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Wissen für fortgeschrittene Anleger!

 

Anleger

Das Aktien-Wissen für Fortgeschrittene widmet sich der tiefergehenden Analyse dessen, was der Aktienhandel Anlegern zu bieten hat. Es geht also nicht allein um den normalen Kauf und anschließenden Verkauf, wenn die Aktienkurse erwartungsgemäß gestiegen sind. Vor allem ein Einblick in die unterschiedlichen Aktien-Arten zeigt Anlegern, wie unterschiedlich die Märkte gestaltet sind. Interessante Offerten locken auch im Bereich der ausländischen Aktien, allerdings müssen sich Aktionäre hierbei vorab möglichst mit den abweichenden Kostenfaktoren befassen.

Ein Aktiendepot eröffnen und direkt erste Investitionen vornehmen? Ganz so einfach gelingt der erfolgreiche Aktienhandel natürlich nicht. Das erkennen auch Anfänger sehr rasch. Zum Aktien-Wissen für Fortgeschrittene gehören Erklärungen unter anderem zu den wichtigsten Aktien-Varianten, die die internationalen Börsen für den Handel offerieren. Einige Aktienarten erweisen sich insbesondere für Anleger als interessant, die nicht nur auf Aktienkurs-Veränderungen spekulieren, sondern zudem die Möglichkeit zur Mitbestimmung bei wichtigen die Aktiengesellschaften betreffenden Entscheidungen suchen oder Jahr für Jahr eine möglichst hohe Dividende kassieren möchten.

Zugleich zeichnen sich Aktienvarianten durch unterschiedliche Kosten beim Handel aus, die Anleger ebenfalls kennen müssen, um keine Fehlentscheidungen beim Trading an der Börse zu treffen. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle die ebenso unverzichtbare wie elementare Frage gestellt:

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der Markt an der Börse ist geprägt von sehr unterschiedlichen Angeboten und Aktienarten. Entscheidend für die Auswahl ist die Frage, welchen Zweck Anleger verfolgen, denn nicht jede Aktie bringt Inhabern etwa eine jährliche Dividende ein.
  • Dividendenzahlungen, Inhaberrechte, Stimmrechte, Übertragungskosten – dies sind nur einige der vielen Begriffen, die Anleger für die richtige Auswahl kennen sollten.
  • Aktien werden in unterschiedlichen Indizes notiert. Neben der Unternehmensgröße geht es darum, welche Umsätze und Gewinne Aktiengesellschaften vorweisen bzw. in welchen Bereichen des Marktes sie agieren. Ein Beispiel sind Technologie-Konzerne, deren wichtigste Vertreter (außer im DAX 30) im TecDAX zu finden sind.

Im Rahmen dieser Fragestellung zeigt sich frühzeitig die Funktionsweise der unterschiedlichen Aktienarten, und auch die Gemeinsamkeiten verschiedener Aktientypen werden offensichtlich. Das Ergebnis: Anleger begreifen, welche Aktien für sie infrage kommen und welches Modell z.B. aufgrund hoher Handelsgebühren eher nichts für Kleinanleger und Börsen-Einsteiger ist. Auch mit Blick auf die Investitionssicherheit gibt es manche Aktie, die gut für Einsteiger geeignet ist, während andere Aktiengesellschaften und Branchen eher für erfahrenere Zielgruppen interessant sind. Einige Aktienvarianten, die an den heimischen wie auch internationalen Börsen eine Rolle spielen, haben wir bereits in unserem „Aktien-Wissen für Einsteiger“ vorgestellt. Hier soll es nun um eine andere Frage gehen...

Verschiedene Aktien-Handelsplätze und zahlreiche Aktien-Varianten

Die Interessen der Anleger an der Börse sind keineswegs immer dieselben. Zwar handelt es sich beim typischen Aktionär aus dem Hobby-Bereich und nebenberuflich aktive Shares-Trader eher um Händler, die neben der langfristigen Rendite auch den Sicherheitsaspekt im Blick behalten. Doch es gibt eben auch die Gruppe derer, die gerne riskant vorgehen, da die Gewinne so nun einmal besonders hoch ausfallen können. In unseren Erläuterungen für Aktien-Anfänger sind die folgenden Aktienarten für den Börsenhandel aufgetaucht, die hier nochmals zusammengefasst werden sollen:

  • Vorzugsaktien
  • Namensaktien
  • Stammaktien
  • Blue Chips, Mid- und Small-Caps
  • Inhaberaktien

Weitere wichtige Aktien-Unterscheidungen finden sich ebenfalls im Aktien-Vergleich. In diesen Bereich fallen:

  • A-Aktien
  • B-Aktien
  • Nennwertaktien
  • Stückwertaktien
  • Belegschaftsaktien

Nennwertaktien & Stückwertaktien: Fakten, die Anleger kennen müssen

In einigen Fällen deutet die Bezeichnung einer Aktie bereits in ausreichender Weise darauf hin, wie die Aktie „funktioniert“. So handelt es sich bei Nennwertaktien um Wertpapiere, die zu einem gewissen Betrag gehandelt wird. Alle Nennwertaktien eines Unternehmens zusammen entsprechen ihrem Wert nach dem Grundkapital der ausgebenden Aktiengesellschaft (AG). Stück- oder Stückwertaktien sind in gewisser Weise das Gegenstück dazu: Diese Aktien werden ohne einen Nennwert gehandelt. Ihr Wert bezieht sich auf einen Anteil X am Grundkapital der AG. Der (fiktive) Wert einer Stückaktie kann also variieren – je nachdem, welches Grundkapital ein börsennotiertes Unternehmen vorweisen kann. Der Einzelwert wird berechnet, indem das Kapital durch die Menge der insgesamt existierenden Stückaktien dividiert wird.

Unterschiede zwischen A- und B-Aktien an den Märkten

A- und B-Aktien stellen Aktien-Sonderformen in China und Hongkong dar. Sie dürfen an den dortigen Börsen gehandelt werden – allerdings ist diese Aussage nur eingeschränkt korrekt. B-Aktien dürfen im jeweiligen Land nur von ausländischen Aktionären, A-Aktien nur von heimischen Tradern gehandelt werden. B-Aktien zeichnen sich dadurch aus, dass sie oftmals höchstens mit einem eingeschränkten Stimmrecht verbunden sind oder dass gänzlich auf ein aktives Stimmrecht für ihre Besitzer verzichtet wird. Zudem gibt es meist nur eine Ausgabe in einem beschränkten Umfang. A-Aktien sehen durchaus ein solches Mitspracherecht vor.

Die Einschränkungen beim Handel sollen bewirken, dass Anleger aus dem Ausland in ihren Möglichkeiten zur Einflussnahme eingeschränkt werden. An Chinas Börsen etwa dürfen Aktien der „A-Form“ nur von chinesischen Aktionären gehandelt werden, B-Aktien sind entsprechend ausländischen Investoren vorbehalten. Weitere Shares-Modelle verwenden Belegschaftsaktien. Der Name Belegschaftsaktie weist darauf hin, dass diese Stocks nur Mitarbeitern angeboten werden, oftmals auch nur binnen gewisser Fristen.

Unterschiedliche Bedeutung von Aktien für die Börsen

Für den „normalen“ Börsianer sind solche Aktien also nur interessant, wenn sie nach Ablauf der Fristen zum Beispiel in eine Berichtigungsaktie oder andere Wertpapiere umgewandelt und in den freien Handel gegeben werden. Wertpapiere werden als „Berichtigungsaktien“ bezeichnet, wenn vorhandene Rücklagen in Grundkapital umgewandelt werden und so Aktionären feilgeboten werden. Inhaber-, Stamm-, Vorzugs- und Namensaktien: Sie alle sind – ob als Blue Chips, Mid- oder Small-Caps – für verschiedene Typen von Aktionären von Interesse. Welchen Stellenwert die unterschiedlichen Wertpapier-Varianten für Anleger haben, hängt in weiten Teilen vom Investitionsspielraum und den Investitionszielen ab. Belegschaftsaktien sind freilich eher etwas für Anleger, die von ihrem Arbeitgeber überzeugt sind und einen Weg zur aktiven Mitgestaltung suchen. Namensaktien sind unter anderem dadurch geprägt, dass die gezielte Führung auf den Aktionärsnamen mit Kosten verbunden ist.

Blue Chips – die großen Namen des Börsenmarktes

Deutlich wird in der Analyse, dass die Auswahl der Aktien nicht nur von den Gewinnzielen abhängt. Fraglich ist zudem, wie risikobereit Aktionäre sind und welche Ziele sie jenseits der Rendite mit dem Kauf verfolgen. Nicht jeder Käufer legt Wert auf Mitsprache während der Aktionärsversammlung. Andere Investoren wissen gerade den Nutzen von Aktien zu schätzen, die Jahr für Jahr garantiert sichere Dividenden einbringen. Wer keine Angst vor höheren Transaktionskosten hat, kann einen Blick auf Namensaktien riskieren, deren Ausgabe und Verkauf durchaus interessante Gelegenheiten bieten können. Im Falle der Blue Chips setzen Anleger beim Handel an der Börse auf die meist gehandelten Aktien großer Unternehmen, die zumeist in den wichtigsten Indizes weltweit getradet werden. Stammaktien machen den Löwenanteil am Aktienmarkt aus. Sie sind ein guter Ansatz für Anleger, die nicht allein über den Aktienkurs Gewinne realisieren möchten, sondern – im Erfolgsfall der Aktiengesellschaft – auch Renditen über die Ausschüttung der jährlichen Dividenden mitnehmen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen möchten.

Rendite-Ziel und Risikofreude als zentrale Kriterien beim Aktienkauf

Je höher die angestrebte Rendite beim Börsenhandel, desto risikofreudiger müssen Aktionäre sein. Nebenwerte aus den Bereichen der Mid- und Small-Caps eignen sich dabei in vielen Fällen als gutes Investment. Gerade in Wachstumsmärkten kann ein Boom zu massiven Kursanstiegen führen. Allerdings darf dabei niemals vergessen werden, dass der Handel an Nebenschauplätzen zugleich durch Gefahren gekennzeichnet ist. Der Grund ist die geringere Nachfrage als im Bereich der Blue Chips, deren Kurse im Normalfall eher in überschaubarem Ausmaß schwanken. Es sei denn, unerwartet positive Unternehmensmeldungen werden publik oder etwaige Skandale werden der Öffentlichkeit im Rahmen von Ad-hoc-Meldungen bekannt gegeben. Die individuelle Risikobereitschaft, die Gewinnziele sowie die zeitlichen Vorstellungen und das zur Verfügung stehende Kapital sind Entscheidungskriterien, die Anleger bei der Auswahl der geeigneten Aktien berücksichtigen müssen.

Haben sie erst einmal den Einsteiger-Status hinter sich gelassen, können fortgeschrittene Aktienhändler flexibel auf die Veränderungen am Wertpapiermarkt reagieren und Chancen in verschiedensten Bereichen für sich nutzen. Zudem können Aktionäre über den Index-basierten Handel von Trends in bestimmten Branchen profitieren, wenn sie aufgrund unsicherer Marktlagen eher nicht in Einzelwerte investieren möchten.

stefan

Mein Fazit

Nicht jede an Börsen gehandelte Aktie eignet sich für alle Anleger gleichermaßen. Sei es wegen der Kosten, die mit den jeweiligen Wertpapieren verbunden sind oder weil einige Aktien gehandelt werden, ohne dass Aktionäre durch den Erwerb Dividenden einnehmen oder ein Stimmrecht erhalten. Umso sinnvoller ist es für Trader am Aktienmarkt, sich eingehend mit der Funktionsweise des Stock-Tradings zu befassen. Denn nur so erkennen Händler, mit welchen Werten sie über ihren Online-Aktien-Broker am besten ebenso günstig wie rentabel traden können. Dass manche Aktien nur im Inland und andere nur an ausländischen Börsen gehandelt werden, macht vor allem den Einsatz eines Musterdepots oder Test-Depots zu einem idealen Einstieg in die Materie.