Einlagenschutz in Deutschland bei Aktienbrokern

 

einlagenschutz aktienbrokerAnleger, die mit Aktien handeln und dabei hohe Renditen und Gewinne realisieren möchten, kommen in der Regel nicht umhin, über den Tellerrand zu schauen. Beim Aktienhandel bedeutet dies, dass sich Aktionäre mit hoch gesteckten Ziel nicht unbedingt an die Aktien aus den Leitindizes halten sollten, da diese Werte oftmals zwar stabile Kursentwicklungen und ordentliche Dividenden erkennen lassen – Akute Kurssprünge aber sind dabei eher unwahrscheinlich. Kommt es zu Verlusten, die der hohen Risikobereitschaft eines Traders geschuldet sind, betrifft dies die Aktien-Broker nicht. Sie stellen nun einmal lediglich die Infrastruktur, also die Handelsplattformen und Software-Angebote, für den Aktienhandel bereit. Teilweise empfehlen Broker ihren Kunden bei Interesse bestimmte Wertpapiere, die aus chartanalytischer Sicht gutes Potenzial bieten.

Wie so oft aber erfolgen diese Tipps ohne Gewähr. Die Entscheidungs-Hoheit, was mit dem eigenen Kapital gekauft und später möglichst gewinnbringend verkauft wird, liegt einzig und allein bei den Anlegern selbst.

Unterschiedliche Gründe für Haftung der Broker

Der Begriff Einlagensicherung oder Einlagenschutz kommt erst dann zum Tragen, wenn Broker eindeutig für etwaige den Anlegern entstandene Schäden (die zwangsläufig in der Regel finanzieller Natur sind, aber durchaus auch in Form eines Datendiebstahls auftreten können) verantwortlich gemacht werden können. Zu sagen ist in diesem Kontext zunächst einmal, dass der Einlagenschutz in Deutschland bei Aktienbrokern aus Expertensicht weitaus besser ausfällt als in vielen anderen Ländern. Online-Aktien-Broker, die deutschen Kunden von Standorten wie Zypern, Malta und anderen Steueroasen aus Offerten unterbreiten, zeichnen sich fast immer durch deutlich schlechtere Schutzmechanismen und Maßnahmen zur Einlagensicherung vor. Deutschland zeigt sich in diesem Punkt aus Anlegersicht als sicheres und anlegerfreundliches Pflaster. Ansatzweise ähnlich gute Regelungen von Seiten des Gesetzgebers gibt es im Grunde nur in Großbritannien und den USA.

Faktencheck zum Einlagenschutz in Deutschland bei Aktienbrokern:

  • Dienstleister aus dem In- und Ausland bieten unterschiedliche hohe Maximalabsicherung,
  • deutsche, britische und US-amerikanische Broker mit höchstem Schutz,
  • AGB geben an, in welchen Fällen gehaftet wird,
  • neben Maximalsummen oft Prozentangaben mit Bezug zum Depot-Inhalt,
  • Kundengelder und Depots müssen getrennt vom eigenen Broker-Kapital aufbewahrt werden.

Vor allem Großanleger sollten genau auf die Bedingungen achten

Für viele Kunden ist natürlich die Broker-Heimat Deutschland ohnehin bereits eine vertrauensbildende Angelegenheit, da Trader diesbezüglich in den meisten Fällen auf einen guten Support in ihrer Muttersprache zurückgreifen können, falls kleinere oder größere Probleme auftreten. Die Problemklärung gestaltet sich für Kunden ausländischer Broker nicht nur wegen der möglichen Sprachbarriere nicht immer ganz einfach. Doch kommen wir zurück zu den eigentlichen Hintergründen beim Thema Einlagenschutz in Deutschland bei Aktienbrokern. Die geltenden Bedingungen sind für viele Aktionäre selbst dann zum Teil ein Anreiz, wenn sie im Gegenzug für den Handel mit Wertpapieren aus dem Ausland an deutschen Börsen höhere Preise zahlen müssen. Für Großanleger ist die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung je nach Anbieter vielleicht eher nicht ausreichend. Für normale Privat-Aktionäre, denen durch Broker ein Schaden entstehen kann, sind die Absicherungen aber durchaus angemessen.

Vor allem deutsche Broker setzen auf guten Kundenschutz

Zumal: Je nach Ausrichtung und Firmenstruktur der Aktien-Broker geht der gebotene Schutz der Kundengelder weit über das vom Gesetzgeber verlangte Maß hinaus. Und dies wiederum kann letzten Endes durchaus für Anleger mit größeren Budgets von Interesse sein. In der Regel werden die besten Rahmenbedingungen für den Einlagenschutz in Deutschland vonAktienbrokern geboten, wenn es sich um Provider und Vertreter aus der Bankenbranche oder wenigstens um Broker-Tochterfirmen bekannter Banken handelt. Über die Entschädigungsfonds der verschiedenen großen deutschen Bankenverbände erreicht die Einlagensicherung oftmals eine siebenstellige Größenordnung. So wichtig der Schutz des Kundenkapitals auch ist, bei normalen Investitionen ist der Einlagenschutz vermutlich eher ein Argument von vielen, die im Aktien-Broker-Vergleich berücksichtigt werden sollten.

Ausländische Dienstleister bieten zum Teil nur einen Basisschutz

Aktionäre sollten generell darauf achten, dass ihnen die Anbieter aus dem Aktien-Broker-Vergleich einen gewissen Kapitalschutz garantieren. Zu sagen ist diesbezüglich so oder so, dass es kaum noch seriöse Broker gibt, die nicht wenigstens einen gewissen Mindestschutz bieten für den Inhalt des Aktiendepots oder des Verrechnungskontos, auf dem das Kapital der Kundschaft aufgehoben wird. Eine Summe von 20.000 Euro wird als Obergrenze bei den meisten Brokern aus Zypern und Malta als Minimum zugesichert. In Deutschland versprechen die Broker für den Aktienhandel weltweit meist wegen der rechtlichen Vorschriften mindestens einen Einlagenschutz von 100.000 Euro. Im Einzelfall kann die Obergrenze wie erwähnt über die Verbandszugehörigkeit in die Millionen gehen, so dass selbst institutionelle Trader auf einen guten Schutz gegen Broker-bedingte Ausfälle geschützt sind. Allerdings sollten Händler die Geschäftsbedingungen vor der Depoteröffnung genau lesen.

Wann haften der Broker im Einzelnen?

  • Nach Verlusten durch einen Datendiebstahl durch Dritte (aufgrund technischer Sicherheitsmängeln).
  • Wenn technische Probleme Anlegern Verluste verursachen, weil Orders erst zu spät oder gar nicht ausgeführt werden (können).
  • Wenn Broker (eher unwahrscheinlich) Gewinnversprechen äußern, die später im aktiven Handel nicht wie zugesichert erreicht werden.
  • Wenn eindeutige Verstöße gegen die Geschäftsbedingungen oder geltendes Recht auftreten, die auf Anlegerseite zu Verlusten führen.

Einschränkungen können zu Problemen bei Haftung führen

Es gibt also eine ganze Reihe möglicher Szenarien, die bei Aktionären dazu führen können, dass sie den Einlagenschutz der Aktienbroker in Anspruch nehmen müssen. Die Angaben sind in der Regel „bis zu ...“-Aussagen. Einschränkung in Form von Formulierungen nach dem Schema „maximal 90 % der Einlagen auf dem Handelskonto“ sind keine Seltenheit. Umso präziser sollten Händler also vergleichen, welcher Basisschutz ihnen effektiv geboten wird. Denkbar sind bei Brokern auch kombinierte Lösungen. So besteht die Möglichkeit, dass – wie bei manchem britischen Aktien-Broker üblich – eine Sicherung in voller Höhe bis zu einer gewissen Schadenssumme gegeben ist, beispielsweise bis zu einem Wert von 30.000 oder 50.000 britischen Pfund. Für Summen jenseits dieser Marke gewährt der Anbieter dann eventuell nur noch eine Absicherung in Höhe von 90 Prozent der wirtschaftlichen Schäden.

Broker schützen Kundengelder nicht gegen Verluste beim Aktienhandel

Die genannten Summen klingen aus Sicht vieler Anfänger und fortgeschrittener Händler zwar üppig, doch spätestens bei Profi-Aktionären kann das über Jahre hinweg aufgebaute Aktiendepot durchaus ein hohes Volumen aufweisen. Zum Abschluss dieses Ratgeber-Bestandteils sei aber nochmals eindringlich darauf hingewiesen: Als Absicherung gegen Aktienverluste dient der Einlagenschutz in Deutschland bei Aktienbrokern wie auch bei ausländischen Dienstleistern generell nie. Dies wäre lediglich dann der Fall, wenn die betreffenden Verluste eindeutig auf eine Broker-Empfehlung zurückgeführt werden können. Doch eben diese Garantien für Tipps und Hintergrund-Informationen zum Handel mit Wertpapieren bieten die Aktien-Broker aus verständlichen Gründen in keinem Fall, um sich gegen etwaige Regressforderungen zu schützen. Schon deshalb sollten Anleger sehr genau in den Geschäftsbedingungen nachlesen, für welche Unwägbarkeiten Online-Aktien-Broker ihre Einlagensicherung vorsehen.

Hierzu gibt es generell klare Regelungen. Gleich zu Beginn des Brokervergleichs muss gesichert sein, dass alle Kundengelder unabhängig vom Unternehmenskapital des Brokers aufbewahrt wird. Hierzu gibt die Mitteilung zur Partnerbank Aufschluss, bei der alle Gelder auf Konten lagern. Kommt es zur Pleite eines Brokers, ist auf diese Weise verhindert, dass das Geld der Kunden in die Insolvenzmasse miteinfließt.

stefan

Mein Fazit

Der Einlagenschutz in Deutschland fällt bei Aktienbrokern deutlich besser aus als bei vielen direkten europäischen Konkurrenten und Dienstleistern mit Sitz außerhalb der EU. Verwechseln dürfen potentielle Broker-Kunden diesen Aspekt aber nicht mit dem wesentlichen Thema Risikomanagement. Denn Broker übernehmen selbstverständlich keinerlei Haftung für Schäden, die von den Kunden selbst verursacht wurden. Auf der anderen Seite aber ist die Einlagensicherung extrem wichtig – und sie gewinnt an Bedeutung, je mehr Geld Wertpapier-Händler in ihrem Aktiendepot verwalten. Großinvestoren müssen zwangsläufig besonders darauf schauen, welche Konditionen ihnen Anbieter aus dem Vergleich für den Aktienhandel direkt garantieren. Dass die genannten Daten zutreffen, wird im Falle einer Regulierung von staatlicher Seite auf diesem Wege sichergestellt.

Autor: RP