Ein ausgewogenes Portfolio schützt vor Verlusten!

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Aktien von ein oder zwei Unternehmen erwerben und den Kursen über Jahre hinweg beim Anstieg zusehen? Diese Vorgehensweise ist heute für Aktionäre eher nicht mehr die richtige. Stattdessen überdenken Anleger immer wieder ihre Entscheidungen und korrigieren ihre Verhaltensweise, wobei sie sich durch ein ausgewogenes Portfolio vor hohen Verlusten schützen.
  • Verluste gehören zwar zum Alltag eines engagierten Aktionärs. Doch kann das Minus bei einer Aktie durch höhere Gewinne an anderer Stelle mit ausreichend Erfahrung zumindest ausgeglichen, oft aber sogar in einen Gewinn umgewandelt werden.
  • Ausgewogenheit ist eine Frage der Definition: Aktionäre müssen sich fragen, welches Risiko zu ihnen passt und welche Aktien als Depot-Inhalt den Zielen und Möglichkeiten gerecht werden. Auch das Budget spielt hierbei eine große Rolle.

vor verlust schuetzenEines der großen Schlagworte der vergangenen Jahre ist der Begriff der Diversifikation. Dabei geht es um die Streuung des Risikos. Doch was genau bedeutet Risikostreuung im Alltag eines Aktionärs genau? Und was meinen Analysten, wenn sie Anlegern den Tipp geben, dass nichts besser vor schmerzlichen Verlusten im Aktiendepot schützen kann als ein ausgewogenes Portfolio? Gemeint ist damit die Zusammensetzung des Depots. Ausgewogen bedeuten im Grunde nichts anderes, als das keine einseitige Bestückung vorgenommen werden sollte. Die Aktien im Depot sollten möglichst nicht alle aus derselben Branche oder aus demselben Index stammen. Auch hinsichtlich der Risikoklassen sollten Unterschiede bei den Einzelwerten erkennbar sein, um zu verhindern, dass in Krisenzeiten auf einen Schlag ein massiver Wertverlust entstehen kann.

Genauer Zeitplan und Budgetierung als Basis für ausgewogene Depots

Doch wie so oft kann gesagt werden: So leicht dieses Ziel formuliert werden kann, so schwierig fällt es Anlegern gerade am Anfang geeignete Maßnahmen zu treffen, um für die erhoffte Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit im eigenen Depot zu sorgen. Die Aussage „ein ausgewogenes Portfolio schützt vor Verlusten“ ist zutreffend, aber leicht dahin gesagt. Für Anleger stellt sich vielmehr die Frage, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Dies macht im ersten Schritt die Überlegung notwendig, auf welchen Zeitraum gerechnet Aktionäre mit dem Depot Gewinne realisieren möchten und in welchem Umfang. Ideal ist es für Anleger natürlich, wenn sie für die Rentabilität keine allzu hohen Risiken in Kauf nehmen müssen.

Aktienfonds zum Beispiel können weiterhin dafür sorgen, dass Depotnutzer nicht ständig neue Entscheidungen treffen und nicht mehr rentable Depotinhalte durch andere, derzeit besser geeignete Aktien ersetzen müssen. Viele Experten empfehlen Tradern eher zu vielen sicheren Gewinnen in überschaubarer Höhe als zu Werten, die zwar hohe Maximalrenditen in Aussicht stellen, dabei aber sehr risikobehaftet sind.

Ziele von Hobby- und Profi-Aktionären weichen voneinander ab

Die angestrebten Ergebnisse der Anleger entscheiden also maßgeblich darüber, ob sich das ausgewogene Portfolio eher aus den bereits kuratierten ETFs oder einzelnen Aktienwerten zusammensetzen sollte. Am Ende ist dies natürlich in gewisser Weise eine Geschmacksfrage, auch dazu, wie viel Zeit Anleger für die aktive Depotverwaltung aufbringen können – vor allem für Hobby-Anleger und Trader im Nebenberuf ist dies ein Aspekt, mit dem es sich zu befassen gilt. Denn anders als professionelle Händler sind sie meist – trotz der guten modernen Zugangsmöglichkeiten per Mobile Trading – nicht den ganzen Tag über ins Handelskonto eingeloggt, sondern eher zwischendurch. In vielen Fällen erweist es sich für Anleger als guter Weg, verschiedene Investitionsmodelle der Finanzmärkte fürs eigene Portfolio zu kombinieren. Was bedeutet dies? Nun: Anleger, die ausschließlich auf etliche Einzelwerte setzen, tun sich vielfach ebenso wenig einen Gefallen wie Aktionäre, die allein Aktien-Fonds und andere Fonds-Modellen nutzen, weil ihnen dabei von Fondsverwaltern die mühsame Auswahlarbeit abgenommen wird.

Viele verschiedene Aktienwerte sorgen für die nötige Risikostreuung

Analysten raten Anlegern nicht zuletzt, dass sie ihrem einmal eingeschlagenen Anlagekonzept treu bleiben sollten. Die zwischenzeitliche vollständige Umschichtung ist nicht unbedingt sinnvoll, wobei nichts gegen vereinzelte Korrekturen spricht. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was als ausgewogen bezeichnet werden kann, braucht es eine Analyse dazu, was im Depot geführt werden soll. Denn es kann durchaus eine Option sein, durchweg Einzelaktien im Portfolio zu verwahren. Dann aber sollten Anleger nicht nur zwei oder drei Aktien nutzen, sondern – so die Tipps vieler Insider – gut und gerne bis zu ein Dutzend Aktien nehmen, wobei diese stets nicht nur aus einer oder zwei Branchen stammen sollten. Dabei gehen die Profis in ihren Tipps noch einen Schritt weiter: Aktienwerte sollten nicht nur aus verschiedenen Branchen stammen – darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn die Inhalte des Depots nicht durchgehend aus dem Heimatland der Trader kommen.

Auch in diesem Bereich ist ein gesunder Mix eine gute Grundlage für ein ausgewogenes Aktiendepot, das den Hoch- und Tiefphasen an den Märkten gewachsen ist und deshalb als ausgewogenes Portfolio vor überraschenden Verlusten schützt.

Dutzende Shares im Portfolio verlangen Tradern Aufmerksamkeit ab

Tatsächlich sprechen sich einige Spezialisten in ihren Empfehlungen dafür aus, dass Trader sich im Rahmen der Strategie „Buy and hold“ im Sinne einer guten Risikostreuung durch das langfristige Halten von mehreren Dutzend Titeln auf jede mögliche Veränderung der Stimmung an der Börse vorbereiten. Private Anleger haben jedoch in der Regel nicht ausreichend Kapital, um so viele unterschiedliche Aktien ins Portfolio aufnehmen zu können. Aktienfonds können einmal mehr eine Option sein, weil so unterm Strich eben doch verschiedene Aktien auf einen Schlag erworben und gehandelt werden. Die ersehnte Dividende, die Aktionäre beim Handel mit Wertpapieren anstreben, fällt hierbei jedoch zumeist überschaubar aus. Von den Kursentwicklungen diverser Aktien profitieren Anleger weiterhin durch Investitionen in Indexfonds, bei denen es – nomen est omen – um den gesamten Inhalt eines bestimmten Index geht. Eine weitere alternative Spielart fürs Portfolio können Zertifikate auf Aktien sein.

Beim Portfolio nur zum Teil auf Aktien setzen?

An diesem Punkt kommt vor allem zum Tragen, dass sich verschiedene Anlageklassen im Depot von Privatanlegern mit geringem Budget eher als gute Vorgehensweise erweisen können als der ausschließliche Aktienhandel – eben weil aufgrund der eingeschränkten Mittel nur wenige Einzelwerte erworben werden können. Aktien-Zertifikate können (samt etwaiger Abschläge) rentable Investments sein. Bei genauer Betrachtung von Fachberichten wird offensichtlich, dass es bei vielen Brokern Hilfestellungen dazu gibt, wie ein ausgewogenes Portfolio aussehen sollte, das Händler von Aktien vor Verlusten schützt. Zugleich erkennen interessierte Leser, dass es neben dem ausgewogenen Depot auch defensive, dynamische und andere Depot-Varianten gibt. Unterschiede zeigen sich gerade hinsichtlich des Aktienanteils im Depot. Shares und Stock aus bereits etablierten Industrieländern sowie auch Schwellenländern wie China oder Indien tauchen zunehmend in den Kaufempfehlungen bekannter Analysten auf.

Nur frei verfügbares Guthaben in Aktien investieren

In vielen Fällen lautet die Empfehlung, dass ein ausgewogenes Depot etwa zur Hälfte aus Aktien bestehen sollte, während ein Drittel aus dem Bereich der Zinspapiere stammen sollte. Ergänzend raten Insider zu einem geringen Anteil Gold und Rohstoff-Werten. Abgerundet wird das Portfolio durch einen gewissen Bargeldanteil – etwa auf dem Tagesgeldkonto, auch wenn solche Konten derzeit nur wenig Rendite bieten. Tatsächlich aber sollten Aktionäre nun einmal nicht ihr gesamtes Kapital „fest“ investieren. Aktien sind oft eine langwierige Sache, bei der ein vorzeitiger Abzug durch einen Verkauf zu unangenehmen Verlusten führen kann. Gelder, die vielleicht schon recht bald anderweitig benötigt werden, sollten nicht in Wertpapiere angelegt werden. Denn in diesem Fall bringt es wenig, wenn zwar ein ausgewogenes Portfolio aufgebaut wurde, es dann aber vor der großen Gewinnmitnahme aufgegeben werden muss.

stefan

Mein Fazit

Ausgewogen soll es sein, das Depot. Doch bis Trader den richtigen Ansatz gefunden haben, braucht es in der Regel eine gewisse Zeit. Vielmehr kann gesagt werden, dass Aktionäre konsequent an der Optimierung ihres Depots arbeiten müssen, um die besagte Ausgewogenheit zu erreichen – und zu bewahren. Denn hin und wieder stellen sich eben nicht frühzeitig die erhofften Erfolge ein, so dass ein Umdenken vonnöten wird. So können zügig erfolglose Wertpapiere durch andere Werte ersetzt werden. Je früher Aktionäre neue Trends erkennen, desto eher profitieren Händler von den Kursanstiegen.

Autor: RP