×

Achtung:

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 842

Die wichtigsten FOREX-Begriffe für Einsteiger

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Es reicht nicht aus, als Händler am FOREX-Markt nur einige der Fachbegriffe zu kennen. Zwingend erforderlich ist ein Verständnis für alle Termini, die beim Devisenhandel eine Rolle spielen. Dies betrifft Aspekte wie Handelsarten und FX-Instrumente ebenso wie die Konditionen für die Kontoeröffnung und den Handelsstart
  • Was bedeutet der Terminus „Volatilität“ und was verbirgt sich hinter den Boni für den Handel? Solche und andere Punkte müssen Trader im FX-Segment unbedingt aus dem Effeff kennen, um erfolgreich zu handeln
  • Pips, Lot-Größen und Extrafunktionen wie „Stopp-Losses“ sind weitere Fakten, die bekannt sein müssen, um den vollen Spielraum der Anbieter aus dem Forex-BrokerVergleich korrekt zu verstehen. Dies trifft auch auf Themen wie Requotes oder die Haltezeiten etwa übers Wochenende zu

forex begriffe fuer einsteigerDie Suche nach dem optimalen Forex-Broker ist für Devisen-Trader nur eine der wichtigen Voraussetzungen für den Erfolg. Die andere Seite der Medaille ist das nötige Fachwissen. Denn nur FX-Trader, die mit der Materie fundiert vertraut sind, können jederzeit sinnvolle Entscheidungen treffen. Dies gilt gleichermaßen für das Eröffnen neuer Positionen unter Berücksichtigung möglicher Extra-Funktionen wie für das Korrigieren bereits ausgeführter Orders im Zusammenhang mit nicht vorhersehbaren Marktveränderungen.

Bei der Lektüre der folgenden Erläuterungen werden Sie eventuell erkennen, dass sich die wichtigsten FOREX-Begriffe für Einsteiger in vielen Bereichen von den unverzichtbaren Fachtermini für fortgeschrittene und professionelle Trader unterscheiden. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass erfahrene Trader in der Vergangenheit bereits eine umfassende Forex-Handel-Erklärung gelesen haben, während sich Anfänger erst Schritt für Schritt zum Fortgeschrittenen-Status und zu einer passenden Forex-Strategie durcharbeiten müssen.

Die Liste der folgenden Begriffe hilft Ihnen dabei, dass Sie nach dem Broker-Vergleich direkt in den Handel starten können, ohne vorrangig auf Ihr Anfängerglück vertrauen zu müssen.

Broker

Um am FX-Markt agieren zu können, benötigen Trader professionelle Partner – die so genannten Broker. Sie stellen letztlich die Schnittstelle zwischen den Händlern und dem Devisenmarkt dar. Sie stellen die Abwicklung von Aufträgen (also An- und Verkäufen von Devisen) sicher. Der optimale Forex-Broker bietet neben fairen Konditionen beim Trading (Ein- und Auszahlungsgebühren, Mindesteinlage und Mindesteinsatz) gute Weiterbildungsangebote und oft auch ein Demokonto für erste Test-Trades.

Demokonto

Ein Demokonto, auch Test- bzw. Spielgeld-Konto genannt, erlaubt Tradern das Ausprobieren aller Funktionen und Handelsarten einer Trading-Plattform ohne den Einsatz von echtem Geld. Im FX-Broker-Test wird dabei zwischen verschiedenen Kontomodellen unterschieden. Einige Online-Broker offerieren solche Konten ohne den Zwang zur Eröffnung eines Echtgeld- oder Live-Kontos und die damit verbundene Mindesteinzahlung. Wichtig für Händler: Der Demo-Account sollte tatsächlich Zugang zu allen Facetten der Handelsplattform bieten und wie das normale Konto Kurse in Echtzeit – also unter realen Bedingungen – anzeigen. Abweichende Umstände zeigen sich bei Erfahrungen mit Forex-Brokern hinsichtlich des Guthabens, das Anbieter ihren Kunden für das Testen des Handelsmodells zur Verfügung stellen. Ebenso variieren die Nutzungszeiträume der Demokonto-Angebote.

Live-Konto

Bei diesem Kontomodell handelt es sich um den eigentlichen Trading-Account, mit dessen Hilfe FX-Händler ihr richtiges Geld im Devisenhandel investieren. Machen Sie sich diesbezüglich mit den Fakten zur Mindesteinlage für die Kontoeröffnung sowie zum Mindesteinsatz pro Order vertraut. Diese beiden Angaben sind unverzichtbar, um einen Vergleich verschiedener Broker vornehmen zu können und zugleich mit möglichst wenig Kapital viele Positionen eröffnen zu können. Anfänger lernen so am schnellsten die Handelsarten und Zusatzfunktionen kennen.

Mindesteinlage und Mindesteinsatz

Die Mindesteinlage, Ersteinzahlungssumme oder Ersteinlage ist die Summe, die Forex-Broker als Untergrenze für die Eröffnung eines Handelskontos ansetzen. Manche Anbieter, die sich bewusst an Einsteiger wenden, geben sich an diesem Punkt mit 500,00 Euro oder noch deutlich weniger Kapital zufrieden, andere Dienstleister verlangen Summen im vierstelligen Bereich. Die Mindesteinlage hat nicht nur Einfluss auf den finanziellen Spielraum beim Trading mit Devisen. Zugleich ist die Einzahlungssumme oft relevant für den Erhalt eines Neukundenbonus. Neben der Ersteinzahlungssumme spielt auch der Mindesteinsatz bei der Suche nach dem optimalen Forex-Broker und der Vergabe von Bonus-Leistungen eine zentrale Rolle. Hier sollten sich Händler außerdem mit einem eventuellen mininalen Handelsumsatz befassen.

Webinare

So genannte Webinare sind Internetnutzern aus vielen Bereichen des WWW vertraut. Im Forex-Broker-Vergleich geht es an diesem Punkt um einen elementaren Bestandteil der Schulungsangebote. Es handelt es sich um virtuelle Kurse, in denen die Anbieter Händlern unter professioneller Anleitung das Fachwissen und die Funktionsweisen des FX-Tradings vermitteln. Oft gibt es neben vorab aufgezeichneten und jederzeit abrufbaren Videos auch Live-Schulungen, an denen Kunden (teils kostenlos, teils gebührenpflichtig) teilnehmen können, um den Experten unter anderem Fragen zum Handelsmodell und zu Forex-Strategien zu stellen.

Daytrading

Nicht jeder Händler möchte Positionen am Devisenmarkt über Wochen oder gar Monate halten. Anleger, die eher Interesse an kurzen Haltezeiten haben, werden im Fachjargon als „Daytrader“ bezeichnet. Mit dem Begriff des Daytradings werden Aktivitäten beim Forex-Handel bezeichnet, die maximal einige Stunden andauern. Genauer: Die Positionen werden am selben Handelstag eröffnet und geschlossen. Die Laufzeiten vieler Online-Broker beginnen bereits im Bereich von 60 Sekunden. Hierzu ist zu sagen, dass Händler aufgrund der oft akuten Kursausschläge immer auf dem Laufenden sein müssen bei den wichtigen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft, um schnell reagieren zu können. Gerade Daytrading-Fans sollten Wert auf ein gutes Money- und Risikomanagement legen.

Money- und Riskmanagement

Auf ein sinnvolles Money- und Risk-Management sind gerade Anfänger angewiesen. Es geht dabei um die Festlegung eines gesunden Verhältnisses zwischen der angestrebten Rendite und dem Risiko, das sie bereit sind im Gegenzug einzugehen. Beim Money-Management geht es zudem um die Überlegung, welche Summen sich Trader beim Handel mit Devisen als Einsätze „leisten“ können – vor dem Hintergrund des generell bestehenden Verlustrisikos selbst bei optimaler Marktanalyse. Die goldene Regel lautet: Investieren Sie kein Geld, dessen Verlust Sie im Ernstfall nicht verschmerzen können. Beim Risk-Management geht es weiterhin darum, Forex-Positionen so zu gestalten, dass sie den individuellen Wünschen entsprechen. „Limits“, „Stop Losses“ und andere zusätzliche Funktionen schaffen flexible Anpassungsmöglichkeiten – auch diese Extras gehören dazu, wenn Sie das Forex Trading lernen möchten. Am besten geht das über ein Demokonto.

Volatilität

Ist vom Devisenmarkt die Rede, taucht rasch der Begriff der Volatilität auf. Das Wort steht im FX-Markt wie in anderen Finanzbereichen für das Ausmaß der Schwankungen eines Handelsinstrumentes innerhalb eines Zeitraums X. Zugrunde gelegt wird dabei jeweils ein durchschnittlicher Wert innerhalb der Zeitspanne. Je weiter die Werte an anderen Zeitpunkten vom Ergebnis in diesem Durchschnitts-Zeitraum abweichen, desto „volatiler“ ist der Wert. Der Devisenmarkt gilt wegen des enormen täglichen Handelsvolumens und seiner Anfälligkeit bei wichtigen politischen oder wirtschaftlichen Nachrichten allgemein als besonders schwankungsanfällig. Dies bedeutet einerseits, dass der Markt jederzeit gute Rendite-Chancen bietet, andererseits ist er auch stets von einem hohen Risiko geprägt.

Handelszeiten

Handelszeiten wie beim klassischen Handel mit Aktien an der Börse gibt es beim FX-Trading genau genommen nicht, da dieser Bereich über außerbörsliche elektronische Handelsplätze abgewickelt wird. Dies sorgt dafür, dass Devisenhändler im Grunde während des gesamten Tages aktiv werden können. In einem gewissen Umfang schränken Forex-Broker ihre Öffnungszeiten aber dennoch ein: Im Regelfall haben die Betreiber im Zeitfenster von etwa 22.00 Uhr am Sonntagabend bis Freitag abends um 22.00 Uhr die Tür zu ihren Handelsplattformen geöffnet, also 5 ganze Tage lang. Gewisse Ausnahmen sind als Bestätigung zu werten. Während der Handelszeiten öffnen die internationalen Märkte von Australien über Asien und Europa bis in die USA. Teilweise überschneiden sich die Öffnungszeiten der Handelsplätze, teilweise haben sie ein zeitliches Alleinstellungsmerkmal. Einen Einfluss auf die Handelszeiten haben unter anderem nationale oder internationale Feiertage. Diese können ein vollständiges, verspätetes oder vorzeitiges Schließen an bestimmten Tagen nach sich ziehen.

Handelsplattform

Als Handelsplattform oder Trading-Platform wird die technische Basis für den Devisen-Handel bezeichnet, die FX-Broker ihren Kunden als Zugang zum weltweiten Handel zur Verfügung stellen. Die wohl bekannteste Plattform ist der so genannte MetaTrader des Unternehmens MetaQuotes Software Corp. aus Russland. MetaTrader kommt bei vielen Brokern zum Einsatz, sowohl in der vierten Version (MT4) als auch in der fünften Version (MT5), beide entweder im Original oder in modifizierter Form. Die Plattform erlaubt auch das Einbinden von Handelssignalen (Indikatoren) in Form von Expert Advisors (EAs) und das automatische Handeln. Insgesamt ist zu sagen, dass es verschiedene Varianten von Handelsplattformen gibt. Je nach Ausrichtung des Brokerage-Angebots können Händler direkt – webbasiert – ohne Software-Installation Devisen handeln, eine Software auf dem PC installieren oder über eine Mobile App vom Smartphone oder Tablet PC aus traden. Etliche Broker entwickeln auch vollständig eigene Plattformen, die auf ihre individuellen Handelsmodelle abgestimmt arbeiten und oft mit Extra-Funktionen ausgestattet sind.

Leverage

Der Begriff Leverage ist ein zentraler Aspekt beim Devisenhandel wie auch beim Trading mit Differenzkontrakten (CFDs), die bei vielen FX-Tradern ebenso gefragt sind. Übersetzen lässt sich der Begriff als „Hebel“ oder „Hebelwirkung“, was schon einigen Aufschluss über die Bedeutung gibt. Anleger sollten gerade mit der Hebel-Funktion sehr gut vertraut sein, um im eigenen Interesse handeln zu können. Mittels Leverage können Händler ein Vielfaches ihres eigenen Kapitals bzw. der gewünschten Einsätze pro Position investieren, und zwar bis im hohen dreistelligen Bereich über die besten Forex-Broker im Vergleich. Da es sich hierbei um Fremdkapital handelt, ist diese Vorgehensweise nicht ganz ungefährlich, weshalb vor allem Anfänger Vorsicht walten lassen sollten.

Übliche Hebelwerte liegen im Bereich von 1:50 bis maximal 1:400, in einigen Fällen beträgt die maximale Hebelwirkung sogar 1:500. Auch eine Schreibweise wie „1x50“ ist je nach Devisen-Broker gebräuchlich. In der Praxis sagen die Leverage-Faktoren aus, um welches Vielfache der Einsatz der Trader aufgestockt werden kann. Beträgt der Hebel maximal 1:200, können mit 100,00 Euro Eigenanteil insgesamt 20.000 Euro bewegt werden. Die Broker erteilen einen entsprechenden Auftrag am Handelsplatz. Steigt die Hebelwirkung, steigen parallel die Gewinnchancen. Zugleich muss dann das steigende Verlustrisiko berücksichtigt werden.

Long Position oder „long gehen“

Vom „Long-Gehen“ oder einer Long Position spricht man, wenn Händler davon überzeugt sind, dass der Kurs einer Basiswährung x im Vergleich zu ihrem Gegenpart im Währungspaar steigen wird. Auch dieser Begriff nimmt stets Bezug auf die Basiswährung, die an erster Stelle des Devisenpaars steht.

Am Beispiel Euro/US-Dollar bedeutet dies:

Ein Trader kauft die Währung Euro und verkauft zeitgleich den US-Dollar zum entsprechenden Gegenwert. Lag der Kurs beim Einstieg bei 1,4000 und beim Ausstieg bei 1,4025, hat man einen Gewinn in Höhe von 25 Pips realisiert.

Short-Positionen oder „short gehen“

Short-Positionen bilden, wie zu erwarten, das Gegenstück zu den erwähnten Long-Positionen. An dieser Stelle geht es um die Erwartung eines Wertverlusts der Basiswährung gegenüber dem Counterpart in einem Devisenpaar. Wie beim „Long-Gehen“ ist also auch beim „Short-Gehen“ jeweils die Basiswährung relevant. Forex Trader gehen etwa bei EUR/USD davon aus, dass der Euro-Kurs im Vergleich zum Dollar-Preis sinken wird. Daraus resultiert ein Euro-Verkauf und Dollar-Ankauf. Fällt der Eurokurs tatsächlich, kommt es zu einem Profit.

Wiederum ein Beispiel:

Ein Händler verkauft Euro und kauft zum entsprechenden Gegenwert US-Dollar. Der Ausgangswert lag bei 1,4000, nun sinkt der Kurs auf 1,3075. Auch hier hat er – aufgrund der Wette auf einen Kursrückgang – einen Gewinn von 25 Pips erreicht.

Slippage

Aufgrund der je nach Zeit sehr großen Volatilität am Devisenmarkt können verschiedene Effekte auftreten, die sich je nachdem zugunsten oder zulasten der Forex Trader auswirken. Ein Beispiel ist die „Slippage“. Ins Deutsche lässt sich der Begriff etwa mit „Schwund“, „Abweichung“ oder „Verzögerung“ übersetzen. Dieser Effekt kann im Handelsalltag dazu führen, dass bei der Ausführung durch den Forex-Broker die von den Händlern festgelegten Limits oder Zielpreise für den Kauf bzw. Verkauf unter- oder überschritten werden. Als Slippage wird dabei der Unterschied zwischen dem vom Trader erwarteten und dem am Ende tatsächlich abgerechneten Kurs einer Order bezeichnet. Im Regelfall profitieren die FX-Broker von Abweichungen bei der Kursstellung. Ein Verzug bei der Ausführung zum Limitpreis ist dabei oft dem enormen Handelsvolumen zu Sturm- und Drangzeiten am FX-Markt geschuldet. So kann es zu einer verspäteten Ausführung kommen, wenn Märkte im Moment der Auftragserteilung besonders schnelle Kursbewegungen vorweisen. Im Forex-Broker-Vergleich und beim Erlernen des Forex-Handels sollten Trader diesem Punkt die nötige Aufmerksamkeit widmen.

Lot-Größen

Im Forex Trading gibt es verschiedene Mindestanforderungen für Positions-Eröffnungen. Dabei geht es vor allem um das Mindestvolumen von FX-Trades und es kommt je nach Forex-Broker auf die Lot-Größen an. Geläufig sind in erster Linie die Begriffe Standard-, Mini- und Micro-Lot. Beim Standard-Lot werden jeweils 100.000 Einheiten einer Basiswährung getradet. Im Falle eines Mini-Lots bilden 10.000 Basiswährungs-Einheiten die Grundlage für Positionen, beim Micro-Lot müssen lediglich 1.000 Einheiten gehandelt werden. Mini- und Micro-Lots sind bestens für Anfänger geeignet, die sich nicht direkt an hohe Einsätze wagen möchten.

Pip

Wie an allen Märkten braucht es auch am Devisenmarkt eine einheitliche Größe, um die Veränderungen von Kursen angeben zu können. Forex-Kursentwicklungen werden diesbezüglich in „Pips“ angegeben. Beim Begriff Pip handelt es sich im Finanzbereich eigentlich um ein Akronym für „percentage in point“. Dies deutet darauf hin, dass es sich in der Regel um sehr geringe Kursveränderungen handelt, die jedoch durchaus gravierende Auswirkungen auf die Positionsgröße haben können, selbst bei geringem Ausmaß. Sowohl bei Gewinnen als auch bei Verlusten, beim Kauf wie Verkauf sind Pips die Grundlage für die Kursausweisung. Ein Pip bezeichnet die kleinste Darstellung eines Währungspaar-Preises, wobei damit jeweils die vierte Nachkommastelle gemeint ist. Wissen müssen Devisen-Händler außerdem, dass beispielsweise am Interbankenmarkt sogar noch Angaben in „Fractional Pips“ gebräuchlich sind. Ein Wert von -0,5 Pips würde beispielsweise ein Minus um 0,00005 bedeuten – also in der fünften Stelle hinter dem Komma.

Ein Beispiel: Ein Händler tradet über seinen Forex-Broker ein Standard-Lot (100.000 Einheiten der Basiswährung) des Währungspaars EUR/USD zum Wechselkurs von 1,5000. Der Kurs steigt auf 1,5015, es kommt zum Verkauf und zur Positions-Auflösung. In diesem Fall verbucht der Trader einen Gewinn von 15 Pips. Auf das Standard-Transaktionsmodell bezogen gilt ein Wert von 10,00 USD pro Pips. Somit beträgt der Gewinn im Beispiel-Trade 150 Dollar. Vielfach wird der Pip auch als Preisstufe bezeichnet. Weitere Dezimalstellen über die vierte Nachkommastelle hinaus werden meist nicht angegeben.

Requotes

Die so genannten Requotes tauchen sowohl im Devisenhandel als auch bei Online-Brokern für den CFD-Handel auf. Bezug nimmt der Terminus auf Dealing-Desk-Broker, bei denen Orders der Trader nicht selbst vom Händler ins Orderbuch der Handelsplätze eingetragen werden: Die Orders werden manuell durch Anbieter-Mitarbeiter oder ein automatisches Trading-System ausgeführt. Dies kann zu einem zeitlichen Verzug führen, so dass Orders eben nicht zum eigentlich gewünschten Kurs umgesetzt werden. Stattdessen ist der Kurs aufgrund einer sehr volatilen Marktphase inzwischen gesunken oder gestiegen. Im Ernstfall hat dies oft negative Auswirkungen auf die Trader.

Besser ist es für viele Händler daher, das Trading mit Devisen bei einem Broker vom Format „Non-Dealing-Desk“ vorzunehmen. Hier werden die Orders direkt an den für den Handel wichtigen Interbankenmarkt übermittelt, was abweichende Kursstellungen verhindert. In vielen Fällen werden Requotes als neues Preisangebot (insbesondere von Market Makern) nur innerhalb enger Zeitfenster von wenigen Sekunden unterbreitet. Am Devisenmarkt können die Unterschiede schnell mit deutlich höheren Kosten verbunden sein, gerade wenn Trader ein größeres Handelsvolumen (bspw. mehrere Standard-Lots einer Währung) als Order vorsehen.

Spreads

Der Begriff des „Spreads“ ist für Trader, vor allem aber auch für die Forex-Broker von Bedeutung. Denn die Differenz zwischen dem aktuellen Kauf- und Verkaufskurs – eben darum handelt es sich beim Spread – ist gerade für die Anbieter eine wichtige Einnahmequelle. Der Spread wird je nach Situation als Bid- oder Ask-Preis bezeichnet. Die Angabe erfolgt stets in Pips. Jeder Wechselkurs zeichnet sich durch einen Ankaufskurs und einen Verkaufskurs aus. Der Kaufpreis für Händler ist der Bid-Preis. Ihm gegenüber steht der Ask-Preis, zu dem Währungen am Devisenmarkt verkauft werden können. Eben die Differenz zwischen den beiden Preisen ist der Spread, den die Erklärung zum Forex Trading als Broker-Gebühr für die Bereitstellung der Handelsplattform und die Weiterleitung der Orders an die FX Märkte definiert. Die Spreads fallen vor allem im Bereich der Majors – der meist gehandelten Währungspaare – oft gering aus. Je exotischer die Devisenpaare, desto höher werden Spreads meist angesetzt. Unterschieden wird zwischen variablen und flexiblen Spreads. Damit Händler Gewinne realisieren, müssen Kursveränderungen mindestens ein Pip größer ausfallen als die Gebühr. Zudem wird die Gebühr auch erhoben, wenn Trader erfolglos waren. Ein möglichst geringer Spread ist ein wichtiges Kriterium im Forex-Broker-Vergleich.

Übernacht-Handel

Gerade viele Devisen-Trader haben eine Vorliebe für kurze Halte- bzw. Laufzeiten. Längst erlauben die Handelsplattformen der Anbieter aus dem Broker-Vergleich das Öffnen und Schließen von Positionen ab einem zeitlichen Rahmen von nur 60 Sekunden. Im Einzelfall kann es sich durchaus lohnen, Positionen länger zu halten als nur ein paar Stunden. Dabei kann es sich um den Übernacht-Handel von einem Handelstag auf den nächsten handeln oder sogar um Zeiträume von mehreren Tagen. Auch der Begriff „Rollover“ ist bei vielen Broker im Test gebräuchlich, wobei er exakt dasselbe meint. Vorsicht: Alles, was über den Bereich des Daytradings hinaus geht, kann Übernachtgebühren verursachen und so Einfluss auf die Rendite haben. Zudem ist der Übernacht-Handel riskant, da während der Nachtstunden Verluste oder Kurslücken („Gaps“) auftreten können, auf die Trader während des Schlafs schlicht nicht angemessen reagieren können.

Analyse-Tools

Die meisten Forex-Broker geben Tests zufolge ihren Tradern zumindest in einem gewissen Rahmen Instrumente für die Analyse der Markt-Situationen mit auf den Weg. Vielfach handelt es sich dabei vor allem um so genannte Chart-Tools, die im Zusammenhang mit Handelssignalen (Indikatoren) eine Auswertung und Beurteilung der Entwicklungen von FX-Instrumenten erlauben. Beachten müssen Händler dabei, dass nicht jedes Instrument (Tool) zur Analyse in jeder Umgebung optimal funktioniert. So kann es gerade bei kurzen Laufzeiten zu Analyse-Komplikationen führen, was jedoch nicht bedeutet, dass Trader diese Hilfestellungen beim Forex Trading außer Acht lassen dürfen.

Nachschusspflicht

Neben den erhofften Gewinne ist der Handel über Online-Broker im FX-Bereich auch mit gewissen Risiken verbunden. Ein solches Risiko kann in Form der so genannten Nachschusspflicht auftreten, wenn Kurse sich gegenläufig zur Händler-Erwartung entwickeln. Die Pflicht zum Nachschuss kann entstehen, wenn Positionen mit einem Totalverlust verbunden sind, weil die erforderliche Sicherheitsleistung (Margin) auf dem Handelskonto aufgebraucht ist. Tritt so ein Ereignis ein, kommt es zunächst einmal in den meisten Pflicht zum so genannten Margin Call, so dass Händler abermals die normale Sicherheitsleistung einzahlen müssen. Die Nachschusspflicht ist vor allem von Bedeutung, weil sie sicherstellt, dass die betreffenden Positionen nicht automatisch vom Forex-Broker geschlossen werden. Denn dies würde einen potentiellen Gewinn ausschließen oder im Zuge der Glattstellung sichere Verluste verursachen. Je nach Verlustumfang kann die Nachschusspflicht mit hohen Zusatzkosten verbunden sein. Die Margin-Höhe hat Einfluss darauf, ob und in welcher Höhe es zum Nachschuss kommen kann. Dieser Aspekt kann ein Ausschlusskriterium im Forex-Broker-Vergleich sein.

Margin und Margin Call

Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die Forex Trader auf ihrem Handelskonto hinterlegen müssen, um überhaupt Positionen eröffnen zu können. Kommt es zu einem Verlust, dient die Margin im ersten Schritt zum Ausgleich. Die Höhe der Margin wird im Regelfall prozentual angegeben und auf Basis der gewünschten Positionen berechnet. Werte von 1,00 bis 2,00 % sind üblich. Bei einer Position mit 10.000 Euro Handelsvolumen läge die Margin dementsprechend bei 100,00 bis 200,00 Euro. Eine höhere Sicherheitsleistung kann zumindest erst einmal eine drohende Nachschusspflicht abwenden. Eine Alternative zur Nachschusspflicht ist der so genannte Margin Call. Forex-Broker können diese Forderung für das Aufrechterhalten von Positionen stellen, sobald ein Verlust auf dem Konto entsteht, der auch die Sicherheitsleistung (wenigstens anteilig) verbraucht hat. Stocken Trader dann ihr Guthaben nicht wie verlangt auf, werden die Positionen glattgestellt, also geschlossen, was unter anderem einen möglichen Gewinn verhindert.

Extra-Funktionen

Die Sonderfunktionen, durch die sich verschiedene Anbieter im Forex-Vergleich auszeichnen, sind so vielfältig, dass es an dieser Stelle nur um die drei am häufigsten genutzten Extras gehen kann.

Limits – legen Sie Ihren Risikobereich fest

Limits finden sich im Forex-Broker-Test in unterschiedlicher Form wieder. Im automatischen Handel gibt es beispielsweise „Entry-Limits“. Trader legen einen Startpreis fest, bei dessen Erreichen Positionen vom Devisen-Broker eröffnet werden. Alternativ können Limits installiert werden, so dass beispielsweise ab einer bestimmten Pip-Veränderung (nach oben oder unten) ein Schlussstrich unter Positionen gezogen wird.

Stop Losses – automatisches Schließen beim Zielkurs

Der so genannte Stop Loss ist eins der zentralen Instrumente im Forex Trading und dient dem Namen nach vor allem der Risikominimierung. Er stellt den Gegenpol zur Funktion „Take Profit“ dar. Forex Trader legen einen Kurs fest, zu dem aktuelle Positionen automatisch vom Broker beendet werden. Bestimmen können Trader so vor allem, welchen maximalen Verlust sie – bezogen auf den geleisteten Einsatz – bereit sind hinzunehmen. Viele Broker erlauben die Anpassung des Stop Loss während der Laufzeit, was gerade für erfahrene Trader von Interesse sein kann.

Take Profit – Gewinne mitnehmen ohne großen Aufwand

Das eigentliche Ziel der Broker-Trainings und Forex-Strategien ist der Gewinn. Die Funktion „Take Profit“ benennt genau das und hilft, das Ziel zu erreichen. FX-Händler bestimmen, welchen Gewinn sie anstreben und bei welchem Preis/Kurs Positionen geschlossen werden sollen. Lohnend ist diese Funktion gerade wegen der zeitlichen Konstellationen: Rund um die Uhr können Händler die Kurse kaum beobachten. Mittels Take Profit kommt es zum automatischen Ende einer Position, sobald die Währung bzw. das Devisenpaar den eingestellten Kurs erreicht. Wünschen Trader eine hohe Gewinnmitnahme, ist dies mit einem ebenso hohen Risiko verbunden. Die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns bei gering angesetzten „Take Profits“ hingegen ist relativ hoch. Idealerweise erlauben die Anbieter im Online-Broker-Vergleich das Testen dieser und anderer Funktionen beim risikofreien Forex-Lernen. Am besten können Sie die Funktionen per Demokonto auf den Prüfstand stellen.

Boni für Neu- und Bestandskunden

Bei den Forex-Brokern im Vergleich werden Boni in den meisten Fällen an Neukunden vergeben. Sie müssen für den Erhalt normalerweise eine Mindesteinzahlung vornehmen und ein bestimmtes Handelsvolumen innerhalb einer vom Online-Broker vorgegebenen Zeitspanne vorweisen. Die Bonus-Gutschrift erfolgt oft direkt nach der Kontoeröffnung, Abhebungen sind hingegen erst nach Erfüllen der Bonus-Bedingungen möglich. Einige Broker vergeben auch Boni an Bestandskunden, die regelmäßig traden und zusätzliches Guthaben einzahlen.

sebastianhell1

Mein Fazit

Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann es an diesem Punkt im Grunde nicht geben, denn es gibt viele Fachbegriffe, die etwa bei speziellen Spielarten des Forex Tradings in Erscheinung treten. Die genannten Begriffe sind also eher als Basis-Informationen zu verstehen, damit Händler ohne Erfahrungen den Weg von der Kontoeröffnung bis zur ersten selbst getätigten Order mit einer geeigneten Forex-Strategie durchlaufen können. Was ein optimaler Forex-Broker über diese Standardinfos hinaus zusammenstellt, kann als lohnendes Extras für die eigenen Forex-Broker Erfahrungen gewertet werden.

Aber natürlich müssen am Ende vor allem die Tarifmodelle, Handelsarten und -instrumente stimmen, damit FX-Trader möglichst flexibel und mit guten Gewinnaussichten planen und handeln können. Speziellere Wünsche der Anleger verlangen nach einer eingehenden Forex-Handel-Erklärung, bei der auch weniger geläufige Begrifflichkeiten von Relevanz sein können.