KGV, KUV, PEG und andere Abkürzungen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Um die Hintergründe des Aktienhandels in vollem Umfang begreifen zu können, müssen Anleger ein Gespür für die gängigen Abkürzungen haben. Im Alltag an der Börse sorgen Kürzel für eine raschere Kommunikation, denn bekanntlich ist Zeit beim Aktienhandel bares Geld.
  • Viele Abkürzungen beziehen sich auf den Wert der gehandelten Wertpapiere, andere stehen stellvertretend für bestimmte Broker-Typen, Aufsichtsbehörden, Orderarten oder Derivatgeschäfte, die von Brokern auf Aktienbasis angeboten werden.

Die Finanzbranche ist voll von Abkürzungen und Fachbegriffen, die Anleger erst einmal kennen sollten, um mit Erfolg auf Börsenkurse zu spekulieren. Manche Termini sind gewissermaßen selbsterklärend, andere verlangen eine eingehende Lektüre professioneller Wertpapier- und Börsen-Ratgeber, damit Aktionäre verstehen, worum es im Einzelnen genau geht. Missverständnisse können folgenschwer sein und zu Verlusten führen, die durch eine genaue Vorbereitung hätten vermieden werden können. Für fortgeschrittene Trader gibt es durchaus einige Vokabeln, mit denen sie vertraut sein sollten. Einige der unverzichtbaren Begriffe stellen wir im Folgenden zusammen:

A- und B-Aktien

Hierbei handelt es sich um Aktien-Modelle, die zunächst einmal beide von derselben Aktiengesellschaft stammen bzw. emittiert werden können. Doch ihre Ausstattung als Shares betreffend unterscheiden sich die beiden Varianten mehr oder weniger deutlich voneinander. In den meisten Fällen unterscheiden sich die Basisdaten der A-Aktien und B-Aktien eines Emittenten vor allem hinsichtlich der Ausschüttung von Dividenden, und zwar nicht nur in der Höhe, sondern durchaus in der Frage, ob überhaupt eine Dividende an Anteilseigner ausgeschüttet wird, sowie bezüglich des Stimmrechts, das möglicherweise mit den Aktien verbunden ist.

AG

Die wohl wichtigste Abkürzung AG steht stellvertretend für die „Aktiengesellschaft“, die wiederum in den Bereich der Kapitalgesellschaften gehört. AGs sind aus rechtlicher Sicht Handelsgesellschaften. Voraussetzung für Unternehmen, die zur Aktiengesellschaft werden möchten, ist in Deutschland ein Grundkapital in Höhe von 50.000 Euro im Moment der AG-Gründung. Der Ausgabepreis (Nennwert) bei Erstemission muss bei mindestens 1,00 Euro liegen. Den Zusatz „AG“ müssen Aktiengesellschaften in ihrem Unternehmensnamen führen. Eine Haftung im Schadensfall wird Gläubigern bei einer Aktiengesellschaft einzig in Höhe des Gesellschaftsvermögens garantiert. Die exakte Form einer AG wird im Handelsregister eingetragen. Dort müssen auch etwaige Änderungen der Vertretungsbefugnis und der Satzung vermerkt werden.

AMEX

Als AMEX wird die Amerikanische Aktienbörse abgekürzt. Auch sie hat ihren Sitz in New York und nimmt nach der New York Stock Exchange (NYSE) den zweiten Platz auf der Liste der größten und wichtigsten Börsenplätze der USA ein.

BaFin

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist als Anstalt des Öffentlichen Rechts Bestandteil des Bundesfinanzministeriums und hat ihren Sitz sowohl in der deutschen Bankenmetropole Frankfurt am Main als auch im nordrhein-westfälischen Bonn. In ihrer heutigen Form existiert die BaFin seit dem Jahr 2002. Vormals gab es in Deutschland drei verschiedene Aufsichtsbehörden, die für die Kontrollen des Kreditwesens, des Versicherungswesens sowie des Handels mit Wertpapieren zuständig waren. Durch den Zusammenschluss liegt die Regulierungsaufgabe bei einer einzigen Behörde. Die BaFin kooperiert eng mit der Bundesbank und soll vor allem für ein stabiles Finanzsystem sorgen. Zugleich schafft diese Instanz Transparenz und Sicherheit für Anleger in den drei genannten Teilbereichen. Die BaFin prüft zum Beispiel die Rahmenbedingungen im Vorfeld neuer Börsengänge und bei der Emission zusätzlicher Aktien bereits börsennotierter Aktiengesellschaften.

CFD

Der Begriff CFD steht für „Contracts for Difference“ oder auf gut Deutsch: „Differenzgeschäfte“. Dies sind so genannte Derivatgeschäfte, bei denen nicht direkt mit Aktien (oder anderen Assets wie Anleihen, Fonds etc.), sondern auf die Entwicklungen der Aktienkurse spekuliert wird. Die Aktien dienen dementsprechend nur als Basiswerte. Gewettet wird auf die Veränderungen der Kurse, wobei die Spekulationen auf Basis der Abweichungen zwischen dem so genannten Geldkurs auf der einen und dem Briefkurs auf der anderen Seite erfolgen. Die Chance für Anleger besteht darin, dass sie bei CFDs auch auf sinkende Kurse wetten und so Gewinne realisieren können. Zugleich kann bei vielen CFD-Brokern schon mit einem sehr geringen Mindesteinsatz unterhalb des tatsächlichen Aktienpreises gehandelt werden. Weiterhin offerieren Broker einen mehr oder weniger großen maximalen Hebel (Leverage), so dass Trader faktisch mit einem Vielfachen ihres Kapitals arbeiten können.

DAX

Der Deutsche Aktienindex, der wichtigste Index an deutschen Börsen, wird als DAX abgekürzt. Er gehört nicht nur europaweit, sondern international zu den bedeutendsten Leitindizes, die wiederum allesamt wichtige Hinweise auf die Lage an den Börsen geben. Im DAX werden die 30 deutschen Unternehmen mit dem stärksten Umsatz zusammengefasst. Aus diesem Grund ist auch der Begriff „DAX 30“ geläufig. Ins Leben gerufen wurde der DAX am 11. Januar 1988. Was eigentlich als zusätzlicher Index unter anderen entwickelt wurde, ist heute die Nummer 1 unter den deutschen Indizes. Verantwortlich für die Einführung zeichneten neben der Börsen Zeitung die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen und die Frankfurter Börse als wichtigster deutscher Börsenstandort.

Im DAX enthaltene Unternehmen müssen auf ihre Aktienmenge gerechnet einen Streubesitz von wenigstens 5,0 % vorweisen. Der Startkurs des DAX ist mit 1.000 Basispunkten festgelegt. Relevant für die Position der DAX-Mitglieder sind die (börslich wie außerbörslich) in Umlauf befindlichen Wertpapiere der jeweiligen Unternehmen, weiterhin spielt die Marktkapitalisierung eine zentrale Rolle.

Unverzichtbar für eine DAX-Listung sind unter anderem folgende Punkte:

  • Die Unternehmen müssen ihren Hauptsitz in Deutschland haben oder den Löwenanteil des Umsatzes an der Frankfurter Börse erzielen sowie ihren Sitz in der EU oder einem EFTA-Staat haben.
  • DAX-notierte Unternehmen müssen weiterhin ständig digital (Xetra-Handelsplatz) gehandelt werden.
  • Firmen müssen eine Zulassung zum Teilmarkt „Prime Standard“ der Börse Frankfurt vorweisen.

Alljährlich im September wird die Zusammensetzung des DAX korrigiert oder bestätigt, je nachdem wie sich die Umsätze der notierten Unternehmen verändert haben seit der letzten Überprüfung. Die DAX-Kurse ergeben sich heutzutage aus dem Handel über das Xetra-System, also über das digitale Portal der Deutschen Börse. Die Kursermittlung erfolgt sekündlich ab 9.00 Uhr morgens an allen deutschen Handelstagen bzw. zu dem Zeitpunkt, wenn es für wenigstens zwei Drittel der DAX-Aktien Notierungen gibt.

Wichtig sind neben dem DAX die Aktienindizes MDAX, SDAX und TecDAX. Der Mid-Caps DAX beinhaltet die Kurse von 50 Aktienunternehmen mittlerer Größe, die darüber hinaus weitgehend auf dem deutschen Markt aktiv sind. Der MDAX ist eng mit dem DAX 30 verbunden und stellt gewissermaßen die kleinere Variante dar im so wichtigen „Prime Standard“-Segment des regulierten Börsenmarktes in Deutschland. Der SDAX ist der so genannte „Small-Cap Dax“, in dem wiederum 50 große Aktiengesellschaften gelistet werden, die denen im MDAX folgen. Nicht minder wichtig ist natürlich der so genannte TecDAX – er bildet die wichtigsten Technologie-Werte an der Deutschen Börse ab.

KBV

KBV ist die Kurzform von „Kurs-Buchwert-Verhältnis“. Es wird durch die Division des momentanen Kurses einer Aktie durch den Buchwert der Wertpapiere berechnet. Das Ergebnis ist eine Aussage dazu, um das Wievielfache der Aktienkurs in Relation zum Buchwert getradet wird. Mehr als diese beiden Größen sind für die Kalkulation nicht relevant, wirtschaftliche Unternehmensrücklagen oder etwaige Belastungen spielen keine Rolle.

KGV

Das Kürzel KGV steht beim Börsenhandel für „Kurs-Gewinn-Verhältnis“. Dieses ist ein Beurteilungsmerkmal bei Aktien, das als Kennzahl Aussagen zur Relation der AG-Gewinne und der Umsätze des Unternehmens erlaubt. Insbesondere im Rahmen der Fundamentalanalyse beim Aktienhandel nimmt das KGV einen großen Stellenwert ein. Die Standardberechnung ist relativ einfach. Das im englischen Sprachgebrauch als „Price-Earnings-Ratio“ (kurz: PER) bekannte Merkmal berechnet sich durch die Division des Kurs eines Wertpapiers durch seinen (prognostizierten) Gewinn. Eine Gewinnprognose ist hierbei nur dann erforderlich, wenn diesbezüglich keine verlässlichen Fakten zur Verfügung stehen.

KISS

KISS steht im börslichen Kontext für „Kurs Informations Service System“. Dieses System übernimmt die börsentägliche Ermittlung der meisten Aktien. Die Kursermittlung erfolgt dabei in Echtzeit („real-time“). Über das System werden aber nicht nur die eigentlichen Aktienkurse abgefragt. Weiterhin sind auf diesem Wege auch weitere wichtige Shares-Informationen erhältlich. Beispiele für diese zusätzlichen Daten sind etwaige Dividendenzahlungen als Ausschüttung eines unternehmerischen Gewinn-Anteils an die Anteilseigner. Fakten zu den jeweils mit den Stocks verbundenen Bezugsrechten sind ebenfalls verfügbar.

KUV

Hinter der Abkürzung KUV verbirgt sich beim weltweiten Börsenhandel das so genannte Kurs-Umsatz-Verhältnis. Wie beim KBV und KGV handelt es sich um eine Kennzahl bei der Analyse von Aktien. Beim KUV teilt man den aktuellen Aktienkurs durch den Umsatz pro Anteilsschein. Das Ergebnis ist eine Aussage zur Marktkapitalisierung einer Aktiengesellschaft zum Zeitpunkt X – im Verhältnis zum Umsatz im Jahr der Analyse. Das Ergebnis: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis gibt an, welcher Prozentsatz einer Aktie gemessen am Umsatz zukommt. Auch das KUV ist als Handelsindikator ein fester Bestandteil der Fundamentalanalyse beim Aktien-Trading. Vorrangig eignet sich der Indikator für die Betrachtung der Aktien solcher AGs, deren Umsatzrenditen zyklischen Schwankungen unterliegen. In diesem Fall ist der Nutzen des KGV im Vergleich eher gering zu bewerten. Basis für die Analyse mittels KUV ist die Frage nach dem Umsatz, nicht danach, wie profitabel ein Aktienunternehmen agiert.

NYS/NYSE

Sowohl das Kürzel NYSE als auch die alternative Schreibweise NYS steht für die New York Stock Exchange, also die Börse in New York. Diese wiederum ist vielen deutschen Anlegern vor allem unter dem Namen „Wall Street“ bekannt, den sie aufgrund ihres Standorts auf dieser Straße in der US-amerikanischen Metropole verdankt.

O.C.O

Die Abkürzung O.C.O. steht für „One Cancels Other“ und gehört zu den Ordertypen, die nicht nur beim Aktien-Handel an der Börse Frankfurt und anderen internationalen Börsenplätzen, sondern auch beim Devisen- oder Differenzkontrakt-Trading zum Einsatz kommen. Hierbei geht es im Grunde darum, dass Anleger auf der Handelsplattform ihrer Broker zunächst zwei verschiedene Orders vorbereiten. Von diesen kommt aber nur eine zur Ausführung. Im Gegenzug wird die zweite Order vom Broker automatisch gelöscht. Der Hintergrund für Trader ist der, dass sie so auf zwei unterschiedliche mögliche Szenarien bei der Entwicklung eines Aktienkurses vorbereitet sind, ohne dass sie manuell auf die veränderten Bedingungen reagieren müssen.

OTC

OTC steht für „over the counter“ bzw. den so genannten „Over-the-counter-Markt“. Aktien können nicht nur direkt an der Börse gehandelt werden. Auch außerbörslich wird mit Wertpapieren, Anleihen und anderen Instrumenten des Finanzmarktes getradet – dieser Handelsansatz ist mit OTC gemeint. Zumeist geht es um den Interbankenhandel, doch der OTC-Markt steht zumindest indirekt über die Plattformen der Aktien-Brokern auch normalen Anlegern offen. Zwar entfallen in diesem Bereich viele der sonst erhobenen Börsengebühren. Auf der anderen Seite aber gibt es vielfach keine staatliche Regulierung in diesem Bereich. Auch die Börsen übernehmen keine Verantwortung für den OTC-Handel. Nichtsdestotrotz haben die üblichen rechtlichen Grundlagen für diese Form des Wertpapierhandels Gültigkeit. In puncto Transparenz aber ist gerade unerfahrenen Aktionären zur Vorsicht zu raten.

PEG

Hierbei geht es um eine weitere Kalkulation des Kurs-Umsatz-Verhältnis, denn der Begriff PEG ist die Abkürzung für eben diesen Fachbegriff. Wie die große Mehrheit der aktuellen Begriffe stammt auch dieser aus dem Englischen bzw. Amerikanischen und steht dort für „Price Earning to Growth Ratio“. Betrachtet werden mit dieser Aktienkennzahl vorrangig Wachstumswerte. Diese sind die Aktienkurse börsennotierter Unternehmen, die konstant und oftmals über Jahre hinweg einen Anstieg verbuchen, auch ungeachtet etwaiger negativer Veränderungen der Konjunkturlage. Viele solcher Wachstumswerte gibt es weltweit nicht. Der Suchmaschinenriese Google ist ein gutes Beispiel für einen Wachstumswert. Das PEG berechnet sich aus dem KGV, das in Relation zum mittleren, langfristig vorhergesagten Wachstum des Aktiengewinns gesetzt wird.

Als Frist für die Prognose der Gewinnerwartungen werden üblicherweise Zeiträume von minimal drei und maximal fünf Jahren zugrunde gelegt. Das KGV wird durch das erwartete Gewinnwachstum (in Prozent) geteilt. Mögliche Szenarien nach der Kalkulation: Ergibt sich ein Wert unter 1, werden die Aktien aus Sicht der Analysten als unterbewertet eingestuft. Alle Werte über 1 entsprechen einer Überbewertung der Aktien. Das PEG-Rechenmodell ist nicht unumstritten, vor allem wegen der problematischen Gewinnwachstumsprognosen, die in der Regel eben nicht aus früheren Kursentwicklungen abgeleitet werden können, so die Kritiker dieser Aktienkennzahl.

P2P

P2P – dieses Akronym steht für „Public-to-Private“. Gemeint sind damit Emissionen von Aktien und allgemein Verkäufe an den Börsen weltweit, bei denen Unternehmen Wertpapiere an Privatanleger veräußern bzw. dieser Zielgruppe zunächst ein Aktienangebot unterbreiten. Es geht also nicht um den Aktienverkauf an institutionelle, sondern ganz normale Einzelinvestoren, die sich Papiere der betreffenden Aktiengesellschaft sichern – und somit vielfach ein Stimmrecht, Ansprüche auf Gewinnbeteiligungen (Dividenden) und andere Rechte der AG gegenüber erwerben.

STP (Broker)

Hinter den drei Buchstaben STP verbirgt sich der Terminus „straight-through processing“. Der Begriff steht für eine bestimmte Arbeitsweise, auf die vor allem viele Online-Aktien-Broker vertrauen. Es geht hierbei um eine vollautomatische Abwicklung von Orderaufträgen bzw. der damit verbundenen Daten. Grundlage ist der Verzicht auf allzu umfangreiche Interaktion. Die Aufträge der Aktionäre werden direkt und unbearbeitet ins Orderbuch der Börsenplätze weitergeleitet. Dies sorgt für eine besonders rasche Ausführung und senkt zugleich die Trading-Kosten beim Aktienhandel aus Kundensicht auf ein Minimum. Die Abwicklungsgeschwindigkeiten seit der Einführung der Prozess-Automatisierung auf STP-Basis erlauben zugleich eine Steigerung der Order-Volumen.

Xetra

Seit dem Jahr 1997 hat die Deutsche Börse ihre Geschäfte zunehmend auf digitale Abwicklungen umgestellt. Im November ging damals das Xetra-Handelssystem für den so genannten Kassamarkt an den Start. Xetra steht für „Exchange Electronic Trading“. Beheimatet ist das System in Frankfurt am Main. Der digitale Handel löste seit seiner Einführung schrittweise den klassischen Handel an der deutschen Präsenzbörse ab und folgte damit verschiedenen internationalen Vorbildern. Dabei setzte sich der Ansatz trotz anfänglicher Widerstände und Kritik zügig durch. Die besseren Technologien sorgen heute für schnelle Datenverfügbarkeit, Order-Ausführung über das virtuelle Orderbuch und zugleich ein Höchstmaß an Stabilität. Mittlerweile werden mehr als neun von zehn Transaktionen an deutschen Börsen per Xetra abgewickelt. Der Präsenzhandel auf dem Frankfurter Börsenparkett lief bereits im Frühjahr 2011 aus.

YTD

Der Begriff YTD begegnet Aktionären in Fachartikeln immer wieder. Das Kürzel stammt aus dem amerikanischen Raum und bedeutet letztlich nur „year to date“. Gemeint ist somit im Rahmen einer Kursanalyse das Zeitfenster vom ersten Handelstag des Jahres bis zum derzeitigen Moment.

stefan

Mein Fazit

Einmal mehr demonstriert diese Zusammenstellung deutlich, dass es Begriffe gibt, die schon für Anfänger wichtig sind, während andere Abkürzungen eher für fortgeschrittene Händler relevant sind. Auch kann es im Grunde nie einen Anspruch auf Vollständigkeit geben. Fraglich ist in diesem Zusammenhang vor allem, an welchen Börsenplätzen Trader in Aktien investieren möchten. Wer allein an deutschen Börsen arbeitet, muss nicht zwingend mit allen internationalen Fachbegriffen vertraut sein. Allerdings gilt andersherum: Da viele Investoren aus dem Ausland auch in Aktien deutscher Unternehmen investieren und die Börsen ohnehin zunehmend enger vernetzt sind, kommen Anleger nicht umhin, sich an die zentralen Termini zu gewöhnen. Und diese Begriffe stammen eben heutzutage zumeist aus dem englischsprachigen Raum.

Viele der genannten Abkürzungen beziehen sich auf die Börsen selbst, in anderen Fällen spielen die Kürzel im Hinblick auf die Bewertung der Aktienkurse und die Analyse der Märkte eine Rolle. Hier zeigen sich zwei Seiten einer Medaille, die genau genommen nur gemeinsam dabei helfen, ein Verständnis für den Aktienhandel auf nationaler und internationaler Ebene zu entwickeln.

Autor: RP