MetaTrader – Erklärung und Beispiele für CFD-Händler

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Die Handelssoftware MetaTrader gehört in den Versionen 4 und 5 zu den erfolgreichsten Plattformen am Markt fürs CFD-Trading, vor allem aufgrund der guten Basisausstattung.
  • Je nach Interesse und Bedarf kann die MT-Software für den Handel durch zusätzliche Handelsindikatoren und weitere Extras ergänzt werden. Vielfach gibt es diese Leistungen kostenlos.
  • Die Kurs-Darstellung in Echtzeit bietet auch beim kurzfristig ausgerichteten Trading gute Möglichkeiten zur Gewinnmitnahme in günstigen Marktphasen.

metatrader erklaerungDie Handelsplattform MetaTrader in ihren unterschiedlichen Varianten und Versionen kann mit Fug und Recht als eine der bekanntesten Handelsumgebungen am Markt bezeichnet werden. Viele CFD-Broker, die ihre Dienste online anbieten, vertrauen direkt auf diese Plattform oder erlauben zumindest auf Wunsch ihrer CFD-Trader die Einbindung des Programms in den Trading-Alltag. Bei der Software, die sowohl unter der Schreibweise „Metatrader“ wie auch als „MetaTrader“ zu finden ist, handelt es sich um eine kostenlose Trading-Unterstützung, die Anleger im Bereich des Handels mit Devisen und Differenzkontrakten anspricht. Verantwortlich für die Software zeichnet das Unternehmen MetaQuotes Software Corporation mit Sitz auf Zypern. Dem Trading-Programm liegt unter anderem eine eigens entwickelte Skriptsprache zugrunde sowie ein passender Editor, so dass Nutzer individuell geeignete Indikatoren und Systeme mit den aktuellen Plattform-Versionen MetaTrader 4 (kurz: MT4) sowie MetaTrader 5 (MT5) erarbeiten können.

Gute Möglichkeiten zur individuellen Ausrichtung der Plattform

Eine der zentralen Eigenschaften der Plattform für den CFD-Handel ist ihre große Flexibilität und die professionelle, umgehende Ausführung von Orders. Die Kurse werden stets in Echtzeit („Realtime“) bereitgestellt. Zu den Plattformen gehören je nach Broker in der Regel verschiedene Chart-Tools sowie CFD-Demokonten unterschiedlicher Art und Umfänge. An dieser Stelle können die Broker entscheiden, wie viel Extra-Service sie den MT-Usern mit auf den Weg geben möchten. Mehr Extra-Leistungen erleichtern den Start erheblich. Auffallend ist im direkten Vergleich der Plattform-Versionen 4 und 5, dass Trader über MT5 seit seiner Einführung im Jahr 2009 ebenfalls mit Instrumenten aus den Sparten Optionen, Futures sowie Aktien traden können.

CFD-Händler können dabei direkt aus Charts heraus Orders ausführen lassen. Anhänger des automatisierten Tradings können ihrer Leidenschaft durch die so genannten „Expert Advisors“ frönen, was die Skriptsprache MQL möglich macht. Auch kann der Trader eigene Skripte und Indikatoren programmieren. Längst kann der MetaTrader nicht nur am stationären PC über die Systeme von Windows und Apple genutzt werden. Auch das Mobile Trading ist dank innovativer Apps für die Systeme iOS, Android und Windows ohne Probleme bei den meisten Brokern möglich. Hinzu kommt vielfach ein CFD-Demokonto, was den Einstieg zumindest zeitweise ohne Verlustrisiko vereinfacht und auf diese Weise beim Kennenlernen des MetaTraders eine große Hilfe darstellt.

MT5: eine eigenständige Software mit vielen Neuerungen

Für den Vergleich von MetaTrader 4 und 5 müssen Interessenten Folgendes wissen: Da die Versionen nicht unmittelbar aufeinander aufbauen, können selbst entwickelte Indikatoren und Skripte nicht ohne Weiteres von einer zur anderen Version übertragen werden. Im Normalfall ist dafür eine erneute Programmierung erforderlich. Ein weiteres Novum des MT5-Angebotes besteht darin, dass ein Direkt-Handel an mittlerweile fast einem Dutzend nationaler Börsen möglich ist, und zwar aufgrund der Zulassung von MetaTrader 5 als „offizielle Handelsplattform“. Ein offensichtlicher Unterschied der beiden Software-Versionen ist die nochmals deutlich raschere Orderausführung und Kursdarstellung beim neueren Format MT5. Bei den Themen Design und Plattform-Struktur werden vormalige MT4-User wohl kaum Probleme bei der Eingewöhnung haben. Dafür gibt es etliche neue Orderarten und Zusatzfunktionen für den Handel beim CFD-Broker – beispielsweise „Stop-Loss“-Extras oder die Gelegenheit zur Einrichtung eines selbst bestimmten Limits. Zudem ist die Anzeige der Markttiefe beim neueren Modell ein interessantes Analyse-Tool. Eine für manchen Trader negative Veränderung besteht leider darin, dass Long- und Short-Positionen beim neueren Angebot nicht mehr zeitgleich abgewickelt werden können, sofern sich verschiedene Positionen auf denselben Basiswert beziehen.

sebastianhell1

Mein Fazit

Durch einen genauen CFD-Broker-Test und den Vergleich der genannten Konditionen legen Trader zügig den Grundstein für ihren Erfolg. Dabei können schon die Einstiegshürden in Form der Mindesteinzahlung zur Account-Eröffnung und der Mindesteinsätze pro Trade entscheidend sein. Daneben variiert die Auswahl der Basiswerte je nach Broker, was Händler ebenfalls berücksichtigen sollten. Bestens für den Start geeignet sind Anbieter, die vielfältige Angebote für Trading-Wissen unterbreiten und zugleich ein kostenloses Demokonto für erste risikofreie Einsätze bereitstellen.

Autor: RP