So finden Sie die richtige Aktie für Ihr Depot!

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Welches Risiko bin ich bereit einzugehen? Welches Budget steht Ihnen dabei zur Verfügung? Dies sind nur zwei der elementaren Überlegungen, die wichtig sind, wenn Händler die richtige Aktie für ihr Depot suchen, um oft bei geringem Risiko hohe Gewinne zu erreichen.
  • Viele Einzelfaktoren geben Tradern Aufschluss darüber, ob der Kurs einer bestimmten Aktie einen Einstieg sinnvoll erscheinen lässt oder ob Aktionäre derzeit von den analysierten Wertpapieren einstweilen besser Abstand nehmen sollten – Dividende, Umsatz und Cashflow sind nur drei der zu betrachtenden Aspekte vor dem Kauf und Verkauf.
  • Einige Aktien eignen sich bestens, um kurzfristig Gewinne mitzunehmen, andere Wertpapiere präsentieren sich eher auf lange Sicht als rentabel. Eine Dividendenausschüttung aber kann eine Aktie in diesem Fall auch anderweitig interessant werden lassen.

aktie fuers depot findenSchon die Suche nach der richtigen Geldanlage gestaltet sich für viele Anleger schwierig, die erkannt haben, dass die Klassiker wie Tages- und Festgeld einfach keine guten Erträge mehr einbringen. Haben sich Investoren dann für den Aktienhandel entschieden, beginnt die eigentliche und ungleich schwierigere Arbeit im Grunde erst. Denn welche Aktien eignen sich für welchen Trader und wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Kauf oder Verkauf gekommen? Diese Fragen müssen sich Aktionäre immer wieder stellen, um ihr Depot zu bestücken und später umzuschichten, wenn bestimmte Depot-Inhalte nicht mehr rentabel sind, sondern vielmehr vielleicht sogar zu einem Verlust zu führen drohen. Einen Königsweg im Sinne der Aussage „So finden Sie die richtige Aktie für Ihr Depot!“ gibt es eigentlich \nicht. Dennoch gibt es Hilfestellungen und Tipps, die bei der Aktienauswahl nicht nur langfristig zum Erfolg führen können.

Trends erkennen und richtige Aktien auswählen

Professionelle Händler geben die Marschrichtung selbst auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen vor. Und trotzdem vertrauen viele Profis auf dieselben Empfehlungen und Verhaltensmuster, die Experten schon Anfängern mit auf den Weg geben. Und das aus gutem Grund: Denn mancher gute Rat erweist sich je nach Marktumgebung immer wieder als sinnvoll, um Gewinne mitnehmen zu können. Wichtige Begriffe in diesem Zusammenhang lauten „zyklisch“, „antizyklisch“, „Rotation“ oder auch „Trend“ und „Trendumkehr“. Gerade das rechtzeitige Erkennen von Trends am Aktienmarkt insgesamt oder in bestimmten Branchen kann auf die richtigen Aktien fürs Depot schließen lassen. Schnelle Gewinne sind an der Börse weltweit zwar nicht immer möglich, ausgeschlossen aber sind sie ebenso wenig. Je rascher die Kurse der Wertpapiere und die Punktzahlen der Indizes wie Nasdaq, DAX und Co. steigen, desto wahrscheinlicher ist es, dass schon bald mit einem Seitwärtstrend oder einer Umkehr zu rechnen ist.

Auf x-beliebige Aktien sollten Anleger im Aktiendepot verzichten, ratsamer ist die gezielte Auswahl. Die so genannten Kennzahlen geben Aufschluss darüber, wie aussichtsreich welche Shares sind. Bereits präsentiert wurden die Korrelation und die Kennzahl Beta, doch es gibt etliche weitere Daten, die bei der Bewertung behilflich sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Dividendenrendite
  • der Cashflow einer Aktiengesellschaft
  • der Buchwert eines Unternehmens
  • der AG-Umsatz
  • das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
  • die so genannte Eigenkapitalrendite

Aktien kleiner Unternehmen oft mit höherem Risiko

Positiv kann in diesem Fall abermals erwähnt werden, dass Tages- und Fachzeitungen sowie Finanz- bzw. Börsenportale im WWW in vielen Fällen bereits zumindest einige dieser Kennziffern zur Verfügung stellen. Auch die eigentliche Unternehmensgröße dient einer sorgfältigen Aktien-Bewertung, um abzuwägen, ob Aktien (weiterhin) ins Depot gehören oder ein Verkauf die richtige Entscheidung sein kann. Deutlich wird im Aktien-Vergleich, dass manche Wertpapiere eher für Anfänger geeignet sind, während andere Werte deutlich besser im Depot von fortgeschrittenen und professionellen Tradern aufgehoben sind. Dies liegt daran, dass hohe mögliche Renditen meist ebenfalls mit einem höheren Risiko verbunden sind. Einsteiger aber setzen in vielen Fällen lieber auf überschaubare, aber sichere Gewinne. Die Anteile kleinerer Aktiengesellschaften zeichnen sich aus analytischer Sicht vielfach durch ein höheres Risiko aus.

Ausnahmen bestätigen natürlich auch an dieser Stelle die allgemein geltende Regel, zumal gerade das verfügbare Budget für Aktien-Spekulationen mit entscheidet, welche Verluste sich Anleger im Depot leisten können.

Zur Analyse der eigenen Vorgehensweise gehören diese Überlegungen:

  • Welches Risiko möchte ich eingehen und kann ich mir das wirklich leisten?
  • Welches Budget steht mir für den Handel mit Aktien zur Verfügung?
  • Kann ich mir Verluste tatsächlich leisten oder spekuliere ich doch auch mit unverzichtbarem Kapital?
  • Wie definiere ich mein Renditeziel genau?
  • Möchte ich zügig Gewinne mitnehmen oder langfristig erfolgreich traden?

Die Ziel-Definition ist unverzichtbar für erfolgreiches Spekulieren am Aktienmarkt. Dass Aktien in jedes Depot gehören, ist kein Geheimnis. Das Mitspracherecht, das beispielsweise mit Stammaktien im Rahmen der Aktionärsversammlungen verbunden ist, spielt hierbei für die meisten Aktionäre eher einen Nebenrolle. Die relevanten Vergleichsmerkmale sind eher an anderer Stelle zu finden.

Adäquaten Zeitraum für den Aktienhandel bestimmen

Anleger, die langfristig agieren möchten, sollten sich fragen, ob Aktienfonds für ihre Zwecke eventuell die bessere Herangehensweise an den Aktienhandel sind. Schlicht deshalb, weil Trader die Verwaltung in diesem Fall in die vertrauensvollen Hände eines Fondsmanagers legen: Die Spezialisten übernehmen dabei auch die Diversifikation des Depot-Inhalts. Ein Nachteil: Die höheren Kosten, die in Form von Fondsgebühren für die Verwaltung und das Management berechnet werden. Teilweise fallen die Ausgabeaufschläge durchaus üppig aus. Auch Indexfonds (ETFs) können als Spiegelbild einzelner Aktienindizes ein interessanter Weg sein, um auf die Inhalte der betreffenden Indizes und deren Kursentwicklungen zu spekulieren.

Einzelne Aktien über das KGV objektiv bewerten

Bei eher kurz- und mittelfristigen Interessen sind einzelne Aktien ratsam. Überblicken müssen Aktionäre dann natürlich die Nachrichten, die das jeweilige Aktienunternehmen direkt oder indirekt beeinflussen. Veröffentlichen Aktiengesellschaften aktuelle Bilanzen – negativ oder positiv –, hat dies ebenso Auswirkungen auf die Aktienkurse wie Neuentwicklungen oder verschiedene politische Entscheidungen. Vor allem das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Größe für die Auswahl der richtigen Aktien für das Depot. Diese Kennzahl gewährt einen Einblick, ob Wertpapiere derzeit eher teuer oder günstig sind. Ein Beispiel: Liegt das KGV bei Aktien, die im Deutschen Aktienindex (DAX) gelistet werden, unter 15, entdies einem günstigen Wert und kann für eine aussichtsreiche Investition sprechen.

Nicht jeder Händler ist international gut aufgehoben

Viele Aktionäre möchten nicht nur national Aktien traden, sondern an den Börsen weltweit im Aktienhandel ihr Glück suchen. Eine verständliche Entscheidung – wenn Aktionäre die dort bestehenden Bedingungen kennen und zur Grundlage ihrer Auswahl machen. Das Wechselkurs- oder Währungsrisiko stellt eins der Probleme dar. Beim Kauf ausländischer Stocks und Shares können die momentanen Wechselkurse zu geringeren Gewinnen als erwartet führen. Gleichermaßen kann diese Umrechnung im günstigen Fall zu höheren Gewinnen führen.

Diversifikation gewinnt für private Aktionäre weiter an Bedeutung

Selten zuvor war eine Risikostreuung im Depot wichtiger als heute, betonen viele Analysten mit dem Hinweis auf die letzten Höhenflüge der großen Indizes. Eine überdurchschnittlich üppige Dividende kann im positiven Falle zwar hohe Extra-Erträge einbringen. Sie kann aber zugleich darauf hindeuten, dass Aktien besonders dringend Geld benötigen – hier zeichnet sich also eine Parallele zur Anlageklasse der Anleihen ab, bei denen hohe Renditen oftmals mit einem steigenden Ausfallrisiko verbunden sind. Aktien können in kurzer Zeit beträchtliche Spekulationsgewinne einbringen – dann allerdings vor allem über risikoreiche Investitionen, für deren Einsatz es Profi-Wissen braucht. Spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise bevorzugen viele Aktionäre eher den krisensicheren Weg.

Depot sollte nicht nur Aktien einer Risikoklasse beinhalten

Und hier schließt sich im Grunde zum Ende der Kreis, denn in diesem Fall kann nur die Risikostreuung im Depot mit Aktien unterschiedlicher Branchen und Risikoklassen ans Ziel führen. Auch verlangt ein hohes Risikobewusstsein von Anlegern die Bereitschaft, ihre Depots immer wieder umzuschichten – etwa im Rahmen der Branchenration, die als Handelsstrategie über den Online-Aktien-Broker unter Berücksichtigung der zyklischen Branchen auf der einen Seite und der antizyklischen Branchen auf der anderen Seite zum Erfolg führen kann. Hilfreich ist dabei zudem die charttechnische Analyse. Sie vermittelt schnell Erkenntnisse darüber, welche Aktien im Moment der Analyse je nach Risikobereitschaft die richtigen fürs Depot sind.

stefan

Mein Fazit

So schön es für Anleger grundsätzlich wäre, wenn ihnen Analysten exakt zu einer perfekten und richtigen Aktie für ihr Depot raten könnten, in der Realität gibt es natürlich immer Alternativen. Aktionäre in spe sollten sich möglichst vor der Auswahl überlegen, in welchem Zeitrahmen sie Gewinne anstreben und welches Risiko sie eingehen möchten. Hier gibt es durchaus große Unterschiede. Außerdem finden sich an den Börsen Aktien, die sich hinsichtlich der Einstufung in Risikoklassen deutlich voneinander unterscheiden. Ein höheres Gewinnziel bedeutet dabei, dass Aktien-Trader ein ungleich höheres Risiko als bei vermeintlich sicheren, aber geringeren Gewinnen in Kauf nehmen müssen.

Autor: RP