CFD Swingtrading

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Kurzfristig interessierte CFD-Trader können beim Swingtrading bei kurzen Investitionszeiträumen über akute Kursschwankungen rentabel wirtschaften.
  • Chancen ergeben sich nicht nur im Umfeld deutlicher Auf- oder Abwärtstrends, auch seitwärtsverlaufende Asset-Kurse sind bei kluger Vorgehensweise rentabel.
  • „Trading mit dem Swing“ verbindet in vielen Fällen Elemente des Gegentrend- und des Trendfolgehandels.

Wie das Traden auf Spreads ist das CFD Swingtrading im Bereich der am häufigsten eingesetzten Handelsstrategien anzutreffen. Eine zweite Parallele zwischen dem Spread- und Swingtrading ist darin zu sehen, dass die Richtung der Kursentwicklung bei den ausgewählten Basiswerten nicht vorgegeben sein muss, um als CFD-Trader erfolgreich zu sein. Dies bedeutet, dass Händler nicht nur in Zeiten steigender Kurse Profite erzielen, sondern auch bei Abwärtsbewegungen Gewinne realisieren können. Werden Kursanstiege erwartet, öffnen Trader Long-Positionen, im gegenteiligen Falle werden Short-Positionen genutzt. Vielfach bietet sich die Chance, zwei Positionen zur wechselseitigen Absicherung zu nutzen oder im Wechsel long und short zu handeln. Der Vorteil beim CFD Swingtrading ist, dass selbst sich seitwärts bewegende Märkte Potenzial bieten können. Ein Vorzug, der die Trading-Strategie mit „Swing“ von manch anderem strategischen Vorgehen unterscheidet.

Auch kurze Zeiträume können zum Erfolg führen

Wie viele andere Fachbegriffe leitet sich auch das Traden auf Swing-Basis aus dem Englischen ab. „To swing“ bedeutet bekanntlich so viel wie „schwingen“. CFD Swingtrading ist interessant, weil mit geringem Einsatz und kurzen Haltezeiten getradet werden kann. Der geringe Mindesteinsatz ergibt sich im Vergleich aus dem Hebel-Handel, den CFD-Broker erlauben. Wann der Moment für den Einstieg gekommen ist, entnehmen CFD-Trader am besten den charttechnischen Analyse-Angeboten der Broker oder den eigens installierten Software-Modellen, die ergänzend zum Einsatz kommen können. Vielfach sind bereits einige wesentliche Indikatoren in die Handelsplattformen integriert, so dass auch Trader aktiv werden können, die noch eine gewisse Starthilfe vonseiten ihres Brokers erhalten möchten. Der Vorteil besteht darin, dass CFD-Trader auf diese Weise schrittweise einsteigen und sich weiteres Wissen aneignen können, während sie bereits auf die Swings bei den Basiswertkursen traden. Wichtige Stichworte beim CFD Swingtrading sind deshalb Widerstands- und Unterstützungsmarken, mit denen Trader unbedingt arbeiten sollten.

Auch ohne offensichtliche Trends lukrativ traden

Vollkommen unerfahrene Händler sollten sich zunächst mit einfacheren Strategien wie der Trendfolge- oder der Kontratrendstrategie vertraut machen. Die Beobachtungszeiträume liegen ansonsten eher im kurzfristigen Bereich. Typisch sind Zeitspannen von einem oder mehreren Tagen, im Maximum erfolgen Widerstands- und Unterstützungs-Analysen über Wochen. Gehandelt wird oft bei minimalen Kursbewegungen (also „Swings“) der Basiswert-Kurse. Der Vorteil für Händler besteht darin, dass sie ohne dauerhafte Trends oder Trendwenden aktiv werden können. Langfristige Investitionen braucht es nicht, so dass Trader (möglichst nach den erhofften Gewinnen) frühzeitig wieder über Kapital für weitere Positionen verfügen können. Sobald ein erster Gewinn erkennbar wird, schließen Trader ihre Positionen oder lassen dies automatisch von entsprechenden Handelssystemen vornehmen. Rendite wird dagegen erst realisiert, wenn die Gewinne die Gebühren übersteigen.

Der Ursprung des CFD-Tradings

Swingtrading ist beim CFD-Handel oft vorrangig eine Alternative für Anleger, denen die Haltedauer beim Kauf von Aktien zeitlich zu weit geht. Sie können so dennoch auf Aktien setzen, jedoch bei weitaus kürzerer Bindung und deutlich geringerem Kapitaleinsatz. Ohne eine verlässliche eigene Meinung ist das CFD Swingtrading aber eher ungeeignet, auch wenn viele Experten diese Variante des Handels mit Differenzkontrakten als „reinste Form“ des CFD-Handels bezeichnen. Zudem sind die überschaubaren Haltezeiten keine Garantie für den eigenen Erfolg, auch wenn der Handel mit Leverage (maximalem Hebel) im Erfolgsfall durchaus hohe Gewinne bringen kann. Unschlüssige Händler sind an anderer Stelle besser aufgehoben. Weiterhin braucht es einige Erfahrungen, um Charttechniken praxisnah mit Bezug auf Handelssignale für den Einstieg zu analysieren. Die Möglichkeit zur Aktion in Seitwärtsphasen ist aber nicht zu unterschätzen – vorausgesetzt, das persönliche Risikomanagement wurde sinnvoll festgelegt. Nutzen können Trader etwa Funktionen aus dem Bereich „Stop Loss“, um bei wichtigen Kurswerten Gewinne mitzunehmen oder Verluste zu minimieren.

Ein Beispiel für das CFD Swingtrading:

Ein aufmerksamer Trader erkennt eine kurzfristige Kurskorrektur, rechnet aber mit einer zeitnahen Rückkehr zum Ausgangskurs des infrage kommenden Basiswertes. Genau jetzt ist der Moment gekommen, um auch ohne eine offensichtliche Trendwende oder Trendfortsetzung einen Gewinn zu realisieren. Wichtig ist dabei, dass Händler rechtzeitig aussteigen, falls ihre Erwartungen beim CFD Swingtrading nicht erfüllt werden. Ein Beispiel: Beginnt ein Aktienkurs einen neuen Aufwärtstrend, kommt es kurze Zeit später zur Korrektur, an deren Ende die Trendfortsetzung ansteht.

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Mein Fazit

Viele Händler, die ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, gehen davon aus, dass Gewinne nur in Zeiten eindeutiger Trends oder im Falle einer Trendumkehr möglich sind. Dies ist nicht immer zutreffend. So können selbst geringere Kursschwankungen über das CFD Swingtrading bei präziser Vorbereitung der Positionen rentabel sein und Gewinne einbringen.

Autor: RP