Beispiel Aktienkauf zum Marktpreis

 

Viele Entscheidungen beim Handel mit Aktien sind für Anleger am Ende nicht viel mehr als das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl oder den Erfahrungsschatz eines professionellen Anlageberaters. Denn selbst echte Insider haben mitunter Mühe dabei, Kursentwicklungen vorherzusagen. Umso schwieriger fallen Prognosen in sehr volatilen Phasen an den Aktienmärkten. Doch wie gehen Aktionäre nun am besten vor, um gute Gelegenheiten zu nutzen?

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Um eine tatsächliche Order-Umsetzung zum Marktpreis zu garantieren, müssen Aktien-Broker ihren Kunden eine moderne, schnelle und vor allem zuverlässige Handelssoftware an die Hand geben. Geringere zeitliche Verzögerungen können bereits zur Folge haben, dass der Marktpreis eine Veränderung durchlaufen hat.
  • Mobile Trading-Angebote können von flexiblen Händlern genutzt werden, um kurzfristig veränderte Gegebenheiten am Aktienmarkt zur eigenen Rendite zu machen durch einen vorzeitigen Verkauf → Allerdings verzichten Anleger dann auf den Dividenden-Bonus.
  • Einschätzungen zu den Kursveränderungen der Marktpreise fallen bei Aktien für Anfänger relativ leicht. Gemeint sind damit Wertpapiere, deren Kurse nicht akut schwanken und sich meist in einem gewissen Kursfenster bewegen. Gewinne sind durch geschicktes Investieren aber dennoch möglich.

Dies kann am Beispiel Aktienkauf zum Marktpreis erläutert werden – insbesondere im Hinblick auf die zeitliche Umsetzung einer Order ist hier zur Aufmerksamkeit geraten. Denn nicht immer gelingt es Händlern, den besten Preis für ihre Transaktionen zu bekommen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass trotz der virtuellen Ausführung über Online-Broker ein gewisser zeitlicher Verzug auftritt. Bewegen sich die Aktienkurse akut, kann dies dazu führen, dass schon eine minimal verzögerte Ausführung zu abweichenden Kursen führt. Zugleich müssen beim Handel mit Wertpapieren natürlich Aufschläge wie Provisionen, Makler-Courtagen und andere Gebühren-Faktoren generell berücksichtigt werden, die vom Aktien-Broker auf den Marktpreis berechnet werden. Somit wirken sie sich direkt auf spätere Gewinne aus – und ebenso auf Verluste, denn selbst wenn keine Rendite realisiert wird: Die Transaktionsgebühren werden so oder so fällig.

Bei großen Aktienpaketen fallen geringe Kursunterschiede ins Gewicht

aktienkauf zum marktpreis

Und in diesem Zusammenhang sei zudem darauf hingewiesen, dass Provisionen oftmals abhängig vom Transaktionsvolumen erhoben werden. Auf Aktienkäufe mit größerem Umfang berechnet mancher Broker weniger hohe Gebühren als auf typische Kleinanleger-Positionen. Diese Aussage trifft im gleichen Maße auf die Makler-Spesen oder die Entgelte zu, die von Börsen und Handelssystemen abgerechnet werden. Zudem machen sich die Kurs-Abweichungen natürlich ebenfalls bei größeren Positionen stärker bemerkbar als bei kleinen Order. Eine einfache Rechenaufgabe: Cent-Unterschiede fallen summiert bei einigen wenigen Aktien überschaubarer aus als bei Positionen, die dutzende oder hunderte Wertpapiere beinhalten.

Lernen können Shares-Trader den Aktienkauf zum Marktpreis am besten über ein Musterdepot oder ein kostenloses Demo-Depot. Dies sieht in der Regel auch die Möglichkeit vor, Mobile Trading Apps auf dem eigenen mobilen Endgerät kennenzulernen. Diese modernen Angebote eignen sich inzwischen durchaus sowohl für professionelle Trader wie für normale Aktionäre, die nicht nur vom PC aus Aktien kaufen oder verkaufen möchten. Aktien für Anfänger, die eher als überschaubar volatil (also schwankungsanfällig) gelten, gibt es an den Börsen mehr als genug.

Extrafunktionen können bei Order-Realisierung behilflich sein

Dabei wird rasch deutlich, wie wichtig kurze Umsetzungszeiträume für Anleger sein können, wenn sie nicht mit Limits oder bestimmten selbst festgelegten Einstiegs-Preisen für die Order-Ausführung arbeiten möchten. Der Marktpreis als solcher ist nun einmal der Preis, der im Moment der Auftragsvergabe an der Börse gilt. In „stürmischen“ Börsenzeiten kann die Situation schon kurze Zeit später gänzlich anders aussehen. Besagte Limits oder Einstiegskurse für Orders aber können durchaus interessant sein, um Orders in Zukunft ausführen oder Aktienpakete aus dem Depot verkaufen zu lassen, sobald bestimmte Marktpreise eintreten.

Ein Beispiel:

Aktionär X interessiert sich für den Kauf der Aktie der Deutschen Bank und verfügt über ein Budget von 2.050 Euro. Nun steht der Kurs der Aktie kurz vorm Durchbrechen der Marke von 31,75 Euro. Der Trader nutzt die Möglichkeiten, über seinen Aktien-Broker genau diese Kursmarke als Einstiegs-Limit festzulegen. Sobald der Marktpreis an dieser Stelle landet, wird die Order im Kundenauftrag ausgeführt. Für das genannte Kapital in Höhe von 2.050 Euro bekommt der (neue) Deutsche-Bank-Aktionär insgesamt 64 Wertpapiere des größten deutschen Bankenhauses.

Ein Rendite-Exempel im Anschluss:

Steigt der Aktienkurs zu einem späteren Zeitpunkt auf 33,00 Euro und kommt es zum Verkauf, weil Anleger X keine langfristige Spekulation anstrebt, wird ein Gewinn von 80,00 Euro verbucht. Von diesem Gewinn gehen je nach (Online-)Aktien-Broker mehr oder weniger hohe Transaktionskosten ab, die sowohl von den Börsen für die Handelsmöglichkeiten wie auch von Maklern und Brokern selbst erhoben werden. Streben Börsenhändler also eine bestimmte Rendite an, müssen die berechneten Gebühren und Trading-Kosten schon in der Gewinnkalkulation enthalten sein.

stefan

Mein Fazit

Ein Punkt, der mit Blick auf den Kauf von Aktien zum aktuellen Marktpreis auffällt, ist, dass Anleger in vielen Umgebungen ein sehr gutes Auffassungsvermögen mitbringen müssen. Selbst wenn sie vom Broker für den Aktienhandel die Chance bekommen, Limits und andere Extrafunktionen einzurichten, müssen Anleger verstehen, wie der Marktpreis entsteht. Weiterhin sollten Aktionäre in spe begreifen, dass die Kurse im Zusammenhang mit wichtigen Ereignissen – volks- oder betriebswirtschaftlicher sowie möglicherweise politischer Natur – rasch eine andere Richtung einschlagen können, weil die Relation zwischen Angebot und Nachfrage ins Schwanken gerät. Um hier Orders zum gewünschten Marktpreis ausführen zu können, müssen Anleger gerade in Zeiten steigender Aktienkurse reaktionsschnell sein, bevor die Kurse bereits deutlich steigen. Einfluss auf die Umsetzung hat diesbezüglich die Handelsoberfläche, die vom Broker bereitgestellt wird.

Autor: RP