Aktienhandel in Deutschland

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Wie überall auf der Welt hat sich auch der Aktienhandel in Deutschland dank des digitalen Fortschritts innerhalb von etwa zwei Jahrzehnten massiv verändert. Anleger können heute ohne Hilfe einer Bank über Online-Broker fast rund um die Uhr und weltweit Aktien kaufen und verkaufen.
  • Broker im Internet bieten Händlern beim Aktienhandel in Deutschland oft besonders günstige Konditionen fürs Depot. Sie ermöglichen zudem nicht allein das Trading mit deutschen Wertpapieren, sondern zugleich mit internationalen Werten.
  • Mehr als 90 Prozent aller Transaktionen in Deutschland werden inzwischen über das elektronische Handelssystem Xetra der Frankfurter Börse abgewickelt.

Bedenkt man, dass die Börsenplätze dank der digitalen Möglichkeiten immer weiter zusammenrücken, ist die Betrachtung der deutschen Börsen getrennt von internationalen Handelsplätzen gar nicht so einfach. Was nicht heißen soll, dass Anleger bei der Auswahl gehandelter Aktien nicht sehr wohl bewusst auf die Wertpapiere von deutschen Aktiengesellschaften Wert legen können. Doch die Frage lautet: Gelingt der Aktienhandel in Deutschland leichter als in den USA oder an anderen Standorten oder überwiegen eindeutig die Parallelen im internationalen Kontext? Zunächst einmal wird deutlich, dass der Handel allein an deutschen Börsen natürlich durch die einfachere muttersprachliche Kommunikation geprägt ist.

Wer allein über Online-Aktien-Broker tradet, stellt sich darauf ein, dass in deutscher Sprache Rücksprache mit dem Kundendienst des Anbieters gehalten wird. Allerdings arbeiten auch ausländische Broker für den Aktienhandel zunehmend mit einem deutschsprachigen Service-Modell.

Als potentielle Partner kommen für den Aktienhandel in Deutschland infrage:

  • klassische Filialbanken mit eigenen Broker-Angeboten
  • Direkt-Broker, die oft besonders günstiges Handeln ermöglichen
  • Aktien-Broker aus dem Ausland, die auch deutsche Kunden umwerben

Alle drei Varianten können je nach Kunde und Vorhaben die richtige Auswahl sein. Die Frage ist dabei, in welchem Umfang Trader investieren möchten und auf welche Leistungen sie angewiesen sind bzw. unbedingt Wert legen, um ihren Zielen näherzukommen. Umso wichtiger ist die Analyse dessen, was sich Aktionäre von ihren Anbietern und den Börsenplätzen versprechen.

Einfache Informationsbeschaffung zu deutschen Aktiengesellschaften

Ein offensichtlicher Vorteil beim Handel mit Aktien in Deutschland besteht darin, dass Aktionäre sehr einfach und zuverlässig wichtige Daten zu den Aktiengesellschaften abrufen können. In den wichtigsten deutschen Indizes wie dem DAX, MDAX und SDAX werden kleinere bis größere Aktien von Unternehmen gelistet, die aus Deutschland stammen. Die deutschen Börsenplätze gehören zu den wichtigsten weltweit. Dies sorgt dafür, dass Anleger zu jeder Zeit von einem großen Handelsvolumen ausgehen können. Diese Aussage trifft vor allem auf die Frankfurter Börse zu bzw. ihr digitales Handelssystem Xetra, über das mittlerweile der Großteil aller Transaktionen abgewickelt wird. Zudem werden bei Xetra-Umsätzen für Anleger keine Maklercourtagen fällig. Kleinanleger aber traden gerne an kleineren Regionalbörsen, die wiederum natürlich geringere Umsätze aufweisen.

Deutsche Wertpapiere als Alternative zu klassischen Anlageklassen

Ganz gleich, an welcher Stelle Händler ihr Geld investieren möchten: Auch wenn das Risiko beim Aktienhandel an sich mit dem nötigen Fachwissen kalkulierbar sein mag, handelt es sich um Spekulationsgeschäfte. Aktionäre können durch die bevorzugte Auswahl von Unternehmen das jeweilige Risiko beeinflussen. Eine AG mit beständigen Ergebnissen bietet vielleicht kein massives Gewinnpotenzial, dafür können sich Anleger aber oftmals auf konstantes Wachstum auf lange Sicht verlassen. Zumal das beim Aktienhandel in Deutschland investierte Geld durchaus für Anleger arbeitet, zumindest bei Aktiengesellschaften, die regelmäßig Dividenden als Beteiligung am Unternehmensgewinn ausschütten. In der derzeitigen Phase niedriger Zinsen am Kapitalmarkt raten viele Finanzexperten zum Aktien-Trading – gerade weil die Handelszeiten an deutschen Börsenplätzen viel Spielraum für flexibles Handeln bieten. Die meisten Aktien können den ganzen Handelstag über getradet werden. Eine hohe Liquidität zeigt sich bei besonders gefragten Werten, zum Beispiel wenn unerwartete Negativ-Nachrichten einen Kursrutsch verursachen.

Höhere Kosten beim Handel jenseits des Mainstream-Marktes

Allerdings muss zum Aktienhandel in Deutschland auch gesagt werden: Anleger, die weltweit investieren, profitieren von einer schier endlos großen Auswahl von Aktien und Derivat-Modellen auf Basis der Aktienkurse – von Zertifikaten über Differenzkontrakte bis zu aktienbasierten Fonds. Dabei fallen die Trading-Kosten an den Nebenschauplätzen mitunter wegen Gebühren höher aus. Auch an diesem Punkt müssen Aktionäre also gezielt planen, welche Renditen sie anstreben und welche Gebühren mit dem Handel an bestimmten Börsen oder außerbörslichen Handelsplätzen verbunden sind. Positiv fällt die gute Regulierung von staatlicher Seite beim Aktienhandel in Deutschland auf. Gleiches gilt beim für Anleger so zentralen Thema Einlagensicherung. Diese liegt standardmäßig für deutsche Finanzdienstleister und im Speziellen für Banken bei mindestens 100.000 Euro. Kunden von Banken, die als Broker auftreten, sowie deren Tochterunternehmen sind darüber hinaus vielfach über Bankenverbände in weit größerem Umfang gegen finanzielle Schäden abgesichert, die eindeutig vom Aktien-Broker verursacht worden sind.

Deutsche Broker sind an europäisches Finanzrecht gebunden

Verluste, die aufgrund falscher Entscheidungen entstehen, fallen freilich nicht unter diesen Rettungsschirm. Im Vergleich zu anderen europäischen Online-Aktien-Brokern fällt der maximale Schutz an diesem Punkt in Deutschland insgesamt deutlich besser aus: Broker aus Malta und anderen Staaten setzen die Einlagensicherung in vielen Fällen deutlich unterhalb dieser Marke an. Teilweise sind die rechtlichen Rahmenbedingungen noch strenger und verbraucherfreundlicher angesetzt als beim Handel in anderen Ländern der Europäischen Union. Der deutsche Gesetzgeber ist auch in mancherlei Hinsicht bekannt dafür, die geltenden EU-Richtlinien für den Aktienhandel und Finanztransaktionen insgesamt besonders streng umzusetzen.

Möglichkeiten für Aktienhandel in Deutschland

Doch welche Möglichkeiten gibt es nun genau für den Aktienhandel in Deutschland, welche Standorte sind von Bedeutung?

Die Frankfurter Börse ist sowohl für Aktionäre wie für Makler sozusagen „the place to be“ bzw. „to trade“. Laut einer statistischen Erhebung im Frühjahr 2008 wurden damals etwa 98 Prozent aller Aktien-Transaktionen an dieser wichtigsten deutschen Börse ausgeführt. Allerdings bezieht sich dieser Wert nur auf die deutschen Aktien. Bei den Wertpapieren aus dem Ausland fiel der Wert mit gut 84 Prozent jedoch ebenfalls beeindruckend hoch aus und verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung der Börse in Deutschlands Finanzmetropole Frankfurt.

Weitere deutsche Börsenplätze gibt es heute noch in

  • Düsseldorf
  • Hannover
  • Berlin
  • Hamburg
  • Stuttgart
  • München

Frankfurter Börse bestimmt den deutschen Aktienhandel

Die genannten Börsen sind die so genannten „Regionalbörsen“, die schon an anderer Stelle erwähnt wurden. In Zahlen fällt die Gewichtung zwischen den unterschiedlichen deutschen Börsenplätze imposant zugunsten der Frankfurter Börse bzw. der dort ansässigen elektronischen Börse Xetra aus. Denn dieses System ist seit Mai 2011 endgültig der Ersatz für den vormals üblichen Handel an der Präsenzbörse. Der Börsenplatz Xetra hat nicht zuletzt dafür gesorgt, dass Frankfurt als bedeutendster Standort heute nicht nur ein interessantes Pflaster für institutionelle Investoren wie Großbanken oder Investment-Unternehmen ist. Vorbildlich fällt unter anderem die hohe Liquidität der Xetra-Handelsplattform aus.

Enorme Produktauswahl beim Handel über das System Xetra

Vor allem aber ist es die enorme Auswahl: Mehr als 500.000 Produkte sind auf diesem Wege handelbar. Und das unter unabhängiger Aufsicht durch die HÜSt, die Handelsüberwachungsstelle. Sie garantiert die Einhaltung aller geltenden Handels-Gesetze und vertritt zugleich die Anlegerinteressen. Xetra ist im Grunde inzwischen der Referenzmarkt schlechthin für den Handel mit deutschen Aktien. Der Handel beginnt morgens um 9.00 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Deutlich über 90 Prozent des Aktien-Trading in Deutschlands wird mittlerweile Xetra-basiert vollzogen; im Bereich der DAX-Werte fällt der Wert mit gut 98 Prozent noch höher aus. Insbesondere beim Handel mit Blue Chips erweist sich die beachtliche Liquidität des digitalen Handelssystems als einer der zentralen Aktien-Vorteile, denn die Liquidität beeinflusst die Kosten für Transaktionen nach Expertenaussagen zu einem großen Teil.

Deutliche Unterschiede beim Umsatz an regionalen Börsenplätzen

Ebenfalls in Frankfurt befindet sich die Terminbörse EUREX, an der neben Optionen auch Futures getradet werden, zum Beispiel der Bund-Future sowie der Future auf den DAX. In Frankfurt wurden allein 2008 mehr als zwei Milliarden Kontrakte verbucht. Die Stuttgarter Börse brachte es im Jahr 2009 auf ein Gesamthandelsvolumen von immerhin mehr als 100 Milliarden Euro. Die Börse Berlin erreichte 2008 einen Umsatz von insgesamt rund 77 Milliarden Euro. Dass der Aktienkauf allein schon innerhalb Deutschlands an verschiedenen Börsen erfolgen kann, führt dazu, dass sich Anleger fragen müssen, welcher Börsenplätze der für sie richtige ist – auch mit Blick auf die Option, sich für den außerbörslichen Direkthandel zu begeistern.

Auf den Plattformen der Broker können Kunden oft eben nicht nur die präferierte Anlage auswählen, sondern weitergehend entscheiden, über welchen Handelsplatz getradet werden soll. Dass die Entscheidung für den Aktienhandel in Deutschland getroffen wurde, macht es für Anfänger nicht unbedingt deutlich leichter. Denn schon hier zeigt sich angesichts der genannten Optionen bereits eine ziemlich Bandbreite. Damit einher gehen unterschiedliche Aktienkurse zwischen den verschiedenen Börsenplätzen. Erneut ist der Grund darin zu sehen, dass das Handelsvolumen verschiedener Börsen (siehe oben) teils gravierende Abweichungen erkennen lässt.

Umsätze wirken sich auf Kosten aus

Der Umsatz an der Börse bzw. das Handelsvolumen der gehandelten Aktie wirkt sich auf den jeweiligen Aktienkurs an einer Börse aus. Natürlich werden Anleger den Ort bevorzugen, der – im Falle eines Ankaufs – den niedrigsten Kurs offeriert. Die Regionalbörsen fallen so aus Sicht vieler Anleger wegen der erkennbaren Xetra-Dominanz (Tagesumsätze von oft mehr als 4 Milliarden Euro) beim Aktienhandel in Deutschland oftmals schon früh aus dem Aktien-Broker-Vergleich heraus, eben weil die getradeten Stückzahlen weit hinter den Ergebnissen der digitalen Börse zurückbleiben. Für den Xetra-Handel spricht auch die besonders schnelle Order-Ausführung, was sonst gerade auf regionaler Ebene spätestens bei größeren Positionen wegen des geringen Gesamtvolumens problematisch werden kann.

Dann kommt es entweder nur zu Teilausführungen oder Orders werden nicht in Echtzeit umgesetzt, was zu geringeren Gewinnen oder gar Verlusten führen kann. Sollte nun der Eindruck entstehen, Xetra sei im Grunde die einzige gute Möglichkeit, so ist dies nicht ganz richtig. Denn die Regionalbörsen haben je nach Vorhaben der Aktionäre durchaus einige Vorteile zu bieten. Die Nummer 2 unter den deutschen Börsenplätzen, die Börse Stuttgart, umwirbt als Beispiel gerade Privatanleger mit einer sehr guten Ausführungssicherheit und attraktiven Preisen. Die Aktienpreise liegen nicht selten deutlich unter den aktuellen Xetra-Kursen.

Regionalbörsen zeichnen sich vielfach durch Schwerpunkthandel aus

Schwerpunkt der Stuttgarter Börse aber ist der Handel mit Zertifikaten sowie börsengehandelten Indexfonds. Fans von Fonds, die geschlossen sind (oder sogar frei von Ausgabeaufschlägen, bei mehr als 5.000 Produkten zum Fixpreis), werden insbesondere an den Börsen Hannover und Hamburg rasch fündig. Zudem wirkt es sich positiv aus, wenn Order-Teilausführungen zwar nicht vollständig ausgeschlossen sind, aber doch eher selten auftreten. Ausländische Aktien – und hier schließt sich der Übergang zum nächsten Ratgeber-Thema in gewisser Weise – sind die Spezialität der Berliner Börse, an der auch festverzinsliche Wertpapiere gehandelt werden können. Aus etwa 60 Ländern können Anleger an der Regionalbörse der Bundeshauptstadt Aktien handeln, mehr als 14.000 Einzelwerte stehen zur Disposition. Hinzu kommen rund 800 börsennotierte Indexfonds (ETFs). Interessant ist der letzte Aspekt vor allem für Aktionäre, die sich für die Märkte Asiens wie etwa China interessieren.

Nicht jede Börse richtet ihr Angebot an Privatinvestoren

In Berlin gibt es seit dem Jahr 2009 zudem das junge System „Tradegate“, das privaten Aktionären den Handel im Zeitfenster von 8.00 bis 22.00 Uhr ermöglicht. Der Aktienhandel erfolgt vollelektronisch, was die Kosten für Nutzer sinken lässt. Es werden weder Transaktionsgebühren noch Maklercourtagen berechnet. Für Privatanleger ist der Kauf von Aktien somit faktisch kostenlos. Der Spread-freie Handel mit Aktien ist an der Börse Düsseldorf garantiert, vorrangig bei DAX-Werten. Übrigens arbeitet der Börsenplatz Düsseldorf mit einem eigenen elektronischen System für den Handel, über das zu längeren Handelszeiten von 8.00 bis 23.00 Uhr gehandelt werden kann. Aktionäre, die gerne eher sicher vorgehen, sind an der Münchner Börse richtig, deren System auf einer besonders strengen und aktiven Handelsüberwachung beruht.

Deutsche Aktien fehlen in keinem Depot deutscher Anleger

Gerade zu Beginn ist der Aktienhandel in Deutschland mit deutschen Aktienkursen ein sinnvoller Ansatz, schon um lernen zu können, wie der Aktienkauf und -verkauf korrekt abgewickelt wird. Entscheidet man sich später für Investitionen an ausländischen Börsenplätzen, die übrigens mit höheren Kosten verbunden sein können, erfüllt das Depot bei einem deutschen Aktien-Broker weiterhin seinen Zweck. Auch damit ist der Handel an den meisten internationalen Börsen in der Regel ohne Weiteres möglich – oft sogar zu besseren Kursen oder in größeren Mengen, als dies an deutschen Börsen machbar wäre mit den jeweiligen Aktien. Berücksichtigen müssen Anleger dann natürlich die anderen Handelszeiten bzw. die Zeitverschiebung.

Chancen des automatisierten Aktien-Tradings stoßen auf Interesse

Viele deutsche Broker bieten Kunden beim Aktienhandel für Anfänger wie auch Profis die Möglichkeit zur Risikobegrenzung über Stop-Funktionen. Diese dienen der Verlustminimierung oder der Gewinnmitnahme und erlauben Tradern daneben auch eine Automatisierung des Handels, was eine merkliche zeitliche Entlastung darstellt. Denn so müssen Anleger nicht ständig die Kurse kontrollieren und Orders manuell ausführen, sondern können bei vielen Brokern automatisch handeln lassen, während sie selbst vielleicht ihrer Arbeit nachgehen. Gewinne auf Basis der eingerichteten Handelsparameter werden dann ebenso auf dem Konto verbucht, wie wenn die Entscheidung beim Trading mit Shares des Heimatmarktes den erhofften Erfolg zur Folge hatte.

Steuern: wichtig hinsichtlich der realisierten Gewinne

In Deutschland gibt es besonders klare steuerliche Vorgaben für Aktien-Gewinne wie auch für Verluste. Seit dem Jahr 2009 greift hierzulande die so genannte Abgeltungssteuer. Sie trat an die Stelle der vormals geltenden Besteuerung auf Basis des individuellen Steuersatzes. Die neue Steuer ist eine Pauschale in Höhe von 25 % der Kapitaleinkünfte für Privatanleger. Als Freibetrag setzt der Fiskus eine Summe von 801 Euro für Singles und 1.602 Euro für Ehepaare bzw. gemeinsam veranlagte Paare an. Aktiengewinne sind also generell steuerpflichtig und nicht mehr – wie zuvor bei der alten Regelung – steuerfrei, falls die Haltedauer bei mindestens 12 Monaten lag. Jedoch müssen Trader, die dem Aktienhandel in Deutschland aus Gründen der Besteuerung skeptisch gegenüberstehen, zur Kenntnis nehmen: Die Abgeltungssteuer wird auch dann fällig, wenn Anleger über ihren Broker an ausländischen Börsen investieren und Gewinne realisieren.

Der Unterschied besteht lediglich darin, dass deutsche Broker für Anleger, die keinen Freistellungsauftrag beim Finanzamt stellen, automatisch bei Gewinnen die entsprechenden Steuern ans Amt abführen. Kunden von Brokern aus dem Ausland müssen ihre Gewinne (wie auch Verluste, die zu einer Senkung der Steuerlast führen können) selbstständig im Rahmen der Einkommenssteuererklärung angeben. Damit müssen Anleger so oder so ebenfalls Steuern auf Aktiengewinne an den Fiskus abführen. Diese Vorgehensweise ist letzten Endes bei allen denkbaren Szenarien unausweichlich, ob Aktionäre in Deutschland oder im Ausland wie den USA mit deutschen Aktien handeln oder stattdessen lieber – wie im weiteren Verlauf noch eingehend erläutert wird – ausländische Aktien in Deutschland handeln möchten. Allemal können Trader so ihren Entfaltungsspielraum erhöhen.

stefan

Mein Fazit

Durch die regionale Nähe zu den deutschen Aktiengesellschaften und ihren Wertpapieren ist der Aktienhandel in Deutschland bzw. an deutschen Börsen nicht nur für Einsteiger oftmals die erste Wahl. Ad-hoc-Meldungen nehmen Aktionäre so besonders schnell zur Kenntnis – vor allem auch in deutscher Sprache. Mancher Kunde fürchtet, dass wichtige Unternehmensmeldungen, die sich auf die Aktienkurse ausländischer Shares auswirken würden, erst zeitversetzt in deutschen Medien landen. Auch wenn Online-Broker eine umgehende Informationspolitik verfolgen, können Investitionen in Aktien an deutschen Börsenplätzen tatsächlich den Weg hin zu einem international ausgerichteten Aktienhandel ebnen. Viele Trader wechseln gerne zwischen heimischen und ausländischen Aktien, um den Spielraum an verschiedenen Stellen für sich arbeiten zu lassen.

Autor: RP