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Unterschiede von binären Optionen und FOREX

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Trader binärer Optionen entscheiden zu Beginn, welche Laufzeiten sie für ihre Trades ansetzen möchten. Forex-Trader können oftmals im Verlauf entscheiden, wie lange sie auf Gewinne warten möchten. Extra-Funktionen erlauben Binaries-Händlern aber teilweise nachträgliche Anpassungen.
  • Händler binärer Optionen müssen ihren Einsatz vollständig selbst leisten, FX-Trader können dank Hebelwirkung ein Vielfaches ihres Kapitals einsetzen, dabei aber oft mit dem Risiko einer Nachschusspflicht.
  • Binäre-Optionen-Broker ermöglichen Kunden den Handel mit Forex-Optionen, decken darüber hinaus aber noch andere Märkte ab und sorgen so für reichlich Spielraum beim Binärhandel.

Beim Handel mit Finanzderivaten finden sich Trader immer wieder in Situationen wieder, in denen deutlich wird, wie eng die Marktbereiche miteinander verbunden sind. Die Richtigkeit dieser Aussage macht sich in erster Linie bei den handelbaren Vermögenswerten bemerkbar. So können Kunden eines Binärhandels-Brokers bei genauem Asset-Abgleich durchaus mit Forex-Werten handeln, um günstige Gelegenheiten des Devisenmarktes für sich zu nutzen. FX-Broker wiederum konzentrieren sich im Alltag weitgehend auf die Basics, also Werte aus dem FX-Bereich. Dies hat zwangsläufig eine Begrenzung der Liste der Basiswerte zur Folge, was Tradern vorab bewusst sein muss.

Binäre Optionen kommen ohne Leverage-Effekt aus

unterschied binare optionen forexTatsache ist darüber hinaus vor allem, dass das Traden mit Forex-Instrumenten nicht allein mit eigenem Kapital vonstattengehen kann. Trader müssen nicht zwingend den vollen Einsatz aus der eigenen Tasche aufbringen. So können Händler in der Regel mit sehr wenig Geld sehr hohe Renditen realisieren. Gemeint ist damit der Handel mit Hebelwirkung (Leverage), über den je nach Betreiber das bis zu 400- oder gar 500-fache Eigenkapital investiert werden kann. Bezüglich der erforderlichen Einsätze zeichnet sich an diesem Punkt eine Parallele ab, denn letztlich können Binaries- und FX-Trader gleichermaßen je nach Broker-Modell schon mit einstelligen Euro-Summen in den Handel starten, beim Binaries-Trading eben ohne Hebelwirkung.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Anleger im Bereich der digitalen Optionen ganz genau wissen, wann sie welchen Verlust bzw. idealerweise natürlich Gewinn erreichen. Hier werden feste Laufzeiten genutzt, wenngleich diese teils durch Extra-Funktionen mit Namen wie „Take Profit“ (vorzeitiges Beenden der Laufzeit) zu den eigenen Gunsten beeinflusst werden können.

Gesamtes Verlustrisiko zum Laufzeitbeginn bekannt

Das eigentliche Problem vieler Devisenhändler besteht darin, dass es im Ernstfall passieren kann, dass bei zu massiven Verlusten in den Positionen eine so genannte Nachschusspflicht zum Tragen kommen kann, so dass weiteres Guthaben zum Ausgleich eines unerwartet hohen Minus nachgeschossen werden muss. Dieses Risiko ist gerade für Einsteiger vielfach kaum abzuschätzen. Doch selbst wenn FX-Broker dieses Risiko im Interesse ihrer Kunden vertraglich aus-schließen, gibt es wesentliche Abweichungen zwischen den beiden genannten Handelsmodellen. Die bereits erwähnte Palette der handelbaren Basiswerte spielt diesbezüglich eine besonders große Rolle. Eine große Auswahl an Underlying Assets bringt Händler in die günstige Situation, ständig auf Basis aktueller Marktnachrichten mit einem hohen Maß an Flexibilität reagieren zu können.

Höheres Risiko lässt Renditen in beiden Bereichen steigen

Die Binaries-Werte stammen dabei eben nicht nur aus dem Devisen-Segment. Ergänzend setzen Broker auf Basiswerte (Underlying Assets) aus den Bereichen Aktien, Indizes und Rohstoffe. Die genaue Verteilung der Werte variiert von Broker zu Broker. Die internationalen Indizes und Aktien spielen dabei in der Regel die Hauptrolle, während die Vermögenswerte im Rohstoff-Bereich eher in überschaubarer Zahl vertreten sind auf den Listen der Broker. Rohöl, Gold und Silber finden sich auf diesen Zusammenstellungen fast immer. Bei den Forex-Werten können meist zumindest die „Majors“ – also die meist gehandelten Devisen-Paare – des Marktes für den Handel von Binäroptionen verwendet wer-den. Instrumente, die normalerweise seltener gehandelt werden, sind in der Regel schwankungsanfälliger als ständig in großem Umfang getradete Werte. Gerade exotische Währungspaare können Chancen auf hohe Renditen bringen, zugleich aber mit einem hohen Risiko verbunden sein.

Devisenhandel ist deutlich älter als der Binärhandel

Tatsächlich gibt es einige Punkte auf der Liste „Unterschiede zwischen binären Optionen und FOREX“ wie auch diverse Gemeinsamkeiten. Hoch spekulativ sind beide Ansätze. Ein Unterschied lässt sich mit Blick auf die Geschichte finden: Der Devisenhandel existiert schon seit langer Zeit und reicht historisch betrachtet zumindest ins 19. Jahrhundert, je nach Definition sogar deutlich weiter zurück. Der Handel mit binären Optionen für Privatanleger hingegen ist noch recht jung und hat sich erst seit den 1990er Jahren allmählich zu dem entwickelt, was heute als Binärhandel bekannt und beliebt ist. Beim Thema Maximalrendite finden sich durchaus Gemeinsamkeiten. Sehr risikofreudige Trader können hier wie dort Gewinne von 500 Prozent und teilweise noch mehr erreichen. Dass Einsätze je nach Trading-System einem Totalverlust zum Opfer fallen können, verbindet die beiden Ansätze ebenfalls miteinander.

Forex-Positionen werden oft manuell geschlossen

Die Möglichkeit eines letztlich fast nicht vorhandenen Zeitlimits für das Halten von FOREX-Positionen ist und bleibt der wohl größte Unterschied zu binären Optionen. Zwar sehen auch Devisen-Broker in der Regel ein automatisches Schließen nach längeren Haltezeiten vor, oft spätestens nach einem Jahr. Bis dahin können Trader individuell entscheiden, wann es zum Schließen kommt. Bei Binaries-Brokern hingegen steht – abgesehen von Stop-Losses und vergleich-baren Extra-Funktionen, die es aber auch beim Devisenhandel vielfach gibt – von Anfang an fest, wann Orders geschlossen werden. Dennoch bestimmen beim FX-Trading die erreichten Kurse über den Schlusszeitpunkt – Laufzeiten wie beim Handeln binärer Optionen gibt es eben nicht. Die „Early Closure“-Funktion stellt beim Binärhandel in vielen Fällen das Pendant zum Stop-Loss beim FX-Handel dar.

FX-Trading vielfach mit Finanzierungskosten verbunden

Eine allgemeingültige Aussage nach dem Format „Binäre Optionen dafür, Forex dann“ lässt sich kaum formulieren. Die Funktionsweise der Binäroptionen macht sie für Einsteiger interessant, da das Wetten über klassische Digitaloptionen im Vergleich zu Einschätzungen am Devisenmarkt leichter gelingen kann. Ich gewinne damit eine bestimmte Menge Geld oder verliere den vorher bekannten Einsatz, ohne dass ich als Händler später mit unerwartet hohen Kosten darüber hinaus konfrontiert werden kann. Der Verzicht auf den „maximalen Hebel“ wie beim Handel mit FX-Werten entfällt, so bleiben gerade auch potentielle Finanzierungskosten außen vor. Und diese Kosten können beim kreditbasierten Handel (Thema „Leerverkauf“) je nachdem, wie lange Position aufrechterhalten werden sollen, auf Basis des tagesaktuellen Zinssatzes durchaus spürbar ausfallen.
Ein weiterer Unterschied zwischen binären Optionen und FOREX: Binäre-Optionen-Broker sind üblicherweise selbst Market Maker, während FX-Broker in verschiedener Art in Erscheinung treten können. Binärhandels-Broker sind also selbst für die Kursstellung verantwortlich. Sie treten je nach Marktlage selbst als Gegenspieler der Trader und somit der eigenen Kunden auf, falls der Markt kein Gleichgewicht zwischen dem Kauf- und Verkaufsvolumen erkennen lässt.

Nemack

Mein Fazit

In einigen Punkten sind sich Instrumente aus dem Forex-Sektor und binäre Optionen gar nicht unähnlich. Zum Beispiel sehen viele Broker in beiden Bereichen eine vergleichbare Auswahl an Laufzeiten vor. Zwar entscheiden Trader digitaler Optionen zu Beginn, über welchen Zeitraum sie Optionen traden, sie können Positionen oftmals aber vorzeitig schließen lassen. Forex-Trader können ihren Einsatz auf Kreditbasis über den maximalen Hebel dramatisch steigern, müssen im Falle von Verkaufspositionen mit finanziellen Leihgaben aber Finanzierungskosten zahlen, deren Höhe von den Haltezeiten abhängt. Vor allem unterscheiden sich beide Handelsbereiche insofern, dass Binaries-Händler auf die Kursentwicklungen bei FX-Instrumenten setzen können, während Devisenhändler auf das Traden mit Währungen und Devisen-paaren begrenzt sind – einmal abgesehen von FX-Brokern, die auch in anderen Bereichen tätig sind.