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CFD-Hebel (Leverage) und Margin – alles über die Mindestvoraussetzungen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Beim Handel mit CFDs steht und fällt der Einstieg mit der Margin – der vom Händler zu leistenden Sicherheitsleistung – sowie mit dem Leverage-Wert. „Leverage“ meint den maximalen Hebel, mit dem Trader arbeiten können.
  • Sowohl die Margin- als auch Leverage-Werte schwanken zwischen Brokern zum Teil sehr deutlich. Mitunter können Trader mit einem maximalen Hebel von bis zu 1:500 handeln, also mit 1 Euro Einsatz maximal 500 Euro einsetzen.
  • Margin und Leverage stehen in einem natürlichen Verhältnis zueinander und erlauben so die Berechnung des anderen Wertes.

Der erste wichtige Faktor für den Start in den Handel mit Differenzkontrakten ist die Mindestanforderung für den Einstieg. Sehr günstige Broker beginnen bereits bei 100,00 Euro, wobei dieser Wert nichts über die Handelskosten aussagt und eher darüber entscheidet, bei welchem Anbieter eine Kontoeröffnung infrage kommt. Für den eigentlichen Handel spielen die Begriffe Margin und Leverage eine große Rolle. Als Margin wird die Sicherheitsleistung bezeichnet, die Trader auf ihrem Account hinterlegen müssen, um sich am CFD-Trading beteiligen zu können. Die Leverage kennen viele Interessenten eher unter dem Namen „CFD-Hebel“. Dieser Hebel macht im Grunde den Handel mit Differenzkontrakten erst möglich.

Einfache Umrechnung von Hebel und Margin

Dies geschieht über die Margin, die als Absicherung der Trades dient. Experten sprechen hier von der so genannten „Hebelwirkung“ oder dem „Hebeleffekt“. Die Angabe der Margin erfolgt vielfach in Prozent. Die Anforderungen hinsichtlich der so genannten „Initial Margin“ vor dem Handel variieren je nach Broker, vielfach sogar sehr deutlich. CFD-Trader müssen dabei wissen, dass sie den Spielraum des maximalen Hebels nicht vollständig ausschöpfen müssen. Die Angaben beziehen sich lediglich auf den maximalen Spielraum für die gehandelten Kontrakte. Die Umrechnung vom Prozentsatz der Mindest-Margin in einen Hebel-Wert ist denkbar einfach: Nennt der CFD-Broker als Margin 5,00 %, beträgt der maximale Hebel 1:20, also 5 durch 100. Eine Margin von 1,00 Prozent entspricht einem Hebel von bis zu 1:100. Generell ist zu berücksichtigen, dass der Anleger beim CFD-Handel nicht den vollständigen Gesamthandelswert zahlen muss. Dies wollen wir an einem Beispiel verdeutlichen.

Ein Beispiel für den Hebel-Handel auf Aktien:

Ein Trader möchte CFDs auf eine Aktie XY handeln, die aktuell einen Kurswert von 5,00 Euro hat. Erwerben möchte der Händler insgesamt 10.000 Aktien auf CFD-Basis. Dies entspricht beim klassischen Aktienhandel einem Gesamtvolumen von 50.000 Euro. Beträgt der maximale Hebel für das gewünschte Handelsinstrument 1:100 (was einer Margin von 1,00 % entspricht), muss der Händler für die Position faktisch einen Eigenanteil in Höhe von 500,00 Euro (= die Margin) tragen.

Die generell gültige Formel hierzu lautet: 100 / Satz der Margin (in Prozent) = maximaler Hebel.

In der Realität fallen die Margin-Werte beim CFD-Trading auf Aktien oft höher aus – geringere Werte setzen Broker oft bei Indizes oder Rohstoffen an. Erreichen Trader über den Hebel einen Gewinn, fällt dieser so hoch aus, als hätten sie die gesamte Position selbst ohne einen Kredit vom Broker finanziert. Im Verlustfall jedoch müssen die Händler je nach Broker und genauem Vorgehen bei Verzicht auf eine Verlustabsicherung über die Nachschusspflicht nachzahlen.

sebastianhell1

Mein Fazit

Die Funktionsweise und Rechenweise bei Leverage (Hebel) und Margin sind auch für Anfänger leicht verständlich. Gerade bei der Festlegung des maximalen Hebels sollte man beim CFD-Trading stets daran denken, dass die Verluste nach dem negativen Ausgang einer Position erheblich ausfallen können. Nicht immer sollte man beim CFD-Handel das mögliche Leverage-Maximum als Ideallösung ansehen. Auch schrittweise Gewinne ergeben am Ende einen guten Gesamtgewinn und eine hohe Rendite.