Welche Währungen gibt es an der FOREX?

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Broker bieten ihren Kunden eine mehr oder weniger große Vielfalt handelbarer Währungspaare. Die größten Anbieter der Branche arbeiten mit etlichen Dutzend Werten und erlauben das Handeln im Grunde zu jeder Tageszeit, sodass die FX-Trader flexibel vorgehen können
  • Die Nachfrage nach Devisenpaaren wirkt sich massiv auf die erhobenen Gebühren (Spreads) aus. Händler, die nicht auf die meist gehandelten Werte („Majors“) festgelegt sind, können sprichwörtlich aus dem Vollen schöpfen
  • Experten raten Einsteigern, zunächst Demokonten zu nutzen, um die verschiedenen Handelsarten kennenzulernen und alle Funktionen beim FX-Trading ausführlich zu testen

welche waehrungen forexVon den Chancen auf hohe Gewinne, die der Handel mit Devisen interessierten Tradern bieten kann, ist in den Medien ständig die Rede. Dass FX-Broker, wie die Makler in diesem Bereich oft bezeichnet werden, nicht ständig von drohenden Verlusten sprechen, liegt in der Natur der Sache. Dabei findet sich allerdings auf den Startseiten aller Broker-Plattformen stets eine eindeutige Risikowarnung hinsichtlich der Gefahren, die vor allem der Handel mit Hebelwirkungen bergen kann. Ein wenig mehr Zeit müssen Anleger meist aufbringen, wenn sie sich ein genaues Bild davon verschaffen möchten, welche Währungen an der FOREX – also „Foreign Exchange“ oder dem internationalen Devisenmarkt – gehandelt werden können. An diesem Punkt begegnen Trader auf der Suche nach der richtigen Forex-Strategie und den besten Handelsinstrumenten frühzeitig den beiden Begriffe „Majors“ und „Minors“. Auch exotische Währungen tauchen in den Erklärungen der Portal-Betreiber zum Forex-Handel auf.

Währungspaar-Auswahl variiert im Broker-Vergleich

Eine generelle Aussage dazu, welche Währungen am Devisenmarkt angeboten werden, darf nicht als Garantie dafür verstanden werden, dass Trader all die genannten Handelswerte am Ende bei jedem Broker für Positionen einsetzen können. Je nach Forex-Broker aus dem Vergleich fällt die Instrumenten-Auswahl durchaus merklich verschieden aus. Wissen müssen Händler vor Aufnahme des Forex Tradings: Eine schier endlose Werte-Auswahl ist nicht in jedem Fall als Indiz für Qualität zu werten. Mancher Online-Broker vertraut – beispielsweise aufgrund seiner Ausrichtung als Anbieter für den Devisenhandel und zugleich für andere Derivatgeschäfte wie CFD oder Binäroptionen – eher auf Standards, während ausdrücklich nur am Devisenmarkt agierende Broker meist deutlich mehr Werte im Portfolio haben.

Eine wichtige Grundaussage an dieser Stelle der Erklärungen: Zwei bis drei Dutzend Forex-Werte sind die Regel, Abweichungen nach oben oder unten müssen aber nicht zu einem Leistungsverlust führen.

Einsteiger sollten auf begehrte Devisen vertrauen

Für Anfänger sind vor allem die sehr liquiden Devisen bzw. die Währungspaare, um die es beim Forex-Handel geht, gut geeignet. Mit dem Begriff der „Liquidität“ ist hierbei gemeint, dass es sich um Währungen mit einem besonders großen täglichen Handelsaufkommen handelt. Weltweit werden am FX-Markt an jedem Handelstag Devisen in einem Volumen von mehr als fünf Billionen US-Dollar gehandelt. Damit ist der Forex-Sektor der wichtigste und größte Finanzmarkt überhaupt. Dominiert wird der Markt im Grunde von den fünf wichtigsten Devisen. Diese lauten samt der gängigen Abkürzungen, die im Marktalltag gebräuchlich sind:

  • der US-Dollar (USD)
  • der Euro (EUR) als europäische Gemeinschaftswährung
  • das britische Pfund (GBP)
  • der japanische Yen (JPY)
  • der kanadische Dollar (CAD)

Wenige Devisen bestimmen das FX-Trading

Die besagten fünf Währungen machen in je nach Schätzung bis zu 80 Prozent des gesamten Handels am globalen Forex-Markt aus, wenngleich die Angaben der Experten variieren. Dies auch und gerade deshalb, weil es Schwankungen im Tagesgeschäft gibt. Zumindest innerhalb Europas spielt zudem der Schweizer Franken (CHF) eine zentrale Rolle am Devisenmarkt, weiterhin auch die Schwedische Krone (SEK) und die Norwegische Krone (NOK). Weltweit kommt ergänzend dem Australischen Dollar (AUD) und dem Neuseeland-Dollar (NZD) eine große Bedeutung zu. Die ersten beiden Buchstaben im Währungsakronym spiegeln – abgesehen natürlich vom Euro – die Staaten-Zugehörigkeit wider. Zur Frage „Welche Währungen gibt es an der FOREX?“ gehört stets die Überlegung, wie die Kurse für den Devisenhandel beim Forex-Broker angegeben werden. An dieser Stelle geht es um die Relation zweier Währungswerte zueinander. Denn gehandelt werden ja immer Paare aus zwei Devisen.

Das Verhältnis der Basiswährung zur Gegenwährung

Die erstgenannte Währung wird dabei als Bezugs- oder Basiswährung bezeichnet, und der Begriff der Gegen- oder Kurs-Währung ist dementsprechend für den zweiten Wert im Devisenpaar gebräuchlich. Besonders häufig tauchen an diesem Punkt der Euro und der US-Dollar auf, da sie allgemein als relevante Referenzwährungen gelten. Mittlerweile ist zu sagen, dass die europäische Gemeinschaftswährung zunehmend die erste Position der Basiswährungen einnimmt und dem USD verstärkt den Rang als international wichtigste Währung abläuft. Doch auch die Volksrepublik China und ihre Währung Renminbi (bzw. Yuan) holen auf. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Chinas Wirtschaft seit Jahren boomt und das Land für den Westen wirtschaftlich immer wichtiger wird.

Hintergrund der Währungswertigkeiten

Ausgangspunkt eines Devisenpaars ist generell der Basiseinheit 1 der jeweiligen Basiswährung – also 1,00 Euro, Dollar, Pfund etc. Dies müssen Händler in spe wissen, um die Angebote der Online-Broker verstehen zu können. Transaktionen erfolgen dabei so, dass die Basiswährung gekauft wird und die Gegenwährung verkauft wird. Wird beim Forex Trading beispielsweise eine Position mit einem Euro-Kaufvolumen in Höhe von 10.000 Euro eröffnet, so verkauft der Trader automatisch den Gegenwert der Kurswährung. Welche Devisenmenge dies ausmacht, entscheidet der aktuelle Wechselkurs. Der Kurs der Basiswährung verändert sich somit nicht, einzig die Gegenwährung kann je nach Marktsituation Schwankungen unterliegen.

Die Berechnung erfolgt nach dem Format:

Betrag X der Basiswährung multipliziert mit dem aktuellen Wechselkurs

Majors, Minors & Crosses – diese Fakten müssen FX-Händler kennen

Beim Forex-Handel gibt es den Unterschied zwischen den Majors, also den meist gehandelten Devisenpaaren wie Euro und US-Dollar, und Minors, die seltener getradet werden. Die ersten sechs Plätze auf der Liste der „Majors“ sehen laut Wikipedia die Basiswährung USD vor. Mit einem Anteil von ca. 30 Prozent liegt das Paar USD/EUR unangefochten an der Spitze der FX-Paare mit dem stärksten Handelsvolumen. Eine alternative Bezeichnung für Majors ist der Terminus „Hauptwährungspaare“. FX-Experten empfehlen genau diese Paare insbesondere am Anfang – auch deshalb, weil der Forex-Broker-Test hierbei besonders geringe Gebühren in Form von Spreads erkennen lässt. Zu den Majors gehören unter anderem die Währungspaare USD/EUR, USD/GBP, USD/CHF, USD/EUR, aber auch USD/JPY.

Der Begriff „Crosses“ wird auf Devisenpaare angewendet, die ohne den US-Dollar als meist gehandelte Währung der Welt auskommen.

Viele Devisen auch unter anderen Namen bekannt

Neben den Abkürzungen und den vollständigen Namen haben sich im Forex Trading über die Jahre Spitznamen entwickelt, die als Kurzform unter Profis genutzt werden. Das Währungspaar GBP/USD etwa trägt den Namen „Cable“, das Paar AUS/USD heißt oft „Aussie“, das Paar NZD/USD erhielt seinen Namen „Kiwi“ nach dem neuseeländischen Wappenvogel (so wie unter anderem das Obst). Die Majors unter den FX-Werten bringen es auf einen Marktanteil von etwa zwei Dritteln, wobei die Aussagen auch hier tagesaktuell schwanken.

Aktive Trader mit Erfahrungen können ihr Engagement auf den Bereich der „Minors“ ausweiten. Die Gebühren fallen hier in der Regel zwar höher aus, dafür winken im Erfolgsfall zugleich beachtliche Renditen. Zu den Minors – auch „Exotics“ oder „Exotenwährungen“ genannt – gehört eine ganze Reihe durchaus interessanter Devisenpaare. Der US-Dollar ist dabei ebenfalls mehrheitlich relevant, diese Währungspartner sind beispielsweise „exotisch“ aufgrund der geringeren weltwirtschaftlichen Bedeutung der Herkunftsländer. Denn dies führt dazu, dass auch die internationale Devisen-Nachfrage geringer ausfällt.

Zu den Exotics oder Minors gehören u.a.:

  • die Dänische Krone (DKK)
  • die Schwedische Krone (SEK)
  • die Norwegische Krone (NOK)
  • das Ägyptische Pfund (EGP)
  • Chinas Yuan bzw. Renminbi (CNY)
  • der Brasilianische Real (BRL)
  • der Russische Rubel (RUB)
  • der Ungarische Forint (HUF)
  • der Polnische Złoty (PLN)

Profi-Trader erkennen Chancen von Majors und Minors

Natürlich ist die Liste oben längst nicht vollständig, sie bietet aber einen Einstiegs-Überblick über die gefragtesten unter den Minors, die sich durch eher geringe Liquidität im Forex-Handel auszeichnen. Immer wichtiger werden daneben auch andere Währungen Asiens wie die Indische Rupie (INR), der Hongkong-Dollar (HKD) oder der Singapur-Dollar (SGD). Wie weiter oben berichtet, raten Analysten Anlegern ohne professionelle Forex-Strategie zunächst zur Verwendung der Majors unter den Devisenpaaren. Später, wenn man nach einer ausführlichen Ausbildungsphase eine eigene Forex-Strategie vorweisen kann, sollte dann der Umstieg auf die Minors erfolgen. Ohnehin bietet sich im weiteren Händlerleben ein situationsabhängiger Wechsel zwischen den FX-Paaren an, je nachdem welche zum jeweiligen Zeitpunkt als rentabelste Option im Devisenvergleich hervorstechen. An dieser Stelle gilt am Ende für viele Trader doch der Satz: Je größer die Auswahl der handelbaren Instrumente meines Forex-Brokers, desto flexibler kann ich vorgehen und Gelegenheiten für Gewinnmitnahmen am FX-Markt nutzen.

sebastianhell1

Mein Fazit

FX-Trader haben aufgrund der Internationalisierung des Devisenmarktes mehr Spielraum für den Forexhandel als vor zehn oder 20 Jahren. Auch gibt es kaum noch zeitliche Einschränkungen beim digitalen Trading über einen der besten Forex-Broker. Hierzu müssen die Händler lediglich über den Tellerrand blicken und die Chancen an ausländischen Märkten erkennen. Bei den Währungspaaren ist zu unterscheiden zwischen Majors und Minors bzw. Exotics. Die meist gehandelten Währungspaare bieten jederzeit gute Gelegenheit – insbesondere, weil mit einer sinnvollen Forex-Strategie Gewinne sowohl bei steigenden wie auch sinkenden Kursen möglich sind. Ohne eine Forex-Handel-Erklärung sollten Anleger aber weder im einen noch im anderen Bereich starten. Ein grundlegendes Basis-Wissen sollten sich Neukunden zunächst unbedingt über Broker-Trainings-Angebote wie eBooks oder Demokonten erarbeiten, vor allem bevor sie hohe Einsätze mit riskanten, seltener getradeten Währungspaaren riskieren.

Autor: RP