Warum Aktien kaufen?

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Aktien bieten gerade in Zeiten niedriger Zinssätze am Kapitalmarkt und steigender Inflationsraten gute Renditen – wenn Anleger wissen, welche Werte in welcher Umgebung rentabel sind. Das Erzielen von Dividenden spricht ebenfalls für den Aktienkauf.
  • Online-Broker haben dazu geführt, dass Kleinanleger zu günstigen Konditionen auch ohne einen persönlichen Anlageberater eigenständig in Shares am internationalen Aktienmarkt investieren können. Mit einem guten Broker gelingt dies in Echtzeit und fast rund um die Uhr, wenn Wertpapier-Trader zeitlich flexibel vorgehen können.
  • Der Aktienhandel verlangt von Händlern, sich mit der Nachrichtenlage zu Politik und Wirtschaft zu beschäftigen – kurzfristige Gewinne erreichen Aktionäre eher selten, vielmehr sind Aktien-Investments für mittel- bis langfristig orientierte Anleger interessant, wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen.

Anleger, die mit ihrem Kapital hohe Renditen erreichen möchten, landen zwangsläufig eher früh als spät am Aktienmarkt. Vorsichtige Investoren werden im ersten Schritt der Analyse wohl die Argumente gegen Investitionen an der Börse zur Kenntnis nehmen. In der Tat spricht mancher Aspekt gegen den Aktienkauf. So können Wertpapiere keineswegs als risikoloses Investment bezeichnet werden. Viele Faktoren wirken sich auf die börslichen Entwicklungen aus. Kriege, Naturkatastrophen, Terrorismus und eine allgemein rezessive Stimmung an den Märkten können die Kurse in den Keller gehen lassen. Diesen Knackpunkten stehen aber die zahlreichen positiven Hintergründe und Auswirkungen des Aktienhandels gegenüber.

Punkt 1 sind ganz ohne Frage die nachweislich hohen Renditen, die Anleger realisieren können – wenn sie die richtigen Aktienwerte auswählen und die passenden Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg erkennen. Bessere Gewinnchancen bietet kaum eine Anlageklasse an den internationalen Finanzmärkten.

Schutz vor typischen Inflationsrisiken spricht für Aktienhandel

warum aktien kaufen

An zweiter Stelle steht für Aktionäre vielfach die Einsicht, dass flexibles Aktien-Trading einen nicht zu unterschätzenden Inflationsschutz darstellen kann. Anleger, die Aktien vor Jahren clever ausgesucht haben, besitzen heute nicht selten Wertpapiere, die ein Vielfaches des ursprünglichen Kaufpreises wert sind. Ein berechtigter Hinweis von Expertenseite zum Aktienhandel besagt: Selten sind positive und negative Eigenschaften so eng miteinander verknüpft wie an der Börse. Für alle Investoren aber, die sich als eher risikobereit bezeichnen, ist der Börsenhandel schlicht und ergreifend vor allem der Bereich, in dem sie, von einigen oft eher unseriösen Alternativen abgesehen, die höchsten Gewinne anstreben können – wenn sie denn die geeigneten Aktien aus der Masse der schier endlos großen Auswahl im nationalen und internationalen Bereich herausfiltern oder auf zuverlässige Empfehlungen von Aktien-Experten hören. Wie immer ist dies der richtige Augenblick, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Viele Märkte eignen sich auch für Börsen-Einsteiger

Auch und gerade Aktien sind eine Frage von Trends, wobei flexible Anleger fast in jeder Umgebung erfolgreich sein können. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung von zehn der wichtigsten Argumente, die den Aktienkauf für Anfänger rentabel und interessant machen. Vorteile von Aktien gibt es zuhauf, weshalb wir nur die elementaren erläutern. Nicht vergessen sei der Hinweis: Manche Branche sollte aufgrund der komplexen Strukturen eher Profi-Händlern vorbehalten sein.

1.) Aktienhandel verlangt keine großen Einsätze

Anders als bei Immobilien und anderen Anlageklassen müssen Aktionäre in spe je nach Markt und Aktie keine Unsummen investieren. Viele Stocks werden als Einzelaktie schon im ein- oder zweistelligen Euro-Bereich gehandelt. Die großen DAX- und anderen Index-Werte hingegen kosten schon einiges mehr. Möchten Aktionäre größere Mengen kaufen, müssen dementsprechend höhere Einsätze geleistet werden.

2.) Aktionäre lassen Aktiengesellschaften die Arbeit erbringen

Anleger am Aktienmarkt können sich – abgesehen von ihrer Vergleichsarbeit und regelmäßigen Abwägungen zum Verkauf oder einer möglichen Depotaufstockung – recht entspannt zurücklehnen. Sie müssen nach dem Kauf nicht viel tun. Gearbeitet wird vom Aktienunternehmen und dessen Mitarbeitern. Die Gewinnbeteiligung gibt es entweder in Form eines Kurszuwachses oder über Dividendenzahlungen, wenn Unternehmen Gewinne verbuchen. Aktienanleger partizipieren so an den erarbeiteten Erfolgen der Unternehmen.

3.) Geringe Fixkosten beim Aktienhandel als Investitionsvorteil

Die laufenden Kosten, die Anleger in der ein oder anderen Art bei fast allen Investments zahlen müssen (etwa Kontoführungsgebühren bei vielen Anlagekonten oder Instandhaltungskosten bei Immobilien), halten sich beim börsenbasierten Handel weitgehend in Grenzen. Gebühren für Orders und Provisionen berechnen Broker im Regelfall ein einziges Mal. Anschließend fallen meist nur Depotgebühren an, und diese können durch einen genauen Test der zahlreichen Aktien-Online-Broker aufs Jahr gerechnet gering gehalten werden. Klar sind auch etwaige Kursverluste Kosten für den Aktienhandel. Die anderen Kosten variieren zwischen den Anbietern erheblich. Ein Depot beim Online-Broker ist vielfach weitaus günstiger als bei einer reinen Filialbank.

4.) Große Aktien-Vielfalt erlaubt Aktivitäten in jeder Umgebung

Small Caps, Mid Caps, Vorzugsaktien und Blue Chips – die Anfänger unter den Aktionären stoßen auf viele Begriffe, die alle für bestimmte Aktienarten stehen. Lange Zeit versprachen vor allem die Technologie-Werte – die besagten Blue Chips – hohe Gewinne. Doch auch ohne einen massiven Boom in einem gewissen Bereich können Aktionäre durch geschicktes Agieren, Kaufen und Verkaufen letzten Endes jederzeit Chancen wahrnehmen.

5.) Aktionäre handeln eigenständig und auf eigene Rechnung

Normale Aktionäre treffen ihre Entscheidungen allein für sich. Dies bedeutet, sie müssen niemandem Rechenschaft ablegen. Für viele Anleger ist gerade diese Tatsache ein Argument für das Traden von Shares. Dazu gehört, dass Investoren ebenso wenig fremdbestimmt sind, wenn es um den zeitlichen Rahmen für den Handel geht. Einzig die Börsenzeiten und Handelszeiten der Aktien-Broker stellen eine Einschränkungen des aktiven Tradings dar. Natürlich können sich die Kunden einer Bank auf Anlageberater verlassen. Wann sie Aktien kaufen oder verkaufen, entscheiden die Aktionäre am Ende aber allein.

Von Mindestanforderungen für die Depoteröffnung und den Aktienpreis abgesehen, gibt es meist keinerlei Vorgaben zur Investitionshöhe. Aktionäre wägen ab, ob sie einen konsequenten Vermögensaufbau anstreben oder über Aktienankäufe einzig in Form von Dividendenzahlungen ein einträgliches Nebeneinkommen realisieren möchten. Wer zeitlich flexibel agiert, kann an jedem Tag der Woche und rund um die Uhr investieren. Hierzu braucht es einzig die Bereitschaft, über die heimischen Handelsplätze hinaus tätig zu werden. Irgendwo auf der Welt hat schließlich immer eine Börse geöffnet. Ohne eine ständige Analyse der Märkte und Aktienkurse aber gelingt der Handel eher nicht. Regelmäßiges Umschichten kann dauerhaften Erfolg versprechen.

6.) Anleger fördern durch Aktienkauf die Wirtschaft

Unternehmen beziehen einen Großteil ihres Fremdkapitals über Kredite, die wiederum aus der Bankenbranche beschafft werden. Aktien-Emissionen sind das zweite Standbein der Kapitalbeschaffung. Der Aktienkauf ist damit gewissermaßen sogar eine Form der Wirtschaftsförderung. Tatsächlich beziehen Banken und Kreditinstitute selbst ja ebenfalls im großen Stil Geld vom Aktienmarkt. Auch wenn der einzelne Privatanleger keine großen Summen investiert: In der Masse kommen große Gesamtinvestitionen im Rahmen der Aktienausgabe zusammen. Nicht zuletzt Forschungsunternehmen wären in vielen Fällen ohne die Mittel vom Aktienmarkt regelrecht aufgeschmissen. Längst können Aktionäre auch einen Beitrag für den Umweltschutz leisten, indem sie Aktien nachhaltig agierender Unternehmen mit hohem ethischen Anspruch erwerben.

7.) Aktien können nicht nur als einzelne Werte gehandelt werden

Unwissenheit schützt nicht vor finanziellen Schäden – diese Regel betrifft insbesondere auch den Aktienhandel. Anleger, die sich zu Beginn nicht allzu viel zutrauen, können ihr Geld in Aktienfonds investieren. Die Spezialisten der Fondsbetreiber schichten das Portfolio immer wieder anhand der Marktentwicklungen um, kaufen größere Mengen erfolgreicher Stocks oder entfernen verlustreiche Werte aus dem Fonds. Auf diese Weise können selbst unerfahrene Anleger Gewinne mit Aktien erreichen. Wichtig ist dabei, dass es sich möglichst um offene Fonds handelt, damit Anleger ihr Kapital bei Bedarf wieder abziehen können. Unterschieden wird zwischen verschiedenen Fonds-Systemen – einige gehen risikofreudiger, andere eher konservativ vor. Dementsprechend schwanken die realisierbaren Renditen, die Betreiber potentiellen Anlegern nennen.

8.) Aktionäre sind gegen Niedrigzinsphasen gefeit

Gehen die Zinssätze bei klassischen Kapitalanlagen aufgrund niedriger Leitzinssätze in den Keller, haben es Anleger schwer, gute Angebote zu finden. Aktionäre haben nicht mit derartigen Problemen zu kämpfen. Sie erzielen – bei entsprechendem Unternehmenserfolg – sowohl über die Ausschüttung von Dividenden als auch durch steigende Kurse Gewinne. Und der Aktienhandel wird bei normalen Anlegern umso beliebter, wenn die Zinsen auf einem dauerhaft niedrigen Niveau verweilen. Steigt die Inflation, ist dies für Aktien-Fans nicht weiter von Bedeutung. Vielmehr bedeutet ein Anstieg des Preisniveaus, dass Unternehmen mehr Geld verdienen. Dies wiederum kommt Aktien-Inhabern ebenfalls zugute.

9.) Persönliche Interessen können berücksichtigt werden

Ein Beispiel: Technisch interessierte Anleger haben die Möglichkeit, gezielt im weiterhin schnell wachsenden Technologie-Markt zu investieren. Wer auf „Fair-Trade“ und soziale Aspekte Wert legt, kann auch diese Punkte bei der Anlage-Entscheidung einbeziehen. Vielmehr sind es gerade solche Wachstumsbranchen, die dringend auf Kapital von Anlegern angewiesen sind, um ihre Geschäfte voranzutreiben. Generell müssen sich Anleger stets der Risiken bewusst sein. Große Aktiengesellschaften bzw. ihre Aktien zeichnen sich durch ein sehr hohes Handelsvolumen aus (Stichwort „Liquidität“). „Kleinere“ Aktien sind oft weniger gefragt. Aber auch sie können langfristig Chancen bieten.

10.) Totalverluste sind Ausnahmeerscheinungen

In der Theorie können Shareholder, wie Aktionäre im Fachjargon oft genannt werden, durchaus einen Totalverlust verbuchen. Dies würde passieren, wenn ein Aktienunternehmen infolge einer Insolvenz gänzlich vom Markt verschwindet. Etablierte Unternehmen mit langer Firmengeschichte bieten in diesem Punkt Sicherheit, ganz ohne Risiko geht es indes nicht. Dafür wissen Aktionäre von Anfang an, welches maximale Minus droht, nämlich der gesamte eigene Einsatz. Eine Nachschusspflicht, wie sie mancher Anleger etwa vom Handel im Forex- oder CFD-Bereich kennt, ist ausgeschlossen. Stürzt eine Aktiengesellschaft in die Pleite, sind die Aktieneinlagen zu 100 % verloren. Im Gegenzug aber weist so manche erfolgreiche Trading-Historie Gewinne von weit mehr als 100 % auf. Eine Grenze nach oben gibt es (zumindest theoretisch) nicht.

stefan

Mein Fazit

Diese Liste hat, wie gesagt, keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie vermittelt aber einen guten und umfassenden Eindruck von den Eigenschaften, die den Stocks-Handel über einen guten und möglichst preiswerten Online-Aktien-Broker reizvoll werden lassen. Broker bieten darüber hinaus etliche Analyse-Werkzeuge und Einführungen in die Materie, so dass auch Einsteiger beim Aktienhandel schnell erste Erfolge und Gewinne mit ihrem Depot verbuchen können. Einige Punkte der Zusammenstellung fallen je nach Händlertyp stärker ins Gewicht als andere Fakten: beispielsweise die Dividenden-Zahlungen, die für aggressive Aktionäre oft eher einen lukrativen Nebeneffekt darstellen, aber nicht im eigentlichen Sinne als Grund für den Aktienkauf gewertet werden. Die Mehrheit der Anleger jedoch setzen gezielt auf Aktien, weil sie ihnen im direkten Vergleich zu den meisten anderen Anlageklassen schlicht und ergreifend mit Abstand die beste Rendite bieten können.

Autor: RP