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Paar-Optionen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Im Falle der Paar-Optionen wetten Trader nicht auf die Kursentwicklung eines Einzelwertes, sondern auf die Entwicklungen zweier Basiswert-Kurse in Relation zueinander.
  • Viele Broker bieten nur eine überschaubare Auswahl an Underlying Assets für den Paar-Handel an.
  • Händler müssen sich dabei vielfach nicht nur mit einem Marktbereich auskennen, sondern mit beiden Bereichen, aus denen die den Optionen zugrundeliegenden Basiswerte stammen.

Paar-Optionen

Binaries-Broker wissen um den zunehmenden Wettbewerb am Markt, der sich daraus ergibt, dass ständig neue Anbieter auftauchen, die ihrerseits am boomenden Binärhandel mitverdienen möchten. Neben neuen Vermögenswerten – beispielsweise aus der Sparte der virtuellen Währungen wie Bitcoins, die immer häufiger Bestandteil der Handelsplattformen sind – setzen die Betreiber auf immer neue Handelsarten, die über die jeweils verwendete Binäre-Optionen-Software fürs Trading genutzt werden können. Paar-Optionen sind eine solche Orderart, die bis dato nur bei überschaubar vielen Binäroptionen-Brokern zum Portfolio gehört. Wer sich als Händler eingehend mit der Nutzungsweise dieser Handelsart auseinandersetzt und dabei nicht nur die möglichen Gewinne, sondern zugleich die stets vorhandenen Gefahren im Blick behält, kann das Risiko durch den Einsatz verschiedener Handelsarten und Vermögenswerte streuen und sich noch besser die Chancen des Binärhandels erschließen.

Paar-Handel oder Pair-Trading – was ist das eigentlich genau?

Ein oft genutzter Erklärungsansatz zum Paar-Trading setzt bei einer Parallele zum Devisen- bzw. Forex-Trading an. Forex-Broker arbeiten generell mit Handelsmodellen, bei denen Kunden über Devisenpaare stets zwei verschiedene Währungen gegeneinander traden. Und genau dies geschieht auch beim Handel mit Paar-Optionen – jedoch auf etwas andere Weise. Einmal können verschiedenste Underlying Assets aus den Bereichen Aktien, Indizes, Futures, Rohstoffe oder eben Devisen gehandelt werden. Der Unterschied zum normalen Forex-Trading besteht darin, dass Broker bei dieser Handelsart nicht einen Wert über den Preis des anderen Wertes abbilden. Vielmehr geht es in diesem Fall darum, dass zwei unterschiedliche Werte in ein Verhältnis zueinander gesetzt werden. Beispielhaft kann an dieser Stelle eine Division vorgesehen sein, so dass etwa ein Aktien-Wert durch den Wert einer anderen geteilt wird. Mehrheitlich stellen Binäre-Optionen-Broker im Hinblick auf diese Handelsart eine bestimmte vorab zusammengestellte Menge möglicher Trading-Paare zur Verfügung.

Zwei Assets werden gegeneinander getradet

Händler können so entscheiden, ob ihnen eher Aktienwerte, Futures oder Devisen zusagen, denn diese machen bei den meisten Brokern der Branche den Löwenanteil im Bereich des Paar-Handels aus. Trader, die ausdrücklich auf diese besondere Handelsart wetten möchten, können die Zusammensetzung bei der Broker-Auswahl mithilfe des Vergleichs zugrunde legen. Bei einem Beispiel zum Basiswert-Paar Gold/Silber läge der Bezugswert bei einem Goldpreis von 1.200 US-Dollar je Feinunze und einem Silberpreis von 25,00 US-Dollar je Feinunze bei 48,00 Punkten (1200 durch 25). Geht nun der Händler vom Anstieg des Goldpreises aus, wird auf Gold gewettet. Andernfalls setzt der Trader auf Silber und einen fallenden Kurs des Bezugswertes beim betreffenden Underlying-Paar. Wie eingangs erwähnt, gibt es bis dato eher wenige Broker, die den Paar-Handel im Sortiment haben – im Einzelfall auch nur mit wenigen ausgewählten Laufzeiten, was den sorgfältigen Broker-Vergleich mit Blick auf die mancherorts auch als „Ein-Paar-Optionen“ gelistete Handelsart umso wichtiger macht.

Nicht immer alle Assets nutzbar im Paar-Trading

Dass bei diesem Trading-Ansatz nicht absolute Kurswerte, sondern das Verhältnis zweier Vermögenswerte bzw. ihrer Kurse zueinander von Bedeutung ist, verlangt von Händlern nicht weniger Einfühlungsvermögen als bei anderen Handelsarten wie normalen Call- und Put-Optionen. Denn auch für die positiven oder negativen Korrelationen benötigen Broker-Kunden ein Gespür, um erfolgreich zu handeln und Trades auszuführen, die zum Laufzeitende nicht out of the money enden. Lohnen kann es sich dabei im Vergleich, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, wenn man sich sicher ist, dass bei bestimmten Assets von einer Trendumkehr auszugehen ist. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn zeitnah wichtige Daten von staatlicher Seite oder Unternehmensbilanzen kurz vor der Publikation stehen. Haben solche Informationen in der Vergangenheit schon des Öfteren zu bestimmten Kursveränderungen geführt, kann dies abermals Trading-Chancen zur Folge haben. Erfahrene Trader profitieren in diesem Fall von ihren Erfahrungen mit früheren Handels-Aktivitäten.

Nemack

Mein Fazit

Neue Handelsarten stoßen schnell auf Zuspruch auf Seiten der Händler. Diese Aussage trifft auch auf die so genannten Paar-Optionen zu, die mittlerweile bei einigen Binäre-Optionen-Brokern am Markt gehandelt werden können. Ein Manko: Die Auswahl der handelbaren Underlyings (Basiswerte) fällt in den meisten Fällen überschaubar aus. Andererseits bringt diese Tatsache Übersichtlichkeit ins Pair-Trading, wenn Broker nur eine kleine Zahl von Optionen in diesem Marktbereich für den Handel feilbieten. Seiner Funktionsweise nach eignet sich der Paar-Handel eher für fortgeschrittene Trader als für Anfänger, denen oft die nötige Erfahrung fehlt, um wahrscheinliche Kursentwicklungen in Relation zueinander zu stellen. Mit wachsendem Know-how werden Paar-Optionen interessanter. Die maximalen Renditen bei dieser noch recht jungen Handelsart liegen meist auf einem vergleichbaren Niveau wie beim Handel mit normalen Call-, Put- oder Touch-Optionen. Die Zusammenstellung der Paare wird dabei nicht von den Tradern selbst, sondern von den Brokern vorgenommen.