Unterschiede zwischen Binäroptionen und Aktien

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der erste auffällige Unterschied zwischen Aktien und Binäroptionen besteht darin, dass Binäre-Optionen-Händler lediglich mit mehr oder weniger geringem Einsatz auf die Entwicklung eines Aktienkurses setzen, während Aktionäre die tatsächlichen aktuellen Preis für eine Aktie zahlen müssen.
  • Aktionäre erzielen ihren Gewinn, wenn der Kurs der jeweiligen Aktie steigt. Im Handel mit binären Optionen können Anleger jedoch ebenso gut durch die Vorhersage eines Kursrückgangs ho-he Gewinne realisieren.
  • Binaries-Händler erreichen einen Gewinn nur durch die korrekte Vorhersage der Kursentwicklung während oder zum Ende der Laufzeit. Aktionäre können zusätzlich über die Ausschüttung von Dividenden auf gehaltene Aktien Gewinne erzielen.

unterscheid aktien binareoptionenUm zu verstehen, wie Finanzinstrumente funktionieren, ist es in vielen Fällen ratsam, sich im ersten Schritt einem Vergleich mit anderen, bekannteren Produkten des Finanzmarktes zu widmen. Dies trifft vor allem auf den Bereich der Finanzderivate und beispielhaft die Binäroptionen zu. In diesem Zusammenhang liegt es nahe, sich zunächst einmal mit der Ausgangsfrage zu befassen, welcher Unterschied Binäroptionen gegenüber Aktien auszeichnet. Bemerken werden Leser hierbei, dass Aktien üblicherweise faktisch erworben werden – auch wenn sie mittlerweile durchaus auch beim Handel mit binären Optionen als Underlying (Basiswert) dienen können. Beim eigentlichen Kauf von Aktien müssen Anleger den kompletten Gegenwert der gewünschten Aktienmenge zum Zeitpunkt x investieren. Möchte man also zehn Aktien einer Aktiengesellschaft kaufen und liegt der Aktienkurs bei 100,00 Euro, beträgt der Einsatz für Anleger insgesamt 1.000 Euro.

Tippen auf Kursentwicklungen vs. Kauf tatsächlicher Wertpapiere

Bei den „Binaries“ hingegen geht es nicht um den Kauf der Aktien als solche. Es geht einzig und allein darum, die Entwicklungen der Kurse vorherzusagen und darauf zu wetten. Broker sehen in diesem Fall meist einen gewissen Mindesteinsatz vor, den Händler erbringen müssen, um bei ihnen Handel mit binären Optionen zu können. In anderen Fällen – auch bei klassischen Optionen – geht es also um den tatsächlichen Kauf, bei digitalen Optionen hingegen geht es „lediglich“ um die Wette auf die Veränderungen des Kursniveaus. Aktienwerte können genau genommen jederzeit im Kurs steigen oder fallen, wobei das Ausmaß bestimmt, welcher Gewinn oder Verlust im Moment des Verkaufs der Aktien entsteht. Zugleich bestimmen die Aktionäre selbst den Verkaufs-Zeitpunkt für Aktien, sieht man einmal von z.B. einer möglichen Insolvenz des Aktienunternehmens ab, die normalerweise mit einem Totalverlust verbunden ist.

Binäre Optionen bringen nur bei richtigen Vorhersagen Gewinne

Aktienbesitzer generieren Umsätze zudem über Dividendenzahlungen, die Unternehmen auf Basis ihrer Umsätze und Gewinne meist jährlich ausschütten. Den Verfallszeitpunkt binärer Optionen legen Trader zwar ebenfalls fest. Jedoch sind sie dabei meist an eine bestimmte Auswahl von Laufzeiten gebunden, die Anbieter aus dem Binaries-Broker-Test zur Verfügung stellen. Ein vorzeitiges Schließen oder auch eine Verlängerung ist nur in Ausnahmefällen über Extra-Funktionen der Broker möglich. Dafür können Binaries-Trader auch in Zeiten sinkender Kurse Gewinne erreichen, wenn sie auf eben diese Entwicklung des Basiswertes gesetzt haben. Die Höhe des Gewinns steht im Augenblick der Positionseröffnung fest. Weiterhin zeigt sich bei Binäroptionen ein Unterschied zu Aktien bei der Verortung des Handels an sich: Aktien werden wie „normale“ Optionen in standardisierter Art und Weise ganz offiziell an Börsen oder Terminhandelsplätzen gehandelt.

Handel mit Aktien ausnahmslos an regulierten Handelsplätzen

Dazu gehört automatisch eine staatliche Regulierung. Der Handel mit binären Optionen erfolgt dagegen im internationalen Wettbewerb weitgehend außerhalb der normalen Börsenstrukturen – allein zwischen Anbietern und Tradern. Jedoch lassen sich Binäre-Optionen-Broker aus Gründen der Transparenz und für ihre Kunden erkennbaren Seriosität seit einigen Jahren vermehrt von staatlichen Aufsichtsbehörden lizenzieren und regulieren. Im Falle klassischer Optionen, die börsenbasiert gehandelt werden, sind derartige Regulierungen und Kontrollen Standard. Aktien sind im Endeffekt ein Wert, der einen tatsächlichen Anspruch gegenüber dem Emittenten (der Aktiengesellschaft) darstellt. Bis es hierbei – wenn überhaupt – zu einem Gewinn kommt, können oft Monate oder Jahre vergehen. Zumal sind an der Börse je nach Standort und Bedingungen auch Mindest-Haltefristen denkbar, so dass ein Wiederverkauf ohne hohe Abgaben und Gebühren erst nach einiger Zeit infrage kommt.

Binaries stammen aus verschiedenen Segmenten des Finanzmarktes

Binäre Optionen sind stets vor dem Hintergrund der aktuellen Kursentwicklungen zu sehen. Sie hängen einzig vom Kurs des Basiswertes ab und haben grundsätzlich einen fixen Verfallszeitpunkt. Als Instrumente kommen im Prinzip alle Finanzinstrumente infrage, deren Kurswerte mehr oder weniger deutliche Schwankungen erkennen lassen. Neben Aktien eignen sich als Assets für Binärhandels-Instrumente (auch Basiswerte oder Underlying genannt) also auch Rohstoffpreise, Devisen sowie wichtige internationale Indizes wie der DAX, der Dow Jones oder der japanische Nikkei. Die Laufzeiten beginnen je nach Binäre-Optionen-Broker im Vergleich meist bei nur 30 bis 60 Sekunden und können teils bei bis zu einem Jahr liegen, meist aber höchstens bei einigen Wochen oder Monaten. Depot- oder Kontoführungsgebühren, wie sie beim Aktienhandel fast immer entstehen, müssen Kunden eines Anbieters aus dem Binaries-Broker-Vergleich nur selten zahlen.

Nemack

Mein Fazit

Der meist genannte Punkt, an dem sich der Aktienhandel vom Trading binärer Optionen unterscheidet, nimmt Bezug auf die Regulierung von staatlicher Seite. Oft heißt es, ein Vorteil der Investitionen am Aktienmarkt sei darin zu sehen, dass der Markt generell direkten Regulierungen unterliegt. Der Hinweis ist korrekt, jedoch werden die Handelsplattformen und Trading-Angebote vieler Binärhandels-Broker eben längst durch staatliche Aufsichtsbehörden lizenziert und reguliert. Dies macht den Handel mit Binaries weitaus sicherer als vor einiger Zeit.
Ein generell wichtiger Unterschied zwischen dem Handel mit binären Optionen und dem Aktienhandel zeigt sich in den Summen, die beim Einstieg investiert werden müssen. Der Binärhandel gelingt vielfach schon ab wenigen Euro, kann Händlern dafür aber Renditen von mehreren hundert Prozent einbringen – ein Wert, den Aktionäre selbst bei sehr guten Dividenden-Ausschüttungen und hohen Kursanstiegen nach Neuemissionen nur in extrem seltenen Ausnahmefällen erreichen können. Ein weiterer Aspekt, der wichtig für die Unterscheidung ist, zeigt sich bei den Kosten für den Einstieg in den Handel: Aktien-Depots verursachen meist Transaktions- und Kontoführungsgebühren, die Händlerkonten bei Brokern für den Handel mit digitalen Optionen können hingegen fast immer gebührenfrei eröffnet und geführt werden.

Autor: RP