Daytrading und Scalping mitsamt Beispiel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der so genannte Kurzfrist-Handel mit Haltezeiten von Minuten oder Stunden wird auch als Daytrading bezeichnet. Aufgrund der kurzen Investitionszeiträume müssen Händler besonders aufmerksam sein, um den geeigneten Moment für An- und Verkäufe abzupassen.
  • Beim Scalping realisieren Aktionäre ihren Gewinn nicht durch die Ausführung weniger großer Orders, sondern durch zahlreiche kleinere Positionen. Dementsprechend wichtig sind möglichst geringe Ordergebühren, damit viel von Einzelgewinnen übrig bleibt.
  • Mobile Trading präsentiert sich gerade Nutzern von Kurzfrist-Strategien wie Daytrading und Scalping als Basis für ständige Entscheidungsfreiheit.

Daytrading und ScalpingEs ist im Grunde hinlänglich bekannt, dass Aktien über viele Jahre hinweg in erster Linie langfristig orientierten Tradern Chancen und stattliche Renditen bringen können. Doch durch den Boom des Online-Tradings und die mobilen Handelsmodelle, die viele Online-Aktien-Broker ihren Kunden zur Verfügung stellen, hat sich die Situation der Aktionäre eindeutig verändert. Das so genannte Daytrading hat Einzug gehalten und erlaubt Händlern durch geeignete Kurzfrist-Strategien das Agieren an der Börse weltweit, um binnen weniger Stunden oder sogar Minuten gewinnbringende Positionen zu eröffnen und passend wieder zu schließen. Daytrader vertrauen oftmals auf eine so genannte Scalping-Strategie. Dabei geht es darum, statt durch wenige größere Orders mit vielen kleineren Positionen Gewinne mitzunehmen. Selbstredend müssen Händler zunächst die Funktionsweise des Daytrading verstehen und Scalping lernen, um Erfolge zu erreichen.

Jeder Cent Gebühr schmälert die eigene Rendite

Eine zentrale Angabe zum Scalping über Kurzfrist-Strategien bezieht sich auf den Gebührenaspekt. Doch das Scalping beginnt genau genommen noch früher: Nicht jeder Aktienbroker spricht mit seinen Handelsplattformen Scalper an, was den Anbieter-Vergleich bei derartigen Zielen umso notwendiger werden lässt. Können Daytrader mit Scalping-Interesse aktiv werden, sollte eingehend analysiert werden, welche Gebühren berechnet werden. Gerade im Falle pauschaler Gebühren-Abrechnungen bleibt kaum etwas von den eher geringen Gewinnen beim Scalping. Die überschaubare Größe der Aktien-Orders in diesem Bereich führt zu entsprechend geringen Gewinnen. Diese wiederum dürfen nach Abzug der Trading-Entgelte nicht vollständig aufgezehrt sein. Denn: Je geringer der Einzelgewinn, desto mehr Positionen braucht es, damit Scalper ihr angestrebtes Ertragsziel erreichen.

Die Masse macht’s – Scalping-Gewinne basieren auf kleinen Schritten

Zumal darf auch das generelle Risiko nicht vergessen werden. Scalping mag bei negativem Ausgang einzelner Trades keine dramatisch hohen Verluste verursachen. Doch wie so oft macht es die Masse der Positionen. Kommt es zu einem Verlust, wird die Trading-Gebühr außerdem trotzdem fällig. So bittet der Broker seine Kunden im Ernstfall doppelt zur Kasse. Insgesamt findet Daytrading aus gutem Grund immer mehr Fans am Aktienmarkt im Bereich der Kurzfrist-Strategien: Daytrading und Scalping sind chancenreich, wenn Händler wissen, was sie tun und wann sie tätig werden. Ein guter Einstieg ist die Eröffnung eines Demokontos, wie es bei vielen Aktien-Brokern bedingungslos oder nach Eröffnung eines Echtgeld-Kontos mit verbuchter Ersteinlage angeboten wird. Wichtig ist in diesem Rahmen, dass kurze Haltezeiten fürs Daytrading ermöglicht werden und das Scalping zu günstigen Konditionen nutzbar ist. Je geringer die Provisionen und Handelsgebühren insgesamt sind, desto mehr bleibt vom Gewinn am Ende übrig.

Trading an vielen Handelsplätzen erweitert den Daytrading-Zeitrahmen

Daytrading und Scalping, das wird das Beispiel am Ende dieses Ratgeber-Abschnitts verdeutlichen, bieten sich an, um aktuell schwankende Kurs fernab der Fundamentalanalyse über Trends und Trendwenden für sich arbeiten zu lassen. Daytrading oder „Intraday“ heißt hierbei, dass Positionen vollständig während eines einzigen Handelstags abgewickelt werden. Die Kursschwankungen werden auch als Swings bezeichnet, weshalb auf vielen Broker-Webseiten der Terminus Swingtrading anzutreffen ist. Da Broker über ihre Plattformen fürs Trading eine Vielzahl von Handelsplätzen zugänglich machen, fällt der zeitliche Rahmen bei Ausnutzung der verschiedenen Öffnungszeiten der Börsen weltweit durchaus beträchtlich aus. Denn während eine Börse unter Berücksichtigung der Zeitverschiebung früh ihre Türen öffnet, gibt es am anderen Ende der Welt einen Anbieter, der später in den Handel startet, dafür aber länger geöffnet hat.

Daytrader, die ständig die Märkte im Blick haben, können also deutlich länger als nur acht Stunden am Tag traden, wenn sie bereit sind, Aktien an verschiedenen Handelsplätzen zu kaufen und zu verkaufen. Gerade beim Daytrading Scalping können Händler ohne adäquate Kurzfrist-Strategien im eigentlichen Sinne nur auf ihr eigenes Glück hoffen. Und ein Glücksspiel soll der Aktienhandel für ambitionierte Anleger eben nicht sein. Das kurzfristig angelegte Trading als Daytrader ist gerade für jene Händler interessant, die sich für Aktien-Spekulationen ein mehr oder weniger hohes regelmäßiges Nebeneinkommen sichern oder gänzlich vom Aktienhandel leben möchten. Sonst braucht es ein paar Jahre, bis das Portfolio ausreichend Gewinn abwirft, um Miete und Lebenshaltungskosten zu decken.

Nur die genaue Analyse führt ans gesetzte Ziel

Anleger können entweder auf die Kurzfrist-Trading-Strategien von Experten setzen oder ihre bevorzugten Handelsindikatoren zur Grundlage eines eigenen strategischen Ansatzes zu machen. Die technische Analyse ist unverzichtbar, um beim Scalping oder normalen Daytrading rentabel zu wirtschaften. Vereinfachungen beim Einsatz von Kurzfrist-Strategien mittels Daytrading und Scalping gibt es etliche. Fragen müssen sich Anleger, welche dieser Angebote ihrer Broker und externen Dienstleister ihnen wirklich als Basis für Erfolge beim Trading dienen können. Um kurzfristig investieren zu können, müssen Aktionäre imstande sein, rasche Handelsentscheidungen zu treffen.

Wichtige Instrumente für Kurzfrist-Strategien

  • Unternehmensbilanzen
  • Marktnachrichten
  • SMS-Services, die über aktuelle Marktveränderungen informieren
  • News-Ticker per E-Mail

Aktualität der Daten entscheidet über Gewinne und Verluste

Der Blick in Print-Ausgaben von Fachmedien ist allgemein nicht ausreichend, denn die Berichte beziehen sich stets auf die Vergangenheit und bieten nur bedingt Aussagen über Informationen, die für den neuen Handelstag von Bedeutung sind. Die kurze Kapitalbindung macht einen ebenso kurzfristigen Informationsfluss notwendig beim Daytrading. Scalping-Usern reicht es dabei nicht, nur Daten zu einem einzigen interessanten Aktienwert abzurufen. Sie müssen über ganze Branchen, Indizes-Entwicklungen und Marktveränderungen auf dem Laufenden sein. Mobile Trading Apps sind eine gute Ergänzung, um nicht allein auf Bauchentscheidungen vertrauen zu müssen. Die Entwicklungen der Trades sind maßgeblich für die Haltezeiten verantwortlich, um Gewinne zu erreichen und möglichst umfangreich mitnehmen zu können.

Mobile Trading eröffnet Anlegern neue Möglichkeiten

Die Zusendung von Markt-News auf Tablet PCs und Smartphones versetzt Trader in die günstige Situation, sehr akut reagieren zu können. Von unterwegs Daytrading-Positionen mit einer Kurzfrist-Strategie zu eröffnen und rechtzeitig zu schließen, bevor sich die Kurse vorzeitig wieder zuungunsten der Aktien-Broker-Kunden verändern? Beim kostenlosen Mobile ist dies problemlos möglich. Ohne ein gewisses Know-how lassen sich die erhofften Renditen natürlich auch in diesem Bereich nicht realisieren. Eilmitteilungen, die direkt (per Abo für alle Marktnachrichten oder für bestimmte selbst ausgewählte Aktienwerte) aufs mobile Endgerät gesendet werden, sorgen für ein Höchstmaß an Flexibilität. Der Blick auf die Handelsgebühren ist in diesem Fall ebenso unerlässlich für Daytrader und Scalper wie beim Handel vom PC aus. Gerade bei einer Scalping-Strategie muss unterm Strich beim Trading über den Aktienbroker viel übrig bleiben.

Auch Gebühren ergeben sich aus der Gesamtheit aller Orders

Steuern Trader eine hohe Gesamtrendite an, muss diese nach Abzug der Entgelte für die Ausführung verbleiben – gerade mit Blick auf Verluste, die bei Kurzfrist-Strategien generell nicht ausgeschlossen werden können und zum Händler-Leben gehören, auch bei waschechten Profis. Der Unterschied zu Anfängern: Experten wissen die Risiken des Aktienhandels besser einzuschätzen und lassen sich von Verlusten weniger entmutigen. Vielmehr ziehen sie daraus die richtigen Rückschlüsse und gleichen das Minus durch Sicherheitsmaßnahmen wie Limits und Stops vorzeitig aus oder nach den verbuchten Einbußen zeitnah durch weitere Scalping-Einsätze beim Daytrading.

Chart-Analyse bei Kurzfrist-Strategien von geringer Aussagekraft?

Intraday oder Daytrading wird nicht nur gerne im Zusammenhang mit dem Begriff Scalping verwendet. Als strategischer Ansatz taucht immer wieder zudem der Terminus Swingtrading auf. Hierzu ist zu sagen: Das Traden mit dem Swing – also über die stets möglichen Kursschwankungen – ist wegen seiner speziellen Ausrichtung nicht allein bei Kurzfrist-Strategien einsetzbar, sondern erweist sich im gleichen Maße bei Langfristanlagen als möglicher Erfolgsweg. Generell geht es um die Suche nach erkennbaren Entwicklungsmustern in den Kurs-Charts, die für das Eröffnen neuer Positionen sprechen nach einer Kurskorrektur. Beim Scalping wiederum, das von manchen Experten mehr oder weniger berechtigt auch als Ultra-Kurzfrist-Handel tituliert wird, spielen Charts eine noch wichtigere Rolle als die Fundamentalanalyse als Werkzeug für die Auswertung der Marktlage. Die technische Chartanalyse setzt auf akute Handelssignale.

Global agierende Händler finden immer Gelegenheiten

Scalping bedeutet dabei genau genommen beim Daytrading, dass ein Trader sehr kurzfristig, vielleicht nur binnen einer einzigen Stunde, auf eine Reihe unterschiedlicher Handelsindikatoren vertraut. Normale Daytrader hingegen benötigen vielfach nur ein Signal pro Tag, das für einen Einstieg spricht. Eine Scalping-Strategie setzt zudem nicht auf massive Kursschwankungen, sondern sucht in Tagescharts oft eher nach den kleinen Chancen. Candlestick-Charts, Balken und viele Signale in kurzen Zeitintervallen sind die Hilfsmittel, auf die Scalper angewiesen sind. Die besten Gelegenheiten ergeben sich (sowohl beim Aktienhandel als auch beim Daytrading mit Devisenwerten), wenn Aktien an vielen verschiedenen Börsen weltweit gehandelt werden – kurzum: Überschneiden sich die Öffnungszeiten der Handelsplätze, nimmt die Volatilität der Märkte und einzelner Werte erheblich zu.

Minutenschnelle Gewinne? Beim Scalping jederzeit machbar

In diesen Phasen setzt das Scalping an, um nicht selten in nur 60 Sekunden Renditen am Aktienmarkt zu realisieren. Hier zeigt sich auch die Bedeutung des Begriffs, denn „scalping“ bedeutet im Englischen nichts anderes als „herausschneiden“. Und genau dies tun Daytrader in diesem Fall: Sie nehmen nur einen bestimmten Anteil einer erkennbaren Veränderung oder Bewegung eines Aktienkurses mit, statt lange auf hohe Gewinne zu warten. Ein Dilemma, das sich aus dieser Vorgehensweise ergibt und beim Daytrading-Lernen zu berücksichtigen ist: Stop-Loss-Nutzungen sind kaum möglich bei einer Scalping-Strategie oder nur sehr eingeschränkt und in einem überschaubaren Maße.

Positionen am selben Tag eröffnen und schließen

Zudem entstehen Verluste bei falschen Entscheidungen zwangsläufig ebenso schnell wie die erhofften Gewinne. Dafür aber entfallen beim Daytrading unweigerlich die Risiken und Handelsgebühren des typischen Übernachthandels („Overnight-Trading“). Wichtig ist die Nutzung der vom Broker genannten Echtzeitkurse, denn ein unnötiges Zögern kann teuer werden für den normalen Daytrader. Auch müssen aufgrund der Gesamtkosten für die vielen unterschiedlichen Aktien-Trades beim Scalping insgesamt entsprechend hohe Gewinne erreicht werden, damit sich das Daytrading nachweislich lohnen kann. Den Arbeitsaufwand sollten Händler niemals unterschätzen, eben wegen der ständig erforderlichen Marktanalysen, ohne die Erfolge kaum zu erwarten sind.

Hochfrequenzhandel trotz des höheren Risikos für aktive Trader spannend

Eine Alternative, die insbesondere für fortgeschrittene oder professionelle Trader interessant ist: der Hochfrequenzhandel, bei dem besonders viele Scalping-Orders ausgeführt werden. Dieser Ansatz kann bei Einrichtung der richtigen Handelssignale ohne weiteres auf professioneller Ebene über automatische Handelssysteme erfolgreich Verwendung finden. Gerade die Trading-Software MetaTrader (in den Versionen 4 und 5 oder kurz MT4 und MT5), wobei etliche Broker ihre Nutzung standardmäßig vorsehen oder eine ergänzende Installation erlauben, erweist sich beim international als „High Frequency Trading“ bezeichneten Handelsansatz als hilfreiche Grundlage. Auch das so genannte Pair Trading kann rasche Gewinne einbringen.

Hierbei geht es nicht um die Vorhersage der Kursentwicklung eines einzelnen Aktienwertes. Vielmehr geben Trader hierbei Prognosen dazu ab, wie sich die Kurse zweier Wertpapiere in Relation zueinander entwickeln werden. Oft geben Broker eine bestimmte Vorauswahl möglicher Aktien-Paare vor. Flexibler sind Händler fraglos, wenn sie selbst entscheiden, welche beiden Vermögenswerte sie zur Grundlage ihrer Aktivitäten machen möchten. Teilweise müssen die Werte nicht einmal an ein und demselben Börsenplatz gehandelt werden.

Beispiel für Kurzfrist-Strategien beim Aktienhandel

Um in wenigen Minuten Gewinne zu realisieren, braucht es analytisches Geschick und durchaus ein wenig Glück – schlicht, weil nicht viel Zeit für Korrekturen des eingeschlagenen Weges bleibt.

Die Aktie XY wurde beispielsweise aktuell von Analysten mit einem kurzfristigen Kursziel von 50 Euro verbunden. Noch notiert der Aktienkurs bei 45 Euro. Der Prognose entsprechend bietet sich Anlegern derzeit also Spielraum zur akuten Gewinnmitnahme über einen Ankauf („Long-Position“) im Rahmen des eigenen Budgets von 1.000 Euro. Basis für die Vorhersage waren bzw. sind gute Quartalsberichte, die noch am selben Tag vorgelegt werden vom Aktienunternehmen. Die Fundamentalanalyse lässt erkennen, dass der Aktienkurs in den vergangenen Wochen zwar bereits gestiegen ist, aber vor allem in Relation zum Index, in dem das Wertpapier gelistet wird, keineswegs als überteuert zu bezeichnen ist. Für das zur Verfügung stehende Kapital erwirbt ein Trader also 22 Aktien der analysierten Aktiengesellschaft.

Tatsächlich steigt der Kurs direkt nach der Veröffentlichung der neuen Bilanzen. Und zwar sogar auf einen Kurs von 52 Euro binnen weniger Stunden oder sogar nur Minuten. Unterm Stricht entsteht dem Händler nach dem kurzfristigen Verkauf ein Gewinn von 7,00 Euro pro Aktie oder insgesamt 154,00 Euro. Um die Rendite zu ermitteln, muss der Aktionär wie gewohnt die entstehenden Transaktionsgebühren vom Gewinn subtrahieren.

stefan

Mein Fazit

Akute Kursbewegungen sind eindeutig als Chance zu begreifen. Aktionäre aber, die auf Kurzfrist-Strategien setzen möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie sehr schnell agieren müssen. Dies zeigt weiterhin, wie wichtig eine verlässliche und verständliche Handelsplattform beim Online-Aktien-Broker für den Erfolg ist. Gerade Daytrader müssen reaktionsschnell sein, da sie Positionen oftmals binnen nur weniger Minuten oder maximal einiger Stunden eröffnen und schließen. Viele Analyse-Tools wie Kurscharts erlauben in diesem Rahmen nur bedingt zuverlässige Aussagen über die zu erwartenden Kursentwicklungen.

Autor: RP