CFD-Kosten (Swaps) schwanken je nach Instrument

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Die so genannten Swaps fallen in den Bereich der Trading-Nebenkosten. Eine Rolle spielen sie nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Halten von Positionen über Nacht.
  • Im Einzelfall verzichten Broker auf die Berechnung von Spreads. Dafür fallen oft die Gebühren an anderer Stelle höher aus. An einem Vergleich führt also kein Weg vorbei.
  • Je länger Positionen gehalten werden, desto eher steigen die Swaps beim Handel mit CFDs auf ein Niveau, das die endgültige Rendite sinken lässt.

Ganz ohne Gebühren geht auch der CFD-Handel meist nicht vonstatten. Neben Gebühren für den Zahlungsverkehr und den an anderer Stelle eingehender betrachteten Spreads spielen vor allem die CFD-Kosten für die Finanzierung der ausgeführten Transaktionen eine zentrale Rolle. Dabei setzt nicht jeder Broker bei der Abrechnung auf die oft als „Swaps“ bezeichneten Nebenkosten, sondern verwendet stattdessen vielleicht an anderen Stellen höhere Gebühren. Broker erheben ihre CFD-Kosten wahlweise in Form von Fixkosten oder als Zinssatz auf die Finanzierungssummen.

Finanzierungskosten basieren meist auf der Haltedauer

In diesem Zusammenhang wirkt sich der Übernacht-Handel wie auch das Traden über einen Zeitraum von mehreren Tagen zwangsläufig auf die Kosten für den CFD-Handel aus. Die entsprechenden Kosten schwanken je nach Anbieter und vor allem in Abhängigkeit von den gewünschten Instrumenten. Dabei fallen die Gebühren für Swaps auf riskantere oder exotische, seltener gehandelte Werte in der Regel deutlich höher aus. Zugleich erfahren Trader über ein CFD-Demokonto rasch, dass derartige Gebühren – so liegt es in der Natur der Sache – nur im Falle von Short-Positionen, also bei einem Verkauf von Instrumenten erhoben werden. Dabei haben sich die Trader eben diese Instrumente vom Broker bzw. einem anderen Marktteilnehmer geliehen. Gängige Praxis sind Swap-Gebühren übrigens ebenso am Devisenmarkt, wenn Positionen über den Handelstag hinaus gehalten werden. Zu unterschiedlich hohen CFD-Kosten können dabei die abweichenden Zinssätze der Instrumente an den internationalen Märkten führen – gleiches gilt für die Währungsräume und Referenzzinsräume.

Größe der Positionen beeinflusst CFD-Kosten ebenfalls

Einfluss auf die Swap-Gebühren haben weiterhin die vom Broker angesetzten „Overnight Swap Rates“, also die Sätze für den Handel bis (mindestens) in den nächsten Handelstag. Beim Handel übers Wochenende werden üblicherweise drei Tage als Berechnungsgrundlage angesetzt, so dass entsprechend die Gebühren bei Swaps beim Dreifachen liegen. Längere Haltezeiten verursachen schlicht und ergreifend höhere Handelsgebühren. Letztlich sind diese CFD-Kosten ein Aspekt unter vielen bedenkenswerten. Denn nur durch die Verbindung der Finanzierungskosten, der Gebühren für den Zahlungsverkehr und anderer Nebenkosten kann sich im Vergleich verschiedener CFD-Broker ein transparenter Gesamteindruck der Trading-Modelle ergeben. Übrigens: Sofern Trader Long-Positionen traden, werden für das Halten über eine längere Zeitspanne hinweg unter Umständen Zinsen für den Übernacht-Handel auf dem CFD-Trading-Konto gutgeschrieben.

sebastianhell1

Mein Fazit

Trader, die Positionen nicht am Tag der Eröffnung wieder schließen möchten, müssen im Rahmen ihrer Rendite-Kalkulation bestimmte CFD-Kosten einbeziehen. Dabei sind relevante Kosten vor allem beim Übernacht-Handel unter anderem im Zusammenhang mit dem steigenden Verlustrisiko und Schwankungen (auch aufgrund von Zeitumstellung und unterschiedlichen Öffnungszeiten der Märkte) zu sehen. Positiv ist in diesem Zusammenhang, dass der CFD-Broker-Vergleich wie auch ein CFD-Demokonto zeigen kann, wie sich die Kosten bzw. Gebühren jeweils genau zusammensetzen.

Autor: RP