Chancen und Risiken von Binäroptionen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Anleger, die sich mit den Gelegenheiten des Binärhandels befassen, erfahren, dass dieser noch junge Bereich mit enormen maximalen Renditen aufwarten kann. Dabei darf nicht vergessen werden, dass im Ernstfall – also einer falschen Kursprognose – oft ein Totalverlust auftritt.
  • Die Chancen und Risiken beim Handel mit binären Optionen können Händler in der Regel durch eine akkurate Trading-Vorbereitung und eine Analyse der Märkte beeinflussen – ein Restrisiko bleibt aber im Grund stets bestehen.
  • Die Verlustrisiken und Gewinnchancen variieren bei vielen Handelsarten, so dass Trader aller Er-fahrungsstufen ihrer eigenen Risikofreude Rechnung tragen können.

chancen risiken binaeroptionenDie Chancen und Risiken beim Handel binärer Optionen wurden in der Einleitung bereits zum Teil angesprochen. Offensichtlich wird vor allem ein wichtiger Vorteil, nämlich die Erkenntnis, dass Händler exakt wissen, welcher Verlust ihnen entsteht, sollten sie mit ihrer Einschätzung zur Entwicklung des Basiswert-Kurses falsch gelegen haben. Diese Eigenschaften weisen bei genauer Betrachtung der Märkte eher wenige Finanzinstrumente auf. Die Kurse von Aktien oder Fonds etwa können in unvorhersehbarem Umfang sinken. Aktionäre wissen vorab zwar, was sie maximal (im Falle einer Insolvenz) verlieren – was sie gewinnen können, steht aber im Moment des Kaufs nicht fest. Händler binärer Optionen wissen sowohl, welcher Gewinn im Erfolgsfall winkt, als auch, welcher Verlust auftritt, sollte das erhoffte Ereignis ausbleiben – ihr geleisteter Einsatz nämlich.

Trader müssen sowohl Gefahren als auch Gewinn-Chancen kennen

Das Verhältnis zwischen Risiken und Chancen beim Handel mit Binaries – so ein gebräuchlicher anderer Name für binäre Optionen – legen die Trader maßgeblich selbst fest. Eindeutige Aussagen von Branchenkennern heben stets hervor, dass der Handel mit Binäroptionen auf jeden Fall rentabel sein kann, aber eben immer auch mit einem Risiko verbunden ist. An diesem Punkt darf man sich als Anleger nichts vormachen: Binäre Optionen sind ein sehr spekulatives Handelsmodell. Eine 100-prozentige Gewinnsicherheit gibt es generell nicht. Zudem wird im Online-Broker-Test erkennbar, dass die Auswahl der Handelsinstrumente Einfluss auf die Risiken haben kann. Gerade der Devisenmarkt ist aufgrund seines Umfangs als weltweit größter und volatilster Finanzmarkt sehr anfällig für Schwankungen. Wer sein Glück mit Devisen als Assets für den Binärhandel sucht, muss sich diese Tatsache immer wieder vor Augen halten. Letztlich besteht in allen Instrumenten-Bereichen das Risiko, dass sich Werte aufgrund wichtiger politischer oder wirtschaftlicher Nachrichten anders entwickeln als erwartet.

Kann ich die Verlustrisiken durch Extra-Funktionen absichern?

Interessant ist deshalb die Frage, ob es Möglichkeiten zur Beeinflussung der Trading-Risiken auf den Handelsplattformen von Binaries-Brokern gibt. Trotz des allgegenwärtigen Verlustrisikos kann eine gezielte Ausbildung Broker-Kunden den Einstieg erleichtern. Im ersten Schritt muss man sich als Händler vor Augen führen, dass stets ein Totalverlust möglich ist, wenn keine Absicherungsmechanismen greifen. Etliche Anbieter im Broker-Vergleich zum Binärhandel erlauben die Installation einer so genannten „Verlustabsicherung“ oder arbeiten standardmäßig mit einer prozentualen Rückerstattung des Einsatzes, wenn Trades aus dem Geld enden. Händler können sich selbst solche Absicherungen einstellen, wenn Handelsarten zum Einsatz kommen, die als „Option Builder“ oder ähnliches bezeichnet werden. Hier bestimmen die Binäre-Optionen-Trader eigenständig, welchen Verlust sie innerhalb eines gewissen Rahmens zu akzeptieren bereit sind. Eine hohe Verlustabsicherung geht dabei jedoch gemeinhin zulasten der maximalen Gewinne.

Hopp oder top – Kurse steigen oder fallen im Betrachtungszeitraum

Manche Broker aus dem Online-Vergleich erlauben ihren Kunden, offene Positionen vorzeitig zurück zu verkaufen. Dies erweist sich im Sinne der Risiko-Prophylaxe als guter Schritt, wenn Positionen schon früh während der geplanten Laufzeit eine schlechte Kursentwicklung erkennen lassen. Den vollen Einsatz erhalten die Händler dann aber in der Regel nicht zurück. Im klassischen Handel mit digitalen Optionen (oft auch „regulärer Binärhandel“ genannt) hält sich das Verhältnis von Chancen und Risiken im ausgeglichenen Rahmen: Entweder erziele ich als Händler einen Gewinn oder ich realisiere einen Verlust. Kurse steigen oder sinken – oder sie bleiben unverändert, denn natürlich ist generell auch ein gleichbleibender Kurs der Basiswerte eine denkbare Alternative. Je mehr Geld ich als Trader mit dem Binaries-Handel verdienen möchte, desto risikofreudiger muss ich agieren.

Geringe Mindesteinsätze bringen nur kleine Gewinne

Die Händler selbst bestimmen nicht nur ihren Einsatz. Sie können zudem das bestehende Risiko beim Binärhandel beeinflussen, indem sie sich bewusst mit den Funktionen, Handelsarten und den Märkten samt ihren Besonderheiten vertraut machen. Weiterhin ist wichtig, dass binäre Optionen genau wegen der einfachen Entscheidungsmuster beim normalen Digitalhandel für Anleger interessant sein können, die vor Investitionen am Aktienmarkt und in ähnlich komplexen Bereichen zurückschrecken. Weiterhin sei betont, dass die Mindesteinsätze bei vielen Dienstleistern aus dem Binaries-Broker-Vergleich so gering angesetzt werden, dass auch dies als eine der großen Chancen zu werten ist. Trader müssen ja nicht den kompletten Gegenwert beispielsweise einer Aktie investieren, da nur auf die Entwicklungen der Kurse spekuliert wird. Das Risiko eines Verlusts bzw. eigentlich der tatsächliche Verlust im Einzelfall ist bei den ersten Positionen also gering.
Sollen höhere Gewinne erreicht werden, braucht es natürlich im Gegenzug einen höheren Einsatz. So steigt parallel der Verlust. Zudem darf die psychologische Komponente bei der Betrachtung der Chancen und Risiken von Binäroptionen nicht vergessen werden. Dabei ließe sich gewissermaßen die bekannte Redewendung „Kleinvieh macht auch Mist“ anwenden – sowohl bei Gewinnen als auch bei potentiellen Verlusten. Etliche Gewinne aus kleinen Positionen ergeben nach einiger Zeit eine stattliche Gesamtrendite. Zugleich ist das eingezahlte Kapital beim Binaries-Trading bei vielen Verlusten im kleinen Rahmen nicht weniger schnell aufgezehrt.

Höchstgewinne sind mit maximalem Risiko verbunden

Nicht durcheinanderbringen sollten Trader beim Binaries-Broker-Vergleich die Begrifflichkeiten „Risiko“ und „Seriosität“. Nur weil ein Binärhandels-Broker sehr transparent arbeitet und genaue Aussagen zu den Handelsgebühren und möglichen Gewinnen trifft, bedeutet dies nicht, dass Gewinne garantiert werden. Die Eigenverantwortung der Händler bleibt niemals außen vor. Es liegt auf der Hand, dass die Risiken bei Handelsarten im High-Yield-Modus (der an anderer Stelle noch genauer erklärt wird) mit Rendite-Chancen von bis zu 500 oder 600 Prozent je nach Broker zwangsläufig mit einem hohen Verlustrisiko einhergeht. Geschenkt wird Anlegern an den Finanzmärkten nichts. Je spekulativer und potentiell rentabler, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Einsatz-Verlusts. Eine Hebelwirkung wie etwa beim Forex-Handel gibt es bei Binäroptionen nicht. Alles steht und fällt mit einem angemessenen und individuell geeigneten Risikomanagement.

Viele Basiswerte stammen von klassischen Börsenplätzen

Der eigentliche Binärhandel erfolgt ohne Regulierung und außerhalb der Börse, was den oft genutzten Begriff „außerbörslich“ erklärt. Im eigentliche Sinne ergibt sich daraus ein erhöhtes Manipulationsrisiko. Die staatliche Regulierung der Broker-Angebote erweist sich dementsprechend als zentrale Sicherheitsgarantie für Broker. Je strenger die Aufsicht, desto sicherer können binäre Optionen über Broker gehandelt werden. Der Handel über die Handelsplattformen der Binäre-Optionen-Broker, die etwa seit 2008 auch deutsche Kunden umgarnen, hat wiederum vielfach sehr wohl einen Bezug zur Börse. Dies zum Beispiel dann, wenn Händler auf Basiswerte wie Aktien oder Indizes wetten. Durch die gezielte Auswahl eines auf freiwilliger Basis staatlich regulierten Brokers können Trader im eigenen Sinne Vorsorgemaßnahmen bezüglich regelmäßiger Kontrollen und hoher Sicherheitsstandards treffen.
Das eigentliche Handelsrisiko betreffend ist zu sagen: Binäre-Optionen-Trader legen zu Beginn im Rahmen des eigenen Money-Managements fest, welches Kapital auf das Händlerkonto überweisen wird. Bei jeder neuen Position sollten Händler bewusst analysieren, welchen Einsatz sie als Binaries-Trader wagen möchten.

Per Demokonto risikolos in den Binaries-Handel einsteigen

Am Ende bleibt bei jeder neuen Position ungeachtet einer genauen Planung stets das Risiko eines negativen Ausgangs. Oft sind es die fehlenden Hintergrundinformationen zu Handelsarten und Assets, die zu Verlusten führen. Neukunden können Erfahrungen ohne Chancen und Risiken am besten mit einem Demokonto sammeln, das von vielen Binäre-Optionen-Brokern angeboten wird. Teilweise braucht es hierfür bereits ein „echtes“ Händlerkonto inklusive erster Einzahlung. Zur Vorsicht raten Experten weiterhin im Hinblick auf mögliche Bonusmodelle, mit denen viele Online-Broker werben. Die Anforderungen an den Umsatz für die Gutschrift bzw. Auszahlung eines solchen Bonus fallen vielfach sehr üppig aus. Oft eignen sich diese Angebote eher für Vieltrader, die ständig größere Summen in neue Positionen stecken. Die AGB der Anbieter und der Binaries-Broker-Test geben Aufschluss über die genauen Konditionen.

Konsequente Risikoanalyse sollte zum Handel gehören

Zudem sollten Händler immer wieder ihr Verhältnis zum Binärhandel hinterfragen. Nach einer Reihe von Gewinnen steigt die Risikobereitschaft schnell merklich an. Zugleich sollten Anfänger lernen mit Verlusten umzugehen. Aus dem Geld endende Trades sollte man mental schnell zu den Akten legen. Ärger und Aufregung sind schlechte Berater beim Handel mit binären Optionen. Hierbei laufen übereifrige Händler Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren. Besser, man setzt eine Weile aus, als mit zu großem Risiko den Versuch zu unternehmen, Verluste wieder in vollem Umfang wieder gutzumachen. Stattdessen ist es ratsam, Fehler im Verhalten ausfindig zu machen und dann mit etwas zeitlichem Abstand und neuem Elan von vorne zu beginnen. Die richtige Trading-Strategie bildet dabei den Grundstein – am besten von Anfang an, nachdem Sie sich für einen Binäre-Optionen-Broker entschieden haben.

Nemack

Mein Fazit

Die Aussagen der Broker im Bereich des Binärhandels sollten sich Trader in spe mit der gebotenen Vorsicht und Skepsis zu Gemüte führen. Zwar stimmen die Daten zum maximalen Gewinn von Seiten der Anbieter. Mit den Maximalrenditen steigt aber zugleich das Verlustrisiko, was stets im eigenen Interesse zu berücksichtigen ist. Darüber hinaus können Händler selbst durch die bewusste Auswahl ihres Brokers und die Festlegung ihrer Einsätze Einfluss auf das Risiko nehmen. Viele kleine Positionen oder wenige große Trades? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, wie risikofreudig Händler sind und welche Budgets ihnen zur Verfügung stehen.

Autor: RP