CFD-Broker – schnelle Order-Ausführung mit NDD und STP

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • NDD- und STP-CFD-Broker leiten Orders ihrer Anleger ohne vorherige Bearbeitung an den Interbankenmarkt weiter, Re-Quotes entstehen bei dieser Vorgehensweise im Normalfall nicht.
  • Aufgrund der zeitnahen Umsetzung der Orders werden Kursschwankungen zwischen der Auftragserteilung und -bearbeitung weitgehend verhindert, akute Änderungen sind aber gerade am volatilen Devisenmarkt dennoch möglich.
  • NDD- und STP-Broker kooperieren innerhalb ihrer Partner-Netzwerke mit unterschiedlichen Zahlen von Liquiditätsgebern. Ein großer Kreis von Geldgebern erhöht die Aussicht auf günstige Konditionen beim CFD-Trading.

Order Ausfuehrung mit NDD und STPCFD-Broker arbeiten mit unterschiedlichen Ansätzen zur Ausführung der Orders und Kursstellungen. Auf der einen Seite stehen beispielsweise die Market Maker, die selbst Kurse stellen und damit ihren eigenen Umsatz erzielen. Auf der anderen Seite stehen Anbieter vom Format eines ECN-Brokers oder der hier relevanten STP-Broker. Letztere gehören zur Sparte der so genannten „No Dealing Desk Brokers“ (NDD-Broker). Eine Besonderheit ist darin zu sehen, dass die Broker dieser Art darauf verzichten, die Aufträge ihrer Händler zunächst durch einen eigenen „Dealing Desk“ zu leiten – die Orders werden vielmehr unmittelbar an den Interbankenmarkt weitergeleitet. Dieser direkte Zugang hat im CFD-Broker-Vergleich zur Folge, dass Broker mit NDD- und STP-Ausrichtung keine Re-Quotes auf die Trader-Aufträge erheben. Zugleich kommt es zu einer raschen Bestätigung der Aufträge, was wiederum verhindert, dass es zu einem größeren Verzug zwischen den Orders und ihren Ausführungen kommt.

Keine langwierige Bearbeitung der CFD-Orders durch Broker

Der Vorteil für Trader an diesem Punkt besteht insbesondere darin, dass keine dramatischen Kursschwankungen zu befürchten sind. Dies kann sonst ohne NDD-Ausführung vor allem im Umfeld wichtiger Marktnachrichten und sehr volatiler Marktphasen zu höheren Verlusten oder geringeren Gewinnen führen. Die Abkürzung STP steht für den Terminus „Straight-Through Processing“. Darin verbirgt sich bereits der wichtige Hinweis auf die sofortige Weiterleitung der Trader-Aufträge an die involvierten Broker-Partner, die auch als Liquiditätsgeber bezeichnet werden. Dies können unter anderem Banken oder andere Broker sein. In gewisser Weise bilden STP-Broker als NDD-Anbieter die dritte Broker-Klasse neben den besagten Market-Makern und den ECN-Anbietern, die aufgrund hoher Mindestanforderungen oft eher Profi-Händlern vorbehalten sind. Die Zahl der Liquiditätsgeber kann je nach Broker zwischen einem einzigen und mehreren variieren. Je mehr Partner beteiligt sind, desto günstiger gelingt das CFD-Trading.

Von den jeweils besten Konditionen profitieren

Die Anbieter leiten Aufträge stets an denjenigen Liquiditäts-Provider weiter, der zu einem bestimmten Zeitpunkt X die besten Preise anbietet. Der Zusammenhang ist denkbar einfach: Mehr Geldgeber ermöglichen Tradern günstigeres Handeln, was wiederum zu einer besseren Rendite führen kann. Der Handel beim NDD-Broker mit STP-Ausrichtung zeichnet sich nicht zuletzt auch dadurch aus, dass Händler hier unverfälschten Zugang zu jederzeit aktuellen Quotierungen des Marktes „in „real-time“ (in Echtzeit) haben. Im CFD-Broker-Vergleich sind Unterschiede gerade hinsichtlich der Gebührenmodelle erkennbar. STP-Broker erzielen ihre Umsätze über fixe oder variable Spreads – beide Abrechnungsarten können Vorteile und Nachteile haben. Teilweise berechnen Broker (auch aufgrund der bei den Partnern geltenden Konditionen) Kommissionen für die Weiterleitung und Ausführung der Positionen ihrer CFD-Trader.

STP-Anbieter finden Anklang bei vielen verschiedenen Händler-Typen

Ein weiterer Vorteil des STP-Tradings ist in der anonymisierten Ausführung zu sehen. Dass Broker im Handel nicht selbst als Gegenpart zu ihren Tradern auftreten, ist insofern vorteilhaft, weil so Interessenskonflikte verhindert werden. Market Maker spielen tatsächlich meist diesen Gegenpart und erzielen dementsprechend bei schlechten Ausgängen höhere Gewinne, die zulasten ihrer Trader gehen. Die Handelsplattformen von STP- und NDD-Brokern eignen sich für die meisten Trader-Typen – vom „Scalping“-Anhänger bis zu Händlern, die eher auf Basis tagesaktueller Entwicklungen Rendite erzielen möchten. Die abweichenden Gebührenstrukturen können – müssen aber nicht – bei einem genauen CFD-Broker-Vergleich einen Nachteil darstellen. Vielmehr können sowohl flexible als auch variable Spreads durchaus je nach Situation und unter Berücksichtigung der berechneten Kommissionen ideal sein. Dass STP-Broker vergleichsweise hohe Mindesteinlagen verlangen, kann für Anfänger als ein bedingter Nachteil gewertet werden.

sebastianhell1

Mein Fazit

Broker mit NDD- und STP-Angeboten spielen immer häufiger eine Rolle in Vergleichen von CFD-Brokern. Händler wissen die schnelle Umsetzung ihrer Orders und die Flexibilität der Anbieter zu schätzen. Nicht nur Hedging-Fans und Trader mit Scalping-Interessen können hier schnell und günstig handeln.