Geschäfte umfassen (eine hochriskante und spekulative Form des Aktienhandels, bei der Anteile am selben Tag erworben und weiterverkauft werden).

Allein dieser Satz ist doch ein Hohn, ich glaube das Wort Volatilität haben die noch nie gehört.

boerse.ard.de/boersenwissen/anlegerschut...l-tempolimit100.html

und weiteres Wasser auf die Mühlen der Politik.......
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 24 Okt 2016 21:01 #27381

Vielleicht müssen wir uns ja sogar darauf einstellen, dass nicht nur 0,01% bei Kauf und Verkauf von Derivaten anfallen, sondern der Satz dann auch noch stetig erhöht wird.
Dann wird der Trading-Ofen ziemlich schnell aus sein :(

Die Franzosen besteuern im Moment ja offenbar nur Aktien und keine Derivate, was sich mit der EU-weiten Steuer aber bekanntlich ändern soll.

Die Aktien der franz. Großbanken scheint es nicht zu interessieren, die sind in den letzten Tagen deutlich gestiegen.

Wie ist das zu interpretieren?
Letzte Änderung: 24 Okt 2016 21:02 von EZB-Schmarotzer.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 24 Okt 2016 20:38 #27379

Roti schrieb:
nun auch Day-trading-Geschäfte umfassen (eine hochriskante und spekulative Form des Aktienhandels, bei der Anteile am selben Tag erworben und weiterverkauft werden).

Allein dieser Satz ist doch ein Hohn, ich glaube das Wort Volatilität haben die noch nie gehört.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 24 Okt 2016 20:18 #27378

Frankreich erhöht Finanztransaktionssteuer für mehr Entwicklungszusammenarbeit

von: Cécile Barbière EurActiv.fr, übersetzt von: Jule Zenker

Auszug:
Frankreich wird seine Finanztransaktionssteuer erhöhen, um dem Rückgang der öffentlichen Entwicklungsgelder entgegenzuwirken. EurActiv Frankreich berichtet.

Am 20. Oktober stimmten die Abgeordneten im französischen Parlament für die Erhöhung der 2013 eigeführten Finanztransaktionssteuer (FTT). Der Satz wird von 0,2 auf 0,3 Prozent angehoben. Außerdem soll die Steuerbemessungsgrundlage erweitert werden und nun auch Day-trading-Geschäfte umfassen (eine hochriskante und spekulative Form des Aktienhandels, bei der Anteile am selben Tag erworben und weiterverkauft werden).

....

Auf dem richtigen Weg

NGOs gehen davon aus, dass der erhöhte Steuersatz und die breitere Steuerbemessungsgrundlage zusätzliche 4,5 Milliarden Euro im Jahr generieren werden. 2015 brachte die FTT Frankreich eine Milliarde Euro ein. 50 Prozent davon flossen in das Entwicklungsbudget.

Der Vorschlag, 25 Prozent der Einnahmen aus der verbesserten FTT als Entwicklungsgelder zu nutzen, hat die Ausschussphase bereits überstanden. Sollte der Entwurf auch im französischen Parlament angenommen werden, könnte der ODA-Beitrag der FTT von 500 Millionen auf 1,125 Milliarden Euro steigen. Somit befände sich das Land wieder auf gutem Wege, seine internationalen Zusagen zu erfüllen. „Diese Summen könnten es Frankreich ermöglichen, internationale Versprechen im Kampf gegen Armut und Klimawandel einzuhalten – allerdings nur, wenn das Geld tatsächlich in internationale Solidaritätsbemühungen gesteckt wird.“, meint Sandra Lhote Fernandes von Oxfam France.

Eine heikle Angelegenheit

Die Annahme der veränderten FTT ist gewissermaßen eine Niederlage für die sozialistische Regierung Frankreichs. Finanz- und Wirtschaftsminister Michel Sapin sowie Christian Eckert, Staatssekretär für den Staatshaushalt, waren gegen die Besteuerung von Daytrading, jedoch für die Erhöhung des FTT-Satzes auf 0,3 Prozent. Die Abgeordneten hatten ursprünglich eine Anhebung auf 0,5 Prozent vorgeschlagen.

...

Paris argumentierte bisher stets, Daytrading solle erst dann unter die FTT fallen, wenn es eine europäische Variante der Steuer gebe – aus Angst, die Hauptstadt könne als Finanzzentrum weniger attraktiv werden. Gerade angesichts des Brexits ist die Debatte dieses Jahr besonders heikel geworden. So hofft Paris, möglichst viele Londoner Banker von sich überzeugen zu können.

Schon im vergangenen Jahr hatten die französischen Parlamentsmitglieder dafür gestimmt, die FTT auf das Daytrading auszuweiten.
Auszug Ende.

Quelle: www.euractiv.de/section/entwicklungspoli...klungszusammenarbeit
Beste Grüße

Roti ;)
Letzte Änderung: 24 Okt 2016 20:20 von Roti.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 14 Okt 2016 10:22 #27322

Hallo zusammen,
meine Meinung zu dem Thema:
Egal was der "Staat" an Regulierungen und Abgaben erzwingen will, die Banken und großen Broker werden immer einen Weg oder ein Schlupfloch finden dem kleinen Privatanleger einen günstigen und einfachen Zugang zur Börsenwelt zu ermöglichen. Denn damit verdienen sie viel und einfaches Geld und alles andere ist ihnen egal!! Den naiven und ahnungslosen Privatanleger und "Möchtegerntrader" die etwas "spielen" wollen aufs Schlachtfeld zu führen und ihre Verluste in die eigene Tasche zu stecken ist für sie fast geschenktes Geld und darum werden sie kämpfen. Dazu haben sie mittlerweile eine riesige Lobby aufgebaut und die wird eine "wirkliche Regulierung" verhindern!
Letzte Änderung: 14 Okt 2016 12:20 von mike11. Begründung: Tippfehler
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 13 Okt 2016 21:42 #27319

EZB-Schmarotzer schrieb:
... Was ist der Sinn hinter dieser ganzen Vorgehensweise?


Finanztransaktionssteuer – Nur noch Symbolpolitik


Nicht jedes tote Pferd ist bereits in die ewigen Jagdgründe eingezogen, nur weil es länger nicht gesichtet wurde. Manchmal ist es nur scheintot.

In dieser Woche haben zehn EU-Finanzminister (Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Belgien, Griechenland, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien) den alten Klepper wieder aus dem Stall geholt. Sie haben gemeinsam die EU-Kommission beauftragt, bis Ende des Jahres einen Gesetzentwurf vorzulegen, der nur für diese zehn Mitgliedsstaaten Verbindlichkeit erlangen soll.

Selbstzerstörung ist der europäischen Politik nicht völlig fremd, aber dass sich jetzt schon eine Gruppe innerhalb der 28 freiwillig im Verhältnis zu den anderen selbst schädigt, ist neu. Es wäre schon absurd, die Steuer weltweit einzuführen, da sie nicht administrierbar ist, erst recht nicht kontrollierbar und vor allem künftige Finanzkrisen eher befördert als verhindert. Es wäre auch irre, diese Steuer in der gesamten EU einzuführen, da die Verlagerung von Börsentransaktionen nach Tokio oder New York eine Sekundenentscheidung wäre.

Aber in Anbetracht des kommenden Brexits ist es wohl ein aktiver Beitrag zur Sicherung des Bankenplatzes in London, den die Festlandseuropäer hier an den Tag legen. Diese großzügige Geste von Schäuble und anderen ist verwunderlich, da sie sonst die EU und ihren Binnenmarkt eher als protektionistische Trutzburg gegen den Freihandel nach außen positionieren.

Hinter der Finanztransaktionssteuer steckt die falsche Annahme, dass Börsenturbulenzen etwas mit den Börsenumsätzen und der Umlaufgeschwindigkeit von Finanztransaktionen zu tun habe. Sie soll die Finanzaktivitäten belasten und damit beschränken. Hält man das Auf und Ab der Börsen für schlecht, dann sorgt eine Umsatzsteuer auf Finanzgeschäfte eher für eine Liquditätsaustrocknung, die dann zu einer wachsenden Volatilität führen kann. Und sehr wahrscheinlich gelingt es den Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungen, die Steuer auf ihre Kunden zu übertragen. Sie werden diese dann mit ihrer Altersvorsorge bezahlen.

Deutschland hat 1991 die Börsenumsatzsteuer abgeschafft, weil sie der Aktienkultur in Deutschland geschadet hat. Heute geht es nicht mehr nur um die Aktienkultur, sondern um einen Schlag gegen die Sparkultur insgesamt in Deutschland. Wenn die Zinsvernichtungspolitik der EZB unter Mario Draghi die Sparer bereits um ihren Ertrag bringt, dann ist eine Finanztransaktionssteuer ein doppelter Schlag für diejenigen, die unabhängig von staatlichen Transferleistungen im Alter sein wollen. Das alles ist nicht unerheblich. Denn eine Gesellschaft freier Bürger setzt Eigentum voraus. Wenn der Staat über die Geldpolitik auf der einen Seite und über die Steuerpolitik auf der anderen Seite immer mehr in das Eigentum des einzelnen eingreift, erodiert die bürgerliche Gesellschaft. Der Bürger wird immer abhängiger und der Staat immer mächtiger. Das kann auch in der Entwicklung der Parteien abgelesen werden.

Das wirklich Erschreckende daran ist, dass sich hier die Union aus CDU und CSU mit der politischen Linken, von Attac, Grünen, Linken und SPD bis zu den Gewerkschaften, verbünden. Es gibt keinen breiten bürgerlichen Widerstand gegen die Eingriffe ins Eigentum, sondern nur noch Symbolpolitik.


Quelle: www.tichyseinblick.de/kolumnen/schaeffle...-noch-symbolpolitik/
Beste Grüße

Roti ;)
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Neuer Blog zur Finanztransaktionssteuer 13 Okt 2016 14:14 #27318

Nun stelle ich mal ganz naiv die Frage:
Was ist der Sinn hinter dieser ganzen Vorgehensweise?
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.