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Welche Orderarten gibt es bei CFDs?

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • CFD-Broker bieten ihren Kunden durch mehr oder weniger viele verschiedene Orderarten die Chance, Positionen gezielt auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, Orders ab einem gewissen Startpreis automatisch zu eröffnen oder zu einem bestimmten Preis schließen zu lassen;
  • Aus Trader-Sicht sind es vielfach in erster Linie die diversen „Stop-Orders“, die als Weg zur Verlustabsicherung, aber auch als Option zur Gewinnmitnahme verwendet werden können.
  • Durch Positionen mit verschiedenen Order-Varianten können diese gegenseitig abgesichert werden oder – je nach Ausrichtung – zu einem höheren Gewinn führen.

orderarten

In wenigen Punkten weichen die Daten der Broker so deutlich voneinander ab wie bei den CFD-Orderarten. Nicht nur für Fortgeschrittene und Profis im Handel mit Differenzkontrakten sind die Order- oder Handelsarten eine wichtige Entscheidungsgröße. Gerade Anfänger sollten die Orderarten bei der Auswahl ihres Brokers berücksichtigen. Denn die Typen der Orders sind nicht zuletzt ein wichtiger Aspekt beim bedarfsgerechten Risikomanagement. Zugleich bringen verschiedene Orderarten Abwechslung in den Alltag beim CFD-Trading. Meist können Händler Orderarten bei allen Vermögenswerten von Aktien über Indizes bis hin zu Währungen einsetzen.

Normale Ausführung einer „Market Order“

Der Klassiker in diesem Bereich sind so genannte „Market Orders“. Hierbei handelt es sich letztlich um unlimitierte und unverfälschte Orders, die direkt zum jeweils nächstmöglichen Kurs eines Wertes ausgeführt werden. Aufgrund von Marktschwankungen oder verzögerten Ausführungen können dabei preisliche Abweichungen auftreten.

Im Folgenden widmen wir uns einigen der wichtigsten und meist genutzten CFD-Orderarten.

Die „Stop Loss“-Order

Nutzer legen hier beim CFD-Handel ein Kursziel für eine eröffnete Position fest. Wird dieser Kurs erreicht, kommt es im Kundenauftrag zu einer Positionsauflösung durch den Broker zum eingerichteten Kurs. Diese Orderart dient vor allem der Verlusteingrenzung.

Im Falle einer „Stop Buy“-Order bestimmt der CFD-Trader einen Kurs oberhalb des Startpreises. Grundlage hierbei können zum Beispiel erkennbare Widerstände sein, die sich im Rahmen einer Chartanalyse erkennen lassen. Die automatische Ausführung birgt den Vorteil, dass Trader nicht ständig die Marktentwicklungen im Blick behalten müssen.

Die Order „One Cancels Other“

Hierbei bestimmen Händler in ihrem Account beim CFD-Broker die Rahmenbedingungen für zwei Orders parallel. Sobald eine der beiden Positionen eröffnet wird, löscht der Broker die zweite Position, ohne sie weiter zu berücksichtigen oder zu einem späteren Zeitpunkt in die Tat umzusetzen. Hierbei gibt es zusätzliche Absicherungen, etwa durch die Extra-Funktion „Fill or Kill“, die dazu dient, Positionen zu stornieren, die am Markt nur in Teilen ausgeführt werden könnten.

Die CFD-Orderart „Stop Limit“

Diese Handelsart erlaubt es einem Händler, Kursschwellen im Hinblick auf eine Gewinnabsicherung festzusetzen. Wurden durch den CFD-Handel mit einem bestimmten Instrument nach der Eröffnung Überschüsse erreicht, kommt es bei Erreichen eines gewissen vom Händler festzulegenden Kurses zu einem Verkauf des Instruments (bzw. Kauf, sofern der Händler short gegangen ist).

Orderart „Garantierter Stop“

Auch diese Handelsart dient in erster Linie der Festlegung eines Limits, um auf diese Weise einen übermäßigen Verlust zu verhindern. Diese Orderart kann allerdings bei den meisten Anbietern aus dem CFD-Broker-Vergleich nur bei gewissen Instrumenten zum Einsatz kommen. Ihr Vorteil besteht darin, dass bei deutlich sinkenden Marktwerten dennoch der Kurs für die Schließung angesetzt wird, für den der Stop festgelegt wurde. Die Gefahr einer Abweichung wird so umgangen.

Die CFD-Order „Trailing Stop“

Beim Trailing Stop bestimmen die Händler nicht einen fixen Kurs, bei dem diese Variante einer Stop-Loss-Order ausgeführt wird, sondern einen Betrag, den sie als maximalen Verlust in Kauf nehmen möchten. Die Ausführung erfolgt auch hier automatisch und mit dem Ziel einer Verlusteingrenzung oder der Absicherung eines Überschusses. Genauer gesagt gibt es verschiedene Ansätze für die Einrichtung der Trailing Stops. So können bei etlichen CFD-Brokern neben Verlustbeträgen auch Differenzwerte in Prozent oder in Pips, bezogen auf den aktuellen Preis eines Instruments, angegeben werden.

Die „Entry Orders“

Auch dieser Ansatz unter den CFD-Orderarten kann genauer betrachtet mehrere Variationen aufweisen. Generell gilt, dass Entry Orders ausgeführt werden, sobald die entsprechenden vom Händler eröffneten Positionen einen vorab bestimmten Preis erreichen. Dieser Marktkurs kann sowohl oberhalb als auch unterhalb des aktuellen Kursniveaus liegen. Auf diese Weise lassen sich unter anderem ohne großen Aufwand Limits für Leerverkäufe installieren. Dabei erlaubt ein „Entry Limit Buy“ beim Kauf die Ausführung, wenn der Kurs ansteigt. Die Funktionsweise „Entry Limit Sell“ wird beim Verkauf im Zusammenhang mit einem Kursanstieg genutzt.

sebastianhell1

Mein Fazit

Händler können beim CFD-Trading abhängig vom jeweiligen Broker-Angebot sehr unterschiedliche Orderarten in den Handel einbeziehen. Dabei dienen die CFD-Ordervarianten wahlweise der Automatisierung des Handelseinstiegs bei passenden Kursentwicklungen oder der Chance zum Ausstieg aus Positionen. Darüber hinaus erlaubt der CFD-Handel vielerorts das gleichzeitige Eröffnen von gegenläufigen Positionen, um mit einer der Orders Gewinne zu erreichen.