Einlagenschutz bei CFD-Brokern – Hilfe für den Ernstfall

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Die meisten Broker bieten ihren Kunden mittlerweile einen gewissen Einlagenschutz, doch die zugesicherten Höhen und Rahmenbedingungen der Haftungen variieren. Insbesondere der Broker-Standort wirkt sich vielfach auf die Konditionen aus.
  • In einigen Ländern sind Broker (vor allem mit staatlicher Regulierung) an gesetzliche Auflagen zur Einlagensicherung gebunden, die meist über die Mindestabsicherung von unregulierten Anbietern hinausgeht.
  • Der Einlagenschutz bezieht sich grundsätzlich auf Kapitalschäden, die von den CFD-Brokern verschuldet sind. Liegt die Schuld beim Trader selbst, ist dies als das generell geltende Verlustrisiko zu verbuchen.

einlagenschutz bei cfd brokernDer Schutz der Kunden-Guthaben ist genau wie die staatliche Regulierung ein elementarer Bestandteil der Sicherheitshinweise im CFD-Broker-Vergleich. Nicht erst im Fall einer Insolvenz mit der Notwendigkeit einer Schadensregulierung wird dieser Punkt relevant. Dabei gibt es mindestens zwei Bereiche, in die sich der Einlagenschutz splitten lässt. Ein Aspekt, durch den sich seriöse CFD-Broker auszeichnen, ist die strikte Trennung der Kundengelder vom Eigenkapital des Unternehmens. In der Regel werden die Guthaben der Kundschaft extern bei Banken aufbewahrt. So fließen die Gelder nicht in die Insolvenzmasse mit ein, sollte ein Broker in die Zahlungsunfähigkeit abrutschen. Einen Zwang für die Festlegung der eigentlichen Einlagensicherung gibt es meist nicht. Dennoch umwerben die meisten Anbieter potentielle CFD-Trader mit einem solchen Modell zum Kapitalschutz. Noch immer stehen viele Anleger in spe den Handelsmodellen im CFD-Bereich und bei ähnlichen Derivatgeschäften relativ skeptisch gegenüber.

Nicht immer sind Gelder vollständig geschützt

Ein guter Einlagenschutz kann Bedenken im Vorfeld der Kontoeröffnung aus der Welt schaffen. Bei der eigentlichen Einlagensicherung zeigen Vergleiche schnell erhebliche Unterschiede. So ist auf der einen Seite keineswegs jeder Broker an ein System zur Absicherung der Gelder angeschlossen. Auf der anderen Seite sind die Einlagen nicht immer in voller Höhe gegen einen Ausfall geschützt. Hier zeigen sich insbesondere abweichende Werte zwischen deutschen und ausländischen Anbietern. Vielerorts finden sich Hinweise darauf, dass im Schadensfall maximal 90 Prozent der Guthaben durch die jeweiligen Fonds ersetzt werden. Im Falle deutscher CFD-Broker sind Gelder dagegen in der Tat üblicherweise zu 100 Prozent geschützt.

Deutsche und britische Broker bieten die besten Werte beim Einlagenschutz

Über den deutschen Einlagensicherungsfonds sind Einlagen bis zu einer Obergrenze von 100.000 Euro abgesichert. Ein fast beispielloser Wert, denn in anderen Ländern liegen die Grenzwert oft deutlich darunter. Britische CFD-Broker arbeiten meist mit 50.000 Pfund, während Broker aus Zypern sogar nur einen Maximalwert von 20.000 Euro nennen. Je mehr Geld CFD-Trader investieren möchten, desto wichtiger ist ein ausreichend hoch angesetzter Einlagenschutz. Vieltrader würden dann eher CFD-Broker mit den besten Werten bevorzugen. Dabei sei gesagt, dass die Konditionen natürlich insgesamt stimmen müssen. Regulierung und Einlagensicherung sind nur zwei von etlichen wichtigen Kriterien.

Einlagensicherung rettet Trader nicht vor Trading-Verlusten

Und noch ein unverzichtbarer Hinweis: Selbst die besten Sicherheitsmaßnahmen dieser Art können nicht verhindern, dass Händler bei schlechten eigenen Entscheidungen Geld verlieren. Dafür können Broker fürs CFD-Trading grundsätzlich keine Garantien übernehmen. Einzig eine anteilige Verlustabsicherung kann wenigstens in einem gewissen Umfang zu einer Erstattung des Einsatzes bei verlorenen Positionen führen. Einmal mehr braucht es beim CFD-Broker-Vergleich somit einen ganzheitlichen Blickwinkel, um alle Facetten der Anbieter zu erkennen.

sebastianhell1

Mein Fazit

Die Heimat der Broker ist normalerweise dafür verantwortlich, in welchem Umfang eine Einlagensicherung für das Händler-Kapital vorgesehen ist. Regulierte CFD-Broker bieten im Grunde immer einen solchen Schutz – während die zunehmend weniger werdenden unregulierten Dienstleister mitunter keinerlei Schutz bieten, was generell zur Zurückhaltung auf Seiten der CFD-Trader führen sollte.

Autor: RP