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Die Orderarten „Limit“ und „Stop“

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Limits und Stops dienen Tradern nicht zuletzt dazu, den Grundstein für das automatische Stocks-Trading zu legen, ohne ständig selbst die Aktienkurse kontrollieren zu müssen.
  • Die Orderarten können dazu dienen, entweder bereits erreichte Gewinne abzusichern oder drohende Verluste in Grenzen zu halten bzw. idealerweise gänzlich zu vermeiden.
  • Das Einrichten von Stops und Limits führt nicht zum statischen Handel – Anleger können die angegebenen Werte jederzeit korrigieren und an veränderte Bedingungen am Aktienmarkt anpassen.

Stop

Anleger, die bereits Erfahrungen mit dem Handel von Finanzderivaten wie Binäroptionen vorweisen können, haben in vielen Fällen schon einmal verschiedene Extra-Funktionen genutzt. Durch den Einsatz verschiedener Orderarten bietet sich auch beim Handel über die aktuelle Lage an den Handelsplätzen die Chance, Vorkehrungen im Interesse der eigenen Investitions-Sicherheit zu treffen. Die Aktienkauf-Kosten sind nun einmal nicht das einzig wichtige Thema im Aktionärs-Leben. Ein Aktienkauf-Limit und das Einrichten von Stops sind zwei Orderarten, die bei der Gestaltung des individualisierten Aktienhandels eine große Hilfe sein können. Zugleich schaffen diese und andere Extras beim Trading über Aktien-CFD-Broker oder andere Anbieter aus dem Aktien-Broker-Vergleich die passenden Rahmenbedingungen für Händler, die nicht ständig die Zeit finden, um die Börsenkurse selbst zu analysieren.

Ein Kursrückgang muss für Aktionäre nicht zu Verlusten führen

Die Systeme können aus den Eingaben sowie möglicherweise festgelegten Handelsindikatoren geeignete Entscheidungen ableiten. Limits und Stops bieten die Gelegenheit, halb- oder vollautomatisch zu handeln. Gegen die manuelle Ausführung von Orders an den Börsen spricht weiterhin nichts. Allerdings können gerade die verschiedenen Versionen der Limits dazu dienen, sich beim Shares-Trading finanziell nicht zu übernehmen. Dabei sei schon an diesem frühen Punkt erwähnt, dass sowohl das Einrichten von Limit-Preisen für den An- und Verkauf von Wertpapieren als auch von Stops gleichermaßen Kursabsicherungen nach oben und unten erlaubt.

Anders formuliert: Limitierungen und Stop-Marken können in Zeiten steigender und sinkender Kurse genutzt werden, um beim Aktienhandel Kurswerte unter- bzw. oberhalb des aktuellen Kurses als Grenzwerte anzusetzen. So können die Handelsplattformen der Broker unmittelbar bei Erreichen der installierten Marken die gewünschte Order ausführen, ohne dass Trader selbst tätig werden müssen.

Manuelle Handelsausführung bleibt bei Automatik-Trading eine Option

Allerdings sei nicht verschwiegen, dass beim tatsächlichen Aktienhandel vor allem Absicherungen oberhalb des Ausgangskurses interessant sind. Dies aus dem einfachen Grund, dass Aktienhändler selbstredend auf steigende Kurse spekulieren. Das Ansetzen von Untergrenzen durch Limits und Stops kann aber nichtsdestotrotz für Trader von Aktien relevant sein. Denn so können Anleger entscheiden, welchen maximalen Verlust sie im Falle einer Kursumkehr nach einem Boom eines Einzelwertes oder eines Indizes in Kauf zu nehmen bereit sind, während sie so oder so weiterhin Gewinne anstreben. Wichtig ist – wir haben diesen Punkt bereits kurz angerissen –, dass Händler weiterhin die Option zur eigenständigen Einflussnahme oder Order-Ausführung über den Broker haben, um so die Börse online zu erreichen, am besten rund um die Uhr. Dies besagten Orderarten können zudem hilfreich sein, wenn Händler an verschiedenen Börsen agieren. Kennen sollten Anleger in diesem Kontext aber noch einige andere Fakten.

Händler von Finanzderivaten kennen Limit-Orders gut

Zum Beispiel muss die Tatsache bekannt sein, dass Limits und Stops durchaus dazu führen können, dass Aktionäre in guten Kurszeiten mitansehen müssen, wie Verkäufe oder Käufe vorschnell vorgenommen werden. Also beispielsweise, obwohl sie eigentlich noch weiter auf bestimmte Handelssignale und einen (möglicherweise) fortgesetzten Anstieg des Kurses warten würden, bevor ein Aktienpaket am Markt veräußert wird. Eben zu diesem Zweck sollten Kunden beim Aktien-Online-Broker darauf achten, dass die manuelle Umsetzung von Anlagewünschen weiterhin eine Option darstellt. Die Kursmarken für Limits und Stops unterhalb des Ausgangspreises eignen sich nicht zuletzt für Anleger, die über einen Aktien-CFD-Broker mit Differenzkontrakten traden, um auf diese Weise mit sehr geringen Mindesteinsätzen und daneben auch in Phasen sinkender Kurse Renditen zu realisieren.

In vielen Fällen können Limits als eigenständige Stop-Loss-Order beim automatischen Trading als optimale Verlustabsicherung dienen. Selbst bei vermeintlich perfekten Aktienwerten können am Ende eines längeren Trendkanals Kurseinbrüche entstehen. Manchmal passiert dies ganz schnell, in anderen Phasen schleichen sich die Veränderungen eines Kurses hingegen ganz langsam ein. In beiden Umgebungen können so Verluste vermieden oder bereits erzielte Gewinne abgesichert werden.

Ein mögliches Szenario zur Gewinnabsicherung bzw. Verlustminimierung:

Phase 1:

Anleger X hat vor einiger Zeit eine bestimmte Aktie erworben – damals noch zum Preis von 40 Euro. Inzwischen steht der Aktienpreis bei etwa 65 Euro. Als Mindestgewinn pro Aktie strebt der Broker-Kunde 20 Euro an.

Phase 2:

Dementsprechend wird das Stop-Loss-Limit in diesem Rahmen bei 60 Euro festgeschrieben. Faktisch wird an dieser Stelle erkennbar, dass Anleger Limits und Stops als Orderarten nicht als konstante und statische Größen bewerten sollten. Die Börsenkurse schwanken und Aktionäre sollten aus diesem Grund bereit sein, ihre Grenzpreise an die Veränderungen anzupassen.

Phase 3:

Steigt der Kurs, können auch die Limits für potentielle zukünftige Korrekturen nach unten zunächst angehoben werden. Kommt es dann zu einer Talfahrt des Aktienkurses, können sich Aktionäre weitgehend entspannt zurücklehnen. Die Orders werden ausgelöst, sobald der Kurs auf den Limit-Preis oder noch tiefer abstürzt. Basis für die Verkäufe sind jeweils die besten Verkaufspreise, die der Markt im Augenblick der Ausführung zu bieten hat.

Eine wichtige Randnotiz an dieser Stelle:

Der Limit-Verkauf wird je nach Umgebung an der Börse nicht exakt zu beispielsweise dem hier thematisierten Börsenkurs von 60 Euro erfolgen. Gibt es zum Zeitpunkt des Verkaufsauftrags keinen derartigen Preis, kann der realisierte Kurs zumindest bedingt über- oder unterhalb des gewünschten Preises liegen. Die Kurse schwanken teilweise so schnell, dass selbst der elektronische Handel nicht rechtzeitig greift.

Aus Expertensicht sind Stops und Limits also gewissermaßen eine Art „Lebensversicherung“ für Aktionäre, die zwar weiterhin manuell handlungsfähig bleiben, aber für jedes Risiko vorsorgen möchten. Ob die Orderarten beim Broker nun den Namen Stop-Loss oder Take Profit tragen, das ist relevant mit Blick auf die Trends und möglichen Trendwenden an den Börsen.

Limits und Stops entsprechend der Marktlage anpassen!

Limit-Orders dienen Händlern auf der einen Seite dazu, bei Wertpapierauftraufträgen den maximalen Kaufpreis festzulegen. Auf der anderen Seite stellen Limits bei einem Verkauf den Mindestpreis an, den Aktien-Besitzer für ihre Stocks erhalten möchten. In beiden Fällen sollten Trader ihr Depot ständig auf seine Aktualität hin kontrollieren. Denn Wünsche und Spielräume können sich von Zeit zu Zeit verschieben. Was bedeutet dies im Klartext? Einmal eingerichtete Stops und Limits können im Ernstfall in Vergessenheit geraten. Kommt es an den Börsenplätzen aber zur angestrebten Situation, führt der Aktien-Broker die einmal in Auftrag gegebenen Orders dennoch aus. Deshalb sollten Händler wissen, ob die installierten Stops und Limits beim Broker unbefristet existieren oder vielleicht nach einer gewissen Laufzeit verfallen.

Order-Extras bieten sich beim internationalen Aktienhandel an

Gibt es keine Zeitbeschränkungen, sollten Aktionäre ihrerseits regelmäßig hinterfragen, ob die Orderarten unter den betreffenden Bedingungen noch ihren Vorstellungen entsprechen. Löschungen sind eine Alternative. Korrekturen und Anpassungen sind eine andere Möglichkeit, sofern die Ziele mittlerweile tatsächlich anders ausfallen, während die zugrunde liegenden Aktien weiterhin gehandelt werden sollen. Ganz aus der Verantwortung können sich Broker-Kunden also nicht stehlen, ganz gleich, ob es sich um eine Stop-Loss-Order oder eine Stop-Buy-Order (dazu später mehr) handelt. Auch die Frage, ob Anleger allein an der Börse Frankfurt oder an Aktienbörsen weltweit investieren, ist in diesem Zusammenhang irrelevant. Bedeutender ist die Frage, welche Aktien Trader handeln, welche Bewegungen bei Wertpapieren zu erwarten sind und welche Rendite bzw. welcher Gewinn erreicht werden soll.

Langfristige und kurzfristige Absicherungen gleichermaßen gängige Praxis

Übrigens kommen sowohl Limits als auch Stops nicht nur beim langfristigen Handeln, sondern durchaus im gleichen Maße bei kurzfristigen Strategien aus dem Bereich des Daytrading infrage. Nur müssen Börsianer hier nochmals schneller agieren und auf dem Laufenden sein, ob Umstellungen ihrer Limit- und Stop-Orders sinnvoll oder gar unverzichtbar werden – etwa weil wichtige Ad-hoc-Meldungen von Seiten eines Aktienunternehmens oder wichtige Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht worden sind, die Einfluss auf den Aktienkurs haben (können). Ganz können sich Aktionäre also trotz des hohen Nutzens der Orderarten nicht aus dem Handel zurückziehen, um allein den Broker den Aktienkauf oder einen Verkauf von Stammaktien, Blue Chips oder anderen Aktienvarianten erledigen zu lassen.

stefan

Mein Fazit

Beide Orderarten sind Händlern behilflich, wenn es darum geht, jederzeit das Beste aus den Kursen an den Börsenplätze herauszuziehen, insbesondere hinsichtlich möglicher Verlustrisiken, die in Folge sinkender Aktienkurse auftreten. Stops, aber auch Limits können auf der einen Seite Verluste senken, auf der anderen Seite auch dazu dienen, dass Aktionäre ihr bereits erreichtes Plus gegenüber dem ursprünglichen Kaufpreis absichern, wenn die Kurse nach unten zeigen. Durch konstante Anpassungen der Kursmarken für Stop- und Limit-Orderarten tragen Aktionäre den regelmäßigen Schwankungen an der Börse Rechnung, wenn sie sich nicht gleich von ihrem Depotbestand trennen möchten.