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Ausländische Aktien in Deutschland handeln

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Anleger entdecken zunehmend ausländische Aktien als ebenso spannendes wie lukratives Investment. Die Risiken halten sich dabei bei genauer Planung durchaus in Grenzen.
  • Aktien aus dem Ausland können nicht nur vor Ort, sondern vielfach (teils mit nur geringem Handelsvolumen) an deutschen Börsen getradet werden
  • Aktionäre müssen bei Wertpapieren aus dem Ausland besonders genau auf die Transaktionskosten achten, die an den verschiedenen Börsenplätzen anfallen.

Es ist kein Geheimnis, dass die US-Börsen die beliebtesten weltweit sind, an denen auch deutsche Aktien-Broker-Kunden gerne traden. Zumal können die US-Wertpapiere ab einer gewissen Nachfrage auch direkt an deutschen Börsen gekauft oder verkauft werden, wenn auch jenseits der großen Werte eher mit einem geringeren Handelsvolumen, was zu höheren Aktienkursen als an den Börsenplätzen in den USA führen kann. Dementsprechend stellen sich viele deutsche Anleger zunehmend die Frage, ob sie auch andere ausländische Aktien in Deutschland handeln können – am besten natürlich zu möglichst fairen Konditionen und ohne ungerechtfertigte hohe Aufschläge in Form von Maklergebühren oder Transaktionskosten diverser Art.

Interesse an ausländischen Aktien steigt deutlich

Für viele private Investoren, die sich von der hohen potentiellen Rendite sowie der bei vielen Shares sicheren Dividende beim Aktienhandel anziehen lassen, gewinnen nicht zuletzt die asiatischen Märkte an Bedeutung. Gerade die Volksrepublik China wird immer mehr zu einem wichtigen Motor für die internationale Wirtschaft. Und diese Entwicklung wirkt sich selbstverständlich auch auf die Aktienkurse und die Nachfrage nach chinesischen Werten weltweit aus. Mit Freude stellen Aktionäre fest, dass sie bei guten Aktien-Brokern mit einem ordentlichen Trading-Angebot ohne größere Komplikationen ausländische Aktien in Deutschland handeln können – oder besser gesagt: von Deutschland aus. Denn der normale Zugang zur Broker-Handelsplattform erlaubt Händlern eine sehr gezielte Auswahl. So können sie ausländische Wertpapiere genau genommen an vielen verschiedenen Börsenplätzen kaufen und verkaufen.

Unterschiedliche Börsenkurse können Gewinnvorteile bieten

Ein Vorteil besteht darin, dass sich Anleger mit etwas Geschick auch die abweichenden Kurse verschiedener Börsen zunutze machen können, indem sie an einem Markt mit günstigen Preisen bestimmte Stocks einkaufen und an anderer Stelle zu einem besseren Preis verkaufen. Bevor jedoch zu große Hoffnung auf akute Maximalgewinne aufkommt: Die Digitalisierung des Börsenhandels hat über die Jahre dafür gesorgt, dass sich die Kurse immer schneller annähern. Trader müssen also schon sehr reaktionsschnell sein, um Schwankungen in diesem Kontext ausnutzen zu können. Unmöglich ist es aber generell nicht. Entscheidender ist dennoch das jeweilige Handelsvolumen, das sich auf die Kurse auswirkt, wenn Broker-Kunden ausländische Aktien in Deutschland handeln oder wegen bestimmter weiterer Kriterien doch eher andere Börsen im Ausland als Ausgangspunkt für ihre Transaktionen bevorzugen.

Verschiedene Faktoren wirken sich beim Handel ausländischer Aktien auf den Erfolg aus:

  • Auswahl der richtigen Wertpapiere (Blue Chips, Small-Caps, Mid-Caps etc.)
  • die Preise, Transaktionskosten und Courtagen
  • der zeitliche Aspekt für den Aktienkauf und den Verkauf
  • eine möglichst schnelle Ausführung der Orders
  • ein günstiges Depot, damit die Rendite nicht zu sehr geschmälert wird

Faktoren der Preisgestaltung Renditen gegenüberstellen

Eine Erkenntnis erlangen Händler frühzeitig: Die deutschen Börsen gehören ohne Frage zu den großen Gewinnern der engeren Zusammenarbeit der Märkte, was wiederum in erster Linie der Digitalisierung geschuldet ist. Die Aktienkurse und Kosten für den Handel fallen sehr transparent aus, die Preisspannen zwischen Kauf- und Verkaufskursen hingegen gleichen sich immer weiter an. Dies führt dazu, dass Trader keine gravierenden Unterschiede zwischen den Preisen an deutschen Börsen und den Heimatbörsen im Ausland erwarten müssen. Und dabei ist es unbedeutend, ob Aktionäre eine Entscheidung zugunsten von Aktien aus dem europäischen Ausland, aus den USA, Asien oder beispielsweise Australien in Betracht ziehen.

Online-Provider für den Aktienhandel bieten Flexibilität beim Trading

Grundlage für den einfacheren Zugang zum internationalen Aktienhandel sind auch und gerade die Online-Aktien-Broker, die mit fairen und günstigen Tarifen auch normalen Privatanlegern den Handel ermöglichen. Die Kurse für ausländische Aktien, die an deutschen Börsen gehandelt werden können, ergeben sich stets aus den aktuellen Kursen an der Heimatbörse, die in diesem Rahmen also als Referenzmarkt dienen und sicherstellen, dass Investoren transparente Börsenkurse geboten werden. Unerheblich ist bei diesem Prinzip, ob US-amerikanische Aktien (NYSE als Referenzmarkt) oder etwa japanische Aktien gehandelt werden.

Zahllose internationale Börsenplätze setzen auf heimische und ausländische Aktien

Die Auswahl der richtigen Börsenplätze ist fester Bestandteil eines cleveren Trading-Verhaltens. Noch wichtiger aber ist aus professioneller Sicht der zeitliche Aspekt. Gemeint ist damit nicht allein der entscheidende große Moment für den Einstieg, also den Aktienkauf, oder der Augenblick für den möglichst gewinnbringenden Verkauf. Anleger, die ausländische Aktien in Deutschland handeln möchten, müssen vor allem mit den geltenden Handelszeiten vertraut sein. Nicht alle beliebten Auslandsfirmen können direkt an deutschen Börsen gehandelt werden. Ist man dennoch interessiert, bleibt also nur der Umweg über Handelsplätze im Ausland.

Dies kann situationsabhängig aus Kostengründen ohnehin die richtige Wahl sein, schlicht wegen der dort verbuchten höheren Umsätze und besseren Gewinnchancen. Die Nachfrage nach Aktien echter Global Players ist allerdings in der Regel weltweit an den Börsen hoch, so dass an deutschen Börsen zum Beispiel mit den Wertpapieren von Ölkonzernen wie BP oder vom Automobil- oder Finanzmarkt gutes Geld verdient werden kann.

Limits können auch bei Auslandswerten Verlustrisiko senken

Beim Zeitfaktor geht es im eigentlichen Sinn um die Zeitverschiebung. Während in Deutschland gerade helllichter Tag ist, haben die Börsen am anderen Ende der Welt vermutlich geschlossen. Doch die dortigen Kursentwicklungen sind trotzdem wichtig für Investitionen deutscher Anleger. Um an Börsen in Übersee Aktien handeln zu können, müssen Anleger durchaus bereit sein, hin und wieder die Nacht zum Tag zu machen, sofern sie nicht auf der automatisierten Ausführung ihrer Orders unter Einsatz von Limits den Vorzug geben möchten. Will man ausländische Aktien in Deutschland handeln und bevorzugt US-Aktien, sollten Investoren warten, bis die New Yorker Börse geöffnet hat. Nach hiesiger Zeit beginnt der Aktienhandel dann erst am Nachmittag, in der Regel um 15.30 Uhr.

Gute Broker informieren ihre Kunden gezielt über die Zeiten, zu denen sich nach heimischer Uhrzeit mit ausländischen Aktien oder an ausländischen Börsen handeln lässt. Eine Alternative kann der außerbörsliche Aktienhandel sein, allerdings sollten sich Interessenten hier zunächst über die genauen Konditionen informieren. Beim Handel an etlichen Börsen im Ausland können Orders leicht ziemlich teuer werden. Günstige Anbieter aus dem Aktien-Broker-Vergleich helfen Tradern beim Sparen und Maximieren ihres Gewinns.

Steuern beim Handel ausländischer Aktien

Unbedingt auskennen sollten sich Anleger, die ausländische Aktien in Deutschland handeln möchten, mit dem Thema Steuern. So mancher Aktionär ist der Auffassung, zuhause keine Steuern auf Gewinne entrichten zu müssen – eben weil die Unternehmen, deren Aktien gekauft und gewinnbringend verkauft werden, ihren Firmensitz im Ausland haben. Das ist aber ein Irrglaube, der bei einer Steuerprüfung zu Problemen führen kann. Jeder deutsche Steuerzahler muss Steuern auf Aktiengewinne an den Fiskus zahlen. Übrigens auch dann, wenn ausländische Anteile an Börsenplätzen in anderen Ländern gehandelt wurden. Für das Finanzamt ist einzig und allein die Heimat der Anleger wichtig. Und sie haben nun einmal einen deutschen Wohnsitz und sind somit auch hier steuerpflichtig.

stefan

Mein Fazit

Die Formulierung „Aktienhandel in Deutschland“ bedeutet längst nicht mehr, dass Trader nur an deutschen Börsen und in deutsche Aktien investieren können. Vielmehr können Wertpapiere aus dem Ausland sehr gut genutzt werden, um von den Chancen an verschiedenen Märkten zu profitieren. Viele Shares aus dem Ausland werden allerdings auch an den Börsen in Deutschland gehandelt. Wissen müssen Anleger, dass der Handelsumfang bei den meisten Werten geringer ausfällt, so dass die Kurse an den hiesigen Börsen mehr oder weniger deutlich von den ausländischen Aktienkursen abweichen können.