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Verschiedene Börsen – verschiedene Preise!

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Die verschiedenen Börsen weisen aus mehrerlei Gründen verschiedene Preise auf. Dazu können einerseits die jeweils erhobenen Börsengebühren gehören, andererseits aber entscheidet auch die Herkunft der gehandelten und gehaltenen Aktien über die Kosten und Preise.
  • Kleine Börsen verbuchen ein geringeres Handelsvolumen, was maßgeblich steigende Preise verursacht – die größten Börsen bieten Tradern oft die besten Transaktionskosten.
  • Die Größe der Börsen allein definiert aber nicht, auf welche Kosten sich Aktienhändler im Alltag an deutschen Börsen oder Börsenplätzen im Ausland einrichten müssen.

Boersenpreise

Der allmorgendliche Blick auf die Börsennachrichten war früher für Aktionäre absoluter Standard. Dabei reichte die Lektüre der Tageszeitung. Heute verlangt die digitale Welt von Börsianern deutlich mehr Aufmerksamkeit. Zumindest einige Male pro Tage sollten Kunden beim Aktien-Online-Broker vorbeischauen, um sich über Entwicklungen zu informieren. Die Börsenkurse allein sind dabei natürlich nur die sprichwörtliche halbe Miete für Anleger, die an der Börse investieren möchten. Nicht minder bedeutsam ist die Erkenntnis, dass sich verschiedene Börsen durch verschiedene Preise für den Aktienhandel auszeichnen. Und zwangsläufig wirken sich die Preise für den Handel auf die Rendite eines Wertpapiers aus.

Die Gleichung ist erwartungsgemäß recht einfach: Je geringer die Preise, also die Kosten für den Börsenhandel, desto höher fällt der Reingewinn für Aktionäre im Falle steigender Kurse aus.

Geringeres Handelsvolumen an Börsenplätzen führt zu höheren Preisen

Diese Aussage hat natürlich im gleichen Maße Gültigkeit für Spekulationen auf sinkende Kurse, wenn Trader im Bereich der Derivatgeschäfte tätig sind. Denn auch im Handel mit beispielsweise Differenzkontrakten oder binären Optionen bieten sich Gewinnchancen. An dieser Stelle aber widmen wir uns einzig und allein der Frage nach den Preisen, die der aktienbasierte Handel erkennen lässt. Erklärungen nach dem Format „Die Börse für Anfänger und Fortgeschrittene in knappen Worten“ beinhalten vor allem die Information, dass die preislichen Differenzen an den Börsenplätzen oftmals den kürzlich abgeschlossenen bzw. getätigten Orders geschuldet sind.

An kleineren Börsen werden deutlich weniger Aufträge ausgeführt als an den großen Börsen, was dazu führt, dass das geringere Transaktionsvolumen für die Preisgebung verantwortlich ist. Zu sagen ist aber ebenfalls: Die Börsenpreise bedeuten zunächst einmal, dass Orders zum jeweiligen Zeitpunkt ausgeführt werden können, dass es also einen Händler gibt, der zu eben diesem Preis auch einen Verkauf auszuführen bereit ist.

Gefragte Aktienwerte verbuchen automatisch steigende Preise

Selbstredend stehen bei der Preisgestaltung die omnipräsenten Begriffe Angebot und Nachfrage im Mittelpunkt. Zeigen sich in beiden Bereichen geringe Werte, hält dies den Preis vergleichsweise gering. An Börsen mit großen Handelsvolumen fallen die Preise oft deutlich höher aus. Die Preise für ein Börsenprodukt sind also nicht immer und überall identisch. Im aktiven Handel können die Preisdifferenzen fürs Aktien-Trading ausgenutzt werden – hier sei das Stichwort „Geographic Arbitraging“ genannt. So können in der Theorie an günstigeren Börsen Käufe und an Börsen mit höheren Preisen Verkäufe getätigt werden. Einerseits eignet sich dieser Ansatz für den durchschnittlichen Privatanleger eher nicht. Auf der anderen Seite aber schwinden diese theoretischen Chancen im Zeitalter des Online-Handels zusehends.

Preisabweichungen durch verzögerte Auftrags-Ausführung

Preisliche Unterschiede können zudem der so genannten Slippage geschuldet sein. Hierbei geht es um die Schwankungen eines Aktienkurses vom Moment der Beauftragung einer Order durch den Kunden bis zur tatsächlichen Order-Ausführung durch den Broker. Übers Wochenende können deutliche Differenzen zwischen dem Schlusspreis und dem neuen Startpreis auftreten. Aber auch sonst kann die zeitversetzte Umsetzung eines Auftrags Kursschwankungen zur Folge haben. Eine zu teure Ausführung können Anleger durch das Setzen von Limits verhindern, was im nächsten Ratgeber-Teil ausführlich thematisiert wird.

Transaktionsgebühren der Broker Ursache für Preisanstiege

Die Kurse bzw. Preise, die Anleger auf der Handelsplattform ihres Brokers nachlesen können, sind genau genommen bereits eine Ableitung der eigentlichen Preise an der Börse – dies bedeutet, die Broker haben möglicherweise bereits Makler-Courtagen, Börsengebühren und eigene Trading-Gebühren aufgeschlagen. Ob dies zutrifft, müssen Anleger in den Geschäftsbedingungen der Anbieter aus dem Aktien-Broker-Vergleich in Erfahrung bringen. Denn zum Teil werden die genannten Kosten erst nach der Abwicklung auf die Börsenpreise aufgeschlagen. Eine verlässliche Trading-Software sorgt für kurze Reaktionszeiten, so dass Aktionäre von den aktuellen Preisen profitieren. Die Gebühren der Broker schwanken, aber auch bei den Börsen selbst werden unterschiedliche Kosten auf die Aktien-Preise angerechnet.

Tatsächliche Börsenkurse nur Preis-Ausgangspunkt?

Der Aktienkurs bezeichnet den aktuellen Preis einer an den Börsen gehandelten Aktie. Aktienkurse entstehen grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage und werden durch deren Umstände maßgeblich beeinflusst. Ist die Nachfrage nach einer Aktie entsprechend hoch, so steigt der Aktienkurs. Fällt die Nachfrage an einer Aktie hingegen, so sinkt auch der dazugehörige Kurs. Angebot und Nachfrage und somit auch die Aktienkurse sind zum Teil starken Schwankungen unterworfen und werden fortlaufend an den Börsen ermittelt. So können Unternehmensnachrichten den Aktienkurs ebenso beeinflussen wie Konjunkturdaten, Ereignisse wie Kriege und vieles Weiteres. In der Regel findet die Kursfeststellung auf elektronischem Wege statt. Häufig werden dabei für ein und dieselbe Aktie unterschiedliche Kurse angegeben.

Auch an deutschen Börsen unterscheiden sich die aktuellen Preise

Der Grund dafür liegt im Handel an unterschiedlichen Börsenplätzen. So kann unter Umständen eine Aktie an der Xetra-Börse zu einem anderen Kurs gehandelt werden als beispielsweise an der Börse Stuttgart, da die Handelsplätze die Aktienkurse selbstständig auf Basis von Angebot und Nachfrage berechnen. Die Börsen-Kurse als solche bewegen sich im Bereich zwischen dem Geldkurs auf der einen und dem Briefkurs auf der anderen Seite. Der Geldkurs (auch „Bid“) dient als Untergrenze, die Obergrenze repräsentiert der Ask- oder Briefkurs. Die unterschiedlichen Preise an verschiedenen Börsen können auch abhängig vom Volumen einzelner Transaktionen variieren. Zudem werden Gebühren wahlweise prozentual oder als Fixum erhoben, was die Börsen-Preise ebenfalls beeinflusst. Günstig erfolgt der Handel meist gerade über einen Broker nach dem Format „Over the Counter“ (OTC). Hier wird elektronisch und außerbörslich über Brokerpartner getradet, was zu besseren Preisen führen kann – garantiert ist dies aber nicht in jedem Fall.

stefan

Mein Fazit

Gründe für eine unterschiedliche Preisgestaltung gibt es also mehr als genug. Die Aufgabe der Trader besteht im eigenen Interesse also darin, den günstigsten und besten Anbieter im Aktien-Broker-Vergleich zu finden und ihn mit dem richtigen Moment und dem preiswertesten Börsenplatz für geplante Investitionen zu kombinieren. So werden zugleich faire und transparente Preise und die bestmögliche Rendite erreicht.