Unterschiede gegenüber Zertifikaten und Optionsscheinen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Binäre Optionen sind ein junges Investitionsmodell, das für Anleger vor allem durch die zunehmende Digitalisierung und Internationalisierung der Märkte interessant geworden ist. Zertifikate und Optionsscheine existieren schon wesentlich länger, sind für normale Anleger aber wegen der hohen finanziellen Anforderungen oft weniger interessant.
  • Insbesondere bei den Laufzeiten gibt es Differenzen: Anders als die Anbieter von Optionsscheinen und Zertifikaten erlauben Binäre-Optionen-Broker meist auch sehr kurzfristige Laufzeiten, um selbst im Minutenbereich Gewinne mitnehmen zu können.
  • Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass binäre Optionen außerbörslich getradet werden – allerdings zumeist bei Basiswerten, die von verschiedenen Börsen und Märkten stammen.

unterschiede zertifate optionsscheineDen Begriff „Optionen“ kennen viele Anleger, die ihre Ersparnisse nicht nur in klassische Anlagemodelle wie Tagesgeld oder Festgeld stecken und auch beim börsenbasierten Handel mit Aktien und Anleihen gerne mal über den sprichwörtlichen Tellerrand blicken. Der zweite Blick aber zeigt, dass die Definition von Optionen nicht ganz so einfach und einheitlich gelingt, wie sich dies Trader auf dem Weg zu ihren ersten Erfahrungen natürlich wünschen. So kann beim Optionshandel ebenfalls zwischen eher traditionellen Produkten und modernen, im Trend liegenden Handelsmodellen unterschieden werden. Zertifikate und Optionsscheine sind ein eher klassisches Investment, ihnen gegenüber stehen digitale Optionen oder „Binaries“, wie die Formate ebenfalls genannt werden.

Trader müssen ein Verständnis für Ähnlichkeiten und Differenzen entwickeln

Um die binären Handelsvarianten vollständig verstehen zu können, sollten Händler vor dem ersten Trading mit binären Optionen die Gemeinsamkeiten, insbesondere aber die abweichenden Eigenschaften des Binärhandels im Vergleich zu den besagten Optionsscheinen und Zertifikaten kennen. Exakt diese Arbeit nehmen wir Interessenten an dieser Stelle ab, so dass Sie einen raschen informativen Einblick erhalten.

Bei binären Optionen sind nur die Basiswert-Kurse von Bedeutung

Im ersten Schritt stellen die Optionsscheine klassischer Form ein Investment dar, bei dem Anleger – wie der Name nahelegt – eine Option mit einer vorab festgelegten Laufzeit auf den Kauf eines Basiswerts (Aktien, Anleihen etc.) erhalten. Am Ende der Laufzeit entscheiden die potentiellen Käufer, ob sie den betreffenden Wert zum vereinbarten Preis erwerben oder die Option verfallen lassen möchten. Eine Abnahmepflicht sieht der Markt nicht vor. Diese Art von Optionsscheinen hat schon für sich allein genommen einen Eigenwert, was mit Bezug zur verbleibenden Optionslaufzeit sowie der Entwicklung des aktuellen Kurses einen Handel mit Optionen möglich macht. So ergibt sich eine zweite auf Rendite abzielende Trading-Chance für Anleger, die vielleicht generell kein Interesse an der Verwendung der Kaufoption haben. Binäre Option spielen grundsätzlich nur im Kontext der Kursentwicklungen oder bei echtem Kaufinteresse eine Rolle für Trader.

Binärhandel kurzfristiger, Optionsscheine und Zertifikate eher langfristiger Natur

Beim Handel über Binäre-Optionen-Broker aus dem Vergleich werden die Basiswerte im eigentlichen Sinne weder gekauft noch verkauft. Dies auch dann, wenn Termini dieser Art vielerorts genutzt werden, die auf Anfänger verwirrend wirken können. Letztlich sind in dieser Sparte allein Wetten auf die Entwicklungen der Asset-Kurse relevant. Kurse können auf ihrem bisherigen Niveau verweilen, steigen oder sinken. Die richtige Prognose kann Tradern hohe Renditen einbringen, wie sie beim Investieren in Zertifikate oder Optionsscheine eher unwahrscheinlich sind. Ein vorzeitiger Verkauf der eröffneten Positionen mit dem Ziel der Gewinnmitnahme oder Verlustsenkung ist teilweise bei Binärhandel-Brokern möglich, aber eher die Ausnahme. Dafür steht vorab nicht nur der Gewinn, sondern ebenso der Verlust fest, wenn der Kurs steigt oder sinkt. Angesichts der vorgegebenen Auswahlmöglichkeiten beim Thema Laufzeit-Festlegung kennen Trader auch diesen Spielraum, um sich einer individuell geeigneten Strategie für binäre Optionen zu nähern.

Binaries werden üblicherweise außerbörslich getradet

Bei so genannten „klassischen Optionen“ amerikanischer Art ist ein Verkauf oder Kauf auch während der Laufzeit möglich, also nicht erst zum Laufzeitende. Die Aussagen zu möglichen Kursschwankungen der Optionen, die im Grunde zu vergleichbaren Assets wie binäre Optionen getradet werden können, lassen in Verbindung mit der zwischenzeitlichen Chance zum Kauf bzw. Verkauf erkennen, dass der eigentliche Gewinn oft anders ausfällt als im Falle der planmäßigen Ausführung zum Ablaufzeitpunkt. Dies trifft dagegen nicht auf die Werte zu, die über Anbieter aus dem Binaries-Broker-Test gehandelt werden. Hier kenne ich als Anleger ganz genau meinen späteren Gewinn oder Verlust. Zertifikate und herkömmliche Optionen, die an der Börse angeboten und erworben werden, zeichnen sich im Normalfall durch Laufzeiten von zumindest einigen Wochen, aber auch oft Monaten aus. Positionen im außerbörslichen Binärhandel werden hingegen oft in einem zeitlichen Rahmen von höchstens einem Monat gehandelt.

Handel mit Zertifikaten meist in regulierter Form

Zertifikate mit „Futures-Ausrichtung“ werden zudem an Terminbörsen getradet. Es existiert also eine klare Regulierung und die Pflicht zur Einhaltung der Richtlinien der jeweiligen Börse bzw. der zuständigen Behörden, bei denen der Handel zugelassen wurde und die ihn regulieren. An diesem Punkt wird im ersten Moment ein Unterschied zwischen Zertifikaten und klassischen Optionen auf der einen Seite und binären Optionen auf der anderen Seite erkennbar. Auf den zweiten Blick ist diese juristische Differenz aktuell längst weniger gravierend als früher. Denn seit der Einführung des außerbörslichen Handels mit Binäroptionen nimmt die Regulierung durch Aufsichtsbehörden in diesem Bereich ebenfalls zu. Je Zertifikat-Variante handelt es sich an dieser Stelle zudem oft um so genannte „Hebelprodukte“.

Kein Handel mit Hebelwirkung beim Binäre-Optionen-Broker

Käufer erwerben hierbei nicht nur eine so genannte Inhaberschuldverschreibung, die solche Wertpapiere genau genommen sind. Aufgrund der speziellen Investitions-Ausrichtung können Trader in diesem Bereich – unter Berücksichtigung der erforderlichen Sicherheitsleistung (Margin) – ein Vielfaches ihres eigenen Eigenkapitals investieren. Fallen die Verluste höher aus als das Eigenkapital, können Broker die Entscheidung zum Schließen der Position treffen. Daneben gibt es aber auch Anbieter, die keine solche Form der Verlusteingrenzung vorsehen und stattdessen mit einer Nachschusspflicht arbeiten. Ist dies der Fall, können bei derlei Finanzderivaten hohe zusätzliche Verluste entstehen, wenn sich die Kurse dramatisch anders als erwartet entwickeln. Wer dagegen binäre Optionen über Online-Broker tradet, kennt von Anfang an ganz genau den drohenden Verlust, falls Fehlentscheidungen getroffen worden sind.

Nemack

Mein Fazit

Binäre Optionen weichen vor allem bei den Laufzeiten von Zertifikaten und klassischen Optionsscheinen ab. Zugleich gelingt der Einstieg in diesen Bereich oft schon mit einem sehr geringen Mindesteinsatz, während der traditionelle Optionshandel und der Handel mit Zertifikaten oft einen vergleichsweise hohen Einsatz erfordern. Dafür können Investments aus diesen Bereichen bei zwischenzeitlichen Kursveränderungen am Markt verkauft werden und einen deutlich höheren Gewinn einbringen. Binärhandels-Trader kennen schon im Moment der Order-Eingabe auf Handelsplattformen wie TechFinancial oder SpotOption, welcher Gewinn ihnen winkt und welcher Verlust droht. Das Fehlen einer Nachschusspflicht im Binaries-Sektor spricht viele Händler an, die trotz des generell bestehenden Risikos bezüglich der Maximalverluste auf dem Händlerkonto auf Nummer Sicher gehen möchten.

Autor: RP