Handel mit Binäroptionen – Funktionsweise mit Beispiel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Im Grunde gibt es nicht nur eine Funktionsweise des Handels mit Binäroptionen, denn Händler müssen abhängig von der ausgewählten Handelsart verschiedene Parameter ansetzen und gewisse Bedingungen erfüllen für die Eröffnung ihrer Positionen.
  • Besonders riskant ist der so genannte High-Yield-Modus, der Tradern zugleich aber die Aussicht auf besonders hohe Renditen bietet.
  • Abweichungen zeigen sich im Broker-Test hinsichtlich der Kursstellung: Einige Broker leiten die Orders ihrer Kunden direkt an den Markt weitere. Andere Anbieter wiederum setzen die Kurse der Basiswerte selbst an oder treten aktiv als Gegenspieler ihrer Kunden in Erscheinung.

Schaut man sich die vorangegangenen Erläuterungen zum Handel mit Binäroptionen in aller Ausführlichkeit an, wird rasch erkennbar, wie facettenreich das Trading im Einzelfall vonstatten gehen kann. Devisen, Aktien, Indizes, Rohstoffe und teilweise noch weitere Assets können die Grundlage für Investitionen sein. Noch komplexer wird die Materie, schaut man sich die zahlreichen Handelsarten an, die Binäre-Optionen-Broker auf ihren Handelsplattformen zur Verfügung stellen. Gerade am Anfang ist es aus Expertensicht ratsam, bei Transaktionen eher auf die Basics unter den Orderarten zu vertrauen – allen voran die Call- und Put-Optionen –, um eine Vorstellung von der Funktionsweise zu bekommen. In jedem Fall ist es sinnvoll, sich erst nach und nach die Spielarten des Handels mit Binaries zu erarbeiten, bevor man „auf volles Risiko geht“ und den Versuch unternimmt, hohe dreistellige Renditen im so genannten High-Yield-Modus anzustreben.

Schritt 1: Trader wählen die gewünschten Assets aus

Wie bei allen Trading-Modellen erwerben sich Trader das angewandte Wissen über die verschiedenen Bestandteile der Binäroptionen-Erklärung am besten durch den Einsatz eines Demokontos, das es bei vielen Brokern der Branche kostenlos mit einem gewissen finanziellen Spielraum gibt. Die folgenden Beispiele sollen ebenfalls dabei helfen, ein Grundverständnis für das Thema zu entwickeln, bevor man sich hohe Kapitaleinsätze zutraut und dabei zwangsläufig ein Risiko eingeht, das man als Anfänger schlicht nicht einzuschätzen weiß. Im ersten Schritt geht es wie bei allen Handelsmodellen darum, geeignete Handelswerte (Underlyings) auszuwählen, auf deren Kursentwicklung getippt werden soll. Trader, die bereits Erfahrungen mit dem Aktien- oder Devisen-Handel vorweisen können, setzen möglicherweise zu Beginn auf Basiswerte aus eben diesen Bereichen.

Einige Binärhandels-Broker erlauben Absicherung gegen Verluste

Binärbroker raten ihrerseits oft zu Transaktionen in den Sparten Aktien oder Indizes, weil es hier vielfach noch vergleichsweise leicht fällt, die Veränderungen der bevorzugten Kurse vorherzusagen, da die Schwankungen im Alltag meist weniger gravierend ausfallen als bei Forex- oder Rohstoff-Instrumenten. Wissen müssen Anleger, dass es beim Handel mit digitalen Optionen, wie binäre Optionen oftmals genannt werden, im Grunde zunächst einmal nur ein Entweder-Oder gibt: Ein Trader schätzt die Entwicklungen des jeweiligen Kurses korrekt ein oder eben nicht. So kommt es zu einem Gewinn oder einem Verlust des Einsatzes. Die Tatsache, dass mancher Online-Broker mit einer teils vorgegebenen, teils optionalen Verlustabsicherung arbeitet, bestätigt als Ausnahme genau genommen diese Regel – zumal im Verlustfall meist höchstens 20 Prozent des Einsatzes erstattet werden. Der Großteil des Einsatzes wird bei einer falschen Einschätzung verloren sein.
Unterm Strich aber ist im Interesse der Trader zu sagen: Sowohl mögliche Gewinn als auch drohende Verluste stehen im Moment der Orderausführung fest. Ein böses Erwachen im eigentlichen Sinne ist also ausgeschlossen.

Etliche Handelsarten machen höhere Einsätze erforderlich

Die Funktionsweise der Up- und Down-Trades sieht vor, dass Händler entscheiden, ob der Kurs der zugrunde liegenden Basiswerte innerhalb der gewünschten Laufzeit steigen oder fallen wird. Im Falle der so genannten „Range-“ oder „No Range“-Orders geht es dagegen darum, zu prognostizieren, ob der Asset-Kurs während bzw. zum Ende der Laufzeit innerhalb oder außerhalb eines bestimmten Kursbereichs liegen wird. Darüber hinaus gibt es Handelsarten, bei denen es für einen Gewinn reicht, wenn ein vom Binärhandels-Trader festgelegter Kurswert wenigstens ein einziges Mal erreicht wird (Handelsart „One Touch“). Am Anfang erweisen sich vor allem die klassischen Digitaloptionen als guter Start in den Binaries-Handel.
Es gibt also ausreichend Entfaltungsmöglichkeiten für Trader, die über den Tellerrand hinaus schauen und nicht nur mit standardisierten Optionen handeln möchten. In etlichen Fällen kann es jedoch dazu kommen, dass Broker bei professionelleren Handelsarten jenseits der Put- und Call-Typen höhere Mindesteinsätze von ihren Tradern verlangen.

Die typischen Handelsarten, die unter diesen oder ähnlichen Namen in den Portfolios der international bekannten Broker zu finden sind:

  • Call- und Put-Optionen (auch Up-/Down- oder Hoch-/Tief-Trading)
  • Range- oder No-Range-Handel
  • Border oder No Border
  • One-Touch-Handel
  • Paar-Trading
  • 60-Sekunden-Optionen
  • teilweise Optionen mit sogar nur 30 Sekunden Laufzeit

Binäre-Optionen-Broker sprechen verschiedene Zielgruppen an

Aufgrund der individuellen Gestaltung ihrer Plattformen, Asset-Listen und Handelsarten lohnt sich ein Vergleich der Broker grundsätzlich für alle Trader, die einen neuen Anbieter suchen. Denn mitunter können es die Feinheiten und Eigenheiten sein, die einen Broker zur besten Wahl werden lassen. Gut schneiden im Binaries-Broker-Test Anbieter ab, die von Neukunden nur geringe Ersteinlagen auf dem neu eröffneten Händlerkonto verlangen. Auch ein geringer Mindesteinsatz für die Ausführung von Trades über die Handelsplattform erweist sich als guter Einstiegsweg für Kunden, die bisher noch keine Option Trading Software genutzt haben und keine Erfahrungen mit Handelsplattformen wie TradoLogic oder SpotOption vorweisen können. Renditen von bis zu 90 Prozent sind üblich im Vergleich der Dienstleister, die Kunden den Handel mit binären Optionen ermöglichen.
Oft reicht es bereits, nach dem Login ins Händlerkonto mit einem Klick einen passenden Basiswert auszuwählen, den Einsatz und die Laufzeit zu bestimmen und den Auftrag am Markt ausführen zu lassen (One-Klick-Modus).

Basiswerte stammen in vielen Fällen aus dem Börsenumfeld

Diese Vorgehensweise eignet sich in besonderer Weise, um günstige Momente in Form wichtiger Nachrichten abzupassen. Kurze Reaktionszeiten sind gerade bei den sehr kurzen Laufzeiten im Bereich von lediglich einigen Minuten unverzichtbar. Die Funktionsweise der binären Optionen präsentiert sich nicht im börslichen Handel, sondern in erster Linie im Hinblick auf den außerbörslichen Handel. Genauer geht es hierbei um außerbörsliche Wetten auf zum Teil börslich gehandelte Instrumente wie Aktien oder Devisen (auch an Terminbörsen). Dies bringt Brokern bzw. Asset-Gruppen vielfach den Namenszusatz „over the counter“ ein. Die Kapitalbasis wird hierbei unter normalen Umständen meist von den Anbietern selbst sichergestellt. Erzielen Händler dann einen Gewinn, erhalten sie ihr Geld also vom Broker selbst. Hintergrund ist an diesem Punkt, dass die Rendite der einen Händler-Gruppe aus den Verlusten der erfolglosen Anleger abgedeckt wird.

Broker oft selbst Teilnehmer an den Märkten

Zudem nehmen Binäre-Optionen-Broker in vielen Fällen selbst aktiv am Handelsgeschehen teil oder sie investieren eigenes Kapital an anderen Märkten, beispielsweise am Devisenmarkt, um dort mittels Hedging Gewinne ihrer Kunden auszugleichen. Die Investitionsbereitschaft der stetig wachsenden Händler-Gemeinde in diesem Bereich lässt sich insbesondere mit der Möglichkeit zur schnellen Gewinnmitnahme erklären, während Händler in anderen Bereichen oft lange auf Rendite warten müssen. Immer vorausgesetzt, Trader arbeiten mit einer sinnvollen Strategie für binäre Optionen. Kurze Laufzeiten eignen sich eher für Händler mit Erfahrungen, lange Laufzeiten vereinfachen dagegen eine Einschätzung der möglichen Kursentwicklung in gewisser Weise.

In einem Beispiel funktioniert der Handel wie folgt:

Ein Trader rechnet mit einem zeitnahen Anstieg des Eurokurses gegenüber dem US-Dollar und entscheidet sich aus diesem Grund für eine binäre Optionen auf das Devisenpaar EUR/USD im Modus „Call/Put“, wobei die Erwartung eines Kursanstiegs bedeutet, dass eine Call-Option getradet wird. Die Entscheidung fällt zugunsten einer Laufzeit von 24 Stunden und eines Einsatzes in Höhe von 100,00 Euro. Der Binäre-Optionen-Broker gibt hierbei angesichts der Eintrittswahrscheinlichkeit einen Gewinn von 74,0 Prozent an. Tritt das vom Trader vorhergesagte Ereignis tatsächlich zum Ende der Laufzeit ein, wird somit ein Gewinn von 74,00 Euro realisiert.
Der Reingewinn berechnet sich hingegen nach Abzug aller anfallenden Gebühren – etwa für die Auszahlung von Guthaben vom Trader-Account oder die Nebenkosten für den Einsatz weiterer Zusatzfunktionen oder Bildungsangebote. Gleichermaßen dürfen deutsche Händler den Steueraspekt nicht außer Acht lassen. Hat ihr Broker seinen Sitz im Ausland, müssen sich Händler selbst um die Anmeldung ihrer Kapitaleinkünfte beim zuständigen Finanzamt kümmern. Fällig wird über die Freibeträge von 801,00 Euro bei Singles und 1.602,00 Euro bei gemeinsam veranlagten Paaren hinaus neben der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zudem der Solidaritätszuschlag sowie die Kirchensteuer, sofern Steuerzahler diesbezüglich steuerpflichtig sind. Der „Soli“ liegt derzeit bei 5,5 Prozent, die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8,0 bzw. 9,0 Prozent – beides wird auf die Abgeltungssteuer bezogen berechnet.

Nemack

Mein Fazit

Allzu komplex ist der Handel mit digitalen Optionen wenigstens nach dem Standard-Ansatz nicht. Je flexibler indes Händler vorgehen möchten, desto weiter müssen sie sich in die Handelsarten und Funktionsweisen der verschiedenen Asset-Bereiche einarbeiten. Haben Händler eine umfassende Trading-Ausbildung genossen und kennen somit neben dem Handel von Call- und Put-Optionen auch die Chancen und Risiken etwa des Wochenendhandels und kurzfristiger Maßnahmen, gelingt der Handel mit einer professionellen Option Trading Software sicher und exakt. Es lohnt sich, auf aktuelle Veränderungen an den Märkten zu reagieren, um so zumindest in den meisten Fällen gezielt durch ein bedarfsgerechtes Risiko- und Kapital-Management Positionen zu eröffnen, die zum Verfallszeitpunkt „in the money“ enden, und so die vom Online-Broker für den Binärhandel genannte Rendite einzustreichen.

Autor: RP