CFD-Trading auf fallende Kurse (short gehen)

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Anders als beispielsweise beim Aktienhandel oder beim normalen Investieren in Indizes winken CFD-Tradern auch bei sinkenden Kurse hohe Renditen durch korrekte Prognosen.
  • Trendwenden sind geeignete Momente, um mit neuen Positionen short zu gehen, auch durch die Mischung verschiedener Orders.
  • Sinkende Kurse der CFDs geben unverfälscht die Entwicklung des zugrundeliegenden Basiswert-Kurses wieder.

Das Gegenstück zum Bullenmarkt ist der Bärenmarkt, wobei der gebräuchliche französische Fachbegriff Baisse lautet. In einer solchen Phase der Märkte oder eines Marktes fallen die Kurse. Zeichnet sich eine solche Entwicklung des Marktes ab, sollten Händler beim CFD-Trading auf fallende Kurse setzen bzw. „short gehen“. Man spricht in der Fachsprache auch davon, eine Short-Position zu eröffnen. Auch wenn Händler an sich jederzeit long oder short gehen können, erweisen sich Short-Positionen natürlich gerade in schlechten Zeiten an der Börse als die bessere Wahl. Zugleich kann der Erfolg in vielen Fällen in einer gesunden Mischung beider Ansätze liegen, um das Kapital zu vermehren.

Short gehen – mögliche Reaktion auf Trendwenden am Markt

Es gibt oft Werte, deren Entwicklungen eher antizyklisch ausfallen. So steigt beispielsweise in kritischen Marktsituationen häufig der Goldpreis, weil sich Anleger in diesen sicheren Hafen flüchten. Steigen die Aktienkurse wieder und stand der Goldpreis bei einem Rekordwert, kann sich das CFD-Trading auf fallende Kurse beim Gold lohnen, um an dieser Stelle des Marktes zu profitieren. Diese Aussage trifft vice versa natürlich auch auf mögliche Long-Positionen auf Gold zu, die sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase anbieten können. Dabei zeigt sich also wieder einmal, wie wichtig das richtige Timing fürs Trading mit CFDs ist – ob nun bei einer Short- oder Long-Position. CFD-Broker sehen für ihre Trader keine fixen Laufzeiten vor, um short gehen zu können. Die Anleger entscheiden selbst, wann sie den passenden Moment für den Einstieg in und Ausstieg aus Positionen gekommen sehen.

Unterschiedliche Vorgehensweisen bei Verlusten

Das Halten von Positionen bis zum nächsten Handelstag oder darüber hinaus kann die Rendite schmälern, weil die CFD-Broker mehr oder weniger hohe Provisionen berechnen. Zudem handelt es sich bei einer Short-Position um einen Verkauf auf Basis einer Leihgabe, da hier ein Leerverkauf abgewickelt wird. Deshalb werden für die Ausleihe im Regelfall zusätzliche Zinsen pro Tag berechnet, die zum Sinken der Netto-Rendite führen. Was fürs Long-Gehen gilt, trifft auch auf das Short-Gehen zu: Neben den Chancen des maximalen Hebels muss stets auf die Gefahren hingewiesen werden, die der Hebel auf Margin-Basis mit sich bringt. Werden beim CFD-Trading auf sinkende Kurse erhebliche Verluste verbucht – was eben gerade beim Positionshalten über den Handelsschluss bis zum nächsten Tag passieren kann –, gleichen CFD-Broker das Minus zunächst mit dem Kontoguthaben des Händlers aus.

Reicht das eigene Kapital eines Traders nicht aus, kann im Einzelfall die so genannte Nachschusspflicht dazu führen, dass er weiteres Geld einzahlen muss, um den negativen Kontostand auszugleichen. Die Kurse der Differenzkontrakte stellen insgesamt gesehen ein 1:1-Abbild der Kurse dar, die das Fundament des CFD-Basiswerte sind. Tipp: Setzen Sie auf Broker, die eine Airbag-Funktion bieten und damit einen negativen Kontostand verhindern!

sebastianhell1

Mein Fazit

CFD-Trader, die mit sinkenden Kursen am Markt rechnen, entscheiden sich bei der Rendite-Jagd am besten für das Eröffnen von Short-Positionen. Hierbei handelt es sich um Transaktionen auf das Kursminus eines Vermögenswertes aus dem Handelsangebot des CFD-Brokers. Auf diese Weise können Anleger über Differenzkontrakte Gewinne realisieren, wenn die Börse zum gegebenen Zeitpunkt X eine schlechte Phase durchläuft. Auch können Trader short gehen, um Long-Positionen – also Transaktionen auf steigende Kurse – bei anderen Werten gegen Verluste abzusichern.

Autor: RP