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Range Trading mit Optionen mitsamt Beispiel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Das so genannte Range Trading mit Optionen zielt darauf, ob Optionen zum Verfallszeitpunkt innerhalb (In-Range) oder außerhalb eines Kursbereichs (Out-Range) liegen werden. Der Mindesteinsatz fällt meist höher aus als beim klassischen Digitalhandel.
  • Range-Handel wird oft als „europäisches Modell“ bezeichnet, da es in diesem Fall um den Schlusskurs einer binären Option geht, nicht um den Verlauf des Kurse während der Laufzeit.
  • Je nachdem, ob Händler Inside- oder Outside-Range-Optionen eröffnen, variiert das Investitions-Risiko auf Basis des Umfangs des Kursfensters, also der besagten „Range“.

range tradingDer Begriff „Range“ begegnet Tradern binärer Optionen in ihrem Alltag immer wieder. Gemeint ist mit dem Wort ein bestimmter Kursbereich, in dem sich der Kurs eines Underlying Assets bewegen soll – oder eben nicht, sofern Händler darauf wetten, dass der Preis für einen Vermögenswert innerhalb einer gewissen Laufzeit oder zum Verfallszeitpunkt nicht innerhalb des Kursbereichs liegen wird. Je größer die Range als Kursbereich ausfällt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Händler im Falle des so genannten „No Range Trading“ erfolgreich agieren. Beim „Range Trading“ mit Range-Optionen hingegen tippen Händler gezielt darauf, dass der Kurs des gehandelten Vermögenswertes genau in diesem Bereich verweilt. So ist ein sehr schmales Kursfenster hier riskanter als ein sehr breites Preis-Fenster. Eine höhere Risikobereitschaft aber belohnen die Binaries-Broker allgemein mit einer besseren Maximalrendite, sofern die Trades „in the money“ enden am Ende der Laufzeit.

Allein auf den Schlusskurs kommt es beim Range-Handel an

An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass es verschiedene Formen von Range-Optionen gibt, wobei die Vielfalt je nach Broker unterschiedlich umfangreich aussieht. Der Range-Handel lässt sich durchaus als eine der typischen Handelsarten bzw. der klassischen Handelsstrategien bei binären Optionen bezeichnen. Anbieter von Handelsplattformen wie SpotOption oder Techfinancials sprechen beim Range Trading zum Teil auch vom „europäischen Modell“ oder der „europäischen Variante“ des Binärhandels. „Europäisch“ bedeutet dabei, dass es um den Preis des Basiswerts zum Laufzeitende geht, während die Veränderungen der Kurse während der Options-Laufzeit keine Rolle spielen. Das Gegenmodell zu diesem Ansatz sind zum Beispiel Touch-Optionen, bei denen ein einmaliges Erreichen eines Kurswertes ausreicht, um einen Erfolg oder Misserfolg auszulösen. Sie werden dementsprechend als „amerikanische Varianten“ bezeichnet.
Bei einigen Binäre-Optionen-Brokern werden Range-Handelsarten auch als „Boundary“-Trading angeboten. Die Funktionsweise ist hierbei aber identisch. Oft wagen sich eher fortgeschrittene Händler an dieses riskante Trading-Muster, weil es vom Händler letztlich doch ein gewisses Verständnis für die zu erwartenden Marktverläufe verlangt. Üblicherweise unterscheiden Binäre-Optionen-Broker zwischen:

  • Inside- bzw. In-Range-Optionen und
  • Outside- oder Out-Range-Optionen

Umfang der Range-Bereiche definiert das Trading-Risiko

Voraussetzung für den Trading-Erfolg eines Händlers ist die korrekte Prognose dazu, ob der Kurs der Option vom Anfang bis zum Verfallszeitpunkt innerhalb bzw. eben außerhalb der Range liegen wird. Mit „Range“ meinen Broker dabei den Abstand vom unteren Grenzwert bis zum oberen. In der Regel sind die Kursveränderungen bis zum Laufzeitende dabei irrelevant. Diese Tatsache macht das Range Trading von Optionen vor allem zu einem Geduldsspiel, das nicht für jeden Trader geeignet ist. Wer sich allzu leicht aufregt und die nervliche Belastung nicht aushält, sollte eher auf Inside- und Out-Range-Optionen verzichten. Vielfach entscheidet sich der Ausgang erst zum tatsächlichen Verfallszeitpunkt. Unwichtig ist dabei generell die Frage, ob der Kurs die Range im Fall der Fälle nach oben oder unten verlässt. Setzt ein Händler beispielsweise auf eine Range-in-Option, wird nur dann ein Gewinn auf dem Handelskonto verbucht, wenn die Preise in der Range verweilen bis zum Options-Ablauf.

Wann lohnt sich welche Range-Variante am ehesten?

Aus analytischer Sicht bieten sich Inside-Optionen an, wenn Märkte von einer eher geringen Volatilität gekennzeichnet sind. Outside-Range-Optionen wiederum eignen sich für das Binaries-Trading in Phasen sehr hoher Volatilität. Outside-Optionen sind technisch komplexer und somit schwieriger zu traden. Für das Handeln mit Range-Optionen setzen viele Broker bestimmte Mindesteinsätze voraus, die höher angesetzt werden als die Basissätze für normale Up- und Down-Optionen. In der Risikobewertung sind diese digitalen Optionen vergleichbar mit Touch-Optionen. Grundsätzlich ist das Risiko bei binären Optionen auf den vom Trader gewählten Einsatz beschränkt. Häufig bieten Broker sogar eine Rückzahlung von bis zu 15 % als Kompensation im Verlustfall an.

Chance zur Einstellung der passenden Gewinn-Verlust-Gewichtung

Um das Risiko besser managen zu können, stellen Broker ihren Tradern in einigen Fällen Zusatzfunktionen wie einen so genannten „Options Builder“ (teilweise unter ähnlichen Namen) zur Verfügung. Eine weitere Parallele: Die Binäroptions-Broker geben die Rahmenbedingungen fast immer vor. Dies bedeutet, dass Trader zwar entscheiden, ob sie vom Eintreten oder Ausbleiben des Ereignisses ausgehen. Die Preisgrenzen für das Trading mit Range-Optionen stammen vom Online-Broker. Häufig können Trader ihre Orders jedoch über Extrafunktionen beeinflussen. Sie können so nicht nur entscheiden, welche Laufzeit die digitalen Optionen haben sollen. Als Extra dient etwa eine Verlustabsicherung als Schutz durch eingeschränkten Maximalverlust.
Eine höhere Rückerstattung eines Teileinsatzes aus Trades, die out of the money enden, ist mit geringerer Maximalrendite verbunden. Im High-Yield-Modus können risikofreudige Binaries-Trader – bei gleichzeitig deutlich höherer Verlustgefahr – ein Mehrfaches der sonst geltenden Renditen realisieren, die je nach Binäre-Optionen-Broker meist im Bereich von etwa 70 bis rund 90 Prozent liegen.

Höheres Risiko steigert Renditen massiv

Im High-Risk-Modell betragen Renditen im Einzelfall bis zu 500 Prozent, teils sogar noch mehr. Die Chancen, dass Trades bei solchen Renditen im Geld enden, fallen beim Binärhandel wie bei anderen Investitionsmodellen dieser Art sehr gering aus. Sie sind deshalb eher etwas für Profis, die ein Gespür für Märkte haben. Zudem verfügen Einsteiger meist nicht über ein Budget, bei dem sie als Anleger einen Totalverlust verschmerzen können. Günstig wirkt es sich deshalb aus, wenn Broker-Kunden aller Erfahrungsstufen nach der Kontoeröffnung zunächst alle Varianten des Range Tradings testen können.

Beispiel für den Range-Handel mit dem Vermögenswert Gold

Für unser Beispiel zum Trading mit Range-Optionen bietet sich der Handel mit dem Edelmetall Gold als Underlying Asset an. Natürlich müssen Option Trades in jedem Einzelfall immer wieder neu hinterfragt und auf ihren Nutzen hin überprüft werden. Dennoch ist zu sagen, dass sich manche Basiswerte besser als andere für bestimmte Handelsarten eignen, was beim Handel mit Range-Optionen eben auf Rohstoffe und Devisen zutrifft.

Das Szenario sieht wie folgt aus:

Der Preis für das Edelmetall Gold liegt zum Zeitpunkt X bei 1.270 US-Dollar pro Feinunze. Ein Händler rechnet im Rahmen eines aktuellen Abwärtstrends an den Börsen mit einem zeitnahen Anstieg des Goldpreises. Demgemäß möchte der Trader eine Laufzeit von 30 Minuten für eine Range-Option auf den Vermögenswert Gold festlegen. Der Einsatz beträgt 100,00 Euro. Der Broker sieht eine Rendite von 75 % vor und gibt den Bereich für die In-Range-Optionen mit 1.275 bis 1.280 US-Dollar an.
Nun ist es aus Sicht des Händlers vollkommen unerheblich, wie genau sich der Kurs im Laufe der Zeit verändert. Ganz gleich, ob er deutlich unter seinen Ausgangspreis fällt oder ein zwischenzeitliches Hoch verbucht: Wichtig ist, dass der Kurs beim Schließen der Position innerhalb der Range liegt. Bei Out-Range-Trades auf Gold geht es dementsprechend darum, dass der Kurs der Gold-Option außerhalb der Range zu liegen kommt. Endet die Option in the money, schreibt der Broker dem Händlerkonto einen Gewinn in Höhe von 75,00 Euro gut (also 75 Prozent des Einsatzes). Im Verlustfall ist im Regelfall der gesamte Einsatz verloren. Es sei denn, der Binäre-Optionen-Broker sieht eine vorinstallierte Verlustabsicherung vor oder ein Trader richtet selbst eine Absicherung oder eine Gewinnmitnahme ein – beide Konzepte können zu einem vorzeitigen Schließen der Positionen führen, wenn ein bestimmter Kurswert während der Laufzeit erreicht wird.

Nemack

Mein Fazit

Grundvoraussetzung fürs erfolgreiche Trading mit Range-in-Option oder Range-out-Option, die bei etlichen Binaries-Brokern auch als Wochenendoptionen gehandelt werden können, ist ein bedachtes Vorgehen mit der nötigen Ruhe. Selbst extremste Kursausschläge während der ausgewählten Laufzeit sind irrelevant, sofern die Optionen am Ende zum Verfallszeitpunkt – je nach Konditionen – innerhalb bzw. außerhalb der Range-Bereiche anzutreffen sind. Wie sich der Kurs einer Option bis dahin entwickelt, sollte Händler nicht weiter interessieren. Es sei denn, sie können über die Binäre-Optionen-Software noch während der Laufzeit Extra-Funktionen einrichten, die Einsätze ergänzend absichern würden. In der Regel müssen solche Schutzmechanismen aber zum Beginn der Optionslaufzeit installiert werden.
Die flexible Handhabung von Inside-Range- und Outside-Range-Optionen erlaubt Tradern jedenfalls die spezifische Ausrichtung der Trades über diese Handelsart in den meisten Marktumgebungen.