Spreadhandel mit Paaroptionen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Normalerweise geht es beim Binärhandel um die Bewertung eines einzelnen Vermögenswertes und seiner Kursveränderungen. Beim Spreadhandel mit Paaroptionen jedoch müssen sich Trader mit zwei Werten befassen und einschätzen, wie sich die Kurse im Verhältnis entwickeln werden.
  • Binärhandels-Broker geben in der Regel eine sehr genaue Auswahl handelbarer Basiswerte vor, die beim Pair-Trading verwendet werden können. Vor allem FX-Werte finden sich in den Zusammenstellungen in vielen Fällen wieder.
  • Spread Betting kennen Trader oft nur vom Devisenmarkt, doch auch andere Bereiche eignen sich, wie die Verwendung dieser Handelsart im Binäroptions-Sektor verdeutlicht.

spreadhandel paaroptionenDass die so genannten Spreads beim Handel mit Devisen und Differenzkontrakten den zentralen Gebührenaspekt darstellen, wissen selbst Anfänger. Beim Binärhandel spielt dieser Faktor auf den ersten Blick kaum eine Rolle. Allerdings bringt der genaue Vergleich der Handelsstrategien ans Licht, dass Spreads – also die Differenz zwischen dem vom Broker berechneten Kauf- und Verkaufspreis – eben bekannt sein und berücksichtigt werden müssen. Bei vielen Brokern begegnen Händler in der Binäre-Optionen-Software dem Begriff „Spread Betting“, der faktisch dasselbe wie „Spreadhandel“ meint. Binaries-Trader werden in der Regel den Spreadhandel mit Paaroptionen kennenlernen, wenn sie sich für diese Handelsart bzw. Strategie für den Handel mit Binäroptionen interessieren.

Broker-Vergleich offenbart abweichende Asset-Vielfalt

Folgendes werden Anleger erkennen, die sich eingehender mit dem Spread Betting beschäftigen: Es gibt im Grunde nicht nur eine Variante des Spreadhandels, die für Trader binärer Optionen gewinnbringend funktionieren kann. Umso wichtiger ist für sie dementsprechend, dass sie schon im Vorfeld ihres Einstiegs ins Trading ausführlich analysieren, welche Vorgehensweise für sie die individuell richtige ist. Langfristiges oder kurzfristiges Traden? Riskant oder eher konventionell? Dies sind nur zwei Fragen von vielen, die sich Kunden schon beim Vergleich verschiedener Online-Broker stellen sollten, also vor dem ersten Engagement an diesem Binärhandels-Sektor. Das Konzept unterscheidet sich schließlich schon recht deutlich von den allgemein bekannten Call- und Put-Optionen, wenngleich diese letzten Endes durchaus in Kombination von Interesse sein können. Viele Märkte sind von regelmäßigen Kursschwankungen betroffen. Eben deshalb können diese Marktbereiche oder einzelne an den Märkten gehandelte Basiswerte für den Spreadhandel mit Paaroptionen von Interesse sein.

Sehr volatile Märkte werden oftmals bevorzugt angeboten

Händler müssen schlichtweg mehr als eine vordergründige Ahnung davon haben, welche Underlying Assets in welcher Situation über die Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufskursen die besten Rendite-Aussichten bieten. Dabei spielt vor allem die Tatsache eine Rolle, dass nicht alle Währungskurse durch eine vergleichbare Volatilität gekennzeichnet sind. Die meist gehandelten Währungspaare – die so genannten Majors – zeichnen sich durch deutlich häufigere Schwankungen der Kurse aus. Im Gegenzug dazu verhält sich die Lage bei den Minors, also den weniger gefragten Basiswerten am Devisenmarkt, wo die Kurse seltener, dafür im Fall der Fälle aber deutlicher schwanken können. Dies betrifft umso mehr die exotischen Basiswerte, die von einem oft besonders hohen Risiko geprägt sind. Und einmal mehr sei gesagt, dass dieser Hinweis nicht nur auf Devisenwerte zutrifft. Schließlich gibt es auch an anderen Märkten häufiger und weniger oft getradete Vermögenswerte. Den Umfang der Nachfrage können sich Trader durchaus zunutze machen.

Einsätze mit geringem Mindestniveau sprechen Händler an

Die Frage, ob Einzelwerte oder Märkte, Indizes oder Fonds (auch diese sind bei einigen Brokern im Sektor des Binärhandels verfügbar) zum Zeitpunkt X am ehesten rentabel sind, verlangt vom Trader analytisches Geschick – nicht zuletzt im Hinblick auf den richtigen Einstiegszeitpunkt. Rohstoffe wie Gold und Devisen eignen sich aufgrund der hohen Volatilität sehr gut für den Spreadhandel auf Basis von Paaroptionen. Die Auswahl der Assets fällt bei manchem Broker eher gering aus. Einschränkungen zeigt der Broker-Test in etlichen Fällen auch mit Blick auf die nutzbaren Laufzeiten bis zum Verfallszeitpunkt der binären Optionen. Beim Handel mit Binaries müssen Trader darüber hinaus im Unterschied zum CFD- und Forex-Trading den vollen Einsatz aus dem eigenen Budget aufbringen, um Trades ausführen zu können. Einen maximalen Hebel gibt es in diesem Bereich der Broker-Systeme nicht. Demokonten eignen sich optimal, um die Binäre-Optionen-Software zu testen und kein Risiko beim Kennenlernen eingehen zu müssen.

Meist gehandelte Werte als erster Schritt in den Spreadhandel mit Paaroptionen?

Den Begriff Spread kennen Händler wie gesagt vor allem vom Devisenmarkt. Beim Paar-Handel meint der Terminus die Differenz zwischen den Kursen zweier verschiedener Underlying Assets. Der Handel mit Paar-Binäroptionen erweist sich insgesamt in allen Bereichen als interessantes Konzept, sofern die Handelswerte präzise und zueinander passend ausgewählt werden vom Trader – bzw. schon vom Broker, denn in den meisten Fällen können Händler ihre Paar-Optionen nur aus einer Zusammenstellung bestimmter Vermögenswerte auswählen, statt die Werte selbst festzulegen. Dass der Forexmarkt an diesem Punkt die zentrale Rolle im Binaries-Broker-Vergleich spielt, lässt sich damit erklären, dass dieser Markt den Handel rund um die Uhr ermöglicht und eine besonders große Liquidität aufweist.
Dominiert wird der Markt dementsprechend vom Währungspaar Euro/US-Dollar (EUR/USD bzw. USD/EUR), bekanntlich die beiden meist gehandelten Devisen weltweit. Auch Devisenpaare mit Beteiligung des Japanischen Yen, Schweizer Franken oder Britischen Pfunds sind beliebt. Anfänger auf dem Sektor des Pair-Tradings sollten sich zunächst an die gefragtesten Werte halten.

Steigende und sinkende Basiswert-Kurse bieten Trading-Gelegenheiten

Die Basis für den Spreadhandel mit Paaroptionen bilden die Kursentwicklungen. Pair Trading widmet sich daher nicht der Veränderung eines einzelnen Asset-Kurses. Vielmehr geht es darum, dass Trader darauf wetten, wie sich zwei Werte – ein Paar eben – während der Laufzeit bzw. bis zum Verfallszeitpunkt im Verhältnis zueinander entwickeln werden. Somit geht es anders als bei anderen Handelsarten nicht um die absoluten Kursschwankungen eines Einzelwertes. Dies hat zur Folge, dass keine einfachen Aussagen dazu möglich sind, ob nun steigende oder sinkende Kurse für einen Gewinn erforderlich sind. Je nach Anleger-Prognose darf sich sich ein Wert durchaus nach unten entwickeln, solange sich sein Gegenstück in die entgegengesetzte Richtung verändert. Das Rechenmodell sieht üblicherweise beim Binärhandel mit Paaroptionen wie folgt aus: Der Kurs von Underlying Asset X (z.B. einer Aktie eines bestimmten DAX-Konzerns) wird durch den Kurs des Basiswertes Y (eines anderen DAX-Werts) geteilt → kurzum: X / Y

Beispiel für den Spreadhandel mit Paaroptionen

Trader entscheiden, in welcher Weise sich der Kurs verändern soll. Bestimmen können Händler meist nur, welche Basiswerte sie für welche Laufzeit kombinieren möchten. Ein gutes Beispiel für den Spreadhandel mit Paaroptionen sind die Rohstoff-Vermögenswerte Gold und Silber, die bei vielen Binäroptions-Brokern einsetzbar sind:
Beispielsweise liegt der Kurs je Feinunze Gold zum Zeitpunkt X bei 1.200 US-Dollar, während der Silberpreis bei 35 USD liegt. Trader können nun darauf wetten, dass die Differenz der Kurse zunimmt oder schwindet. Die Rendite lag im Beispiel vielleicht bei 90 Prozent liegen und der Händler hatte einen Einsatz von 50,00 Euro vorgenommen. Im Falle eines korrekten Tipps würde der Gewinn damit bei 45,00 Euro liegen. In vielen Fällen müssen Händler beim Pair-Trading einen höheren Mindesteinsatz riskieren als bei normalen Call- und Put-Optionen. Oft sind die Anforderungen mit One-Touch-Optionen vergleichbar mit dem Spreadhandel mit Paaroptionen.

Nemack

Mein Fazit

Dass manche Binäre-Optionen-Broker den Spreadhandel mit Paaroptionen anbieten, sorgt für mehr flexible Trading-Konditionen im Anbieterspektrum. Für Anfänger sind diese Optionen jedoch eher nicht das Richtige. Das Pair-Trading ist eher eine Alternative für diejenigen, die mit anderen Handelsarten bereits Erfahrungen gesammelt und Rendite realisiert haben. Händler müssen schließlich nicht nur vorhersagen, wie sich ein Kurs während der Laufzeit entwickelt, sondern wie sich zwei Werte in Relation zueinander bewegen. Dies macht auf der einen Seite die Lektüre aktueller Marktnachrichten dringend erforderlich, andererseits müssen sich Binaries-Trader von der Einzelfall-Analyse verabschieden und kurz- wie langfristig abwägen, wie Kurse zumindest auf dem Papier „interagieren“. Die erreichbaren Renditen spiegeln im Normalfall das höhere Verlustrisiko aufgrund der doppelten Vermögenswert-Analyse wider.

Autor: RP