Unterschied FOREX zu Aktien: Geringe Einsätze und hohe Rendite-Chancen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Im Gegensatz zum normalen Aktienhandel sind Händler beim Forex-Trading nicht gezwungen, den kompletten Gegenwert ihrer Positionen aufzubringen. Beim Handel mit Währungspaaren geht es um die Vorhersage der Kursentwicklungen, nicht um den eigentlichen Kauf der Devisen
  • Aktien werden an den normalen Börsen gehandelt, das FX-Trading hingegen erfolgt außerbörslich über elektronische Handelsplätze und unterliegt so keinen staatlichen Regulierungen. Einen solchen Schutz bieten Devisen-Broker eher über freiwillige Lizenzierungen durch Aufsichtsbehörden
  • Der FX-Markt gilt als größter Markt der Welt und bietet Anlegern auf diese Weise je nach Interesse und Budget auch kurzfristige Chancen auf Gewinn, während der Aktienhandel üblicherweise eher auf langfristige Rendite abzielt

unterschied forex zu aktienViele Finanzinstrumente, die Händler für das Trading per Internet attraktiv finden, zeichnen sich durch ähnliche Handelsmuster und Mindestanforderungen aus. So erlauben Broker in vielen Bereichen längst das Investieren mit kleinem finanziellen Spielraum, was ihnen viele Kunden aus dem Kreis der Privatanleger eingebracht hat. Anfänger stellen zum Teil fest, dass manche Handelsmodelle aber mehr Unterschiede als Parallelen aufweisen. Ein gutes Beispiel hierfür zeigt sich beim Vergleich von FOREX und Aktien: Es gibt mehrere Unterschiede zwischen dem klassischen Handel am Aktienmarkt und dem Forex Trading. Die erste Auffälligkeit: Während die Börsen für den Aktienhandel zu festgelegten Zeiten stattfinden (in Europa vielfach von etwa 9.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr), gibt es derlei zeitliche Einschränkungen beim Forex Trading eigentlich nicht. Dies liegt insbesondere daran, dass der Handel mit Devisen weitgehend über elektronische Plattformen ohne Anbindung an eine Börse erfolgt.

Das Ergebnis: FX-Trader können im Bereich des „Daytradings“ (Eröffnen und Schließen von Positionen binnen eines einzigen Handelstages) mit Laufzeiten von einer Minute bis maximal einigen Stunden Geld investieren und Gewinne einstreichen. Aktionären ist dieser Luxus schon aufgrund der oft geltenden Mindesthaltefristen vorenthalten.

Trader müssen Handelszeiten an internationalen Standorten kennen

Natürlich gibt es je nach Handelsmarkt abweichende Werte: Beispielsweise können nationale Feiertage zu einem vorzeitigen Handelsschluss oder dem vollständigen Aussetzen des Handels an bestimmten Tagen führen. Durch die zeitliche Flexibilität genießt der FX-Handel jedenfalls eine gewisse Ausnahmestellung im Vergleich zu anderen Anlageformen. Rund um die Uhr das Trading lernen und regelmäßig neue Transaktionen ausführen? Dies gelingt genau genommen nur am Währungsmarkt. Der nächste und nicht minder wichtige Aspekt auf der Liste „Unterschiede von FOREX zu Aktien“ ist ebenfalls zeitlicher Natur: Anleger, die am klassischen Aktienmarkt investieren und Renditen erzielen, sollten geduldig sein. Drastische Kursanstiege sind kaum zu erwarten. Höchstens nach einer Neuemission oder nach der Veröffentlichung überraschender Meldungen aus dem Umfeld des jeweiligen Unternehmens sind sehr hohe Gewinne realistisch. In der Regel erreichen Händler mit Aktien eher auf lange Sicht erkleckliche Renditen.

Devisenmarkt als größter Handelsplatz der Welt

Etwa 5,3 Billionen US-Dollar werden derzeit am Forex-Markt pro Handelstag bewegt. Diese enorme Liquidität bringt Händlern am größten Finanzmarkt überhaupt gute Gewinnchancen ein, von denen Aktionäre oft nur träumen können. Ein weiterer Aspekt beim Vergleich zwischen dem FX- und dem Aktien-Handel ist, dass Aktionäre zudem nur Gewinne verbuchen, wenn die Kurse einen Aufwärtstrend aufweisen. Anders beim Handel mit Devisen: Broker erlauben Forex Tradern durch Long-Positionen (Leerverkauf) auch das Realisieren von Gewinnen, wenn die Devisenkurse nach unten gehen. Eben diese Mischung ist es, die viele Devisenhändler anspricht. Je mehr Mittel in Märkten stecken, desto eher ergeben sich Schwankungen bei den Kursen, die FX-Trader in besonders guter Weise für sich nutzen können, um bei allen Arten von Trends erfolgreich sein zu können. Je mehr Geld hin und her bewegt wird, desto eher bieten sich Gelegenheiten zur Gewinnmitnahme. Und das ohne allzu lange Haltezeiten, wie sie Aktionären nur zu gut bekannt sind.

Weitaus weniger Auswahl beim FX-Handel als am Aktienmarkt

Eng damit verbunden ist die Tatsache, dass Aktionäre die tatsächlichen Werte erwerben und somit den vollen Gegenwert investieren müssen. Als Vorteil und Nachteil zugleich kann die Auswahl der handelbaren Basiswerte am Devisenmarkt angesehen werden. Ein Blick auf die internationalen Aktienmärkte und in die Indizes zeigt, dass Händler dort sprichwörtlich aus dem Vollen schöpfen können. Die Optionen für den FX-Handel fallen demgegenüber überschaubarer aus. Durch die geringere Auswahl (oft nur maximal 50 Devisenpaare) lässt sich das Fällen von Entscheidungen am Forex-Markt gut vereinfachen. Dies betrifft vorrangig Anfänger, die sich auf Anraten von Experten auf die „Majors“ oder Paare von Hauptwährungen verlassen sollten, wenn sie den Forex-Handel lernen möchten. Anfänger müssen an dieser Stelle wissen, dass sie nicht die physischen Devisen kaufen, sondern genau genommen Wetten auf die Entwicklungen der Kurse abschließen. Experimente sollten Händler erst wagen, wenn sie alle Facetten der Erklärung zum Forex Trading verstanden haben.

Broker erlauben Trading schon mit geringem Einsatz

Dies führt dazu, dass Investments bereits ab einem vergleichsweise geringen Mindesteinsatz möglich sind. Mancher FX-Broker erlaubt das Eröffnen von Positionen schon ab Beträgen von lediglich 50,00 oder sogar 10,00 Euro. Natürlich können auch größere Summen investiert werden. Doch gerade zu Beginn sind die Mindesteinsätze ein ratsamer Ansatz, um sich dem Verständnis des Forex-Handels eher mit vielen kleinen Trades als einem großen zu nähern. Auch wenn Anleger in diesem Bereich über FX-Broker mitunter schon mit Beträgen von nur 10,00 oder 20,00 Euro tätig werden können, fallen die bewegten Investitionssummen im eigentlichen Sinne höher aus. Dies lässt sich mit dem Hebel erklären, der so genannten „Leverage“. Mancher Broker erlaubt den Devisen-Handel mit einem Hebel von bis zu 1:400 oder gar 1:500. Das Ergebnis ist, dass Trader mit 1 Euro Eigenkapital bis zu 500 Euro über den maximalen Hebel investieren können, was entsprechend zu einer Vervielfachung der Gewinne führen kann.

Hebelwirkung kann hohe Maximalgewinne einbringen

Zum Leverage-System gehört allerdings auch das Risiko eines Verlusts, der sogar über den eigenen Einsatz hinausgehen kann, wenn Broker für den negativen Ausgang von Orders eine Nachschusspflicht vorsehen. Dafür wissen die Händler – so eine Erkenntnis beim Forex-Trading-Lernen – vorab, welcher Verlust droht und auch die Gewinnhöhe ist bekannt. Aktionäre wissen nie, in welchem Ausmaß die Kurse sinken oder steigen. So gesehen ist der Forex-Handel also ein Ansatz für alle, die klare Verhältnisse bevorzugen. Ein letzter, keineswegs zu vernachlässigender Hinweis zum Unterschied zwischen Forex und Aktien: Es sind nicht nur die geringen Mindesteinzahlungssummen und Mindesteinsätze, die für den FX-Handel sprechen. In erster Linie landen viele Trader beim Forex-Lernen, weil sie von den geringen Nebenkosten des Handelsmodells überzeugt sind. Aktienanleger müssen neben den Transaktionsgebühren auch Kosten für die Depotführung bei der Rendite-Berechnung im Blick behalten – und diese können im Einzelfall beträchtlich ausfallen. Forex-Broker erheben dagegen meist keine Gebühren für die Kontoführung.

Beim Handel selbst werden meist Spreads (Differenzen zwischen Kauf- und Verkaufspreis) berechnet. Ebenso gängige Praxis ist das Berechnen von Gebühren für Ein- und Auszahlungen. Vergleichbare Kosten entstehen oft auch beim Aktienhandel über Banken. An diesem Punkt zeigt sich also kein eindeutiger Unterschied zwischen Forex- und Aktien-Handel. Zudem sind es eher falsche Entscheidungen als die Gebühren, die Hindernisse auf dem Weg zum Forex-Millionär darstellen.

sebastianhell1

Mein Fazit

Der wesentliche Unterschied des Aktienhandels im Vergleich zu Investments am FX-Markt ist darin zu sehen, dass Aktionäre stets den vollen Gegenwert einer Aktie einbringen müssen. Der Handel mit Devisen hingegen ist oft schon mit Euro-Beträgen in ein- oder zweistelliger Höhe möglich, wobei die Positionen wegen der Leverage (Hebelwirkung) und der geringen Margin (Sicherheitsleistung) weitaus größer ausfallen können. Devisen eignen sich weiterhin gut zur kurzfristigen Gewinnmitnahme, insbesondere wenn Anleger zum Beispiel die Nachrichtenlage mit arbeitsmarktrelevanten Fakten im Blick behalten. Hohe Aktiengewinne sind meist nur auf lange Sicht realistisch. Außerdem verursacht ein Aktiendepot meist Kosten, während FX-Broker in der Regel keine Gebühren für die Kontonutzung erheben. Vollkommen kostenlos gehen Investitionen natürlich weder im einen noch im anderen Bereich vonstatten. Ein Grund mehr für die Entwicklung einer Forex-Strategie.

Autor: RP