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CFD-Spreadhandel – Trading mit zwei Kurswerten

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der Spread im eigentlichen Sinne ist ein zentraler Kostenaspekt beim CFD-Handel. Chancen bietet der Spreadhandel CFD-Tradern, die nicht nur einen Vermögenswert einbeziehen möchten.
  • Gewettet wird beim Spreadhandel nicht auf steigende oder sinkende Kurse, sondern auf die Veränderungen der Kurse von zwei Basiswerten zueinander.
  • Fans des Spreadbettings sind auf einen Broker-Vergleich angewiesen, denn nicht jeder Betreiber erlaubt diese Handelsart auf seiner Handelsplattform.

cfd spreadhandelDer Begriff des Spreads begegnet Händlern in vielen Bereichen und sollte schon im Rahmen des CFD-Broker-Vergleichs als Basis dienen. Als Spread wird unter normalen Umständen erst einmal die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis bezeichnet, über die Broker sowie in vielen Fällen auch ihre Partner (Börsen oder außerbörsliche Handelsplätze) Umsätze generieren. Die Spreadwerte wirken sich im entsprechenden Maße auf die Rendite aus, die vom erreichten Gewinn für CFD-Trader übrig bleibt. Eben deshalb sollten Händler stets im Blick behalten, ob Anbieter neben geringen Mindestanforderungen für den Einstieg in den Handel auch ein interessantes Kosten-Rendite-Verhältnis in Aussicht stellen. Zugleich bietet dieser spezielle Gebührenaspekt die Chance, auch über den so genannten CFD-Spreadhandel erfolgreich zu traden.

Welcher Kurs steigt, welches Handelsinstrument verliert an Wert?

Gängige alternative Begriffe sind Spread Betting oder Spreading Trading mit Differenzkontrakten, also CFDs. Im genauen Vergleich mit anderen Strategien wird deutlich, dass der CFD-Spreadhandel zwar komplexer als andere Trading-Ansätze ist. So schwierig, wie mancher Händler sich die Vorgehensweise vorstellt, gestaltet sich der Handel auf Spreads indes nicht. Statt wie gewohnt auf den Anstieg oder Fall des Kurses eines Basiswertes zu wetten, geht es beim Spread Trading um den Gedanken, dass die Spannweite zwischen den Kursen zweier unterschiedlicher Werte variiert. Hier offenbart sich der Charakters dieses Handelsmodells, das jedoch nicht jeder CFD-Broker aus dem Vergleich seinen Kunden erlaubt. Ist der Ansatz zulässig, können Trader einmal mehr viele verschiedene Strategien zum Einsatz bringen. Hierzu braucht es wie üblich eine verständliche und zuverlässige Handelsplattform.

Das passende Gewinn-Verlust-Verhältnis im Blick behalten

Der vorige Abschnitt erwähnt bereits, dass sich der Anleger beim CFD-Spreadhandel im ersten Schritt für zwei nach eigenen Gesichtspunkten interessante Basiswerte entscheiden muss – meist Aktien, Rohstoffe, Devisenpaare oder Indizes. Oft ist nicht ganz klar, wie sich die beiden Werte entwickeln werden. Händler gehen dann in einer der beiden Positionen long, in der anderen short. Der Kauf bezieht sich dabei auf den Basiswert, bei dem die Trader von einen Kursanstieg ausgehen, der Verkauf bezieht sich auf den erwarteten Kursverfall des anderen Assets. Wichtig beim Erreichen der angestrebten Rendite: Das Plus aus der erfolgreichen Position muss das Minus bei der aus dem Geld endenden Kontrakt-Position übertreffen, damit die Kunden des Brokers einen tatsächlichen Gewinn realisieren können. An dieser Stelle zeigt sich die Besonderheit des CFD-Spreadhandels. Wie bei jeder Handelsstrategie zeigen sich beim Spread Trading Vorteile und Nachteile.

Kennen Sie die richtigen Indikatoren und Signale?

Eine falsche Einschätzung der Wichtigkeit der Nachrichtenlage etwa kann falsche Entscheidungen und im nächsten Schritt Verluste verursachen. Die Bewertung der Marktsituationen ist im Grunde stets relativ und verlangt von Händlern einen gewissen Erfahrungsschatz. Nicht ohne Grund ist dieser Trading-Weg gerade bei fortgeschrittenen und professionellen Anlegern begehrt. Dass ein Händler dabei zwei Positionen eröffnen und somit einen doppelten Einsatz leisten muss, ist aus Sicht vorsichtiger Trader wohl zumindest zu Beginn eher ein Argument gegen den CFD-Spreadhandel. Berechnen CFD-Broker überdurchschnittlich hohe Gebühren für Leerverkäufe aus den involvierten Short-Positionen, muss dies im Hinblick auf die erwarteten Gewinne berücksichtigt werden. Auf der Habenseite steht, dass das CFD-Spread-Trading unter Einbeziehung vieler analytischer Instrumente erfolgen kann. Dies macht den Ansatz durchaus effizient. Aufgrund der geringen Gebühren muss der Gesamteinsatz beider Positionen nicht allzu hoch ausfallen. Je geringer die Margin (Sicherheitsleistung) vom Broker festgelegt wird, desto geringer fallen die Mindesteinsätze für das Wetten auf Spreads aus.

Ein klarer Vorteil ist weiterhin darin zu sehen, dass der Kauf und Verkauf zugleich meist weniger riskant ist als bei einzelnen Short- oder Long-Positionen. Unterm Strich sollten Händler niemals zu risikofreudig vorgehen, so verlockend größere Einsätze wegen des geringen Einschusses sein mögen. Es droht der Verlust des Überblicks, wenn zeitgleich zu viele Spreads eröffnet werden.

Ein Beispiel für den CFD-Spreadhandel:

Der Kurs der Aktie X lässt einen eindeutigen Aufwärtstrend erkennen. Es kommt zu einer vorübergehenden und kurzfristigen Kurskorrektur, und Aktie Y schwankt ebenso. Durch den Einstieg in den Wert X realisieren Händler bei gleichem Einsatz einen Gewinn von 5,00 Prozent, in der zweiten Position Y entsteht den CFD-Tradern ein Verlust von 3,00 Prozent. Durch die Risikostreuung ergibt sich insgesamt ein Gewinn in Höhe von 2,00 Prozent nach Schließen der Positionen – abzüglich der jeweiligen Gebühren, die Händler ja schon im Rahmen eines Broker-Vergleichs berücksichtigen sollten.

sebastianhell1

Mein Fazit

CFD-Trader, die Positionen genau aufeinander abstimmen, können mittels CFD-Spreadhandel – durch einen steigenden Kurs bei einem ausgewählten Asset und einem Kursverlust beim zweiten Handelswert – erfolgreich dem CFD-Trading frönen. Dabei müssen aber die anfallenden Gebühren berücksichtigt werden, weil sie die erzielten Gewinne sinken lassen.