Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen mitsamt Beispiel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der Gegentrendhandel eignet sich in Situationen, in denen Trader mit einer mehr oder weniger zeitnahen Umkehr eines bestehenden Trends rechnen. No-Touch-Optionen sind die erste Wahl, wenn Trader der festen Überzeugung sind, dass der Basiswert einen gewissen Kurs innerhalb der Laufzeit auf keinen Fall erreicht.
  • Sehr volatile Märkte machen eine Bewertung der maximalen Kursveränderung schwierig. Für den Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen sollten Anleger deshalb umfangreiche Erfahrungen mit den Märkten vorweisen können.
  • Chartanalytische Hilfsmittel sind eine gute Grundlage, um wahrscheinliche Kursentwicklungen zu prognostizieren. Auch die Markt-Historie gibt vielfach Aufschluss darüber, in welchem Ausmaß sich die Kurse der Underlying Assets vermutlich maximal verändern werden.

gegentrendhandelDas Handeln mit dem Trend ist aus Sicht vieler Trader eher etwas für Anfänger, die nur ein geringes Risiko eingehen möchten. Auf den zweiten Blick aber wird rasch deutlich, dass diese Einschätzung falsch ist. Denn was spricht dagegen, als fortgeschrittener Händler mit binären Optionen ebenfalls über Trendentwicklungen Gewinne einzustreichen? Dennoch zeigt der Vergleich der Strategien vor allem eines schnell: Der Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen kann in besonderer Weise Anleger zufriedenstellen, die sehr hohe Renditen realisieren möchten. Mit der Masse zu handeln bedeutet in vielen Fällen zwangsläufig, dass Broker bei den entsprechenden Binäroptionen eher geringe Renditen ansetzen. Überdurchschnittliche Erträge aus dem Handel mit digitalen Optionen setzen auf Seiten der Anleger also eine höhere Risikobereitschaft voraus als bei Positionen, deren Ziel eher geringe, aber eben relativ sichere Gewinne sind.

Welche Kurse werden Optionen auf keinen Fall erreichen?

Der Begriff „relativ“ ist deshalb berechtigt, weil es am Markt nur sehr bedingt Erfolgsgarantien geben kann. Um beim Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen gewinnbringend agieren zu können, sollten Trader möglichst nicht ganz am Anfang ihrer Handelskarriere stehen. Nur mit einigen Erfahrungen und einer objektiven Bewertung erkennen Händler, wann mit einer Trendumkehr zu rechnen ist und wie lange bestehende Trends wahrscheinlich noch Bestand haben wer-den. Diese Erkenntnis braucht es, um insbesondere bei langfristigen Optionen rechtzeitig die passenden Parameter an-setzen zu können. Unerfahrene Trader haben vielfach Probleme bei der Analyse des Status quo an den Märkten und sind nicht ausreichend gut mit den Tools vertraut, die Broker ihren Kunden zur Verfügung stellen auf den Handelsplattformen.

Ohne Analyse fordern Binaries-Trader ihr Glück heraus

Mit den Handelsindikatoren, Einstellungsmöglichkeiten zur Beobachtung der Kurse und unter anderem den Marktkalendern müssen Nutzer in spe jedoch umzugehen verstehen. Eine präzise Ausbildung ist insbesondere für den analytisch ausgerichteten Handel gegen den Trend dringend erforderlich. Dazu gehört bei vielen Broker zudem die Möglichkeit, den Gegentrendhandel durch Verwendung eines Demokontos kennenzulernen. Echtes Geld müssen Trader so wenigstens eine Weile lang nicht einsetzen, wenn ihr Anbieter ein gewisses Testguthaben aufs Testkonto transferiert.

Kursentwicklungen während der Laufzeit entscheidend

Die zentrale Frage beim Handeln gegen einen Trend lautet: Wann zeigt sich eine bevorstehende Trendumkehr? Und wie deutlich sollten die Signale ausfallen, damit sich eine Investition für Anleger lohnt? Zugleich zeigt sich an diesem Punkt nochmals, weshalb es eine gewisse Erfahrung für den Erfolg braucht. Anfängern fällt es nicht gerade leicht, in Charts abzulesen, wann es sich etwa lohnt, dem Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen gegenüber dem Trading mit Trendausrichtung den Vorzug zu geben. Vorübergehende Kursrückgänge oder Kursanstiege bedeuten nicht automatisch, dass ein Trend endgültig ins Gegenteil dreht. Oft sind längere Seitwärtsbewegungen gute Hinweisgeber, dass man sich allmählich vom Trendfolgehandel verabschieden sollte. One-Touch-Optionen sind diesbezüglich insofern komplizierter als normale Call- und Put-Optionen, weil es dabei nicht ausreicht vorherzusagen, ob der Kurs eines Underlying Assets zum Ende der Laufzeit gestiegen oder gesunken sein wird.

Einmalige Ereignisse definieren Erfolge und Misserfolge

Trader müssen beim Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen stattdessen eine Prognose dazu abgeben, ob der Basis-wert-Preis einen bestimmten Kurs mindestens einmal während der Options-Laufzeit berühren wird. Je höher die Ziel-preise bei den Optionen vom Startpreis entfernt liegen, desto stärker müssen die Kurse schwanken. Beziehungsweise gilt, wenn von No-Touch-Optionen die Rede ist, Folgendes: Je knapper die Kursfenster über/unter dem Anfangspreis liegen, desto höher ist das Verlustrisiko einzuschätzen. Wie riskant die Vorhersagen tatsächlich sind, hängt in erster Li-nie von den gehandelten Optionen und Basiswerten ab. Bei Devisenkursen etwa fallen Schwankungen oft innerhalb kurzer Laufzeiten erheblich aus. Index-Werte wiederum sind oft eher von Stabilität gekennzeichnet und verbuchen deutliche Abweichungen eher im Zusammenhang mit sehr wichtigen Ereignissen.

Unterschiedliche Namen, gleiche Bedeutung

Ein gebräuchlicher Alternativbegriff für den Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen ist „Kontratrend-Strategie“. Un-gleich genauer als bei den normalen No-Touch-Optionen müssen Trader planen, wenn sie die komplexere Version in Form der „Double No Touch“-Optionen für den richtigen Ansatz halten. Wie beim Pendant „Double Touch“ spielen hierbei gleich zwei Kursbereiche eine Rolle – in aller Regel einmal über und einmal unter dem Startpreis. Die gehandelten binären Optionen dürfen die beiden Kurse während der Laufzeit nicht berühren. Sollte dies doch geschehen, endet die Position out of the money. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Totalverlust, sofern Trader keine Maßnahmen zur Verlustabsicherung ergriffen haben, wie sie von verschiedenen Anbietern aus dem Binärhandels-Broker-Vergleich offeriert werden. Solche Leistungen können sich aber wiederum negativ auf die maximale Rendite auswirken, wie der Broker-Test verdeutlicht.

Broker bieten Analyse-Hilfen und News-Dienste – Social Trading interessant

Wichtige Hinweisgeber im Rahmen der Analyse sind Handelsindikatoren, die auf unterschiedlichen Wegen bezogen werden können. Meist kommen Händler dabei ohne externe, vielleicht sogar gebührenpflichtige Dienste aus. Viele Broker versenden Handelssignale im Abonnement – per E-Mail, SMS oder mobil informiert, sind Trader so jederzeit auf dem Laufenden, um gewinnbringend handeln zu können. Kaum etwas ist beim Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen wichtiger, als eine Vorstellung von der Marktlage zu haben. Haben sich Basiswert-Kurse beispielsweise in einem Zeitfenster X nur innerhalb eines bestimmten Bereichs nach unten bewegt, kann dies ein guter Zeitpunkt für die Ausführung binärer Optionen gegen den Trend im Modell No-Touch sein. Social-Trading-Anbieter erlauben Händler in diesem Zusammenhang auch, die Signale anderer Trader abonnieren zu können, die weitaus umfangreichere Erfahrungen vorweisen können.

Chartformationen geben wichtige Trend-Hinweise

Kursalarme können ebenfalls sehr hilfreich sein, um „Kontratrend-strategisch“ vorzugehen. Denn so können Händler umgehend reagieren, wenn sie Chancen ausfindig machen, dass sich ein Vorgehen gegen den Trend als lohnend erweist. In der praxisnahen Chart-Analyse wird eine Trendumkehr mit etwas Erfahrung gut ablesbar in Phasen steigender oder sinkender Kurse. Ein Indiz: Die Ausschläge in die aktuelle Richtung werden in Charts zunehmend geringer.

Eine wichtige Kursformation, auf die in vielen Phasen Verlass ist, ist die so genannte „Schulter-Kopf-Schulter-Formation“. Ein wenig analytisches Geschick braucht die Analyse, da die Form nicht immer ganz eindeutig ausfällt. Die Formation setzt sich – im Fall steigender Kurse – aus einem Hoch, einem geringen Rückgang („Nackenlinie“) und einem weiteren Hoch zusammen.

Selbst wenn Trader bei der Analyse einer Fehleinschätzung zum Opfer fallen, ist der Verlust vorab bekannt. Denn sie entscheiden mit ihrem Einsatz, welcher Maximalverlust auf dem Handelskonto möglich ist, sollte der Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen nicht das prognostizierte Ergebnis erreichen, so dass die Trades „out of the money“ enden.

Beispiel zum Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen

Die Grundlage für den exemplarischen Gegentrendhandel soll – wie beim Beispiel für den Trendfolgehandel mit Touch-Option – der Index Dow Jones vor dem Hintergrund der Publikation von Arbeitsmarktdaten durch die US-Regierung sein. Trader X erwartet negative Zahlen und rechnet nachfolgend nicht mit einer Fortsetzung des momentanen Aufwärtstrends. Die Entscheidung fällt zugunsten einer No-Touch-Option mit einer Laufzeit von einer Stunde bei einem Einsatz in Höhe von 500,00 Euro bei einer Rendite von 75 %. Trader müssen dabei neben dem Basiswert und der Laufzeit ab-wägen, welchen Preis das Underlying Asset auf keinen Fall während der Laufzeit erreichen wird. Die Kursmarke kann – in Erwartung eines Kursverlustes – bei einem Ausgangskurs von 17.600 Punkten beispielsweise bei 17.570 Punkten liegen. Wird dieser Kurs bis zum Verfallszeitpunkt nicht ein einziges Mal erreicht, kann ein Händler durch den Handel mit entsprechenden binären Optionen einen Gewinn realisieren. Bei Einsatz und Rendite wie angegeben würde der Gewinn bei 350,00 Euro liegen. Im gegenteiligen Falle reicht es, wenn der Index-Kurs nur ein einziges Mal auf 17.570 Punkte sinkt, damit die digitale No-Touch-Option aus dem Geld endet. Ohne eine vom Broker garantierte teilweise Rückerstattung oder Zusatzfunktionen zur Verlustabsicherung wäre dann der Einsatz bei diesem Szenario in voller Höhe verloren. Die Gewinnerzielung bei No-Touch-Optionen wird umso komplizierter und unwahrscheinlicher, je volatiler die Handelswerte oder Märkte sind. Dafür jedoch können Trader über die Binäre-Optionen-Software bei sehr hohem Risiko be-sonders hohe Gewinne realisieren.

Nemack

Mein Fazit

Das Traden gegen den Trend ist schon für Profis nicht immer ganz leicht, für nur fortgeschrittene Händler oder gar Einsteiger erweist sich der Gegentrendhandel mit No-Touch-Optionen somit als noch anspruchsvoller. Wann ist mit einem vorübergehenden Seitwärtstrend, wann gar mit einer Trendumkehr zu rechnen, so dass es sich lohnt, gegen den Strom der Binaries-Anleger zu schwimmen? Dies ist vor allem bei Touch-Optionen ein riskantes Spiel, da es hier ja ausreicht, wenn Basiswert-Kurse einmalig während der Laufzeit einen vorab festgelegten Preis erreichen. Bei No-Touch-Optionen verhält sich die Lage nicht weniger komplex. Selbst erfahrene Händler gehen in diesem Bereich ein beträchtliches Risiko ein. Allerdings winken bei korrekter Prognose der Entwicklungen der Kurse an diesem Punkt sehr hohe Gewinne mit binären Optionen, die aus Sicht vieler ambitionierter Händler das Verlustrisiko rechtfertigen.
Die Anbieter aus dem Binaries-Broker-Test nehmen zum Teil eine Einschränkung der Underlying Assets vor, die für das Traden mit No-Touch-Optionen und dem Gegentrendhandel über diese Handelsart verwendet werden können. Gleiches gilt vereinzelt für die Laufzeiten bis zum Verfallszeitpunkt, wenn Händler auf diesem Wege mit binären Optionen handeln. Ein Broker-Vergleich lohnt sich selbstverständlich nicht nur aufgrund dieser Begrenzungen des Handelsspielraums durch die Betreiber der Handelsplattformen.

Autor: RP